Montag, Januar 02, 2012
Gewerkelungen im Dezember
Den Dezember hab ich hauptsächlich mit Schnurgeln verbracht. Gesundheitlich war ich nicht so auf der Höhe und das nasskalte Grautrübwetter hat mir auch nicht zu Inspirationsschüben verholfen.
Das Highlight war auf jeden Fall mein neuer Schlafanzug. Die Stoffe (blauer Jersey, graumeliertes Leinengemisch und blaumarmorierte Häkelspitze) sind mir zufällig in die Finger gekommen, ich wusste gar nicht, dass ich die hatte. Blau ist normalerweise nicht unbedingt meine Farbe, aber der ist einfach nur superschön geworden - muss ich mal selber so sagen :)
Alles andere nur "Kleinkram": Ein gehäkelter Würfel. Da wollte ich nur ein Muster ausprobieren, das dann wie von selber dreidimensionale Züge angenommen hat. Zwei gehäkelte Glasbezüge. Der mit dem Rüschenrand war das "Testteil". Da habe ich sehr schnell festgestellt, dass es viel einfacher ist, solche passenden Bezüge zu häkeln, als ich immer gedacht hatte. Das Gewirke ist ja doch etwas dehnbar, so dass man so sehr daneben gar nicht liegen kann. Das hat mich so begeistert, dass gleich noch ein zweiter Überzieher für ein anderes Glas dazu kam. :)
In der Mitte links und unten nochmal ein gestricktes Nadelkissen. Jawohl: gestrickt! Innerhalb kurzer Zeit hab ich meine beste und meine gerade noch so einigermaßen akzeptable Stopfnadel verloren. Im Staubsauger. Von einer lieben Kollegin habe ich eine neue beste Stopfnadel bekommen und für diese sogleich ein neues, sicheres Zuhause gestrickt. Eine stumpfe, dicke Stopfnadel lässt sich in ein normales (Steck-, Näh-)Nadelkissen eben so schlecht reinpieksen. Daher gestrickt. Ebenfalls gestrickt: Ein weiteres Paar Socken für den Liebsten.
Gebastelt hab ich auch wieder: Noch immer bin ich im Papierperlenfieber, ich hab noch eine weitere schöne Schachtel zum Bekleben gefunden (Mitte rechts) und darunter ein Becherchen aus Pappmache, aufgehübscht mit Geschenkpapier.
Der Kleiderbügel mit den Schals in der Mitte ist meine geniale Erfindung des Monats. *g* Die Schals haben nämlich ständig die Haken an der Garderobe belegt, was dazu führte, dass Winterjacken und -Mäntel gleich mehrfach übereinanderhingen, wo denn mal ein Haken frei war. Was im eher schmalen Eingangsbereich zu Platzmangel führte. Simple Lösung: Schals auf einen Kleiderbügel gehängt, diesen eine Etage tiefer in die Garderobe eingehakt. Voila: Platz! Wunderbar! *gg*
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Montag, Dezember 12, 2011
Gewerkelungen im November
Hauptbeschäftigung im November war natürlich das Plätzchenbacken. Obwohl mich Ende des Monats auch noch eine dicke fette Erkältung vorübergehend außer Betrieb gesetzt hat, hab ich doch wieder einiges an Gewerkelungen zusammengebracht:
Was vielleicht gleich auffällt: Nicht nur Socken haben Hochkonjunktur, ich hab auch sehr viel "verschachtelt". Dazu braucht es nur eine schöne Schachtel (Pralinenverpackungen sind da zum Teil sehr verlockend - nicht nur des Inhaltes wegen *g*), Geschenkpapier und Tapetenkleister. Tipp: zuerst die Innenseiten bekleben, trocknen lassen, dann die Außenseiten. Andersrum kann es passieren, dass sich auf der schon fertigen Außenseite Falten bilden, wenn die Innenseite bearbeitet wird. Macht man die Innenseite zuerst, können zwar da auch Falten auftauchen - da sieht mans aber nicht gleich :)
Ganz oben links nochmal ein Bollerle (aka Katzentrainingsgerät), daneben eine Ladung (von dreien) Plätzchen. Die Socken sind für meinen Liebsten, aus der Restwolle ist das Bollerle entstanden. Ganz rechts Papierperlen - in der dritten Reihe nochmal eine Ladung.
In der zweiten Reihe Schachteln über Schachteln, wobei das kleine bunte Döschen aus dem Innenleben eines Wollknäuls entstanden ist. Boden hab ich dran- und festgekleistert, Geschenkpapier drüber, fertig. Ganz rechts ein Tischset aus Restchen - zu wenig, um irgendwas damit anfangen zu können, aber zum Wegwerfen eigentlich auch zu schade. Daraus ist das Achteck entstanden, das mir dann doch noch etwas zu klein war. Also hab ich vier "Katzenöhrchen" drangehäkelt und seitlich durch Streifen verbreitert. Oben und unten nochmal zwei Reihen drüber, damit es auch ordentlich aussieht, fertig.
Die dritte Reihe beginnt mit einer Nahaufnahme des Lochschals, den ich gestrickt habe. Daneben der praktisch schon obligatorische Ferrero-Stern, gefolgt von einem Topflappen. Der is irgendwie von selber gewachsen; das Muster hat mir so gut gefallen, dass aus dem Testteil eben ein Topflappen wurde.
In der vierten Reihe nochmal ein kleines Schächtelchen, der Lochschal in Gänze, Häkelsocken für mich und dicke Stricksocken für die Schwiegermama.
Im Dezember wird es vermutlich nicht so viel zum Zeigen geben - bin ich mit meinem Mann doch die meiste Zeit damit beschäftigt, die tausendmillionen Plätzchen aufzuessen.... ;)
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Freitag, November 18, 2011
Alle Jahre wieder: Baggwahn :)
Jedes Jahr so Mitte-Ende November habe ich eine Woche Urlaub, um Plätzchen zu backen. Wegen diverser Umstände habe ich heuer drei Tage lang gebacken - und das ist das Ergebnis:
Einiges davon die altbewährten Klassiker: Vanillekipferl (Selbstgedreht, son komisches Blech kommt mir nicht ins Haus! *g*), Nussecken (auch heuer wieder viereckig), die Lebkuchen-Würfel (nicht korrekt würfelig, links unterhalb der Katze, neben dem S-Spritzgebäck) gab es ebenfalls schon, sowie die Walnusshaffli mit Kakao (links über der Nussecke), und die zammbabbdn Honigplätzchen (mit Nusscreme-Füllung und Schoko bestrichen, ziemlich genau auf Drei-Uhr-Stellung).
Neu sind die seltsamen Kringel-Kleckse - das sind Marzipanhörnchen. Sehr lecker, nur etwas pappige Konsistenz. Ich habe gelernt: Bei neuen Rezepten lieber erstmal die halbe Menge machen und mehr ausprobieren.
Lebkuchen habe ich nach einem neuen Rezept gemacht. Ich habe sie aber nicht auf Oblaten gesetzt, sondern kleinere Kleckse gemacht, die ich mit Schokolade überzogen habe (links neben den Drei-Uhr-Honigplätzchen). Die ersten hab ich komplett eingetaucht, was eine ziemliche Sauerei war, dann habe ich sie auf Schaschlikspieße gesteckt, auf die flüssige Schokolade gesetzt und mit dem Pinsel dieselbe "draufgestupft". Unterseite noch kurz abgepinselt, aufs Backpapier zum Trocknen gesetzt. Das hat sehr gut funktioniert!
Nussplätzchen waren auch schon mal dabei, das sind die ziemlich in der Mitte, mit Marmelade zammbabbd und mit Puderzucker bestreut.
Neu sind die Florentiner Ecken, die schmiegt sich links oben in das Vanillekipferl, sehr lecker! Gleich darunter Mandeltaler, ebenfalls nach einem neuen Rezept - einfach himmlisch! Übrigens die einzigen, die mir heuer etwas etwas kross geraten sind, aber bei Nussgebäck ist das völlig ok.
Das Schwarz-Weiß-Gebäck links neben der Katze ist Spritzgebäck-Teig, nur eben zum Teil mit Kakao gefärbt und ausgepresst. Rechts neben dem Spritzgebäck-S eine Mango-Nuss-Rolle. Dafür hab ich einen 1-2-3-Teig gemacht, getrocknete Mangos kleingehackt, mit gemahlenen Haselnüssen und ein wenig Wasser (an-)püriert, noch einen Rest gehackte Mandeln dazu (mussten weg). Die Masse auf die ausgewellte Platte gestrichen, eingerollt, kurz ins Gefrierfach und dann in Scheiben geschnitten. Sehr fruchtig, sehr lecker!
Aus einem weiteren Teil des 1-2-3-Teiges hab ich Sterne ausgepresst und mit Marmelade zammbabbd. Ebenfalls mit Puderzucker bestäubt. Zwischen den Puderzucker-Bestäubten nochmal Nussplätzchen, diesmal ausgepresst und mit Schoko bestrichen.
Nochmal 1-2-3-Teig: Orangeat und Zitronat war noch was über, das hab ich auf die eine Hälfte des ausgewellten Teiges gestreut, andere Hälfte drüber geklappt, etwas festgedrückt und in Rauten geschnitten. (Am linken Rand, neben der Nussecke)
Ganz am Schluss war noch etwas flüssige Schokolade über, die hab ich mit Haferflocken und gehackten Mandeln zu einer festeren Masse vermischt und kleine Häufchen gemacht. Leider hab ich diese Mandel-Haferflocken-Haffli nicht auf dem Bild.
Und von diversen Teig-Resten und was sonst noch an angebrochenen Tütchen und Packungen rumlag, hab ich alles zusammengemischt und kleine Bollerli geformt. (zwischen den beiden Vanillekipferln etwa bei Sechs Uhr) Ebenfalls sehr lecker :) Und die Katze natürlich nicht zu vergessen, das war noch ein Rest Nussplätzchen-Teig.
Ich neige ja dazu, Plätzchen zu lange im Ofen zu lassen, weil ich immer befürchte, dass sie noch nicht ganz durch sind. Heuer war ich mutig und hab sie allermeist etwas eher raus. Tatsächlich waren alle trotzdem fertig und außerdem richtig schön weich - sonst sind sie bei mir gerne mal etwas "keksig".
Der Winter kann jetzt kommen, ich habe unseren Vorrat angelegt :) Und weil ich nicht verantworten will, dass ihr jetzt alle in die Tastatur sabbert *g* und das Rezept eh schon hochgeladen ist:
Hier gibt's die Lebkuchen-Würfel :)
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Montag, November 07, 2011
Gewerkelungen im Oktober
Zeit wird's, die neuesten Gewerkelungen vorzustellen:
Die Strickmaus habe ich auf einem anderen Blog gesehen, musste
ich einfach ausprobieren! Das ist übrigens aus dem Buch: Märchenhafte
Schmusetiere (Link
zu Amazon).
Falls diejenige das liest, von deren Blog ich das habe, bitte melden,
damit ich dich verlinken kann.
Das absolute Highlight: Mein Knüpfteppich ist fertig! Ich hätte das in tausend kalten Wintern nicht für möglich gehalten, dass der überhaupt in diesem Jahr auch nur annähernd fertig wird. Ist er aber. Komplett mit Umrandung. Das Motztier dient als Größenvergleich :)
Ich habe mal wieder ein bisschen gebastelt; z.B. die schöne Kiste (wird eine Geschenkbox) und einen A5-Ordner aufgehübscht. Also eigentlich war das mal ein vergammelter A4-Ordner, den ich im Keller noch gefunden habe. Den habe ich rundum beschnitten, so war er passend für A5 (was ich ja wollte) und die Gammelecken und -Kanten waren auch gleich weg. Das Ganze dann mit Geschenkpapierstückchen und Tapetenkleister bekleben, fertig. Die Kanten habe ich mit zweidrei Schichten beklebt, weil die ja doch etwas mehr aushalten müssen. Die Kiste ist ebenfalls mit Geschenkpapier und Tapetenkleister bearbeitet, das Papier aber am Stück, ging einfacher und hat vom Muster nicht wirklich einen Unterschied gemacht.
Natürlich hat im Oktober die Socken-Saison begonnen: Einmal mit Sockenwolle für mich gestrickt (rechts oben). Darunter ein Häkelschal im Wellenmuster. Weiter geht's mit Socken: Für den Liebsten ein Paar (Schatzsoggn) und ganz unten dicke Wollsocken für die Frostbeule - mich. Deshalb in der Mitte gleich nochmal dicke Häkel-Socken. Das war der Rest der Sockenwolle oben rechts plus ein Rest knallorangener Wolle, die hab ich zusammengenommen, damit es schön dick wird :) Das Bündle im Wellenmuster aus einem Rest gelber Wolle.
Mitte links ist selbstgemachtes Ketchup aus den Tomaten, die wir weder gepflanzt noch gesät haben, aber dennoch reichlich ernten konnten. :)
Die allerletzte Marmelade der Saison hab ich eingekocht: HiPflBro (Bild Mitte recht bzw. hinter den Ketchupfläschchen zu erkennen): Himbeer-Pflaume-Brombeer. Alles aus dem eigenen Garten.
Unten gibt es nochmal eine Innenansicht des Ordners, daneben der Knüpfstand Anfang Oktober. Wenn ich es nicht selber sehen würde und wüsste, dass der Teppich fertig ist, ich würd's mir nicht glauben, dass ich sooo viel geschafft hab in so kurzer Zeit! *platzvorStolz* *gg*
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Montag, Oktober 03, 2011
Gewerkelungen im September
Im letzten Monat war ich sehr kreativ - ich bin selber ganz begeistert, was ich alles erschaffen und voran gebracht habe:
Es fängt gleich an mit der Autodecke, die ich im September zum Abschluss gebracht habe. Anders als bei meinen anderen Decken habe ich diese hier mit der Maschine genäht. Nur gequiltet natürlich von Hand. Oben links ist die fertige Decke zu sehen, im unteren Bereich in der Mitte gibt's noch eine Nahaufnahme.
Him- und Brombeeren-Ernte hat mir noch einiges an Marmelade eingebracht. Gerade heute hab ich die Saison mit BroPflHi (Brombeer, Pflaume, Himbeer) beendet :)
Unter der (dunklen) Brombeermarmelade die beiden Gläser sind Zucchini-Relish. War mein erster Versuch. Kommt an das von meiner Mam aber bei weitem nicht ran.
Das "Zauberweib" im oberen linken Bereich ist gestrickt. So eine Abzählvorlage ist dank Computer gar nicht schwierig zu erstellen.
Darunter mein "Sommer-Projekt", der Knüpfteppich. Er ist enorm gewachsen. Mittlerweile sogar noch ein Stückchen mehr. Der innere, orangene Bereich, ist inzwischen vollendet.
Oben rechts "Familienzuwachs". Wobei so ganz stimmt das nicht, denn die beiden kleineren (links ein roter Schnerblfmann und rechts eine beige Venus) waren für meine Kollegin bestimmt. (Wo sie auch angekommen sind) Ich mach eigentlich keine Auftragsarbeiten. Aber die meisten von euch kennen ja diesen Blick, den die Kazis so gut drauf haben, dass du gar nicht anders kannst, als ihnen sofort ein Stückchen Gelbwurst zu geben, weil sie ja soooo verhungert sind und soooo lieb sind und .... was soll ich sagen: Meine Kollegin hat original diesen Blick drauf. Da bist machtlos... :)
Darunter ein friesischer Streuselkäsekuchen. Ein neues Rezept ausprobiert. Fazit: Mein neuer Lieblingskuchen. Nie wieder Käsekuchenhilfe!
Im unteren Bereich links und rechts das Projekt des Monats: Meine neue Strickjacke. Die Wolle hat mir mein Liebster zum Geburtstag geschenkt. Gestrickt war sie in weniger als zwei Wochen - obwohl ich die Ärmel zweimal stricken musste, weil sie das erste Mal nicht richtig gepasst hatten. Jetzt kann der Winter kommen.
Auf den beiden kleinen Bildern ist oben der Ausschnitt der Autodecke nochmal zu sehen und unten der echte Zuwachs, Strick-Venus Nummer neun.
Die seltsamen Bollerli auf dem größeren Bild rechts daneben sind genau das: Bollerli. Kleine gehäkelte Knubbel, mit Bastelwatte gefüllt und Luftmaschenschwanz versehen. Gute Resteverwertung, schöne Zwischendurchbeschäftigung - und hervorragendes Katzen-Trainings-Gerät. Die Motze liebt es, den Dingern hinterher zu jagen, Fußball quer durchs Haus zu spielen oder manchmal auch einfach nur wie ein Handtäschchen im Maul spazieren zu tragen :)
Edit:
Irgendwie ist mir jetzt mein Blog-Design abhanden gekommen. Die css hab ich wiedergefunden und eingebastelt, aber die Anpassungen an die Vorlagen sind flöten gegangen - damit auch sämtliche Kommentare :( Mir ist das Thingama zwar neulich mal abgeschmiert, aber alle anderen Blogs, die ich damit verwalte, waren komplett und korrekt wieder da. Warum hier nicht? Hm. Werd ich mich bei Gelegenheit drum kümmern.
Edit2:
Templates wieder gefunden, bzw. eine alte Sicherung davon, die zum Glück noch nicht sooo alt war. Alles ist gut :)
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Freitag, September 02, 2011
ein bisschen Gewerkeltes
Mitte August war der Urlaub vorbei, deshalb sind es für den Rest des Monats auch nur wenige Gewerkelungen, die ich zeigen kann:
Oben rechts und Mitte zwei Detailaufnahmen der Autodecke, an der ich noch immer quilte. Der Rest, der noch zu quilten ist, ist inzwischen überschaubar. Eine Umrandung fehlt noch, dann ist die Decke fertig.
Unten rechts sehr schön zu sehen, dass mein Knüpfteppich wächst und gedeiht. Am oberen Bildrand ist die Haltevorrichtung gerade so zu erkennen - die liegt etwa auf der Mitte des Teppichs. Es geht definitiv voran!
Oben rechts nichts Gewerkeltes, sondern eine Wespe, die sich in unserem Goldrutenbestand recht wohl fühlt. Leider in dem kleinen Bildausschnitt doch nicht mehr richtig zu erkennen. Das hab ich auf flickr aber nochmal in größer hochgeladen.
Gleich darunter Himbeer- und ganz unten rechts Brombeermarmelade. Die nächste Session steht am Wochenende bereits wieder an.
Oben Mitte ein kleiner Haufen Mini-Stofffitzelchen. Das ist die Füllung für meine Venus-Göttinnen. Deren Bestand ist aus Zeitgründen nur wenig angewachen:
Unten Mitte die aktuell letzte - Nummer sieben - in der Reihe. Und da mein Liebster sich "beschwert" hat, dass ich immer nur Frauen stricken würde, hab ich die Anleitung ein bisschen abgewandelt und extra für ihn einen "Schnerbflmann" erschaffen: Mitte rechts :)
Im Kopf entstehen schon die nächsten Projekte und - langsam wirds Herbst - die ersten Socken der Saison wollen ja auch gestrickt werden.
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Sonntag, August 28, 2011
Regenbogenlochtuch: Anleitung
Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen gibt es die Anleitung für das Regenbogenlochtuch: pdf, 900kb.
Das war für dieses Teil hier:
Viel Spaß beim Nachstricken! Falls in der Anleitung etwas unklar oder verwirrend ist, bitte Bescheid sagen, damit ichs verbessern kann.
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Montag, August 15, 2011
Urlaubs-Gewerkelungen
Viel zu schnell war der Urlaub wieder vorbei. Das Wetter war in den letzten drei Wochen nicht soo sonderlich sommerlich, aber immerhin besser als letztes Jahr. So gab es einige Male Gelegenheit zum Grillen, etliche Terrassen-Tage und auch ein paar Drinnen-Tage, an denen ich ein bisschen geputzt habe, ein bisschen umgeräumt und so diverse Dinge gewerkelt, die sich draußen auf der Terrasse eben nicht so leicht bewerkstelligen lassen (nähen z.B. - die Nähmaschine muss ich nicht rumtragen, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist!)
Oben links gleich das erste Nähprojekt: Ein Schlafanzug. Mein Lieblings-Schlafanzug ist inzwischen arg mitgenommen, also habe ich mir davon den Schnitt kopiert und aus einer alten, eingefärbten Jersey-Bettwäsche einen neuen Schlafanzug genäht.
Die Marmeladen-Saison geht weiter, Teil eins der Himbeer-Ernte wurde eingekocht.
Daneben ein rosa Häkelblümchen, welches den Korb auf unserem Fahrrad ziert. Unser Fahrrad, weil das meines Mannes vor einiger Zeit geklaut wurde. Fast zeitgleich hab ich das alte Fahrrad von der Schwiegermama geschenkt bekommen - das jetzt eben zu unserem wurde. Lange hab ich meinem Liebsten angedroht, dass ich rosa Rüschen dran machen will (kennt ihr die Simpsons-Folge, wo Bart mit Lisas Mädchenfahrrad unterwegs ist? *chchch*) - das Blümchen hier wurd es dann endlich. :)
Daneben noch ein Badvorleger, wieder aus alten Tshirts, diesmal achteckig. Darunter frisches Brot zu Lammas.
Rechts oben ein gehäkeltes Tisch-Set. Die Vierecke, die sich durchs Zusammennähen der Achtecke ergeben, habe ich einfach verwoben. Sieht schick aus!
Ich hatte mal einen gepatchten Buchumschlag, den ich nicht mehr finden konnte. Also musste ein neuer her, diesmal tunesisch gehäkelt. Überflüssig anzumerken, dass der gepatchte Umschlag wieder auftauchte, als der hier fertig war.
Links in der Mitte etwas, das ich desöfteren mache: Kekse backen, genauer: Streuselkekse!
Daneben die zwei Seiten eines Kissenbezuges. Der wurde nötig, weil der eigentliche Kissenbezug dringend einer Wäsche bedurfte. Außerdem habe ich beim Umräumen die beiden Patchteile gefunden, die sich geradezu dafür anboten. Das mit dem roten Rand hatte ich bereits so fertig, das andere war etwas zu klein, also bekam es einen fliederfarbenen Rand. Sehr schick, wie ich finde.
Rechts außen ein gestricktes Tuch: das Regenbogen-Lochtuch. Das Muster dazu habe ich mir selber überlegt - und es ist natürlich wieder fast ein bisschen groß geworden.
Unten links und ganz rechts zweimal Papierperlen: das kommt jeweils aus einer Schokoladen-Papierverpackung raus, wenn man sie zu Perlen verarbeitet.
Mitte links mal wieder gesponnen und daneben der aktuelle Stand meines Knüpfteppichs. Das erste Viertel habe ich somit im Urlaub geschafft - wie lange der Rest dauern wird, wird sich zeigen.
Rechts über den Papierperlen eine quiltbereite Autodecke. Die habe ich heute soweit fertig genäht, dass ich nun anfangen kann zu quilten.
Und dann war da ja noch die Ankündigung in meinem letzten Beitrag: Das Venus-of-Merino-Fieber. Aktueller Stand der Dinge:
Auch die sind alle im Urlaub entstanden. (Die gestrickten. Die modellierte habe ich schon vor einigen Jahren gemacht.) Die kleine "Halb-Göttin" in der Mitte hat inzwischen ihren vorbestimmten Platz am Rückspiegel unseres Autos eingenommen.
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Mittwoch, August 10, 2011
Gewerkelungen Juni & Juli
Zeit wirds, mal wieder ein bisschen was zu zeigen:
Unschwer erkennbar, dass das Haupt-Einkochzeit war. Überwiegend Erdbeermarmelade, gefolgt von Johannisbeer (alles durch ein Sieb passiert!), mit ein bisschen Tay- und den ersten Himbeeren. Letztere werden bei uns gerade erst richtig reif, auch die Brombeeren kommen noch. So hatt ich jetzt ein paar Wochen Verschnaufpause, bevor es nun noch einmal richtig los geht.
Links oben in der Flasche ist Spitzwegerich-Tinktur. Die ist gut gegen Schwellungen, z.B. von Brennnesseln oder Insektenstichen. Dass sie wirklich wirkt, konnten wir auch schon testen.
Daneben sieht man, dass mein Knüpfteppich zwar nur sehr langsam, aber dennoch wächst. Ist aber auch wetterbedingt, weil ich das am besten auf der Terrasse machen kann - da kann ich mich gut ausbreiten.
Nach der Marmelade geht es weiter mit einer gehäkelten Amphore, die einen gestricken Wasserfall ergießt. Die Inspiration dazu kam von der Tarotkarte XVII - der Stern.
Daneben, ganz klein, ein Testtuch, aus irgendwelchen Resten gestrickt, weil ich das Muster ausprobieren wollte. Dass es so italienisch wurde, war reiner Zufall.
Darunter ein Ausschnitt aus dem Badvorleger (Bild darunter, unter der Marmelade, mit Kater). Der ist aus alten Tshirts gehäkelt.
Links geht es weiter mit Häkelsocken, ebenfalls aus Resten.
In der Mitte eine Nahaufnahme des Musters des "richtigen" Tuches, welches rechts unten dann auch in fertig zu sehen ist. Gestrickt ist es aus Sockenwolle - vielleicht ein klein wenig zu groß geworden. Ich unterschätze es doch immer wieder, um wie viel größer so ein Tuch durchs Spannen hinterher noch wird.
Wie gesagt, durch die Einkocherei bin ich nicht so sehr viel zu anderen Dingen gekommen. Das war/ist jetzt im Urlaub anders. Dazu später in einem anderen Beitrag mehr. Bis auf einen kleinen "Vorgugger" - denn auch mich hats erwischt - das Venus-of-Merino-Fieber:
Das hier war meine erste. Die Haare bestehen übrigens aus dem kleinen Rest, der von den zwei Päckchen Wolle für das Lochtuch übrig geblieben ist :)
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Mittwoch, Juli 13, 2011
Was hyperbolische Geometrie und Korallenriffs mit Häkeln zu tun haben
Zugegeben, das klingt erstmal komisch und nicht wenige werden sich jetzt wohl die Frage stellen: Was zur Hölle ist hyperbolische Geometrie? Ich muss zugeben, bis heute Vormittag hatte ich den Begriff selber noch nie gehört und die Wikipedia-Erklärung erleuchtet mich auch nicht so recht.
Meine völlig unwissende Definition wäre: Das ist, wenns nach oben hin immer mehr wird. Und das sieht dann ungefähr so aus, wie Korallen aussehen. Wie ich überhaupt darauf kommen? Ich hab die Natur + Kosmos vom März 2011 in die Finger gekriegt. Und da war ein Artikel*) drin. Über eine Mathematikerin, die eigentlich durch Zufall entdeckt hat, wie sie 3D-Modelle zur hyperbolischen Geometrie herstellen kann - und das noch dazu sehr einfach und äußerst kostengüstig.
Ich selber hab letztes Jahr ein solches 3D-Modell hergestellt - ohne dass ich es wusste *g*:
Dabei war das längst nicht mein erstes. Als ich meine ersten Häkelversuche unternommen hab - noch bevor wir das in der Schule lernten - hatte ich eine kleine Puppe, der ich eine Art .... gekräuseltes Ballettröckchen gehäkelt habe. Das war auch eine hyperbolische Koralle :) Was ich damit sagen will: es ist echt stinkeinfach!
Wie kam jetzt nochmal die Koralle ins Spiel? Achja, die Mathematikerin. Die ist auch Netzwerkerin und kam mit anderen Fachfrauen ins Gespräch (so ganz genau hab ich den Hergang jetzt nicht mehr im Kopf) und jedenfalls haben sie angefangen, Korallenriffe zu häkeln, um damit auf das Korallensterben aufmerksam zu machen. Es gab ein bisschen Aufmerksamkeit in der Presse, was zu Anfragen u.a. vom Warhol-Museum führte und so hat das Hyperbolic crochet coral reef inzwischen doch einiges an Berühmtheit erlangt. Leider noch nicht so wirklich im deutschsprachigen Raum, was ich hiermit versuche, zu ändern :)
Ich finde die Idee einfach genial - zumal die Dinger genial einfach zu häkeln sind :) Wie oben schon gesagt: In jeder (jeder 2. oder 3.) Runde die Maschen doppelt oder dreifach häkeln. Das ist alles.
Und weil ich grad übers Häkeln schreib und über Dinge, die damit so gar nix zu tun haben - rein theoretisch - und ich außerdem grad auf Blogrunde war, hab ich hier gleich noch einen Link zum Thema Granny Squares - nur dass die hier ausnahmsweise mal gar nix mit häkeln zu tun haben. Alles klar? :)
*) Falls der Link nicht funktionieren sollte: auf natur.de den Suchbegriff "Häkelriffe" eingeben.
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Montag, Juni 13, 2011
Gewerkeltes März bis Mai
Endlich mal wieder ein bisschen was zu zeigen. Klick auf Bild zeigt die Großaufnahme der Collage.
Wie hier schon angeklungen ist, hab ich mal wieder Soggn bzw. Puschen gehäkelt. Gezeigt sind hier längst nicht alle - vor allem nicht all jene, die ich wieder aufgetrennt habe. Links unten die Puschen sind aus derselben Wolle wie der Pulli. Der in den letzten Wochen auch fertig geworden ist (Wolle gefärbt, gesponnen, Muster überlegt, gestrickt). Die Ärmel sind etwas lang geworden, aber erstens weiß ich nicht, ob die Wolle nicht doch noch etwas einläuft und zweitens können Ärmel eigentlich nie zu lang sein :)
Ebenfalls noch in der Ecke links unten ein angefangener Knüpfteppich. Der wächst nur sehr langsam, trotz der Einspannvorrichtung. Aber es geht voran.
Rechts oben und unten nochmal einige Loch-Strickmusterversuche meinerseits. Das Blumenmuster gefällt mir sehr gut, die abgewandelte Form (oben rechts) wirkt als Tuch aber nicht so recht. Aktuell hab ich schon wieder ein anderes Muster in Arbeit. (ohne Bild).
In der Mitte rechts ein Blick ins Nähzimmer, wo ich gerade dabei bin, eine Babydecke fertigzustellen. Im Januar hatte ich bereits davon erzählt, nun waren alle Teile da und das zusammen"basteln" hat mir superviel Spaß gemacht.
In der Mitte unschwer zu erkennen: Keksäää! :) Die gehen bei uns eigentlich nie aus :) Darüber einmal ein gemaltes Medizinrad/Erdrad - fürs Foto zugegebenermaßen noch etwas nachgegimpelt. Der Knubbel daneben ist ein vollrecycelter Multifunktions-Türstopper. Die Wolle besteht hauptsächlich aus Wollresten, die ich zusammengesponnen und mit einem dünnen Strang normaler Wolle verzwirbelt hab. Daraus hab ich den Knubbel gehäkelt, der mit Stofffitzelchen gefüllt ist. Genau für solche Zwecke heb ich meine Patch-Abfälle nämlich immer auf :) Multifunktional deshalb, weil er wahlweise die Tür ganz auf oder auf Spalt hält. Je nach Windaufkommen wird er so gelegt, dass er die Tür entweder vorm Zufallen oder Aufreißen abhält. :)
Nochmal links in der Mitte - ein Sonnenblendschutz. Da standen bis vor einigen Wochen in einiger Entfernung eine Hand voll Fichten genau in der Sonnenuntergangslinie. Die wurden gefällt :( Damit ist nicht nur eine richtig schöne Aussicht futsch, sondern auch unser natürlicher Sonnenblendschutz. Handeln war angesagt und ich hab tatsächlich sommerlich-leichten Nylonstoff gefunden, der sich schnell & einfach an die Markise anklemmen lässt.
Damit bin ich hier auch mal wieder auf dem aktuellen Stand.
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Sonntag, Mai 29, 2011
Häkelpuschen
An sich sind solche Puschen schnell und einfach gehäkelt: Von der Spitze ausgehend in jeder Runde zwei Maschen gleichmäßig zunehmen, bis die Fußbreite erreicht ist. Gerade hochhäkeln für die Fußlänge. Die Sohle wird spitz zulaufend bis kurz vor der Ferse gehäkelt. Dann die seitlichen Maschen aufnehmen, hinten gleichmäßig Maschen zusammenhäkeln, so dass sich die Ferse formt. Am Schluss eine Abschlussrunde einmal rundrum, fertig.
Da ich aber jedes Mal für jedes Paar mindestens drei Socken häkel, bis ich wieder weiß, wie es ging, hab ich mir endlich mal meine Notizen ins Reine geschrieben, so dass ichs auch in drei Wochen noch lesen kann. Und stell diese Anleitung (pdf, 2 MB) hiermit zur Verfügung. Viel Spaß beim Nachhäkeln.
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Dienstag, März 01, 2011
Gewerkeltes im Februar
Im Februar war ich nicht sonderlich kreativ tätig - und doch ist wieder einiges zusammengekommen:
Oben links zeigen sich eine ehemals hellblaue Jeans und ein ehemals weißes Langarm-Shirt in jetzt viel schönerem Grün. Auf dem Foto sieht es eher bundeswehr-oliv aus, in echt ist es ein richtig schönes, sattes Grün. Das Einfärben musste sein, weil die Jeans ständig dreckig aussah, auch wenn sie frisch aus der Maschine kam. Das Shirt wurde gefärbt, weil ich dringend noch eins für "Dahamrum" (Zuhause, zum Rumwerkeln) brauchte. Tshirts sind zu kalt, Pullis zu warm. Dass ich noch ein weißes hatte, hatte ich fast vergessen, weil ich es praktisch nie angezogen habe. Weil es weiß ist! *g* Jetzt nicht mehr! Dafür hab ich ein "neues" Shirt und eine "neue" Hose. :)
Das Achteck schräg darunter zeigt mein jüngstes Werk: einen Häkel-Teppich. Ganz unten Mitte nochmal ein Detail davon. Ich hab mit drei Fäden gearbeitet (Häkelnadel Nr. 7 oder 8, steht leider nichts drauf), dadurch konnte ich Übergänge machen. Im Durchmesser ist der Teppich 120 cm und es läuft sich superweich drauf. :)
Die beiden Bilder, die das Viererpack oben links vervollständigen, sind jeweils Mini-Socken. Die unteren sind mit drei Maschen je Nadel gestrickt, die oberen mit vier. Die sind ein bisschen größer und vor allem "sockiger". Und da eine ja immer mal Mini-Socken brauchen kann *zuHamamelisrübergrins*, hab ich gleich noch ne Anleitung dazu gebastelt. (minisoggn.pdf)
Rechts oben zwei (von sechs) Seiten eines "Salzfasses". Die Bezeichnung ist vielleicht etwas hochtrabend für ein Gefäß zur Beherbung von Salz, welches ich zwecks Bezug einer neuen Wohnung auf Reisen geschickt habe. Leider hatte ich kein kleineres Schraubglas gefunden, doch das hier erwies sich als sehr gut. Wegen der einigermaßen ebenen Flächen, die sich super bemalen ließen. Hier waren es einfach wasserfeste Stifte, WindowColors o.ä. geht aber sicher ebenso.
Zwei Paar Socken für meinen Liebsten wurden es auch wieder - sowas geht ja immer schnell. Rechts neben den Socken nicht unbedingt die Kategorie "selbstgemacht" - aber der erste Frühlingsgruß musste hier mit rein :) Ich mag zwar keine gebündelten Pflanzenleichen im Glas, da die Forsythien-Zweige bereits geschitten und übrig waren, habe ich sie gerettet. Das Wochenende im dunklen Keller ohne Wasser hätten sie sicher nicht überstanden. Und die gelben Blüten sind echte Stimmungsaufheller!
Unten links ein Schal aus Resten im Mosaic-Knitting-Grundmuster. Unten rechts die frisch umwickelte Leiter des Kratzbaumes. Motze schaut da zwar noch etwas skeptisch (ok, wirklich hübsch is das nun nicht), hat mir aber mittlerweile zu verstehen gegeben, dass sie damit sehr zufrieden ist! Werksseitig sind die Seitenteile der Leiter nämlich mit Plüschstoff bezogen, der bereits nach wenigen Tagen starke Gebrauchsspuren gezeigt hat. Mich haben hauptsächlich die Flusen überall gestört, und als die Löcher immer größer wurden, war Handlungsbedarf angesagt. Nach einigen Versuchen wurde es nun Paketschnur, doppelt verzwirbelt (zu was hab ich ein Spinnrad?) und fest rumgewickelt. Das scheint wirklich gut zu halten, sehr krallenfreundlich zu sein und dunkelgraue Flusen gibt's auch keine mehr. :)
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Montag, Januar 31, 2011
Gewerkeltes im Januar
Zugegeben, so sehr viel zum Zeigen gibt es nicht, was daran liegt, dass
ich sehr viel gelesen habe im Januar. Ich habe u.a. die Merrily-Watkins-Reihe
von Phil Rickman entdeckt. [z.B.
Band 1: Frucht der Sünde: Amazon-Link]
So eine Art Mystery-Krimi, angesiedelt in England und die Hauptfigur ist
eine Pfarrerin, genauer gesagt, die Beraterin für Spirituelle
Grenzfragen - fka Exorzistin ;) Ich hab's zwar nicht gerade mit der
Kirche, aber das ist einfach spannende Unterhaltung. Und bevor es zu
kompliziert wird, lösen Jane, Lol, Gomer oder wer auch immer einen Teil
des Knotens einfach auf. *g*
Ich habe mich an verschiedenen Haarbändern versucht, gestrickt und genäht - aber so richtig überzeugt bin ich von den Ergebnissen nicht.
Bei der Katzendecke, die ich im Sommer gemacht hatte, hab ich nun endlich noch den Rand gequiltet. Das hatte ich völlig vergesen, und bevor sich das Vlies noch völlig verwuuzelt, war es höchste Zeit. Auch wenn der Herr Kater dachte, das wäre ein neues Körbchen, extra für ihn...
Unten rechts ein MosaicKnitting-Muster, das ich selber entworfen habe (unten links). Wie die Schlaufe schon vermuten lässt: es ist ein Topflappen!
Das Bild dazwischen ist mit Absicht verfremdet. Da handelt es sich um ein Babydecken-Quadrat, das ich gemacht habe. Zusammen mit anderen Quadraten von anderen Frauen, wird's am Ende eine - genau :) - Babydecke. Aber noch ist es nicht so weit, also wird an dieser Stelle nichts weiter verraten.
Ein Paar Socken ist schnell mal zwischendurch gestrickt, und mein Mann ist ganz begeistert. Er, der ehemalige Sockenhasser, mag am liebsten gar keine anderen mehr anziehen als meine selbstgestrickten. Was nicht zuletzt an der edlen Wolle liegt, die ich dafür verwende. Ausnahmsweise fertiggekauft :)
Hier und da mal ein bisschen rumhäkeln, irgendwelche Muster "erfinden" - da ist das runde Ding rechts im oberen Bereich nur ein Beispiel. Das wird nicht jedes Mal alles geknipst!
Und natürlich bin ich weiterhin fleißig am Spinnen. Die Wolle will nicht weniger werden, aber ich bleibe hartnäckig - und mache mir vor allem keinen Stress deswegen! Für diesen Winter wird der Pulli eh nicht mehr fertig werden. Ich habe also jede Menge Zeit. :)
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Dienstag, Januar 11, 2011
Dornröschen
Es war einmal ein Königreich, dort lebten alle Menschen glücklich und zufrieden. Alle trugen ihren Teil zum Leben in der Gemeinschaft bei: Indem sie Felder bestellten, Schafe hüteten, einander beim Hausbau halfen - so wie sie alles zusammen machten. Es war von allem immer genug für alle da. Mangel gab es nicht, da es auch kein Geld und keinen Handel gab. Sie haben immer geteilt.
Es gab in diesem Königreich einen Rat von dreizehn Frauen, die die Geschichten des Volkes bewahrten. Sie waren die Hüterinnen des Wissens. Die Geschichten eines Volkes müssen lebendig weitererzählt werden, gleich ob es sich dabei Pflanzenkunde, Heilkunde, Kanalbau oder Mythologie handelte. Nur was immer wieder neu erzählt wurde, konnte aktuell bleiben und sich so be-wahr-heiten. Um dies zu gewährleisten, waren die Hüterinnen des Wissens da.
Das Königspaar regierte gemeinsam über das Volk, jeder hatte seinen Zuständigkeitsbereich, wobei es hauptsächlich um praktische Dinge gibt. Organisation der Ernte und deren fachgerechte Weiterverarbeitung zum Beispiel. Oder die Märchenstunde für die Kinder - das sind jene Geschichten des Volkes, die den Kindern helfen sollen, das Gesamtgefüge des Volkes, der sie umgebenden Natur und die Wertevorstellungen der Gemeinschaft zu begreifen.
Es begab sich aber, dass Fremde in das Königreich eindrangen. Das Volk empfing die Fremden freundlich - etwas Neues kennenzulernen ist schließlich immer eine Bereicherung. Doch die Fremden brachten nicht nur zweifelhafte Geschenke mit, sondern auch eine Menge fremdartiger Ideen, die so gar nicht in das Leben des Volkes passten. Sie waren ebenfalls begabte Geschichten-Erzähler, und weil dem Volk alles, von dem die Fremden erzählten, völlig unbekannt war, konnten sie noch nicht einmal Fragen stellen, um richtig zu verstehen. So haben die Fremden das gutgläubige Volk überrumpelt und ihnen ihre Lebensweise aufgedrängt: Zuerst kam der Handel, dann das Geld - die Gier kam schließlich ganz von selber über die Menschen des Königreiches.
Das Königspaar hatte eine Tochter, die in das Alter gekommen war, sich einen Partner zu suchen. Eigentlich war das ihre alleinige Aufgabe, doch auch der König blieb nicht von der Gier verschont. Deshalb befahl er die Hochzeit zwischen dem Sohn des Haupt-Mannes der Fremden und seiner Tochter. Er versprach sich davon noch mehr Macht und noch mehr Reichtum. Naja, der Fremde hatte es ihm zumindest versprochen.
Die Tochter hatte das Glück, den Großteil ihrer Kindheit unter der Obhut der Hüterinnen des Wissens verbracht zu haben. Und so hat sie viel mehr der Geschichten des Volkes verinnerlicht als andere in ihrem Alter. Sie besaß einen wachen, klaren Geist und eine gute Portion Mut. Also begab sie sich zu den Hüterinnen, um mit ihnen einen Rettungsplan auszuarbeiten.
Die Gemeinschaft, die es früher gegeben hat, war inzwischen sehr gebröckelt. Zu den Jahresfesten wurde nicht mehr so viel gefeiert wie früher und das Lachen auf dem Marktplatz hörte man immer seltener. Stattdessen gab es Streit und Missgunst. Den Hüterinnen und der Prinzessin war klar, dass schnell gehandelt und drastische Maßnahmen ergriffen werden mussten, wollte man den Rest noch retten - vor allem auch die Geschichten, das Wissen des Volkes.
So sprachen sie einen Zauber aus, der sich auf die Menschen, die Tiere und Pflanzen, das gesamte Königreich erstreckte: alles fiel augenblicklich in einen tiefen Schlaf und die Grenzen des Reiches wurden von einer riesigen Dornenhecke überwuchert. Je mehr die Hecke wuchs, umso mehr schrumpfte das Königreich darin, so dass am Ende von außen nur ein sehr großes Dornengestrüpp sichtbar war und niemand auf die Idee kam, dass sich dort ein ganzes Königreich verbirgt.
Der Zauber sollte nur so lange andauern, bis ein Prinz sich auf die Suche nach der Prinzessin und den Geschichten des Volkes machen würde. Und er war stark genug, dass nichts und niemand dem Dornengestrüpp etwas anhaben konnte. Nur wer das Herz am rechten Fleck hatte, würde das Geheimnis durchdringen.
So vergingen Jahrzehnte und Jahrhunderte, bis sich ein junger Mann in die Gegend verirrte. Er war auf der Flucht vor seinem Vater, vor dem Leben, das er ihm auferlegen wollte. Es war doch sein Leben - warum konnte er darüber nicht selber bestimmen? Er wollte nicht immer noch mehrmehrmehr wie sein Vater. Ihm war es wichtiger, dass die Angestellten des Konzerns ein gutes Leben führen konnten. Weil sie anständig für ihre Arbeit bezahlt wurden. Als sein Vater ihm eröffnet hatte, dass eine Fabrik in ein anderes Land "verlegt" werden sollte, weil er dort die Menschen noch schlechter bezahlten konnte als hier, ist der junge Mann geflüchtet.
Er war Tage und Wochen unterwegs und je länger er es war, umso leichter wurde sein Gepäck. Er wollte nicht erreichbar sein; den Lärm der Stadt konnte er nicht mehr ertragen und er lief und lief, bis die Geräusche endlich leiser wurden. Währenddessen hatte er Gelegenheit, sich seine eigenen Gedanken zu machen. Wie stellte er sich seine Zukunft vor? Eine zukunftsfähige Gemeinschaft? Ganz sicher nicht mit Ellenbogen, wie sein Vater. Er sehnte sich nach offenen Armen, die ihn mit seinen "versponnenen Ideen" - wie sein Vater es verächtlich nannte - empfangen würden.
Je mehr seine Vision Gestalt annahm, umso lauter schien ihn etwas zu rufen. Er hatte keine Ahnung, wo er gerade war, noch, in welche Richtung er sich bewegte. Er wusste nur, dass es die richtige war. Dass er diesen Weg gehen musste. Bis er von weitem eine Art Dornengestrüpp erkennen konnte. Es zog ihn förmlich dort hin. Doch je näher er kam, desto grüner, üppiger wurde die Hecke. Und sie war über und über mit Blüten besetzt. Als er endlich direkt davor stand, tat sie sich ganz von selber auf und er trat hindurch.
Auf der anderen Seite wurde er von mehreren Frauen erwartet. Es waren die Hüterinnen des Wissens und die Prinzessin. Sie machten am Marktplatz ein Feuer, zauberten von irgendwo her etwas zu essen und begannen, die Geschichten des Volkes zu erzählen. Und je mehr sie erzählten, umso mehr erwachte das Volk aus seinem Winterschlaf. Ganz allmählich, so dass sich alle in Ruhe wieder einfinden konnten. Der junge Mann weinte vor Glück, weil seine "versponnenen Ideen" hier ganz selbstverständlich die Basis des gemeinschaftlichen Lebens darstellten. Als er fragte, ob er hierbleiben könnte, da er gerne Teil dieser wundervollen Gemeinschaft sein wollte, meinte die Königstochter: Gerne, einen Partner wie dich hätte ich sehr gerne an meiner Seite.
Das neue junge Königspaar hatte die Gelegenheit, mit dem Volk zusammen einen echten Neustart ihrer Lebensweise zu vollziehen. Die Hüterinnen hatten das Wissen bestens bewahrt und es wurde wieder erzählt und neu-erzählt. Damit das Wissen weiterhin aktuell und lebendig bleiben würde.
Natürlich kamen hin und wieder Fremde vorbei, die dem Volk die fremde Lebensweise verkaufen wollten. Doch die Menschen hatten dazu gelernt. Sie verkauften nun ihre eigene Lebensweise den Fremden. Sehr erfolgreich. Und völlig kostenlos.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Veröffentlicht im Schlangengesang, Augabe 46 (pdf, 3,5 MB) vom 15.03.2011
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Mittwoch, November 17, 2010
Baggwahn 2010
Diejenigen, die mich schon länger lesen, wissen, dass Mitte-Ende November Plätzchenbacken ansteht. Heuer gings mir recht gut von der Hand - in zwei Tagen war der Marathon vollbracht. Ok, es gab am Tag Eins ein paar ... Unwägbarkeiten. Unter anderem musste ich ein ganzes Blech voll Honigplätzchen der Bio-Tonne opfern - ich wusste wirklich nicht mehr, dass da noch ein Blech im Ofen war. Als ichs gerochen hab, wars denn auch schon zu spät.
Der zweite Tag - heute - war dann größtenteils Freistil-Backen, so wie ichs am liebsten mag. Insgesamt sinds elf Sorten geworden, mit diversen Modifikationen siehts aber sogar noch mehr aus:
Ich versuch mich in einer Auflistung:
- Der Klassiker: Nuss"ecken" in der Mitte unschwer zu erkennen, auch wenns bei mir eher Nussstreifen sind.
- Rechts daneben Topfenpäckli mit Marmeladenfüllung. Sehr lecker - allerdings war ich nicht darauf gefasst, dass die ums Doppelte aufgehen. Plätzchen tun sowas normalerweise nicht. Zumindest nicht in dem Ausmaß. Daher sind sie optisch nicht soo gelungen, aber der Geschmack machts wett!
- Links daneben Nussplätzchen. Das ist der selbe Teig wie für die
- Nusssterne, rechts im Bild. Gleich zweimal, weil einmal mit Schokocreme und einmal mit Marmelade zusammengeklebt.
- Wieder links von den Nussplätzchen: Lebkuchenschnitten. Das is was Feines! Dunklen Bröselteig aufs Blech, Orangeat, Zitronat, Nüsse mit Eierschaum vermengen und drüberkippen, nach kurzem Auskühlen in kleine Teile schneiden. Seeeehr lecker! Hier hab ich übrigens bemerkt, dass es doch sinnvoll ist, die Rezepte vorher einmal komplett durchzulesen: eins, das für ein Blech reicht, lässt sich schwer in der Menge halbieren. Naja, die Sauerei hielt sich in Grenzen, das Blech ist inzwischen wieder sauber.
- Daneben puderzuckerbestäubte Terrassenplätzchen mit Marmeladenfüllung. Eigentlich werden die dreistöckig gemacht mit kleiner werdenden Plätzchen nach oben. Hab ich modifiziert.
- Am Eck anschließend Streuselkekse. Ja, Kekse. (wo ist der Unterschied?) Das ist noch der Rest von vorm Plätzchenbacken: 1-2-3-Teig ausrollen, Marmelade drauf, Streusel obendrüber - legga! Die Streusel mach ich aus gemahlenen Getreideflocken - da werden sie nochmal so streuselig!
- Die drei Arten drumrum sind einfacher 1-2-3-Teig mit gemahlenen Haselnüssen und etwas Zimt, mit unterschiedlichen Formen gepresst. Sehr einfach, sehr lecker!
- Gleich darüber: beschwippste Katze. Selbe Teig wie vor, mit Glühwein-Zuckerguss bestrichen. Auch sehr fein.
- Das Dunkle neben der Katze ist ein Walnussplätzchen - ich hab überhaupt sehr viele neue Rezepte in diesem Jahr ausprobiert - an die ich mich sogar größtenteils gehalten habe. Die Walnussplätzchen sind mit Kakao, die sind so dunkel. Nicht verbrannt :)
- Das Herzchen und das Hörnchen darunter sind Vanillekipferl bzw. -Herzen. Ebenfalls Klassiker. Ich bin nur zu ungeduldig, wirklich schöne Kipferl zu formen. Und weils die Lieblingsplätzchen meines Liebsten sind, was liegt da näher, als Herzen auszupressen? :)
- Zwischen den beiden Nusssternen ein Honigplätzchen. Mit Schokocreme gefüllt und in Schokoüberzug getunkt. Seeehr gut - leider is mir von denen ein Blech total verbrannt, daher hab ich nur wenig davon.
- Die Kugel darunter is eine "Rumkugel ala Zaubi" weil da is alles drin, was noch so rumgekugelt ist: Reste von Zitronat, Orangeat, Haselnüsse, div. Getreideflocken, Lebkuchengewürz, Kakao, Zimt, Ei, etwas Mehl, ein wenig Zucker, der Rest Butter - und ein bisschen Rum-Aroma. Die sind mir wirklich supergut gelungen. Dumm nur, dass ichs genau so nie wieder hinkriegen werde *g*
- Zu guter Letzt der Scheiterhaufen - im Bild zwischen Nussecke und Rumkugel. Da sind sämtliche Nuss-Reste drin, unter anderem noch paar gebrannte Mandeln (von Hand zerkleinert!) - daher der Name :)
Fazit: ich hab heuer sehr viel Neues ausprobiert, mit meist sehr gutem Erfolg (geschmacklich sowieso, optisch zum größten Teil auch). Und ich hab mich in meinen Eigenkreationen mal wieder selber übertroffen!
Ich liebe die Backzeit - da schaut der November auf einmal doch gar nicht mehr so grau-trüb aus, wie er ist.
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Samstag, Oktober 09, 2010
Medizinrad-Erdrad-Decke
Schon einige Jahre hab ich die Idee im Hinterkopf, mir irgendwie mal ein Medizinrad - oder: Erdrad - zu "basteln". Genau das war immer das Problem. Der Garten ist zu klein, um dort eins anzulegen. Und für die Wand? Malen? Oder aus verschiedenen Materialien basteln? Die richtige Inspiration hat einfach noch gefehlt.
Bis jetzt :)
Klar, ans Nähen hatte ich schon gedacht, aber das Rundnähen war mir nicht so geheuer. Bis ich die passende Methode gefunden habe: Einfach die zwei Lagen zusammennähen, den Deckenstoff ausscheiden und die Ränder innen und außen festsäumen. Eine etwas ausführlichere Beschreibung gibts beim Magischen Basteln.
Mein Erdrad besteht aus drei konzentrischen Kreisen und den vier Richtungen. Die hab ich in den jeweiligen Richtungs-Farben appliziert (kleine Stofffitzelchen). Für die Kreise habe ich kieselsteingrau-gemusterten Stoff genommen.
Der innere Kreis hat vier Markierungspunkte für die vier Elemente, vier Richtungen: Osten-Luft (gelb), Süden-Feuer (rot), Westen-Wasser (blau), Norden-Erde (grün). Zusammen mit den Pfaden/Richtungen ergibt sich hieraus auch das Erd-Zeichen.
Der mittlere Kreis besteht aus acht Markierungspunkten für die Jahresfeste: Ostara (orange), Beltane (rosa), SSW (rot), Lammas (lila), Mabon (blau), Samhain (türkis), WSW (grün), Imbolc (gelb). Zusammen mit dem inneren Kreis ergibt sich hieraus auch das Sonnen-Zeichen.
Im äußeren Kreis sind zwölf Punkte analog zu den Tierkreiszeichen angeordnet. Ich hab mich zwar einige Zeit mit dem Indianischen Horoskop beschäftigt, hab aber festgestellt, dass mir unsere Astrologie einfach doch näher steht. Allerdings geht die Runde hier natürlich andersrum: Auf der Erde liegt der Osten (Widder) rechts und Westen (Waage) links. Für die Farbverteilung hab ich mich von sehr persönlichen Verbindungen zu den jeweiligen Zeichen und zugehörigen Planeten leiten lassen - und natürlich von dem, was an Auswahl vorhanden war :)
Die fertige Decke hat einen Durchmesser von ca. 150 cm, die bunten Kreispunkte ca. 10 cm. Nun wurde ich schon gefragt, wie denn damit gearbeitet werden kann? Die Frage hat mich erst einmal überrascht, weil das Erdrad an sich schon eine Menge zum "Bearbeiten" enthält. Der Vergleich mit dem Lebensbaum - sei es der jüdische (Kabbala) oder der nordische Weltenbaum Yggdrasil bietet sich an.
Auch hier gibt es verschiedene "Welten" (4, 8 und 12) auf drei Ebenen verteilt. Jede einzelne der Welten bzw. Punkte/Steine - eben die bunten Kreise - hat eine eigene Bedeutung, die wiederum mit den anderen auch über die Ebenen hinweg in Beziehung stehen. In der Astrologie ist außerdem jedem Tierkreis ein bestimmter Planet zugeteilt. Ok, da sind einige doppelt, aber ich habe meine eigene Zuordnung gefunden:
Widder-Mars, Stier-Venus, Zwilling-Merkur, Krebs-Mond, Löwe-Lilith, Jungfrau-Chiron, Waage-Mondknoten, Skorpion-Pluto, Schütze-Jupiter, Steinbock-Saturn, Wassermann-Uranus und Fische-Neptun. Die Sonne bleibt dabei unzugeordnet, sie liegt in der Mitte. Zu den Planeten werde ich in einem anderen Beitrag mehr schreiben. Die hier abgebildeten Kärtchen zeigen Mandalas aus den astrologischen Planeten-Symbolen - mit Ausnahme der Sonne. Ein Kreis lässt sich nicht perfektionieren :)
Schon bei der Arbeit an der Decke ist mir aufgefallen, dass es sich ausgerechnet um 24 Punkte handelt. Runen! Mit entsprechend großen Runen"Steinen" ist das also auch eine gute Orakelvorlage. Da dürfen Runen mal wirklich geworfen werden! *g* Die Bedeutung ergibt sich anhand der Richtungen/Elemente. Also in Bezug auf Geist (Osten: Imbolc-Beltane), Kraft/Energie (Süden: Beltane-Lammas), Emotionen (Westen: Lammas-Samhain) und Körper/Materie (Norden: Samhain-Imbolc). Je weiter die Runen zur Mitte liegen, desto wichtiger ist die Bedeutung. Wenn welche außerhalb zu liegen kommen, kann das auf etwas hindeuten, das noch auf dich zu kommt, was bisher noch nicht berücksichtigt ist. Kommt eine Rune direkt auf einem Punkt zu liegen, kommt dessen "Wert" besondere Gewichtung zuteil.
Auf dem Bild natürlich dekoriert, nicht geworfen :) Ausreichend groß sind meine "Runen-Kekse" (nicht wirklich Kekse, mein Bruder hat sie mir aus Holz geschnitzt). Allerdings wird bei denen eine neutrale Vorauswahl sehr schwierig und auch der Aspekt des "Aufdeckens" - nämlich wenn ein Runenstein mit der Rückseite nach oben, also verdeckt, zu liegen kommt - fällt hier weg. Aber es macht Spaß, damit zu werfen :)
Aktuell hat die Decke allerdings erst mal nur einen dekorativen Zweck (auch wenn das Foto nicht so klasse ist):
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Donnerstag, September 09, 2010
Runen-Sigill: Licht
Ich mag Wortspielereien - und ich arbeite viel mit Runen. Was liegt da also näher, als beides zu verbinden? Am einfachsten ist es, die Buchstaben eines Wortes in Runen zu übersetzen. Bei dem Wort "Licht" sind das also Laguz, Isa, Kenaz, Hagal, Tyr.
Laguz - fließen. Licht hat die Angewohnheit, sich überall hin
auszubreiten. Anders als Wasser "läuft" es jedoch immer nur in gerader
Linie. Es breitet sich zwar nach allen Richtungen aus, füllt aber keine
Ecken und Winkel aus.
Isa - Standpunkt. Bei Licht betrachtet kannst du besser
feststellen, wo du dich bewegst. Befindest du dich auf sicherem Boden?
Oder jagst du deinem eigenen Schatten hinterher? Wo genau stehst du? Was
wirft seine Schatten voraus? Worauf musst du dich einstellen? Und wie
bist du eingestellt? Licht erhöht den Kontrast (so wie sich in der
Dämmerung die Konturen langsam verwischen). Das bedeutet einerseits,
dass deine Gedanken klarer werden, kann andererseits auch zu Stillstand
(z.B. bei Verhandlungen) führen. Nämlich dann, wenn jede Partei auf dem
eigenen Standpunkt beharrt.
Kenaz - Strahlen. Anders als z.B. Wasser ist Licht nicht so klar
begrenzt. Bei Wasser kannst du genau sagen, wo es aufhört, wo es
anfängt. Doch das Licht strahlt alles an in weitem Umkreis. Sehr gut
sieht man das bei der Dämmerung. Ist es noch dunkel, oder fängt es scho
an, hell zu werden? Genießt du noch das Abendlicht, oder wird es schon
Nacht? Licht ist Strahlung - und manche Strahlen können Materie
durchdringen. Es geht vielleicht kein sichtbares Licht hindurch, doch
"unsichtbar" wirkt es möglicherweise dennoch auf das "bestrahlte" Objekt.
Hagal - Explosion. Licht ist eine gigantische Kraft(quelle), man
denke nur an die Sonne. Mit Laser können die dicksten Granitbrocken
geschnitten werden. So eine Hagal-Explosion kann in Form eines
Feuerwerks wiederum ganz bezaubernd erscheinen. "Ein Gewitter reinigt
die Luft", sagt der Volksmund. Und tatsächlich werden die
atmosphärischen Spannungen bei einem Gewitter durch Blitze abgeleitet.
So dass sich die Luft "ent-spannt".
Tyr - Aktivität. Licht bringt etwas in Bewegung, bringt Dinge
dazu, Schatten zu werfen. Schnell ist es außerdem -
Lichtgeschwindigkeit! Wenn etwas ans Licht kommt, kommt meist auch etwas
ins Rollen. (Sonnen-)Licht hebt außerdem die Stimmung, bringt frischen
Schwung, um Dinge anzugehen, die vielleicht schon länger auf Erledigung
warten. Wellen sind auch Schwünge. Licht breitet sich in Wellen aus. Und
manchmal wird Licht auch zurückgeworfen - reflektiert.
Die Art der Lichtquelle hat Einfluss auf das "Wesen" des Lichtes. So verbreitet Kerzenlicht ruhige, romantische Stimmung, während uns Neonröhren eher an Büros oder Supermärkte denken lassen. Ich musste mich eben beim Tippen regelrecht zwingen, nicht "grelle" vor das Wort "Neonröhren" zu schreiben. Für mich sind beide Begriffe untrennbar verbunden.
Dieses "Wesen" des Lichtes beeinflusst die Atmosphäre und alles, was sich in dem Raum befindet. Dies kann nicht nur durch "hell" und "dunkel" gesteuert werden, sondern auch durch Farben. Rot bringt Wärme in einen Raum, während Blau eher abkühlt. Schwarzlicht bringt Weiß zum Leuchten (und deckt peinlicherweise alle Flecken auf Bluse oder Rock auf).
Soweit meine Gedanken zu den Runen, wie sie zu "Licht" passen. Nebeneffekt: Natürlich muss ich mir Gedanken darüber machen, was ich über "Licht" weiß. Probier das ruhig mal mit anderen Beispielen aus, und staune, was du alles zutage förderst :)
Am besten geht sowas immer schriftlich. Erstens weiß ich dann, was ich mir schon notiert hab und kann meine Gedanken weiterschweifen lassen. Zweitens lese ich mir solche Notizen gerne nach ein, zwei Tagen nochmals durch. Und entdecke meistens weitere Aspekte, Zusammenhänge, die mir erst durchs Nachlesen bewusst wurden.
Nun aber zum Runen-Sigill. Dabei werden die Runen einfach in- und übereinander geschrieben. Das kann neben- oder untereinander oder kreuz und quer sein. Wie es eben am Stimmigsten ist. Für "Licht" hab ich mir das hier überlegt:
Tyr ist klar erkennbar, denke ich, Laguz ist in Tyr sozusagen eh schon enthalten. Ebenso wie Isa - die jedoch auch der Querbalken sein könnte. Also Bild um 90 Grad nach rechts drehen - jetzt werden auch Hagal und Kenaz erkennbar.
Übrigens verwende ich immer die Sternchenform von Hagal. Korrekt im 24er-Futhark wäre eigentlich die H-Form: sieht aus wie ein H, nur dass der kleine Verbindungssteg etwas nach rechts gedreht ist. Mir ist die Sternchen-Form einfach sympathischer.
Ich mag solche Symbole - auch deshalb, weil sie sich wunderbar in einen Quilt einarbeiten lassen :) Auch diese Art der Wortseziererei hat mir schon bei manchem Problem weitergeholfen. Ich versuche dann, das Problem so genau wie möglich zu beschreiben - am besten mit nur einem Begriff - und beleuchte es von allen Seiten. Und meistens finde ich dabei völlig neue Aspekte.
Mehr über Runen auch hier im Archiv.
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Sonntag, August 01, 2010
Katzendecke
Das kleine Zwischendurch-Projekt ist genau richtig, die Schublade hier als erstes zu füllen :)
Mittlerweile hab ich meine dritte normalgroße Patch-Decke in Arbeit und die Schnurgels haben noch keine einzige bekommen! Das geht natürlich überhaupt nicht! Außerdem war das die Gelegenheit, eine "Blockvergrößerung" auszuprobieren.
Ausgangspunkt war also ein ganz normaler Musterblock, s. rechts.
Der sollte nun das Muster für die ganze Decke werden. Allerdings sollte
die eine rechteckige Form haben, also musste ich das Muster noch etwas
abwandeln:
Da sind auch schon die "Farben" eingezeichnet. Die Streifen in der Mitte hab ich einheitlich breit gemacht, wär mir sonst zu unruhig geworden. Im Prinzip ist das fertige Muster gespiegelt.
Die Muster-Dreiecke werden also aus kleinen Dreiecken gepatcht, auch der mittlere Streifen wird aus Dreiecken zusammengesetzt. Erst beim Zusammensuchen meiner Schablonen ist mir aufgefallen, dass ich hierfür genau eine einzige brauche. Es ist alles aus derselben Form zusammengebastelt :)
Da ich inzwischen einen kleinen Zwirn-Engpass bekomme, hab ich beim Quilten erst mal nur soviel gemacht, wie für die Endbearbeitung nötig war:
Die fertige Größe ist 100x70 cm und sieht so aus:
Und noch ein Detailbild:
Aber wie gesagt, wird noch mehr reingequiltet. Vor allem in den großen Dreiecken. Mein "Zauberstift" hat mir wieder gute Dienste geleistet! Das ist ein "Filzstift", mit dem ich direkt die Muster vormalen kann und der nach einiger Zeit ganz von selber wieder verschwindet. Das Verschwinden ist stark abhängig vom Stoff. Bei manchen muss ich während dem Quilten immer wieder nachmalen, bei anderen sind die Linien noch nach zwei Tagen zu sehen. Aber verschwunden sind die Markierungen bis jetzt noch auf jedem Stoff. Kann ich also nur empfehlen!
Übrigens: bis auf den bunten Stoff mit den Blumen handelt es sich um alte Bettwäsche, die ich gefärbt/gebatikt hab und die hiermit zu neuen Ehren kommt. Schließlich ist ja das der Sinn von Patchwork: aus den alten Klamotten wieder was Neues, Schönes zu zaubern. Klar kann auch ich dem einen oder anderen tollen Stoff nicht widerstehen. (s. Bild *g*) Aber das bleibt die Ausnahme. Teuren "Patch-Stoff" extra zu kaufen is nicht das, was ich unter Patchwork verstanden habe.
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Montag, Februar 15, 2010
Kochen für Shermin: Keksäääää!
Dieser von Distel hervorgerufenen Aktion, Shermins Magischen Kessel zu unterstützen, mag ich mich gerne anschließen.
Was so manche vielleicht erst einmal verwundert, denn mit Kochen werd ich eher weniger in Verbindung gebracht. Aber ich liebe es zu backen! Und am allerliebsten back ich Kekse!
Tatsächlich können Kekse ganzjährig gebacken und gegessen werden. Es gibt jedoch einen sehr starken Anstieg an Verbrauch, Variationen und Angebot von Keksen etwa in der Zeit zwischen November und Januar. Während dieser Hoch-Saison lässt sich ein weiterer Anstieg bis zur Wintersonnwende beobachten, der danach abflaut, um spätestens Ende Januar wieder auf dem (Rest-Jahres-)Stand von Anfang November angelangt zu sein.
Kekse werden also in der Zeit von Samhain bis Imbolc besonders verehrt - oder geopfert, hier sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig. Jedoch lassen der schon fast explosionsartig ansteigende Verbrauch, das ins Unermessliche wachsende Angebot, - selbst in Haushalten, wo sonst nicht gebacken wird, wird plötzlich Teig geknetet, gerollt, ausgestochen, in Form gebracht - keinen anderen Schluss zu, als dass den Keksen im Winter-Quartal besondere Achtung entgegengebracht wird. Dass dies kultischem Ursprung zuzuschreiben sein muss, wird vor allem auch darauf begründet, dass sie während dieser Hoch-Zeit einen besonderen Namen tragen. In der dunkelsten Jahreszeit werden Kekse "Plätzchen" genannt.
Zwischen Imbolc und Samhain allerdings führen die Kekse ein Schattendasein, sie sind in Bäckereien kaum bis gar nicht und in Supermärkten auch nur bei genauem Hinsehen zu finden, so dass sie da selbst gemacht werden müssen. Dass das sehr einfach ist, Spaß macht und am Ende sehr lecker schmeckt - ja, probiert's am besten selber aus :)
Das einfachste Rezept, das ich kenne, ist:
- 100 g Zucker
- 200 g Butter
- 300 g Mehl
Die Butter sollte nicht frisch ausm Kühlschrank kommen, dann geht das Verkneten leichter. Damit lassen sich Kekse ausstechen, -radeln oder -pressen, ganz nach Belieben.
Noch einfacher sind Löffelkekse. Dazu wird ein weicherer Teig zubereitet, also notfalls einen Schuß (Soja-)Milch zufügen. Der Teig sollte etwas rupfig sein, da lassen sich mit dem Teelöffel schöne Häufchen abstechen.
Ebenfalls sehr gut sind Schnecken-Kekse. Teig ausrollen, Füllung draufstreichen, einrollen. Ggf. im Kühlschrank (oder um diese Jahreszeit: auf der Terrasse) noch etwas kaltstellen, dann lassen sich leichter Scheiben abschneiden. So in dem Dreh von 0,5-1cm Dicke - wobei die insgesamt aber ziemlich einheitlich sein sollte, wg. der Backzeit.
Füllung für die Schnecken-Kekse ist simpel: Marmelade mit gemahlenen Nüssen/Mandeln und/oder Haferflocken vermischen, so dass eine streichfähige Masse ensteht. Gibt weniger Sauerei als mit nur-Marmeladen-Füllung und die Füllung selber bleibt auch voluminöser.
Kekse mit dem Herz aus Marmelade lassen sich auf die altbewährte Art herstellen: Teig ausrollen, kleine Marmeladenkleckse in regelmäßigem Abstand auf die eine Hälfte klecksen, die andere Teighälfte drüberziehen, Ränder festdrücken, ausradeln. Oder auf die wohl einfachere Art durch Verwendung von Maultaschen-Formen.
Das Rezept lässt sich schier unendlich abwandeln:
- * "Gewürze" zugeben (Zimt, Vanille, Lebkuchen-Gewürz, Anis, Kardamon, Zitrone, Orange, Cappucchino-Pulver, Brösel-Kaffee, ...)
- * Der einen Hälfte des Teiges ordentlich Kakao-Pulver zugeben, schon ist alles bereit für kreative Schwarz-Weiß-Muster
- * Zuckermenge variieren. Ggf. Gewürzzucker zugeben (Auch ne Idee von Shermin, hab ich von ihr adaptiert)
- * Buttermenge halbieren, dafür ein Ei zugeben
- * Verschiedene Mehl-Sorten und -Arten verwenden (Dinkel-Vollkorn-Mehl mag ich total gern!)
- * Mehlmenge reduzieren, dafür Mandeln/Nüsse (gemahlen, gehobelt, gestückelt), Haferflocken, Trockenobst (ggf. vorher noch etwas zerkleinern), Schokostücke, ... zufügen
- * Doppelkekse: je zwei fertiggebackene Kekse mit Schokocreme oder Marmelade zusammenkleben. Die mit Marmelade bekommen ein Puderzuckerkleid, die mit Schokocreme bissl Schokoguss drübergeträufelt: Alle eng zusammenrücken und mit dem Löffel drübertropfen lassen
Wers lieber herzhaft mag: Zucker weglassen (dafür etwas mehr Mehl), Butter zur Hälfte durch Ei ersetzen und ne Prise Salz zufügen. Relish nach Wahl (Zucchini, Paprika, ...) etwa 1:1 mit Reibekäse vermischen, Füllung aufstreichen, rollen, schneiden, backen, legga!
Gebacken werden die Kekse bei 180-200 Grad - zur Backzeit... tja, damit steh ich auf Kriegsfuß. Also nach 10 Min. mal nachsehen, kann grad bei eher dünnen (ausgestochenen) Keksen nicht schaden. Schnecken dauern auch mal 25 Minuten - aber lieber öfter mal nachsehen!
Die 1-2-3-Kekse sind mein absolutes Lieblings-Gebäck. Die Grundzutaten sind eigentlich immer im Haus - also schau ich einfach, was sonst noch grad so da ist und lass der Kreativität freien Lauf. Backen für die Seele... ;)
Bei der Kochen-für-Shermin-Aktion kannst du übrigens auch mitmachen, schau einfach nochmal bei Distels Aktions-Start-Beitrag nach. (bissl scrollen zu den "Regeln")
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Montag, November 30, 2009
Es ist vollbracht! :)
Endlich, endlich ist die Backtion des Jahres vollendet! Lange genung gedauert hats diesmal ja.
Vor zwei Wochen hab ich angefangen - vor Weihnachten schmecken die Plätzli halt am besten! Allerdings warn die 20 Grad und Sonnenschein net so wirklich die richtige Einstimmung zum Backen, aber ich wollt eh nicht alles auf einmal machen, so war halt zumindest der Anfang gemacht.
War ja auch ganz gut so, weil in der folgenden Woche is mir die Metall-Presse über den Weg gehüpft. Also letztes Wochenende voller Elan und Tatendrang losgelegt. Beim dritten Blech dann ein Krachen - ist der Bügel zerbrochen, der die Kerben nach unten drückt. Mist! Da sprech ich schon mal ne Empfehlung aus, und dann sowas! Ich war ziemlich fassungslos, im ersten Moment.
Aber gut, der Teig war im Kühlschrank, also Nudelholz und ausstechen, wie gehabt. Unter der Woche dann wieder zurück in den Laden, umtauschen. Gestaltete sich nicht ganz so einfach, wie es sich eigentlich annehmen ließe, aber ich hab auch nicht lockergelassen und bin mit einer neuen, intakten Plätzlespresse aus dem Laden wieder raus.
Heute dann der Endspurt. Und es ging fantastisch! *freu* Ok, ich werd morgen vermutlich etwas Muskelkater haben im rechten Arm, aber das gehört eben dazu :)
Dreimal drei Sorten hab ich gebaggen, natürlich ist hier und da wieder was nicht so geworden, wie ichs mir vorgestellt hatte, aber erstens sinds ja noch paar Wochen hin bis Weihnachten, also notfalls back ich nochmal nach. Und zweitens: schmeggen tunse! :)
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Donnerstag, November 19, 2009
Plätzlespresse
Heute hab ich sie gesehen. Aus den Augenwinkel, ganz in der Ecke eines Schaufensters. Fast hätte ich sie über-sehen: eine Plätzlespresse aus Metall! Ich sofort in den Laden geeilt - ungeachtet der Tatsache, dass dieses Geschäft eigentlich über meiner Preisklasse liegt. Ich hab dann im Laden ganz ungeniert das Ausstellungsstück getestet, auseinander- und zusammengeschraubt - und festgestellt, dass es sich genau um die Presse handelt, die ich gesucht und mir vorgestellt hatte. Der Preis war angemessen, und weil ich mich so gefreut habe, dass ich endlich, endlich eine richtige Plätzlespresse hab, hab ich mir eine große bunte Blechdose auch noch gegönnt! *g* Meine vorhandenen reichten nämlich nicht immer für alle Plätzchen zum Aufbewahren. Die Plastikschüssel hat zwar ihren Zweck erfüllt, aber Plätzle gehören einfach inne Blechdose! ;)
Am Wochenende wird dann die große Backtion starten. Drei Sorten hab ich bereits letztes Wochenende gebacken - gut, dass ich da nicht gleich alles gemacht hab! *freu*
Und weil ich mich da dermaßen drüber gfreut hab, endlich sone Metall-Presse gefunden zu haben, musst ich das unbedingt gleich mit-teilen! *gg* Ich hab Jahre danach gesucht, und immer gabs nur welche aus ganz oder teilweise Plastik. Und wenn die nicht vollständig aus Metall ist - incl. und vor allem auch der Musterscheibchen! - dann funktionieren die einfach nicht. Es sei denn, zum Fluchen lernen ;)
Also falls ihr grad am Überlegen seit, euch son Teil anzuschaffen, ist mein Tipp: Nehmt das aus Metall!
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Montag, August 17, 2009
Mens-Rum
Vor einigen Jahren hab ich mal immer wieder Mens-Rum gemacht, sehr lecker - nicht nur während Regelbeschwerden :)
Nun wurde ich die Tage angeschrieben und nach dem Rezept gefragt, das nach der Neugestaltung meiner HP nicht mehr hier gelandet ist. Diese Lücke will ich hiermit schließen, auch wenn ich seit zwei Jahren selber gar keinen mehr angesetzt habe:
Mens-Rum
Gegen Regelbeschwerden sind vielerlei Kräuter gewachsen, die hier alle aufzuführen sämtliche Rahmen sprengen würde. Dafür gibts am Ende noch ein paar Linktipps.
Hier will ich ein Rezept vorstellen, das hilft und schmeckt. Allerdings - wie der Name schon sagt - ist Alkohol drin. Und eine Menge Zucker, es ist am Ende also eher so etwas wie Likör, was dabei heraus kommt.
Die Zutaten:
- Vanille-Aroma
- 1 EL Hiffenmark-Konfitüre
- 1 EL Sanddorn-Konfitüre
- 1 EL Honig
- 1 EL Rosmarin
- 1/2 EL Beifuß
- 1 EL Thymian
- 1/2 Zimtstange
- 1 EL Frauenmantelkraut
- 2-3 EL Holunderblüten
- 1 EL Birkenblätter
- 400 ml Rum (40%)
- ---
- 200 g Zucker
- 300 ml Wasser
Ich hab hier 40%igen Rum genommen, geht natürlich auch höherdrehender - zumal er ja ca. um die Hälfte verdünnt wird. Bei den Konfitüren handelt es sich um die der Firma "Maintal". Es geht weniger um Werbung, sondern darum, dass es sich um eine eher cremeartige Masse handelt. Also keine "Brocken" drin sind. Das ist wichtig, weil sich ja alles gut auflösen soll.
Alle Zutaten bis incl. des Rums in eine große verschließbare Schüssel geben. Die Kräuter dürfen getrocknet sein, die Zimtstange noch etwas zerbröseln. Statt des Vanille-Aromas kann selbstverständlich auch echte Vanille verwendet werden.
Alles gut durchrühren, bis sich die Konfitüren und der Honig aufgelöst haben. Zwei Wochen verschlossen stehen lassen. Ab und an mal rühren.
Die Brühe durch ein feines Teesieb gießen (Langsam und vorsichtig. Schwappt schneller über als eine denkt). Die nun leere Schüssel ausspülen, nochmal die Siebprozedur zurück. So dass auch wirklich alles abgefangen wird.
Normalerweise ist das Verhältnis Rum:Wasser:Zucker 2:1:2. Da hier aber in der "Gewürzmischung" schon jede Menge Süße drin ist, reichen hier 200 g Zucker. Eben aus demselben Grund kann auch etwas mehr Wasser genommen werden (also die angegebenen 300 ml statt 200 ml).
Zucker und Wasser zu dem Rum geben. Alles auflösen. Probieren! Ggf. noch etwas Wasser oder Zucker zugeben. Die Konsistenz sollte ein bisschen flüssiger als Öl sein. Eben likörartig.
Nun noch weitere ein bis zwei Wochen ziehen lassen. In Flaschen füllen. Und genießen. (Stamperlweise - nicht die ganze Flasche! *g*)
Ich habe ihn bei Neumond angesetzt, zu Vollmond abgeseiht und fertiggemischt. Kurz vor Neumond war er fertig. Rechtzeitig zur nächsten Blutung.
Er macht warm - wegen der Holunderblüten - und locker (entkrampfend). Und schmeckt :)
Welche mag, kann nach einem Probedurchlauf beim nächsten Mal gleich mehrere verschiedene Sorten ansetzen. Dann eben mit halber oder viertel Menge. Das Mischungsverhältnis habe ich oben angegeben, die passenden Kräuter für verschiedene Gelegenheiten oder einfach nach Geschmack darf jede selber mischen. Aber bitte vorher schlau machen, welche Kräuter welche Wirkung haben. Und im Zweifelsfall lieber im Supermarkt, Apotheke oder Teeladen kaufen. Finger weg von Wildkräutern, die dir nicht hundertprozentig geläufig sind!
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Freitag, August 07, 2009
Lochtuch-Fieber
Natürlich hat mich das Lochmuster-Tuch-Fieber ebenfalls längst gepackt. Allerdings hatt ich mit den Revontuli-Laminaria-Anleitungen so meine Schwierigkeiten, also hab ich mir selber Muster ausgedacht. Dabei entstand die Idee, meine Muster mal zu sammeln und hier in loser Reihenfolge immer wieder zu aktualisieren.
Zaubis Strickmuster-Sammlung 1.0 (pdf, 2,5 MB)
Der Anfang ist hiermit gemacht mit den beiden ersten Loch-Mustern. Weitere - einfachere - Muster folgen demnächst.
Beim zweiten Tuch hab ich mir Wolle aus Coburger Schaf und Leinen gesponnen (letzteres in rost, gelb und grün):
Nach dem Stricken sah es so aus:
Ich hab übrigens Distels Rat befolgt, und die Wolle nach dem Verzwirbeln nicht gehaspelt, weil das Tuch ja nachher eh gespannt wurde:
Gut erkennbar, dass die 180 Grad nicht ganz erreicht wurden. Wenn ich nochmal son Tuch mache, dann setz ich hier und da ne zusätzliche Spitze ein. Insgesamt - incl. Spitze am Anfang - sinds 10 Mustersätze hoch geworden. Die Wolle hat exakt gereicht! 170 g warens. Allerdings hab ich bei aller Mühe doch etwas zu fest abgekettet. Beim nächsten Mal werd ich in der letzten Hinrunde paar Umschläge einfügen (3 re, 1 U - so in der Art), Rückrunde normal links und dann in der nächsten (Hin)Runde abketten. Dann sollte das besser werden.
Hier noch ne Nahaufnahme:
Und nochmal komplett an der Frau:
Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich voll stolz auf das Tuch und das Garn (Hab ich den Verlauf nicht prima hingekriegt?) und das Muster und überhaupt bin? *gg*
Nachmachen erlaubt und erwünscht, Abwandeln ebenfalls - gern mit Foto ;)
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Dienstag, Mai 26, 2009
Tom
Nach der langen Zeit des Wartens ist Tom letzte Woche endlich eingetroffen. Mein Liebster wollte es mir nicht so leicht machen und hat das Paket vor mir versteckt:
Ich habs dann trotzdem schnell gefunden :) Bestellt hab ichs bei handwerkunddesign.de (gewerblicher Link), die ich nur weiterempfehlen kann! Besonders gefällt mir, dass die die Spinnräder auf Bestellung machen, bedeutet: "mein" Tom wurde extra für mich gemacht :)
Seitdem verbring ich meine Freizeit in etwa so:
Hier nochmal Tom in Nahaufnahme:
Auch wenn es so aussieht, als würde sich nix bewegen: doch, tut es! Ich spinne nur sehr langsam - komme aber dennoch flott voran! Das genialste ist der Doppeltritt. Beim alten Spinnrad mit einfachem Tritt wurds sehr schnell "einseitig", hier bewege ich beide Füße und das ist viel angenehmer! Es ist total leise ("Ez hör ich ja ganemma, wennst spinnst!" - O-Ton des Gatten), und der Clou sind die drei Spindeln. Erstens, das überhaupt drei dabei sind und zweitens die Abspulvorrichtung zum Verzwirbeln. Göddin, was hab ich da früher auf- und ab- und umgewickelt, bis ich zum Verzwirnen kam. Und wenns dann endlich losging, schossen die Knäuel quer durchs Zimmer, Motze hinterher! Das war nicht einfach... :)
Etwas Übung brauch ich schon noch, aber ich hab mich bisher gut reingefunden. Die verschiedenen Übersetzungen will ich noch ausprobieren, doch das kommt alles noch. Mein allererstes Ergebnis - Schafwolle mit Leinen - sah dann so aus:
Außerdem hab ich mir gleich noch ein Paar Handkarden mitbestellt - doch, die gehn definitiv besser als Hundebürsten ;) Die Investition hat sich gelohnt! Das Leinen ist halt ziemlich starr, dafür hab ich noch Ramie, das zwar schön weich ist, aber sich nicht sooo toll verspinnen lässt. Die beiden Fasern hab ich nun vermischt und mich in das Ergebnis sofort verliebt:
Da werd ich mir also nochmal ne Ladung von bestellen und mir eine Jacke oder einen Pullover von stricken... Das fühlt sich so wunderbar weich und griffig an, aber trotzdem fest, also nicht fluffig... einfach schön eben :)
Und ja, bei mir wird die Wolle ziemlich unregelmäßig. Bei meiner Blogrunde bin ich ja oft nur noch am Staunen, wie dünn und vor allem gleichmäßig so manche da rumspinnt - z.T. sogar noch per Handspindel! Das beeindruckt mich wirklich sehr und ich ziehe meine Hut davor. Nur: ich will das nicht. Was will ich denn mit einem Pulli (wasauchimmer) aus selbstgesponnener Wolle, wenn die so aussieht, als wärs gekaufte? Nee, da lob ich mir doch mein "Effektgarn", dem die Handarbeit so richtig anzusehen ist :)
"Schneeflocken-Garn" gibts übrigens auch schon (leider noch kein Foto). Die is aus sehr flockiger Baumwolle, die ohne vorheriges Kardieren fast unspinnbar ist. Die hab ich mir zum Handkarden-Ausprobieren ausgesucht, weils da ordentlich was zum Kämmen gibt, das Ergebnis aber gar nicht "glatt" sein muss. Weils ja Schneeflocken-Garn werden sollte. Ich habs mit normaler Schafwolle verzwirbelt, damit es nicht zu flockig wird und noch einigermaßen strickbar bleibt. Und ich glaub, das hab ich gut hingekriegt. Momentan hängts aber noch auf der Haspel.
Bleibt die Frage: gebrauchtes oder neues Spinnrad für Anfängerinnen?
Tja, also ich hatte zuerst ein Gebrauchtes, es war vollständig, funktionsfähig, billig und tat seine Dienste. Inzwischen weiß ich, dass mir Spinnen Spaß macht und dass das auf jeden Fall längerfristig machen will. Also lohnt sich die Anschaffung eines "richtigen", teuren Spinnrads. Und sowas kauft eine ja auch nicht alle Jahre, das soll dann schon mal einige Jahrzehnte halten.
Beim Gebraucht-Spinnrad-Kauf per Internetauktion o.ä. muss halt genau drauf geachtet werden, dass es vollständig ist und vor allem auch funktionsfähig. Und nicht nur ein Deko-Spinnrad. Die sehen nämlich genau so aus wie "die großen" - nur funktionieren sie nicht (richtig). Bei sehr vielen Angeboten steht sogar direkt dabei "Keine Ahnung, ob vollständig/funktionsfähig. Habs aufm Speicher gefunden!" Ich hatte mich damals im Vorfeld genau informiert, was alles dran und dabei sein muss und wies funktioniert. Dank der vielen Bilder bei "meinem" Angebot damals konnte ich sehen, dass offenbar alles dabei war. Und so wars dann auch.
Fazit: Gebraucht-Rad-Kauf kann gut gehn, kann aber auch ordentlich in die Hose gehen. Vorteil is jedoch, dass eine sich eher klar darüber wird, wie das "richtige" Spinnrad sein soll, wenn sie vorher eins zum "Üben" hat. Ich glaub z.B. nicht, dass ich mir von Anfang an eins mit Doppeltritt gekauft hätte. Dass ich den haben will, weiß ich nur, weil ich erst eben keinen hatte. Nachteil: wenns ein altes klappriges Teil ist, das hinten und vorne nicht richtig funktioniert, wirds kaum Spaß machen, darauf Spinnen zu lernen (allerdings is dann auch nicht soviel kaputt, wenns von lauten Flüchen begleitet in die Ecke fliegt *g*).
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Samstag, Mai 02, 2009
Futhark-Wandbehang
Endlich ist er fertig - seit über einem halben Jahr habe ich daran gewerkelt:
Am Donnerstag abend hab ich die letzten Stiche gesetzt, und heute früh war es die erste gute Tat meines Mannes, ihn zusammen mit mir aufzuhängen:
Angefangen hats bereits im Sommer letztes Jahr. Nachdem ich mir den Bettbezug genäht hatte, hab ich angefangen, kleine Muster zu erfinden, die auf 18x18cm bequem Platz hatten. Bis ich allerdings soweit war, dass ich darüber schreiben wollte, war das Midget-Fieber ausgebrochen - da konnte ich mit meinen geradezu Riesenteilen ja nicht mehr gegen anstinken. *g*
Aber ich hab dennoch weitergemacht - was ich aus all den Teilen, die schon fertig sind, und die, die noch fertig werden wollen, machen will, weiß ich allerdings noch nicht. Zwischendrin wollte ich "was anderes" machen und hab mir überlegt, ob und wie sich Runen paperpatchen lassen. Es ging sehr gut! Ich hab mir Rastervorlagen ausgedruckt und die Teile für die jeweilige Rune per Hand eingezeichnet. Und ich hab auch daran gedacht, dass es bei einigen Runen spiegelverkehrt sein muss.
Irgendwann war die heiße Patch-/Näh-Phase erst mal vorbei und alle Teile wanderten nach oben ins Bastelzimmer. Bis ich um das Jahresende herum unbedingt ein "Projekt brauchte". Ich wollte etwas Gewerkeliges, das sich ruhig über einen längeren Zeitraum erstrecken, in kleine Zwischenhäppchen eingeteilt werden und schön vor sich hinwachsen konnte. Und am Ende sollte halt "irgendwas" dabei rauskommen. Mir fiel die große weiße Wand im Treppenaufgang auf und all die bereits fertiggepatchten Runen- und Muster-Teile ein.
Nach einigem Hin- und Her-Überlegen war die Idee des Futhark-Wandbehangs geboren und ich hatte endlich mein heißersehntes Projekt. *freu*
Dass es jetzt im Wohnzimmer gelandet ist, hab ich meinem Liebsten zu verdanken. Er meinte, am Treppenaufgang sieht mans ja gar nicht (oft). Ins Wohnzimmer passt das doch vieeeeel besser! :)
Es hat irre Spaß gemacht - vor allem deshalb, weil ich wirklich nur nach Lust und Laune daran gearbeitet hab. So hätt ich auch gut vor vier Wochen schon fertig sein können. Aber es sollte halt nicht so sein. Es ging ja nie ums Fertigwerden, sondern ums Tun, genauer gesagt: ums freudige Tun.
Und ich bin irre stolz auf das, was dabei rausgekommen ist :)
Hier noch paar Detailfotos:
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Samstag, Februar 28, 2009
Versprochen ist versprochen
Nach dieser wunderbaren Anleitung (vielen Dank nochmal dafür!) habe ich mir eine Tasche genäht. Wie dort bereits in den Kommentaren versprochen, folgen hier nun die Bilder dazu:
Der Außenstoff ist aus edler chinesischer Wildseide - jedenfalls wurde mir das so vor etwa 25 Jahren gesagt. Seide isses auf jeden Fall, das hab ich beim Verarbeiten gemerkt.
Selbstverständlich muss so ein edles Teil einen zaubi-adäquaten Innenstoff bekommen:
Alte Bettwäsche, maisgelb gefärbt :)
Bis auf die etwas fizzelig zu nähenden Ecken hab ich die Tasche mit der Maschine genäht. Anders als bei der Anleitung wollte ich aber noch einen Trageriemen haben. Und da ich nicht genau wusste, wie lang der sein muss, und wo ich ihn am besten annähe, damits auch schön "trägt" und ich sowieso überhaupt nicht wusste, ob meine Daumen-mal-Pi-Vorlage auch größenmäßig passt, hab ich das gemacht, was ich in solchen Fällen immer mache:
Eine Test-Tasche genäht. Die allerdings von Hand, hat incl. Zuschneiden genau zwei Krimis gedauert, bis sie fertig war. Für die "richtige" Tasche hab ich mich dann aber doch für das ein-Knopf-Design entschieden. Der Riemen hier war grenzwertig kurz - was vor allem daran lag, dass ich das Teil aus nem Stoffrest genäht habe - und der war halt nicht mehr länger :)
Hier nochmal beide zusammen, im Trageriemen-Vergleich:
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Dienstag, November 25, 2008
Baggwahn
Damit meine ich natürlich nicht Osho, sondern die alljährliche Plätzchenbackaktion, die heuer exzessive Züge angenommen hat. Zwölf Sorten wurden es diesmal - ganz genau genommen sogar dreizehn, denn die Schokoladereste vom Glasieren werden ja auch verwertet: Nusseckenkrümel-Schokohäufchen - seeehr legga!
Es gibt also:
- Nuss-Vanille-Sternchen (anstelle von Vanillekipferl - für das Hörnchenbiegen fehlt mir echt die Geduld. Dafür wurden die Sternchen nachm Backen auch ordentlich in Vanillezucker gebadet!)
-
Marmeladenschnecken
- Creme-Fraiche-Taler (war ein neues Rezept. Teig war superlegga, die fertigen Taler etwas weniger frisch schmeckend)
- Nusseckenstreifen (die müssen einfach sein)
- Spritzgebäck
- Mandelhäufchen
- Nougatmonde (das Rezept hab ich zufällig gefunden, keine Ahnung, woher das mal war)
- Sternschnuppen ("Plätzli" heißts auf dem Zettelchen, wo ich mir das Rezept mal aufgekritzelt hab)
- Lebkuchenherzen
- Haffli (Hafer-Honig-Häuflein)
- Futterlies (123-Teig mit Studentenfutter, ebenfalls Häuflein)
- Reste-Rolle aus Nougatmonde- und Sternschnuppen-Teig
- Nusseckenkrümelschokohäufchen :)
Der 123-Teig wird aus 100 g Zucker (ggf. etwas weniger, vor allem wenn später noch Vanillezucker oder Honig dazukommen soll), 200 g Butter, 300 g Mehl zusammengeknetet. Das kann dann ziemlich beliebig ergänzt werden:
- für die Nuss-Vanille-Sternchen kamen gemahlene Haselnüsse und Vanillezucker dazu
- für die Marmeladenschnecken wurde der Grundteig ausgerollt, Marmelade drauf, einrollen, kühlstellen. In Scheiben schneiden, backen, fertig. (sowas schmeckt übrigens ganzjährig *g*)
- für die Lebkuchenherzen gabs ordentlich Lebkuchengewürz dazu
- für die Haffli wurden Haferflocken (kernige!) und Honig zugefügt
- für die Futterlies Studentenfutter
Gelernt hab ich dabei auch wieder etwas:
- ich besitze tatsächlich eine Küchenreibe, die noch dazu ausgezeichnet funktioniert. Die schabt sogar Daumen ab...
- Topflappen in Zukunft lieber mit kleinerer Häkelnadel häkeln. Sonst kanns vorkommen, dass eine zwischen den Maschen doch ans Blech kommt
- Plätzchenpressen aus (wenn auch nur teilweise) Plastik sind Schrott, Schrott, Schrott! Ich suche seit Jahren nach einer, die komplett und total aus Metall besteht, incl. der Musterscheibchen, denn alles andere funktioniert nicht wirklich, von der Haltbarkeit mal ganz zu schweigen. Also wenn eine weiß, wo es solche gibt, mir bittebitte Bescheid sagen! Aktuell hab ich _jetzt_ keine mehr, das Spritzgebäck hab ich mit Ach und Krach noch rausgekriegt...
- Mein Backofen hat sein eigenes RaumZeitKontinuum. Manche Plätzchen brauchen ne halbe Stunde, andere zehn Minuten - völlig unabhängig davon, was vielleicht mal als Vorgabe angegeben war. Ich hab immer Angst, dass ich sie zu früh rausnehme, was zur Folge hat, dass meine Plätzchen allesamt eher "keksig"-knusprig sind. Eben keine Weichplätzchen. Sowas gibts bei mir nicht - was dem Geschmack allerdings keinen Abbruch tut!
Und jaaa, natürlich gibts auch ein Foto:
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Montag, September 01, 2008
Handarbeit ~ Kunst ~ Magie
Handarbeiten hat mir schon immer großen Spaß gemacht. Ich habe meine Mutter genötigt, mir Stricken und Häkeln beizubringen, lange bevor wir dies in der Schule lernen sollten. Als Teenie habe ich mir Röcke, Kleider, Jacken, Overalls genäht - anfangs noch mit Hilfe und unter Anleitung meiner Mutter, bald dann selbstständig. Ich hab schon oft und viel beim Handarbeiten geflucht und geheult und das jeweilige Arbeitsstück ins nächste Eck gefeuert. Aber früher oder später hab ich alles zu Ende gebracht - oder wenigstens wieder aufgetrennt :)
Neben meiner Mutter hat mir in der Schule meine Lehrerin Frau H. das Handarbeiten weiter vermittelt. Ich hab neue Techniken gelernt und immer mehr Spaß daran bekommen. Das konnte mir nicht mal meine spätere Lehrerin V. auf der weiterführenden Schule vermiesen - auch wenn sie nah dran war! Für die V. war "Textiles Gestalten" Unterricht wie jeder andere auch. Wurde geschwätzt, hagelte es Strafseiten. Anders bei Fr. H. Sie vertrat die Meinung, dass Handarbeiten schon was anderes ist als "normaler" Unterricht. Und solange sich die Unterhaltungen im Rahmen hielten und nebenbei tatsächlich gearbeitet wurde, fand sie es völlig ok und richtig. Fr. H. hätte ich gern weiter als Lehrerin behalten.
Heute fällt mir auf, dass das ja damals schon Frauen- bzw. Mädchenkreise waren. Fr. H. hat viel dazu beigetragen, auch diesen "Kreis" zu vermitteln. So hat sie z.B. bei der Auswahl von Farbe, Muster und Schnitt beim Pullistricken geholfen. Jeder einzelnen stand sie mit Rat und Tat zur Seite. Die V. hingegen ging auf unsere Fragen nicht mal sachlich richtig ein - und sozial schon gar nicht...
So betrachtet haben sich die alten Handarbeits-Stuben (auch "Rocken-Stuben") in die Neuzeit gerettet. Ich wünsche mir, dass es noch viele Lehrerinnen wie Fr. H. gibt (und weniger welche der Sorte V.). Denn auch durch sie wird diese Art der "Tradition" weitergegeben, lebendig erhalten.
Und ist das Internet nicht auch nur eine weitere Variation der alten Stuben? Sind wir nicht alle irgendwie durch Blogrolls, Feeds und Mailinglisten in virtuellen Stuben verbunden? Ich meine: immerhin liest du das hier... ;) Ich finde schon, dass sich das vergleichen lässt, eine Adaption darstellt.
Nach der Schule ist der ganze Handarbeits-Kram dann über immer längere Abschnitte in immer tiefere Tiefen versunken. Mal Socken stricken, wenn mir zwischendurch gar zu langweilig war (was höchst selten vorkam), oder hier und da mal bisschen was rumgebastelt. Aber all die schönen Dinge, die Spaß machen, spart eine ja als erstes ein, wenn ihr der Alltag über den Kopf wächst. Umso wichtiger wurde es irgendwann auch, die alten Künste neu aufleben zu lassen - mit Erfolg. Die Freude an der Sache war sofort wieder da und meine Kreativität wuchs mit jedem Stück. Inzwischen habe ich auch ganz neue Techniken dazugelernt, allem voran Patchwork, Spinnen und Brettchen-Weben. Das Spinnrad hat mir mein Liebster einfach so von sich aus geschenkt, via Internet-Auktion sogar äußerst preisgünstig. Als Zimmerers-Tochter sollte ich vermutlich nicht erwähnen, dass ich es mittels Heißkleber repariert habe. Aber der war eben vorhanden und es hält bis heute!
Das Hand-Arbeiten (in diesem Zusammenhang also auch Basteln) hat sich auch in meinem magischen Bereich schnell etabliert: Runensteine herstellen samt passendem Beutelchen. Rasseln aus den unterschiedlichsten Materialen basteln. Den Rahmen meiner Trommel mit dem Brennstab verzieren. Eine Nana-Göttin töpfern. Altardecken patchen und sticken - um nur das zu nennen, was mir ganz spontan einfällt.
Magie ist etwas sehr Persönliches, Intimes. Und so ergibt es sich zwangsläufig, dass ich meine "magischen Gerätschaften" (im weitesten Sinne) am liebsten selber mache. Weil da beim Herstellen selber schon viel an meiner eigenen Magie einfließt und das Ergebnis auch eindeutig meine Handschrift trägt. Im Zuge dessen ist die Web-Präsenz magisches Basteln entstanden.
Auch wenn mein erster Trommelschlegel - aus altrosa Wolle gehäkelt - schon etwas bieder und altbacken aussah, hab ich Handarbeiten nie so empfunden. Im Gegenteil: durch die Verknüpfung zur Spiritualität, zur Magie wurde sie mir nur noch umso wertvoller.
Am kraftvollsten werden die Dinge, die ich wirklich mit Hingabe
erarbeite. Wo ich nach Beenden eines Prozesses nicht sagen kann, ob ich
nun zehn Minuten oder drei Stunden dran gesessen habe. Wo ich während
des Arbeitens einfach "drin" bin.
Auch trägt es sehr zum
Gelingen eines Projektes bei, wenn ich mich im Fluss treiben lasse.
Meine Nähmaschine hilft mir dabei sehr. Z.B. wenn mir mein Kopf sagt,
dass ich ja jetzt "noch schnell" diesen und jenen Arbeitsgang erledigen
könnte, obwohl ich eigentlich gar keine richtige Lust mehr habe. Dann
reißt nicht _mein_ Geduldsfaden, sondern der Ober- oder Unterfaden der
Maschine. Oder er ist zu Ende.
Inzwischen weiß ich die Zeichen zu
deuten und höre in solchen Fällen auch wirklich auf. Es soll ja Spaß
machen beim Tun, und nicht einfach nur so schnell wie möglich irgendwie
fertig werden.
Auch wenn der kreative Fluss im Stocken ist, versuche ich nicht (mehr) mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Dann bleibt das Projekt eben eine Zeit lang liegen - bis irgendwann der Moment kommt, wo es *pling* macht, und ich genau _die_ Idee habe, das letzte besondere Etwas, das noch gefehlt hatte. Und _dass_ dieser Moment kommt, darauf kann ich mich verlassen. So geschieht es immer wieder, dass am Ende etwas anderes heraus kommt, als ich eigentlich geplant hatte. Schon noch in etwa das, was ich wollte - aber in der Ausführung halt oft ganz anders.
Ich glaube, in dem Moment, wo bei der Anfertigung die Magie mit rein fließt, kommt am Ende auch wirklich Kunst dabei raus. Dies zu beurteilen ist allerdings müßig, da Kunst nun mal im Auge der Betrachterin liegt. Ein Paar handgestrickter Socken - Kunst? Hm, kommt auf das verarbeitete Muster an. - Magie? Wenn meine Mam die gestrickt hat, auf jeden Fall. Weil die strickt die Wärme direkt mit rein! :)
Picasso ist ein bis heute anerkannter Künstler - ich persönlich empfinde seine Bilder nicht gerade als Kunstwerke. Seine Kunst lag mE eher darin, sich selbst bestmöglichst zu vermarkten. Und das ist ihm ja wirklich gut gelungen.
Vor einigen Jahren habe ich in Nürnberg eine lebende Statue gesehen. Eine Frau als Baum verkleidet und dekoriert. Sie stand still - es hat echt gedauert, bis zu merken war, dass diese Statue lebt. Spätestens dann, wenn sie allzu neugierige Passanten durch eine plötzliche Bewegung erschreckt hat. _Das_ nenn ich Kunst!
Einen Knopf annähen, eine aufgerissene Naht wieder schließen - sehe ich als profanes Reparieren. Wenn jedoch der Knopf an der Jacke des Kindes bei einer Prügelei abgerissen wurde, kann das durchaus der Anlass für magisch-künstlerische Betätigung sein. Indem ein besonderer, extra angefertigter Knopf mit der Intention angenäht wird, dass dieser Knopf das Kind fortan vor Schlägereien schützen soll.
Das Beispiel zeigt gut, wie magischer Alltag sein kann, wie einfach aus dem nötigen Tun das not-wendige Wirken wird. Es ist doch eigentlich überall wie bei den Plätzchen: die selbstgebackenen sind nun mal die besten! Wichtig dabei ist mE das Tun an sich. Ob eine "mal schnell noch" etwas macht, oder sich in Ruhe Zeit nimmt, um etwas anzufertigen, herzustellen. Dann entsteht der magische Zeit-Raum, vom Rest der Welt abgetrennt, in dem plötzlich alles möglich wird.
Für mich ist es wichtig, Rohstoffe zu verwenden, die vorhanden sind. Zum Patchworken also am liebsten ausgediente Bettwäsche oder gesammelte Stoffreste aus dem näheren Umfeld. Passendes Garn zu finden war für mich noch nie ein Problem: Meine Oma hatte mir vor vielen Jahren ihren Nähkorb vermacht, dessen Inhalt sich erst jetzt langsam zum Ende neigt. Und zu bunt passen alle Farben - bis auf schwarz und weiß vielleicht...
Womit ich auch gerne arbeite, ist Pappmache. Dank der wöchentlichen Anzeige-Blättchen wird mir der Rohstoff dafür regelmäßig kostenlos frei Haus geliefert. Tapentenkleister ist nicht wirklich teuer, lässt sich auch in kleinen Mengen anrühren und ich verwende ihn für nahezu alle (Papier-)Klebearbeiten.
Die Kalenderblätter vom Vorjahr lassen sich rückseitig bemalen und/oder zu Papierperlen weiterverarbeiten. Zum Bemalen nehme ich vorzugsweise Abtönfarbe ausm Baumarkt. Vergleichsweise preisgünstig, deckend, vielseitig einsetzbar (notfalls sogar für die Wand *g*).
Alte Tshirts werden nicht weggeworfen, sondern in feine Fäden geschnitten und zu Badvorlegern o.ä. verstrickt und verhäkelt. Es wandert auch nicht jeder Rock, nicht jede Hose, die "noch gut" ist, in die Kleidersammlung. Wenn der Stoff gefällt, kommts in meine Stoffsammlung, Knöpfe und Reißverschlüsse - so noch vorhanden/funktionstüchtig - als Nebenprodukt in meinen Fundus.
Überhaupt mein Fundus. Grundsätzlich kann ich ja alles noch irgendwie brauchen. Und so kommt es, dass ich - egal nach was ich suche - in den allermeisten Fällen direkt fündig werde. Oder ich finde etwas anderes, das sich entsprechend abwandeln lässt. Nur selten muss ich etwas kaufen; wenn, dann ist es hauptsächlich Werkzeug im weiteren Sinne. Wie neulich erst die Filznadeln. Und da sich wegen so einem kleinen Betrag eine Bestellung ja kaum lohnt, kommt dann halt noch das eine oder andere Wollknäul dazu, Bügelvlies hatte ich auch keins mehr - so ergibt es sich also ganz von selbst, dass sich meine Vorräte praktisch nie aufbrauchen.
Natürlich ist da auch die Gefahr gegeben, mich zuzumüllen. Aber da ich ein sehr kleines Bastelzimmer habe, muss ich von Zeit zu Zeit aufräumen. Und ich hab es inzwischen gelernt, loszulassen. Wenn ich seit einem Jahr reihenweise Salatbecherchen sammle, weil die doch so hübsch handlich sind, ich die seither aber noch nicht wirklich gebraucht habe, kann ich die heute loslassen. Zumal wir ja immer mal wieder Salat essen. Der Nachschub für den Fall des Falles also gesichert ist.
Aus Altem etwas Neues, etwas völlig Anderes erschaffen, ist Handarbeit, ist Kunst und durchaus auch Magie.
Aus dem, was vorhanden ist, das Beste zu machen, ist Kunst, ist Magie und meistens Hand-Arbeit. Denn erst wenn die drei - Kunst, Magie, Hand-Arbeit, zusammen treffen, kommt auch wirklich das Beste bei raus. Dass der Prozess des Rumwerkelns dann auch noch Seelenbalsam ist, ist ja fast schon nur noch Nebenwirkung...
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Montag, August 25, 2008
Färbe/Batik-Lust+Frust
Färben in der Waschmaschine ist eine geniale Erfindung! Geht einfach und sauber. Gibt viele Farben zur Auswahl und ich hatte bisher immer super Ergebnisse.
Den absoluten Löwinnenanteil meiner Patchwork-RohStoffe bildet nämlich ausrangierte Bettwäsche. Der Baumwollstoff lässt sich super verarbeiten, und da die Teile, die ich von verschiedenen Seiten vererbt/geschenkt bekommen habe, hauptsächlich weiß sind, eben auch klasse färben.
Pro Färbung kann 600 bis 1800 g Stoff verarbeitet werden, wobei das
Farbergebnis dann natürlich variiert. Allerdings ist die Maschine ja
selbst bei 1800 g grade mal halb voll; da also wesentlich drunter zu
bleiben, verkraftet mein Öko-Herz nicht.
Zu dem Stoff kommt das
mitgelieferte Fixier-Pulver, sowie 500 g normales Speisesalz. Maschine
starten, fünf Minuten warten, Farbe rein (über den Waschmittelschacht),
mit Wasser nachspülen. Abwarten bis die Maschine durch ist. Danach
nochmals ganz normal mit Waschmittel durchlaufen lassen. Fertig.
Neulich hatte ich maisgelb und maigrün. Ersteres ist wirklich super gelungen! Obwohl ich wieder die Obergrenze der Stoffmenge verwendet habe, ist ein leuchtendes, leicht ins Orange driftendes, sattes Gelb heraus gekommen. Allerdings geb ich den Stoff immer trocken in die Trommel, nicht wie angegeben, nass. Obs daran liegt? Flecken o.ä. hatte ich jedenfalls bislang noch nie.
vlnr: maigrün (auf dem Foto leider nicht ganz originalgetreu), maisgelb, batik: maigrün über maisgelb
Am nächsten Tag habe ich einen Teil des maisgelben Stoffes kunstvoll verschnürt und mit in die maigrüne Ladung gegeben. Außerdem noch eine - ehemals - weiße uralt-Tischdecke, an der ich aus sentimentalen Gründen sehr hänge, die aber halt im Lauf der Zeit doch schon paar Flecken abbekommen hat. Grün hört sich doch gut an, oder? Und sollte auch die Teeflecken überdecken...
Das Ergebnis war niederschmetternd! Erstens ist das maigrün genau jenes hellgrün, das ich im letzten Jahr schon bis zum Abwinken verwendet habe. Na gut, denk ich mir nach dem ersten Schock. Hässlich an sich is die Farbe ja nicht. Ich bin sie halt über. Die Vorräte waren aufgebraucht, jetzt sind sie wieder voll. Und überfärben geht ja immer noch. Also was solls.
Als zweites seh ich die KNALLgrüne Tischdecke. Ich weiß nicht, was _da_ passiert ist, aber die hat eine Leuchtkraft entwickelt, die eine echt erblinden lässt. Nach einigem Blinzeln dann der nächste Schock: nicht nur, dass die Teeflecken noch immer gut sichtbar waren - es waren auch noch neue Flecken dazugekommen. Da ist mir eingefallen, dass ich die Tischdecke über die Jahre ja schon mehrfach mit diversen Fleckentfernungsmitteln behandelt hatte. Und die Flecken, die dann - so gut wie - weg waren, waren jetzt in voller Pracht, teilweise dunkelgrün (!) wieder da! Ganz klasse!
Entschädigt für all das hat mich dann das Ergebnis der Batikaktion:
die Farben sind auf dem Bild leider nicht so gut getroffen - aber das Muster ist gut sichtbar
Wie erhofft, wurde aus dem Maigrün ein leichtes, cremiges Helloliv - eben durch die orange-gelbe Ausgangsfarbe. Und das Muster erst! Ich bin hellauf begeistert!
Dadurch wieder frisch motiviert, hab ich mir gleich in der Woche danach noch terracotta besorgt. Die hatte ich schon mal für Kleidung verwendet mit superklasse Ergebnis (da waren sogar die Teeflecken weg).
Ich hatte noch einen weißen Rock, den ich mitfärben wollte, außerdem Bettwäsche - und eben einen Teil des "tollen" maigrünen Stoffes. Den hab ich wirklich kunstvoll und mit Hingabe abgebunden und verknotet. Ich war aufs Ergebnis total gespannt! Also die Waschmaschine leer machen (normale Wäsche hab ich ja auch noch ab und zu mal), Färbeladung voll. Bis ich die Handtücher aufgehängt habe, sind die fünf Minuten um, dann die Farbe rein und abwarten...
Wie so oft, hatten auch an jenem Tag mein Liebster und ich ein super
Timing. Er kam gerade vom Einkaufen nach Hause, als ich das vorletzte
Wäschestück aufhängte. Noch flugs alles weggeräumt uuund - Feierabend.
Hinknüscheln.
Nach einer Stunde ist mir dann eingefallen, dass
ich irgendwas vergessen hatte... Mist! Die Maschine war jetzt ohne Farbe
fast zum Ende durchgelaufen. Soviel Wasserverbrauch für umsonst. Sehr
ärgerlich. Aber war jetzt halt so. Also gleich nochmal eingeschaltet,
diesesmal auch wirklich die Farbe zugeschüttet. Die Stoffe waren jetzt
halt nass, aber lt. Anleitungen sollten sie das ja eh sein. Konnte also
nicht schaden.
Weit gefehlt! Als ich die fertige Maschine öffnete, erblickte ich ein zart-pastelliges Lachsrosa!!!
Links auf dem Bild - zum Vergleich - die Hose in terracotta, wie es sein sollte. Und rechts der Traum in zart-pastelligem lachsrosa....
Überflüssig zu sagen, dass das Ergebnis meiner kunstvollen Verschnür-&-knot-Aktion gleich null war. Naja, nicht ganz. Immerhin ist das maigrün um eine halbe nuance sanfter geworden. Wenigstens etwas:
rechts das original-maigrün, links davor die beiden Stücke, die in zart-pastelligem lachsrosa gebadet haben
Nasse Stoffe werde ich jedenfalls nicht mehr färben. Und wenns noch so
oft auf der Anleitung steht. Oder obs daran lag, dass beim zweiten
Versuch ja weder Salz noch Fixierer mehr dabei waren... ? ;)
Sicher ist:
Färben als wirksames Fleckenmittel scheidet aus bei Eiweiß- und
vorbehandelten Flecken. Für Teeflecken stehts 1:1 - die Gelegenheit für
weitere Tests wird sich aber sicher ergeben.
Und da ich noch jede Menge Vorrat an Bettwäsche habe, werde ich meiner Färbe-Batik-Lust definitv weiter frönen. Aber zuerst muss noch das zart-pastellige Lachsrosa dran glauben... *g*
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Sonntag, August 03, 2008
Die Sonne
Irgendwie wird aus meiner magischen Homepage immer mehr eine Handarbeits- und Bastelseite. Darüber, ob und wie das zusammengeht, ist u.a. bei Distel etwas zu lesen. Hier wird demnächst dazu auch ein Artikel folgen.
Bis dahin erst einmal auf vielfachen Wunsch *g* ein Bild meiner gepatchten Sonne:
Fürs Rund-Nähen fehlt mir wirklich jegliche Geduld, daher besteht diese Sonne nur aus geraden Linien. Das heißt, eigentlich ist es also ein 12-Eck bzw. 12-Stern.
Hier noch eine Nahhaufnahme:
Und hier die Vorlage (pdf): großeSonne-Patchvorlage. Sie muss allerdings noch vergrößert werden. Also pro Patchteil ein 12er-Segment. Die 12 Teile am Ende dann zusammennähen. Und bitte dran denken, dass das Ganze mehr ergibt, als die Summe der Teile. Zumindest bei mir war das so, daher ist sie an den Rändern etwas gewellt :)
Und falls eine die entsprechende Funktion bei Scribus für "An Hilfslinien ausrichten" kennt, dann gibts auch nochmal gern ne Original-Vorlage. ;)
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Sonntag, Juli 06, 2008
Projekte im 2. Quartal 2008
Das letzte Quartal hat mit dem Beenden eines Projektes angefangen:
"Schuld" am Entstehen dieser Decke war quilterscache.com, dort gibt es soo viele tolle Muster, die ich unbedingt ausprobieren wollte. Zufällig bin ich später draufgekommen, dass ich noch eine alte Steppdecke rumliegen hatte, auf deren Rückseite nur die weiße "Füllung" zu sehen war. So wurde aus der Rückseite die getoppte Vorderseite und die alte Vorderseite zur neuen Rückseite :)
Ein großes Projekt in diesem Quartal war mein Fadenvorhang. Sowas wollt ich ja schon lange mal - also warum nicht selbermachen? Das bedeutete zunächst, Unmengen von Fimo- und Papierperlen herzustellen:
Bis am Ende aus einzelnen Schnüren ein Vorhang entstand:
Oben im Bild die "Aufhängung": einfach jede Schnur mit einem Gardinenrädchen versehen, die mit Zwischenperlen zusammengefügt wurden. Die unterschiedlichen Längen waren beabsichtigt, den Abschluss bilden größere Perlen/Anhänger, z.T. aus Ton, und Glöckchen:
Viel Zeit hab ich mit Färben und Stoffmalen verbracht. Letzteres übrigens durchaus meditativ. Man nehme alte weiße Bettwäsche mit eingewobenem Muster und male dies mit Stoffmalstiften aus bzw. nach:
Zwischendurch gabs so Kleinigkeiten wie Marmelade einkochen und Abstreifer weben:
Rock und Minirucksack (Gürteltäschchen) nähen, nebst spießigem Klohut häkeln *g*
Und - bei Distelfliege abgeguggt - ein Zafu: wunderbarer "Aufbewahrungsort" für Stoff- und Wollschnippsel!
Irgendwann war Zeit zum Kräuter- und Blätterernten:
Hier hängen Frauenmantel, Salbei, Erdbeer- und Johannisbeerblätter, Rosmarin, Thymian und Lavendel. Ganz praktisch mittels Gardinenrädchen an der Vorhangschiene befestigt.
Das letzte Projekt schließlich ist irgendwie von selbst geworden. Es hat wieder einmal mit verschiedenen Patches begonnen, die ich halt immer mal wieder so nebenbei genäht hab. Aber eigentlich wollte ich ja längst mal eine Tischdecke machen - bis mir die einzelnen Patches wieder in die Finger kamen. Und siehe da - es waren genügend zusammen:
Seltsam nur, dass beim Zusammennähen der Teile irgendwie gar nichts mehr
gepasst hatte, und ich hier und da und dort immer irgendwie ausgleichen
musste. Das Ding ist in sich schief und krumm, und damit es auch
wirklich auffällt, hab ich für die Seitenstreifen extra noch Karomuster
genommen. Diese Decke _muss_ einfach so sein - und ich hab tatsächlich
erst beim Betrachten der Fotos bemerkt, dass ich sogar noch zwei Teile
in der falschen Richtung angenäht hatte.
Ich bin unglaublich
stolz auf dieses Flickwerk, so dass es derzeit
sogar einen Ehrenplatz hat:
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Sonntag, April 27, 2008
1. Quartal 2008
Ich werde hier in regelmäßigen Abständen meine aktuellen bzw. kürzlich abgeschlossenen (Hand-)Werkeleien vorstellen.
Etliches hatte ich ja bereits gebloggt, so z.B., dass ich etwa seit Jahresanfang dem PaperPiecing verfallen war. Eine wahre Fundgrube an Mustervorlagen gibt es auf quilterscache.com - dort hab ich einiges gefunden, was mir gefällt. Dazu noch einiges selbst-entworfenes, so dass ich irgendwann vor der Frage stand: was mach ich mit all den fertigen Patches?? Zufällig is mir gerade da eine alte Überwurfdecke in die Finger gefallen, die ich schon längst vergessen hatte. Auf der Vorderseite ist sie stellenweise schon _etwas_ dünn geworden und die Rückseite - einfach nur weiß mit Blick aufs Innenleben.
Um es kurz zu machen, nach meiner Crazy-Patchwork-Decke letzten Herbst hat also nun eine Muster-Decke das Licht der Welt erblickt:
Die Schnurgels haben zwei Kissen bekommen; eins aus Abfall-Stoffresten, gefüllt mit Stofffitzelchen (also kleiner als "Abfall") und noch eins für den Panorama-Platz auf der Fensterbank, ebenfalls mit Fitzelchen gefüllt:
Alles weitere hatte ich bereits gebloggt, außer vielleicht noch erwähnenswert, dass ich inzwischen regelmäßig Wolkenwolle zum Verspinnen bekomme. Ach, und natürlich hab ich wieder etliche T-Shirts zu Treppen- und Badvorlegern verhäkelt.
Echte Gewerkel-Highlights waren in den letzten Monaten u.a. die Macademia-Rassel:
und mein Widderhorn-gemustertes Bändchen:
"Das Beste draus machen" - das ist etwas, das mir richtig Spaß macht. Aus dem, was da ist, - gern auch "Abfall", Reste eben - etwas Neues erschaffen. Im Falle der Macademia-Rassel war es klar, dass ich aus den wunderbar klingenden Schalen irgend etwas machen wollte. Es hat lange gedauert, die Idee ist herangereift, verworfen, neu ausgedacht - und am Ende dann doch ganz anders geworden. Aber trotzdem genau so, wie ich es wollte.
Auch bei den Kissenfüllungen - ich hatte derart viele Stoffschnippselchen, die ich zunächst nur in einer Tüte gesammelt hatte, um zu vermeiden, dass sie nicht in der ganzen Wohnung herumgetragen wurden. Und als ich dann merkte, wie viel das ist, war klar, dass das noch gut für Füllungen taugt. Z.B. ja auch für mein Nadelkissen.
Bei den Stoffen fürs Patchen hatte ich es mir vor einiger Zeit mal gegönnt, mir "richtige" Patch-Stoffe zuzulegen und bin auch ziemlich begeistert, was es da alles an Farben und Mustern gibt. Umso toller natürlich dann das Ergebnis. Und doch freu ich mich riesig über alte Bettwäsche, die sich ggf. ja auch leicht einfärben lässt.
Und T-Shirts... ja die sammle ich ja sowieso. (Buch-Tipp: Operation T-Shirt - Link geht zu Amazon, gewerblich) Diese Leidenschaft hat mich gepackt und lässt mich nicht mehr los. Ich mach nur ab und an mal paar Wochen Pause, um meinen schmerzenden Fingern eine Schneide-Pause zu gönnen. ;)
Zu guter Letzt will ich nicht die Wolkenwolle vergessen zu erwähnen - ich hätte nie geglaubt, dass ein Hund derart weiche und super-spinnbare Wolle abgibt! Seinen Namen hat Cloud auf jeden Fall absolut zu Recht!
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Samstag, Januar 26, 2008
Fraa Holln
Es woramol a Fraa, dey hod zwaa Madli ghobd. Eichndli blous aans, des annere woa vo iam zweidn Moo, oba der issara aa gschdorm, woscheinli, walls imma su biesgurad woa. Jednfalls hods im hald vaschbrochn, dass af sei glanne aa mid obachdbassd, sunsd hädda eh ka rou ned gehm.
Ez woa des domols ja alles ned su afach wey ba uns heid, wousd afs sozialamd geysd, dou wennsd nix ghobd hosd nou hosd hald nix ghobd. Weysd zrechdkumma bisd - mei, dou hasd di hald umschaua meyn.
Aa wenn ez dey Fraa mid ihre zwaa madli nix ghobd hod, houdsasis doch gmeydli gmachd su goud weys ganga is. Es Madla vom Moo hods a weng rumschigganiad, und ia eichene, des Louda, hod des nadiali glei herassn ghobd, dass di Mudda imma zu ira häld, und di anda imma di bleyde is. Wey da Herr, su es Gscherr...
Des Madla vom Moo hod imma alls afbuggld greychd, obba es hods imma alls gmachd. Im Summa woas amol drassn ghoggd und had gschbunna - naa, as wolln an foodn gmachd, nadiali - dou hodsasi vua lauda schiggdiloumiaamid gschniedn, und alls af den scheena neichn foodn draffbloud. Mei, hodsasi dengd, dou werds widda bleygn, dou schaui gscheida, dassi des im Brunna dou owaschn ko. Ez woa ja da Brunna aa ned bis omahi vull, dou hodsasi scho a weng noobeing meyn, und wallsasi hald scho a weng gschdelld hod, issara di Schbindl in Brunna noogflung. A sua woa. Des brauchds da Beissn goa ned soong, dass di Schbindl valuan hod. Alsu wos sollsn machn, es arme Madla: Is hindahea gschbrunga, ins kalde Wassa nei. Nou issara öschd schwaz wonn vua di Aung, und weys widda afgwachd is, woas af annara Wiesn gleng, Sunna had gschiena - grod schey woas.
Wou binni nou eza hikumma, hodsasi gfroochd, is afgschdanna und hodsi öschd amol aweng umgschaud.
"A ge her, Madla, wennsd scho dou bisd, mogsd mi ned aweng huddsn? Sixdas, meini Ebfl sin scho dodal reif und meyn roo - mogstmas ned rooschiddln?" Es Madla hod si umgschaud - dou hod echd a Abflbaam middara gred. Obba der woa wergli gscheid vulla Ebfl, su richdi schey roud woans scho, wey assm Bildabouch. Drum is hie und hodnan gschiddld, und die Ebfl sin blous a su rookullerd. Nou hodsas alle aweng afananda gschlichd, da Baam hod nu dangschey gsachd und ira a boa ebfl in di daschn gschdeggd, und nou is es Madla weidaganga.
"Mei Broud vabrennd. Gey Madla, doumas doch bidde raus, des is ja nemma zum aushaldn!" Ez hodsasi scho goanemma gwundad, dass dou a Bagguufm middn im Weech schdeyd und dass der aa mid ira redd. Des hod abba goud grochn des Broud. A Scheyba woa aa daneem gschdanna, nou hods hald des broud assm Uufm raus und hods danem afd Wiesn zum ooküln glechd. Da Uufm hod dangschey gschachd, im Madla a Laibla ind Hend driggd und nou is weida ganga.
Zmol kummd a Heisla, goa ned mol su glaa, schaud dou a olds Middala raus, rechd greisli hods ausgschaud, obba noch am Bagguufm und am Baam, dey wou redn denna, hods des aa nemma daschreggd.
"Na Madla, iech hob da weng zougschaud. Schdellsd di goaned bleyd oo, su anne wey diech kenndi braung. Bin ja aa nemma di jingsd, kennsd ma weng helfn im Heisla - mogsd ned?" Hods gsachd, di Ald, weys rausgschaud hod. Nojo, dengd si es Madla, warum ner ned, wos annerschd hobbi eh ned vua - wassi jo nedamal woui dou bin.
Di alde Fraa woa di Fraa Holle. Und is Madla hodara gholfn, wous ner ganga is. Dafia hodara die Ald aa a weng wos beibrachd, hodara erklärt, wos alles fia Greida gidd und zu wos mas hernemma ko, wey ma in bestn Hollerkoung baggd und lauda su a woa em. Di zwaa ham an haffn Erbad, obba aa an gscheidn Schbass middananda ghobd. Im Winda woas es schensde fia es Madla, wenns die Beddn asgschiddld hod. Wall nou hods ja afda Erdn gschnia.
Obba su schey wey des alles aa woa, erchadwenn hods hald scho widda hamgwolld, es Madla. Aa wennsara ba da Aldn Fraa hundadmol bessa ganga is als wey bada Schdiefmudda und ira Drudschn, Derham is hald doch derham. Und wall die Fraa Holle ja aa ned afda Brennsubbn dahergschwumma is, hods des aa ball gmergd, wos middm Madla lous is.
"Mogsd ham, hä? Ge her, i bring di widda noo. Woa schey, dass dou woasd und hamma a scheene Zeid ghobd. Dengsd hald amol aweng an miech." Nou homsasi nummal gscheid driggd und afamol woa es Madla unda am Dirla gschdanna. Weys durch is, hod des Gold roogrengd, wos ganga is, alle Daschn homs sie audomadisch vullgfilld und a su is nou hamkumma. Sugoa di Schbindl hods mid hambrachd.
Di Biesguan und ir Glanne sin nadiali ausgflibbd weys des gseng hom, und bis ins glennsde hods des alles derzöln meyn, wey des a su kumma is. Und woa ja gloa, dass des glaa Louda des aa a su homwolld. Also is aa in Brunna neighubfd, is dann aa af dera Wiesn widda afgwachd, und is lousgrennd, zum Heisla vo da Holle hie. In Abflbaam und in Bagguufm hods lings lieng loun, "fia suwos hobbi ka Zeid, kenndami ja an Schpiess neirenna odda die Finga vabrenna, dou meisda eich scho a andere Dumme soung, iech mou zunda Holle!"
Und weys bam Heisla ookumma is, is dann aa widda es Sprichla vo da Holle kumme, und in dem Momend hods es Louda gwies aa nu wergli gmaand, weys gsachd hod, dass der Aldn helfn mooch. Hod am öschd Dooch aa subba glabbd. Ned su goud wey mim andan Madla, obba sen hald aa ned alle gleich. Am zweidn Dooch woas scho nemma so goud und am driddn is vur elfa scho goa ned öschd afgschdanna. Des hod si di Holle nu a boa Dooch ogschaud, nou hods gmand "Wassd Madla, eichndli hasd ma scho gnouch gholfm, mogsd ned widda ham? Ge her, i bring di noo!" Na subba, freid sie es Louda, des geyd ja nu bessa als weyi gmaand hob, und schdeyd aa schon undam Dirla. Und weys drunda durchgeyd und si scho affn Goldreng freid - alles vulla Beech. Des babbade Zeich. Und nix mim Gold. Und nix is wechganga. Es ganze Dorf is zammkumma und hods ausglachd, weys a su hamkumma is und ia Mudda hodsi gschemd bis sunsdwouhie. Mey, des Louda is wergli zu bleyd fia alles. Blous goud, dass i nu es Madla vo meim Moo hob...
Und wenns ned gschdorm sin, nou lems heid nu. Die aa vuller Gold. Die anda vuller Beech.
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Rotaro
Vor einigen Jahren schon habe ich ein Orakeldeck entwickelt, das ich lange Zeit auf meiner alten Homepage zur Verfügung gestellt hatte. Daran will ich nichts ändern - nur an der Art:
Rotaro - Anleitung mit Bildern (pdf, 1,3 MB)
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Der rote Faden - eine Geschichte
Weißt du, eigentlich war alles ganz anders. Kein Wunder, dass wir in der Geschichtsschreibung fehlen. Weil etwas aufzuschreiben die männliche Art des Denkens ist. Wir erzählen lieber. Und wenn sich eine Geschichte dabei im Lauf der Jahrhunderte verändert - welche kümmert es. Hauptsache ist doch, dass wir die Geschichten verstehen. Und aus diesem Verständnis heraus weitererzählen können. Was intressiert es da schon, ob eine Geschichte mit historischen Fakten übereinstimmt?
Das Dumme an der Geschichte ist - dass wir totgeschwiegen wurden. Das
hatten wir wohl nicht so recht bedacht. Und uns in mancherlei Hinsicht
unterkriegen lassen. Vordergründig. Wir haben verlernt zu erzählen. Und
wir haben verlernt zuzuhören. So haben wir uns verloren: uns selber und
einander. Doch da alles im Leben zyklisch aufgebaut ist, ist es nur
logisch, dass unsere Zeit wieder gekommen ist. Dennoch ging eine Menge
verloren. Aber das macht nichts, nicht wirklich, denn im Erfinden waren
wir schon immer brilliant.
Und im modifizieren.
Deshalb kannst du
diese Geschichte hier auch lesen - und bekommst sie nicht, wie
eigentlich üblich, erzählt. Du musst sie nur verstehen. Ob sie durch
deine Augen oder durch deine Ohren in dein Herz gedrungen ist, ist dabei
weniger von Bedeutung. Und du darfst es dir nicht so leicht machen, sie
einfach zu kopieren.
Die Mühe des Erzählens müssen wir uns schon
machen. Wie will eine Geschichte sonst lebendig bleiben? Sei kreativ, es
muss ja nicht nur ein Nacherzählen sein: du kannst die Geschichte auch
weiterspinnen. Mach es einfach, wie es dir richtig erscheint. Dann ist
es auch richtig.
So und jetzt komm ein bisschen näher an der Kreis, setz dich auf deinen Blutstein und höre die Geschichte dieser Höhle, die auch die Geschichte der Weiber ist. Und auch deine, denn nun bist du mittendrin.
Diese Höhle hier gibt es schon seit Anbeginn der Zeiten... aus ihr wurde
der gähnende Abgrund des Nichts geboren, aus dem alles entstanden ist.
Und seit es uns Frauen gibt, kommen wir hierher, alle heilige Zeit und
erzählen und lachen und machen verrückte Erfindungen und lassen unser
Blut zusammen fließen. Jede, die hierher kommt, kriegt ihren eigenen
Platz, ihren Blutstein. Dort wird sie fortan immer sitzen, wenn sie
blutet; in dünnen oder breiten Rinnsalen läuft es zur Mitte in den Kreis.
Über
die Jahrtausende hat sich ein bleibendes Muster der Blutwege gebildet,
manches verblasst, neues kommt hinzu. Es ist ein unendliches Netz des
Lebens, der Leidenschaft, der Liebe und der Kraft.
In der Mitte rinnt
alles durch ein kleines Loch - siehst du es? Doch das Blut verschwindet
nicht einfach darunter, sondern es läuft weiter, es reinigt sich selbst
und lädt sich auf. Gibt Nährstoffe ab und sammelt andere auf.
Durchdringt die Erde, das Wasser und erfüllt Pflanzen und Bäume bis es
an der Luft verdunstet und wir es wieder einatmen. Stell es dir vor,
welche Wege das Blut nimmt, wo es überall hinkommt - und wie wir dadurch
wirklich und wahrhaftig alle miteinander und mit allem verbunden sind.
Doch denke nicht, dass nur wir unser Blut an die Erde zurück geben, auch
die Männer tun dies. Allerdings eher auf Schlachtfeldern. Im Streit und
im Hass. In Neid und Gier. Auch dies ist nötig, versteh mich bitte nicht
falsch. Aber wir sind aus dem Gleichgewicht gekommen. Es ist ein guter
Weg zu versuchen, dass die Männer freundlicher zu einander werden und es
weniger Blutvergießen gibt. Unbedingt erforderlich ist es aber, dass vor
allem wir selber wieder unser Blut der Erde schenken, es der Großen
Göttin zu Ehren opfern.
Aus welchen Gründen auch immer - und
mögen die Ausreden noch so gut sein - bedenke bitte immer dies: WIR
haben aufgehört, zusammen zu bluten und zu weben. Deshalb können auch
nur wir selber an der Situation etwas ändern.
Spürst du die Stärke? Fühlst du die Verbundenheit? Schau dir genau das
Muster an, das unsere Blutfäden weben. Du bist dabei, du bist ein Teil
davon, webst dieses Muster mit, bindest deine Leidenschaft mit ein.
Es
geht nicht darum, immer stark zu sein - was bedeutet das schon? Deine
Grenzen zu erkennen und um Hilfe zu bitten, ist schließlich auch eine
Stärke. Denke daran, dass alles was du wahrnimmst, ein Teil deiner Kraft
ist. Sie beschreibt, sie bewirkt und sie verändert. Deine Wahrnehmung
nährt dein Blut. Und durch dein Blut bist du mit allem verbunden. Mit
allem, was war, ist, und sein wird.
Hier in dieser Höhle wurde der erste Funke geschlagen. Hier haben wir das Feuer entfacht. Es brannte lange lange Zeit nur hier drinnen. Kannst du dir das vorstellen? Dieses Gefühl, gleich einem Blitz, gleich dem Vulkan, Feuer hervorbringen zu können? Diese Freude, dass es immer und immer wieder funktionierte. Welchen Spaß wir hatten, als wir uns gegenseitig verschiedene Techniken beibrachten. Stein auf Stein. Holz auf Holz. Trockenes Gras und altes Fell. Wir froren und wir wollten Licht. Die Göttin schenkte uns die Fähigkeit des Feuermachens. Für dieses große Geschenk waren wir mehr als dankbar. Wir schufen die Göttin des Feuers, um die Göttin auf diese Art ganz besonders zu Ehren. Und wir achten auf die Flamme. Das Feuer, das dort hinten brennt, ist hundertausend Jahre alt. Es hat alle Generationen von Frauen gesehen. In ihm haben wir das erste Fleisch gebraten. Und der Göttin zu Ehren verspeist.
Es war diese Höhle, in der wir die erste Spindel schufen. Und gleich
danach den Webstuhl. Wir sind auf die Idee des Mahlens gekommen. Haben
den Mühlstein erschaffen und das erste Brot gebacken. Auch wenn dies
noch verbrannt war, wussten wir damit doch wenigstens, dass wir einen
Ofen brauchten. Also bauten wir einen Ofen.
Die Männer staunen noch
immer - selbst heute noch - mit welchen Ideen wir aus der Höhle zurück
kommen. Ideen, die sie durch Niederschrift an sich gerissen haben. Sich
zu eigen gemacht haben. Oder hast du dich noch nie gefragt, weshalb sie
immer "Beweise" fordern? Sie verlangen nach einer schriftlichen
Bestätigung. Wohl wissend, dass die Schriften ihnen Recht geben werden.
Da sie sie geschrieben haben. Um uns zu entmachten.
Doch wir können uns rückbesinnen, uns wiederfinden. Zusammen finden, erinnern. Bruchstücke neu erzählen und zusammenweben. Mythen neu erschaffen. Unserer Kraft Ausdruck verleihen. Was kümmert es uns, wenn die Männer ihre Beweise fordern und uns belächeln, weil wir sie nicht bringen können? Wir wollen sie gar nicht bringen, denn unsere Geschichten sind wahr - würden sie sonst existieren? Lassen wir uns nicht länger beirren und weben unser Netz. Flicken wir die losen Enden wieder aneinander. Und weben neue Fäden ein, wo alte unwiederbringlich ausgerissen und verbrannt sind. Es liegt in unserer Hand. In deiner und meiner. Wir sind die Schöpfung, wir sind die Göttin in ihrer irdischen Erscheinung. Wir haben alle Kraft die wir brauchen.
Wenn du für dieses Mal aufhörst zu bluten, hol dir dort hinten einen dieser roten Steine aus dem Felsen. Such dir den aus, der dir am besten gefällt. Und mach dir keine Gedanken, ob der nun zu groß oder zu klein oder zu sonstwas ist. Nimm einfach den, der dir passt. Ja, das sind Rubine. Eine regelrechte Ader. Und du musst dir wirklich keine Sorgen machen, dass diese irgendwann versiegen würde. Denn erstens ist diese Höhle für Männer tabu. Und zweitens wird es Rubine geben, solange es blutende Frauen gibt. Das Blut unserer Ahninnen hat sich darin verewigt. Siehst du die Funken, den Schimmer, die Leidenschaft die dieser Stein ausstrahlt? All das ist auch in dir. Denn dieser Stein ist ein Teil von dir. Von uns.
Es ist noch längst nicht alles gesagt, es gibt noch so viel zu erzählen über die Höhle und über uns Frauen. Doch für heute bin ich müde, jede Geschichte muss ihr Ende haben. Diese hat ihr Ende in einem neuen Anfang. Ich gebe die Fackel der Ahnin weiter an dich - führe du die Geschichte fort...
Literaturtipps: (Links verweisen auf amazon.de - gewerbliches Angebot)
Gray, Miranda: Roter Mond Von der Kraft des weiblichen Zyklus - meine allerwärmste Empfehlung zu diesem Thema!
Blume, Judy: Die Regel eine herbeigeredete Krankheit - obwohl schon von 1985 (und derzeit leider nicht lieferbar) hat es doch bis heute volle Gültigkeit. Frau erfährt allerlei Wissenswertes und Wunderliches über die Regel und deren (auch gesellschaftlichen) Begleiterscheinungen. Ganz toll find ich hier den meditativen Zugang. Wenn dir das Buch also zufällig mal über den Weg läuft: zugreifen.
Northrup, Christiane: Frauenkörper, Frauenweisheit Wie Frauen ihre ursprüngliche Fähigkeit zur Selbstheilung wiederentdecken können - nicht ganz billig, dafür aber ein wiklich umfassendes Nachschlagewerk. Tipp: vielleicht gibt es das ja in deiner Bücherei zum Ausleihen.
Voss, Jutta: Das Schwarzmond-Tabu Die kulturelle Bedeutung des weiblichen Zyklus - hier wirds historisch und mythologisch (was ja nicht wirklich trennbar ist. Nicht in einem weiblichen Universum). Die Autorin hat eine Unmenge zur Schweinegöttin zusammengetragen und dem damit im Zusammenhang stehenden Zyklus.
Linktipps:
Weil wir grad bei der Schweinegöttin sind: im gynozentrischen Knistern gibts eine wundervolle Abteilung wilde Säue.
rotermond.de darf an dieser Stelle natürlich keinesfalls fehlen. Neben Infos und Geschichten ist hier auch das bereits oben genannte Blutmond-Forum beheimatet.
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