Donnerstag, November 03, 2011
40 Jahre Organspendeausweis - offene Fragen
Heute hat der Organspendeausweis sein 40-jähriges Jubiläum (s. hier z.B.) Grund genug für die Medien, auf das Thema aufmerksam zu machen - nur jeder Fünfte in Deutschland hat einen Spenderausweis.
Warum das so ist? Es wird gesagt, dass mensch im Allgmeinen und der deutsche im Besonderen eher bequem ist. Sicher gibt es viele unter den 80 Prozent, die Organspenden an sich für eine gute Sache halten - aber da müsste man ja irgendwo so ein Ding beantragen. Wo überhaupt? (hier)
Deshalb gibt es in anderen Ländern - Österreich z.B. - die umgekehrte Regelung: Jeder ist automatisch Organspender, nur wer das nicht möchte, muss (aktiv werden und) Widerspruch einlegen.
Das hat für mich allerdings einen großen Haken: Es macht mich zum Ersatzteillager. Ich verliere jedes Recht über meinen Körper. Mir wird die Freiheit genommen, über meinen Körper selbst zu verfügen, selbst zu bestimmen. Sicher, mir wird das "Recht" eingeräumt, dagegen zu protestieren und das wird dann auch anerkannt. Doch ich muss meinen Anspruch auf mich erst geltend machen. Und das ist einfach nicht richtig.
Und ich sehe ein weiteres Problem: Jeder Mensch ist ab sofort wertvoller Rohstoff - Geldgier hat die Menschen noch immer am stärksten angetrieben. Möglich, dass ich nur zu viele schlechte Filme gesehen habe, doch die Vorstellung, für Organjäger wertvolle Beute sein zu können, gruselt mich.
Was ich vermisst habe am heutigen Tage, waren Berichte und Statistiken zur Organspende. Wie groß sind die Chancen, ein passendes Organ zu erhalten? Wie viele Wünsche werden erfüllt, wie viele Enttäuschungen erlebt? Wie hoch sind die Chancen bei der Transplantation? Das Risiko bei der OP? Welche Beeinträchtigungen bleiben danach bestehen? Müssen Medikamente genommen werden? Welche Nebenwirkungen haben diese? Wenn ein Organ "passt" - bleibt das dann so oder kann es sich nach einigen Jahren doch wieder abstoßen? Komplikationen geben? Langzeiterfahrungen müsste es ja inzwischen ein paar geben?
In den Medien ging es heute hauptsächlich um den Ausweis: Wer ihn hat oder nicht hat und warum? Das Fehlen von Infos zu der Sache an sich - dass und ob und wie Organspenden Leben rettet - fand ich schade.
Grundsätzlich mag ich die Vorstellung, nach meinem Ableben durch einen Teil von mir einem anderen Menschen das Leben zu verlängern, zu retten, (wieder) lebenswert(er) zu machen. Recycling find ich immer gut! ;)
Doch tut es das wirklich? Leben retten? All meine Fragen stehen offen im Raum. Und was bringt es mit sich, zum organischen Rohstoff zu werden? Ich kann mich nicht guten Gewissens hinstellen und behaupten, dass ich Organspenden für eine gute Sache halte. Es gibt zu viele Fragezeichen - und nicht alle können durch Statistiken und Zahlen gelöst werden.
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Freitag, August 19, 2011
Gelinkt
Zwei Links, die ich schon lange mal posten will:
weupcycle.com - da werden praktisch täglich nette Dinge vorgestellt, die aus "alt" "neu" gemacht wurden. Zugegeben, manches ist ein wenig ... naja :) Aber es sind immer wieder tolle Anregungen dabei. Das einzige, was ich noch nicht gefunden habe, ist ein rss-Link. Falls den eine finden sollte, mir bitte Bescheid sagen!
craftzine-blog - ausnahmsweise mal ne englischsprachige Seite von mir empfohlen - allerdings haben die durchgängig Bilder bei jedem Beitrag. Und es gibt täglich mehrere neue Beiträge. Es wird gebastelt, gehandarbeitet, gekünstelt, gerecyclet - immer wieder eine Fundgrube für neue Inspirationen!
So schnell kann's gehen, kaum gepostet, kommt auch schon der dritte hinzu:
Shermin refiert über's Selbermachen, die Notwendigkeit oder den Spaß daran, ob es nun grad "in" ist oder trotzdem - macht euch ne Tasse Tee und folgt in Seelenruhe ihren Gedanken...
Und weil ich grad am Verlinken bin, auch wenns mit dem Thema praktisch gar nichts zu tun hat: Die Schlampengöttin hat neulich einen tollen Beitrag über Sinn und (vor allem) Unsinn von Facebook gepostet. Als "Gesichtslose" erhält der Beitrag von mir glatt einen "like"-Punkt :)
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Mittwoch, Juli 13, 2011
Was hyperbolische Geometrie und Korallenriffs mit Häkeln zu tun haben
Zugegeben, das klingt erstmal komisch und nicht wenige werden sich jetzt wohl die Frage stellen: Was zur Hölle ist hyperbolische Geometrie? Ich muss zugeben, bis heute Vormittag hatte ich den Begriff selber noch nie gehört und die Wikipedia-Erklärung erleuchtet mich auch nicht so recht.
Meine völlig unwissende Definition wäre: Das ist, wenns nach oben hin immer mehr wird. Und das sieht dann ungefähr so aus, wie Korallen aussehen. Wie ich überhaupt darauf kommen? Ich hab die Natur + Kosmos vom März 2011 in die Finger gekriegt. Und da war ein Artikel*) drin. Über eine Mathematikerin, die eigentlich durch Zufall entdeckt hat, wie sie 3D-Modelle zur hyperbolischen Geometrie herstellen kann - und das noch dazu sehr einfach und äußerst kostengüstig.
Ich selber hab letztes Jahr ein solches 3D-Modell hergestellt - ohne dass ich es wusste *g*:
Dabei war das längst nicht mein erstes. Als ich meine ersten Häkelversuche unternommen hab - noch bevor wir das in der Schule lernten - hatte ich eine kleine Puppe, der ich eine Art .... gekräuseltes Ballettröckchen gehäkelt habe. Das war auch eine hyperbolische Koralle :) Was ich damit sagen will: es ist echt stinkeinfach!
Wie kam jetzt nochmal die Koralle ins Spiel? Achja, die Mathematikerin. Die ist auch Netzwerkerin und kam mit anderen Fachfrauen ins Gespräch (so ganz genau hab ich den Hergang jetzt nicht mehr im Kopf) und jedenfalls haben sie angefangen, Korallenriffe zu häkeln, um damit auf das Korallensterben aufmerksam zu machen. Es gab ein bisschen Aufmerksamkeit in der Presse, was zu Anfragen u.a. vom Warhol-Museum führte und so hat das Hyperbolic crochet coral reef inzwischen doch einiges an Berühmtheit erlangt. Leider noch nicht so wirklich im deutschsprachigen Raum, was ich hiermit versuche, zu ändern :)
Ich finde die Idee einfach genial - zumal die Dinger genial einfach zu häkeln sind :) Wie oben schon gesagt: In jeder (jeder 2. oder 3.) Runde die Maschen doppelt oder dreifach häkeln. Das ist alles.
Und weil ich grad übers Häkeln schreib und über Dinge, die damit so gar nix zu tun haben - rein theoretisch - und ich außerdem grad auf Blogrunde war, hab ich hier gleich noch einen Link zum Thema Granny Squares - nur dass die hier ausnahmsweise mal gar nix mit häkeln zu tun haben. Alles klar? :)
*) Falls der Link nicht funktionieren sollte: auf natur.de den Suchbegriff "Häkelriffe" eingeben.
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Freitag, Juli 08, 2011
Kohlendioxid-Endlagerung? Häh??
Wie kommt man bittesehr auf sone bescheuerte Idee, CO2 im Boden einlagern zu wollen? Wie krank ist das denn? Ich spar mir hier sogar das Aufzählen der Gründe, die dagegen sprechen - ey, nee, näh!
Die ganze Idee ist ungefähr so sinnig, wie wenn plötzlich sämtliche Küchen- und Gartenabfälle in dicke Folie vakuumverschweißt, diese in Beton eingegossen und das Ganze dann irgendwo verbuddelt werden würde.
Also nochmal für Dummbatze und all jene, dies wirklich nicht wissen (wobei ich mir aber ziemlich sicher bin, dass dazu auch ne Sendung-mit-der-Maus gibt!)
CO2 = ziemlich giftiges Gas, welches z.B. von Autos "gemacht" wird. Zum Atmen brauchen Mensch und Tier Sauerstoff - O2 - welcher jetzt aber blöderweise an dem Kohlenstoff - C - dranhängt. Je mehr CO2 wir produzieren, desto schneller geht uns die Luft aus. Blöd.
Nun gibts da aber eine supergeniale Technik, die das CO2 auf recht umweltfreundliche Art aufbereitet. Ganz vereinfacht gesagt, wird dabei das CO2 gefressen, wobei das "C" einverleibt wird und der frische, saubere O2-Sauerstoff wieder ausgeschieden wird. Eine Alles-wieder-gut-mach-Maschine sozusagen. Die es tatsächlich schon gibt. Und die gar nicht mal teuer ist. Die nahezu überall einsetzbar ist. Die es in verschiedenen Größen und Designs gibt. Manche haben sogar noch .... Apps. Die können sogar noch andere Rohstoffe liefern. Für Zwetschgenmus. Oder Apfelkuchen. Oder Birnenkompott. Oder Nussecken.
Also nochmal für alle Dummies zum mitschreiben: Was ist das einfachste, beste, günstigste, was wir tun können, um CO2 abzubauen? Genau:
\*/
Pflanzt Bäume!
/*\
Ist das denn wirklich so schwer.... *kopfschüttel* Hier noch paar Links zu Seiten, die das mit der CO2-Einlagerung ebenfalls als kompletten Schwachsinn sehen:
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Donnerstag, Juni 02, 2011
Rezension: The Story of Stuff
The Story of Stuff : Wie wir unsere Erde zumüllen / Annie Leonard (Amazon-Link)
Im Titel ist schon sehr genau benannt, um was es hier geht. Es ist das Buch zum Film auf thestoryofstuff.de, den anzusehen es sich auf jeden Fall lohnt. Keine Angst, der dauert keine halbe Stunde. Und wer es dann genauer wissen will, dem sei dieses Buch dringendst empfohlen.
Annie geht der Frage nach: Woher kommen unsere Dinge? Wie - auf welche Art, unter welchen Umständen - werden sie erzeugt, gewonnen, hergestellt? Wie kommen die Dinge zu uns? Warum kaufen wir all die Sachen? Und vor allem: Was machen wir, wenn wir sie nicht mehr benötigen?
Im ersten Kapitel befasst sie sich mit der Rohstoffgewinnung. Also Holz, Wasser, Gestein, usw. Es geht weiter mit der Produktion: wie werden aus den Rohstoffen die Dinge, die wir schließlich kaufen? Als drittes widmet sie sich der Distribution, also dem Handel und Vertrieb. Im vierten Kapitel sind wir VerbraucherInnen angesprochen: Konsum und Werbung. Bis es im letzten Kapitel schließlich um die Entsorgung geht: Ab wann werden aus den Dingen Müll? Und ist Recycling wirklich immer gut?
Im Epilog lässt uns die Verfasserin an ihrer Zukunftvision teilhaben, gefolgt von Anhängen zu dem, was die Politik tut, um uns auf einen besseren Weg zu bringen und was wir selber tun können.
Zugegeben, ein Buch zum Themengebiet Umweltschutz von einer amerikanischen Autorin empfinde ich zunächst etwa so, als würde ein Metzger über die Vorzüge veganer Ernährung referieren. Ich hatte arge Bedenken! Aber ich wurde positiv überrascht. Frau Leonard hat wirklich etwas zu berichten, weil sie viele Jahre rund um den Erdball unterwegs war in Sachen Müll. Sie hat sich alles ganz genau angeschaut, hat nachgefragt, nachgebohrt und ist so manchen Herren Wichtig auf die Füße getreten :)
Und vielleicht gerade weil in der breiten amerikanischen Öffentlichkeit das Thema Umwelt (noch) nicht so präsent ist, wie bei uns (was aber auch noch besser werden kann!), erklärt sie mit einer Engelsgeduld, so dass wirklich jeder es begreifen kann. Beim Lesen - ich hatte mir vorher den Film angeschaut - hatte ich immer die deutsche synchron-Stimme im Kopf, die mir erzählt.
Sie bringt es auf den Punkt. Dass (Wirtschafts-)Wachstum nicht ewig weiter gehen kann. Dass irgendwann einmal die Grenze erreicht ist, wo nichts mehr geht. Und dass bei der Konzentration auf die Quantität die Qualität immer mehr leidet. Klar spricht sie hauptsächlich von Amerika und den dortigen Umständen. Doch für die deutsche Ausgabe hat sie vieles ergänzt, Statistiken und Links zugefügt. Beispiele aus dem deutschsprachigen oder zumindest europäischen Raum bemüht. Und was das "westliche" angeht - da sind wir in vielen Dingen nicht um so vieles besser als die Amerikaner. Leider.
The Story of Stuff lässt sich im Grund auf einen ganz einfachen Nenner bringen: "Wo vorne Gift rein kommt, kommt am Ende auch Gift raus." Wenn bei der Rohstoffgewinnung und bei der Produktion giftige Chemikalien zur Anwendung kommen, ist dieses Gift in dem jeweiligen Ding auch drin, wenn wir es kaufen und nach Hause bringen: In der Kleidung, in der Verpackung. In Möbeln und Teppichen. In Kinderspielzeug. In Elekrogeräten. Überall!
Und irgendwann werfen wir alle diese Dinge wieder weg. Oft genug werfen wir sogar völlig funktionstüchtige Sachen weg. Paradebeispiel: Handys! Wo es doch so praktisch ist, spätestens alle zwei Jahre für billiges Geld ein neues zu bekommen, nur weil man den Vertrag verlängert. Also landet das "alte" erst mal in einer Schachtel, dann im Keller - und irgendwann schließlich im Müll. Hierzulande hoffentlich wenigstens auf dem Recyclinghof oder sogar wieder beim Händler.
Recycelt wird dennoch nur ein geringer Prozentsatz. Wobei das Verfeuern von Plastikmüll "zur Energiegewinnung" nach meinem Verständnis nicht wirklich als "recycling" bezeichnet werden dürfte. Ok, wir haben hierzulande - gehen wir mal davon aus - sehr gute Filter in den Müllverbrennungsanlagen. Doch das bedeutet nur, dass die giftigen Partikel nicht gleich in die Luft kommen, sondern sich als mikrofeine Asche sammeln. Und sammeln. Und sammeln. Und dann? Wohin mit der hoch(!!)giftigen Asche? Da beschreibt sie die "super Idee", diese Asche in Dünger unterzumischen und nach Haiti zu schicken. So funktioniert Globalisierung im Kapitalismus.
Begrüßenswert (nicht das Gelbe vom Ei, aber doch die richtige Richtung) fand sie unser "duales System" - der Grüne Punkt. Ein guter Ansatz! Weniger lustig fand sie dann, dass sie unsere Grünen Punkte auf afrikanischen Müllhalden wiederfand. Klar, wenn wir schon das wenige kostbare Ackerland in Kenia in Beschlag nehmen, um darauf Schnittblumen zu pflanzen, sollen die armen Afrikaner wenigstens unseren Plastikmüll bekommen. Immer schön fair bleiben... /sarkasmusoff
Nein, ich will keinen falschen Eindruck erwecken: sie erzählt klar und deutlich, was alles läuft - und vor allem: wie schief! - aber sie versprüht auch jede Menge Zuversicht. Zeigt immer wieder Möglichkeiten und Geschichten auf, die Hoffnung machen. Es ist noch nicht zu spät. Aber allerhöchste Eisenbahn!
Was wirklich schlimm ist, dass die Umweltzerstörung gewollt ist. So muss man es benennen, wenn man sich darüber klar wird, dass die Industrie Boden, Wasser und Luft verseuchen darf, ohne in irgend einer Art und Weise dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Warum werden unsere Tshirts in Bangladesch produziert? Doch nicht, weil die Einwohner dort für ihre hervorragenden Nähkünste bekannt sind (wobei ich diese jetzt aber auch nicht abwerten will!). Sondern weil es dort praktisch keinerlei Gesetze zum Umweltschutz gibt. Die giftigen Chromsuppen werden einfach auf die Straße gekippt. Landen im Trinkwasser, im Boden, auf den Feldern, in der Nahrung. Arbeiterschutz gibt es auch nicht. Die Menschen dort stehen barfuß im Giftcocktail, ohne Atemschutz, nichts. [Der Vergleich zur Hühnerhaltung in Legebatterien drängt sich hier irgendwie auf...]. Kinderarbeit, Hungerlöhne, ellenlange Arbeitszeiten. Anders ist der Ladenpreis von 5,- für ein Tshirt aber nicht machbar: nur auf Kosten der Natur: Boden. Wasser. Luft. Leben.
Recht abenteuerlich findet sie die Ideen, was man alles mit dem Kohlendioxid machen könnte. Zum Beispiel unter Hochdruck in der Erde lagern. Sie stellt die simple Frage: Wie wäre es mit Schutz und Aufforsten von Wäldern? (Wald - keine Holzplantagen!) Bäume sind die besten CO2-Wandler, die es gibt. Schon deshalb, weil das "Austauschprodukt" am Ende Sauerstoff ist. Den wir ja doch auch recht gut brauchen können. So hin und wieder mal...
Was mir neu war, dass die WTO praktisch jedes Gesetz einfach so vom Tisch fegen kann, indem sie es einfach als "Handelsbarriere" deklariert. Umweltschutz muss draußen bleiben, wenn er dem Profit im Wege steht.
Sie sagt auch ganz deutlich, dass sie nichts gegen Handel hat. Nur was bei uns im Zuge der Globalisierung passiert ist, ist eine bloße Konsumierung. Wir sind keine Verbraucher mehr sondern Konsumenten. Es geht nicht mehr darum, eine neue Schüssel zu kaufen, weil die alte kaputt gegangen ist, sondern uns wird eingetrichtert, dass wir erstens sowieso drei, vier, fünf Schüsseln brauchen, schon mal grundsätzlich. Auf dem Esstisch machen die sich in Porzellan recht gut, für Sonntag brauchen wir natürlich einen extra-Satz Glasschüsseln. Ja, und für draußen, Grillen, Picknick, nochmal einen weiteren Satz Plastikschüsseln. Und dann gibts ja immer noch die Sonderangebote - drei Schüsseln für nur vier Euro - wer da nicht zugreift, ist doch blöd, oder?
Und ich bin wieder bei der Frage: Wenn ich Kleidung brauche, besuche ich einen Klamottenladen. Brauche ich ein Notebook, geh ich ins Elektronik-Geschäft. Aber was sollte mich dazu bewegen, einen Ein-Euro-Laden aufzusuchen? Wer steht morgens auf und stellt fest: Göddin, ich hab ja gar keine Ein-Euro-Sachen mehr?
Am Ende wirft sie einen schönen Begriff in den Raum: Zero Waste. Null Müll. Klingt komisch, gell? Aber mal ganz im Ernst: genau das müssen wir anstreben! Zum Glück gibt es schon einige findige Köpfe, die das erkannt haben und vereinzelt Lösungen gefunden haben. Wirklich "null" ist es dabei meist auch nicht. Aber wenn wir das Unmögliche anstreben, können wir alles Mögliche erreichen!
Es ist doch wirklich so: Alles, was wir kaufen, ist Müll. Nicht sofort zu dem Zeitpunkt, wo wir es kaufen. Aber irgendwann. Und gehts nach den Produktionsfirmen: so bald wie möglich. Dass auch tatsächlich die meisten Dinge, die wir kaufen, bereits im Laden (Gift-)Müll sind, macht Annie Leonard deutlich.
Für mich gehört dieses informative, ausführliche, verständliche und vor allen Dingen: ehrliche Buch auf die Liste der Pflichtlektüre für Schulen. Schon um alleine der allgegenwärtigen Werbung etwas entgegensetzen zu können. Durch den Zusatz "Das Kultbuch der Öko-Szene" wird es leider in die Birkenstock-&-Müsli-Ecke gedrängt, wo es eben gerade nicht hingehört. (Schon weil Birkenstock auf langlebige Produkte setzt!)
Kauft es und gebt es an FreundInnen und KollegInnen weiter. Leiht es euch aus der Bücherei. Lasst es euch schenken und schenkt es weiter. Sorgt dafür, dass es so viele Menschen wie möglich lesen!
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Freitag, April 15, 2011
Das beste Essens-Foto aller Zeiten!
*wechlach* Also das muss ich einfach verlinken: Shermins hammergenialleckere Spinat-Lasagne auf magischer-kessel.de. Dass die Rezepte dort wirklich schmecken, dafür steht an sich schon der Name, die Art und Weise, wie diese dargeboten werden, setzt dem Genuss das Sahnehäubchen auf.
Aber in diesem Fall hat das exclusiv designte Foto*) den Vogel abgeschossen! *wechlach*
Danke Shermin, für den Lacher des Tages! :)
*) nee, das wird hier nicht Klau-Verlinkt, da muss schon jede selber guggen gehen! :)
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Freitag, März 11, 2011
Die Seele des Raumes berühren: Rezension
Die Seele des Raumes berühren : Den eigenen Lebensraum neu erfahren, gestalten, reinigen und energetisieren von Stephan Andreas Kordick (Amazon-Link)
Ein Buch zum Verlieben - in die eigenen vier Wände. Im ersten Teil lädt der Autor ein, die Wohnung/das Haus mit allen Sinnen zu erfahren, im Wortsinn wahr-zu-nehmen. Er erklärt, welcher Teil (Zimmer, Dachboden, Keller, Garage, Wasser- und Stromleitungen) welche Aufgabe hat bzw. welche Entsprechung im menschlichen Körper. Man fühlt sich dabei beim Lesen liebevoll an die Hand genommen von einem, der weiß, was er erzählt, weil er es schon viele tausend mal selber erlebt und erzählt hat.
Im zweiten Teil geht es um die Reinigung des Lebens-Raumes. Zuvor wird
der Ablauf eines ganzes Rituals aufgezeigt, durch einige Praxisbeispiele
bereichert. Im Folgenden wird jeder Teil des Rituales von der
Vorbereitung bis zum abschließenden Aufräumen und Aufbewahren der
Utensilien genau beschrieben. Jedes Detail wird dabei konkret erklärt,
doch immer wieder auch der Hinweis: Machen Sie es so, wie es sich
stimmig anfühlt!
Stephan Kordick verändert den Blickwinkel auf den eigenen Lebens-Raum unweigerlich. Er redet mit einer solchen Selbstverständlichkeit von der Seele des Raumes, von seinen Kleidern und den Energien, dass einem gar nicht anderes übrig bleibt, als selber durch das Haus zu gehen, die Räumen (neu) zu betrachten und (den Frühjahrsputz zu planen *g*) wahr-zu-nehmen, mit allen Sinnen zu erfassen.
Dieses Buch ist sehr liebevoll geschrieben, von jemanden, der weiß, wovon er redet, der nix künstlich aufbauscht, kein Hokuspokus, sondern schlicht und einfach: Handwerk. Ein Blick auf seine Homepage hat mir den sympathischen Eindruck, den ich schon vom Lesen gewonnen habe, bestätigt.
Wirklich gute (Sach-)Bücher lassen sich nach meiner Auffassung auch daran messen, ob man sie einmal liest und dann ins Regal stellt, oder immer wieder gerne zur Hand nimmt, darin blättert, sich hier und da festliest und jedes Mal was Neues entdeckt. "Die Seele des Raumes berühren" gehört nach dieser Definition auf jeden Fall zu den wirklich guten. Daher satte fünf Punkte - dass die alte Rechtschreibung verwendet wird, hat mich anfangs schon etwas irritiert, aber der Inhalt machts mehr als wett :)
Übrigens: Um gute Energien im Raum (Haus/Wohnung) dauerhaft einzuladen, gibt es einen wunderbar einfachen "Trick". Man lege sich einfach zwei bis drei Katzen zu, bei größeren Anwesen gerne auch mehr. Bessere Schnurgelenergieverteiler gibt es einfach nicht. Was sicher DosenöffnerInnen auf der ganzen Welt bestätigen können. ;)
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Mittwoch, Februar 09, 2011
Eine Frage der Definition
Anstoß zu diesem Beitrag hat mir das Buch StoryPower von Vera
F. Birkenbihl gegeben (Link
zu Amazon).
Darin stellt sie u.a. die Aufgabe: "Definieren Sie Materie!"
Mit dieser für mich hervorragend gewählten Aufgabe war ich wirklich
gefordert. Materie - Göddin, das kann alles sein! Bei Materie
denke ich an die vier Elemente bzw. an Erde, an alles Materielle, an
Besitz, an Hab und Gut, an Geld, Gold, sorgenfreies Leben. Bei Materie
denke ich aber auch an den Spruch "In die Materie (tiefer) eintauchen"
bzw. "Ahnung von der Materie haben" - also sich in einem bestimmten
Fachgebiet besonders gut auskennen bzw. einarbeiten. Ich denke aber auch
an das Weltall, schwarze Löcher, kleinste Teilchen, denke weiter an Material...
und das ist jeweils nur klitzkleiner Ausschnitt dessen, was mir zu Materie
einfällt.
Wie soll ich also Materie definieren? Ich brauch einen Bezugspunkt: In welchem Zusammehang ist es denn gemeint? In der Naturwissenschaft wird Materie sicher anders definiert als in der Philosophie. Und damit komme ich auf das Problem, auf das Frau Birkenbihl mit ihrer Frage aufmerksam machen wollte: Eine Definition ist keine allgemeingültige Wahrheit.
Ich erinnere mich an meine Schulzeit. In nahezu allen Fächern gab es für alles Mögliche Definitionen. Wir wurden im Allgemeinen dazu angehalten, die Definition, die uns diktiert oder an der Tafel vorgeschrieben (!) wurde, in unseren Heften dick zu umranden, besonders hervorzuheben. Und wir taten gut daran, solche Definitionen bis zur nächsten Unterrichtsstunde auswendig zu lernen. Denn wir konnten davon ausgehen, dass dies mündlich abgefragt werden würde - leicht verdiente Einser.
So haben wir mehr oder weniger unterschwellig in der Schule gelernt, dass eine Definition per Definition eine allgemeingültige Wahrheit beschreibt. Ich kann mich an keinen einzigen Fall erinnern, wo uns gesagt wurde, wer diese Definition aufgestellt hätte und zu welchem Zweck, mit welcher Absicht, mit welchem Hintergrund.
Heute finde ich das ziemlich absurd. Ok, bei manchen Gelegenheiten mag das schon stimmen. z.B. "Der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in der Bundesrepublik Deutschland erbracht worden sind." Zu meiner Zeit war das die Definition von Bruttosozialprodukt. Heute nennt sich das Bruttoinlandsprodukt. Daran zeigt sich, dass es eben doch nicht die immerwährende Wahrheit ist.
Mathematik ist ein gutes Beispiel für "wahre" Definitionen. 1 + 1 = 2. Das wird mir weltweit bestätigt. Das weiß ein Straßenkind in Südamerika genauso wie der Dalai Lama. Das hatte im Antiken Griechenland genauso Gültigkeit, wie es Captain Picard in ein paar Jahrhunderten noch bestätigen wird :)
Was mir schon länger aufgefallen ist, dass ich für manche Begriffe meine eigene Definition habe. Die sich von der "allgemein gültigen" manchmal nur ein klein wenig unterscheidet, manchmal auch etwas mehr. So verwende ich z.B. den englischen Begriff "Power", wenn ich damit sowohl Macht als auch Stärke/Befähigung umschreiben will. Und "Toleranz" würde ich mit dem Satz formulieren: "Ich find's scheiße, was du tust, aber mach ruhig weiter." Deshalb halte ich auch nicht viel von Toleranz. Ich halte es da mehr mit Akzeptanz: Mein Gegenüber so anzunehmen/anzuerkennen, wie es ist.
Bei Wikipedia werde ich unter dem Begriff Definitionslehre fündig. Allerdings ist das auch nichts, was sich mal eben bei ner Tasse Cappucchino nebenbei schnell durchlesen (und begreifen) lässt.
Erstaunlich, was diese drei Worte "Definieren Sie Materie" an Gedanken in Bewegung gesetzt haben. Ich komme für mich zu dem Schluss, dass "Definition" zunächst einmal nichts weiter ist als ein "Glaubenssatz". Mag sein, dass dieser Glaubenssatz einem genaueren Hinsehen, Überprüfen, Hinterfragen standhält. Dann würde ich es als Definition durchgehen lassen. Doch mindestens genauso oft ist das eben nicht der Fall. Oder eben nur innerhalb eines festen Bezugsrahmens. Dann ist es aber wieder nicht allgemeingültig, nach meinem Verständnis also keine Definition.
Viel interessanter finde ich die Übersetzung "Glaubenssatz". Wenn es draußen kalt ist, regnet, den ganzen Tag nicht richtig hell wird, wird das im Allgmeinen als "schlechtes Wetter" bezeichnet. Man könnte auch sagen: definiert. Wenn ich aber eh vor hatte, an diesem Tag meine Steuererklärung zu machen, kommt mir das Wetter doch eigentlich sehr entgegen. Welches Wetter würde sich denn besser für mein Vorhaben eignen, als genau dieses? Wäre es in diesem Fall nicht eher angebracht, von "optimalem Wetter" zu reden? Auch hier spielt wieder der Bezugsrahmen die entscheidende Rolle.
Frau Birkenbihl hat mir mit ihrer kleinen Aufgabe einen großen Dienst erwiesen. Denn nun habe ich einen Anker gesetzt. Wann immer das Wort "Definition" auftaucht, werde ich jetzt hellhörig: Wer sagt das? Warum? Mit welchem Hintergrund? Jedenfalls wird mich das Wort nicht mehr ehrfürchtig erstarren lassen: Achso, das ist die Definition... na dann... Jetzt tauchen zunächst eine Reihe von Fragen auf, anhand derer die "Definition" abgeklopft wird. Hält sie stand, ist es akzeptiert. Tut sie es nicht - war's ja gut, dass ich nachgehakt habe.
Und wie ist das mit den eigenen "Definitionen"? Den Glaubenssätzen? Ich denke, wir tun gut daran, diese ebenfalls aufzuspüren und zu hinterfragen. "Immer mache ich alles falsch!" - Der Satz enthält gleich zwei Wörter, an denen sich Glaubenssätze identifizieren lassen: immer und alles. Gerne verwendet wird auch "Nie gelingt mir etwas." Und ich wage an dieser Stelle zu behaupten, dass keiner der beiden Sätze wahr ist. Niemand macht immer alles falsch. Und jedem Menschen ist irgendwann einmal schon etwas gelungen.
Doch damit ergibt sich schon wieder ein neues Themas. Wenn du mehr darüber lesen willst, bemühe eine Suchmaschine, da wirst du auf jeden Fall fündig werden. Das oben erwähnte Buch von Frau Birkenbihl will ich abschließend noch wärmstens empfehlen.
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Sonntag, Juli 25, 2010
VerNetzungen
Anstelle einer Linkliste am Rand gibts hier eine kleine Übersicht über die Blogs, die ich regelmäßig besuche:
SchwesternBlogs:
- Alchemilla - Zaunreitern zwischen den Welten
- Amala - Schlampengoettin.de
- Amanleian - zwischen Licht und Schatten
- Anarchistelfliege - back to utopia
- Bodeceas Palaver
- Brighids Suche
- BärenSchwester
- Caroonas Welt
- Endlosfaden
- Esmereldas Spuren im Sand
- Heidenkinder
- Janas Spiraltanz
- Kieselgrund Alexis Solveys Blog
- magisches Basteln
- Nestas Tannenwald
- Niwis Tagebuch
- Pagan Family
- Querbeets bunte Blüten
- Ryuus Hort
- Singen und Leben
- Wolfas Höhle
- Selkets Zauberspiegel
Dabei werd ichs voerst belassen; meine ÖBF-Blogs will ich noch aussortieren und vielleicht auch bisschen was dazu schreiben. Aber die Frauen hier liegen mir eben am Herzen :)
Falls ich eine vergessen habe: melde dich bitte komplett mit URL bei den Kommentaren oder per Mail an info @ zauberweib.de.
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Sonntag, Mai 02, 2010
Was gibt's Neues?
Um es gleich vorweg zu sagen: Bei mir nicht viel. Dafür bin ich andernorts auf viele gute, intressante oder auch nur kuriose Neuigkeiten gestoßen, die ich hier mal zusammentragen will:
Ich fang mal an mit der Anti-Atom-Kette anlässlich des Tschernobyl-Jahrestages. 120.000 Menschen sind im Norden auf die Straße gegangen und haben ein deutliches Zeichen gesetzt. Übrigens werden in vielen Gegenden von den verschiedensten Organisationen weiterhin Unterschriften gegen den Ausstieg aus dem Ausstieg gesammelt. Bei campact.de z.B. geht das auch online.
Weniger gute Nachrichten sind die Öl-Unglücke der letzten Tage. BP hat deswegen schon ziemliche Einbußen an der Börse zu verzeichnen und sehr viele Menschen tanken an anderen Tankstellen. Infos zur aktuellen Lage gibts bei utopia und Spiegel.
Das große Unglück am Great-Barrier-Reef ist zwar ausgeblieben (Bild), dennoch hat das empfindliche Riff beträchtlichen Schaden genommen. Laut Spiegel gehen die Australischen Behörden dieser Sache nach.
Bei sowas frag ich mich immer, was aus der Erfindung der Schülerin von vor paar Jahren geworden ist, die bei "Jugend forscht" mitgemacht hat? Die hat eine Art Pulver/Granulat erfunden, das das Öl aufsaugt und verklumpt. Die Klumpen können abgefischt werden und hinterher kann das Öl wieder "ent-bunden" werden. Hab grad mal bissl rumgesucht, aber nicht mal auf jugend-forscht.de bin ich fündig geworden. Also wenn da wer was weiß, täts mich intressieren.
Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit, der Tag, an dem in Berlin und anderen Großstädten in Deutschland randaliert wird - von rechts oder links is dabei egal. Mir zumindest. Wenn das Ergebnis Randale ist, kann die Ursache nix Gutes sein. Einfache Rechnung...
In diesem Jahr ist mir erstmals bewusst aufgefallen, dass das ein internationaler Feiertag ist. (wikipedia) Nicht zuletzt wegen Griechenland war die Berichterstattung diesbezüglich internationaler als sonst (meiner Auffassung nach zumindest); offenbar ist die Schmerzgrenze der Ausbeutung doch langsam erreicht. 200-Prozent-Forderungen seitens der Arbeitgeber sind laut Süddeutsche ein anschauliches Beispiel dafür, dass nur noch der Profit im Focus steht - und sonst gar nichts. Dazu passend der Aufruf des DGB.
Natürlich ist mir bewusst, dass es uns hier doch gut geht, im Vergleich zu den "armen Menschen in der Dritten Welt". Doch erstens mag ich mich nicht an dem messen (lassen), was noch schlechter ist, und zweitens bin ich durchaus dankbar dafür, dass ich in einem Land wie Deutschland lebe, in einem Klima, das weitestgehend von größeren Katastrophen verschont ist, dass ich einen guten Job habe und ein Auskommen mit dem Einkommen.
Genau das verpflichtet mich aber auch zur Verantwortung. Dass es den "armen Menschen in der Dritten Welt" so schlecht geht, ist nämlich auch von mir mitverursacht, mit jedem Tshirt ausm Schnäppchenladen und der Hauptsache-billig-Mentalität. Sicher kann ich nicht von heute auf morgen auf 100% ökofair umstellen - ist auch gar nicht sinnvoll! Aber warum beim Kaffee nicht mal auf das Fairtrade-Siegel achten? Und auch bei den großen Ketten tut sich was z.B. in Sachen Kleidung. Zumindest in Bezug auf Öko.
Dass die erste umweltfreundliche(re) Textildruckerei ausgerechnet im schönen Franken steht, freut mich natürlich besonders :) Und falls sich wer bei dem Link jetzt fragt: Kirsten Brodde - sagt mir das nicht was? Dann vielleicht von ihrem Buch "Saubere Sachen" (Amazon-Link), das ich mit dem Prädikat "Pflichtlektüre" auszeichne.
Ich achte also in Zukunft weiterhin darauf, was und wie ich konsumiere. Freilandeier sind für mich praktisch schon immer Pflicht, Erdbeeren gibts demnächst wieder frisch ausm Garten und ganz sicher nicht im Winter von sonstwoher. Orangensaft hab ich längst durch Apfelsaft ersetzt und ich achte auf das Kleingedruckte auf den Verpackungen. Nur schade, dass es keinen Warnhinweis ählich wie bei Zigaretten gibt, wenn es sich um genveränderte Lebensmittel handelt. Da kann also noch nachgebessert werden (am besten gleich auf EU-Ebene). Und natürlich steht bei jeder Anschaffung zuallererst die Frage: "Brauche ich das wirklich?" Dann doch lieber mal auf irgendwelchen Billig-Plastik-Ramsch verzichten und mir dafür beim nächsten Einkauf die teurere fairtrade-Variante der Nuss-Nougat-Creme gönnen :)
Apropos: laut karmakonsum ist der Umsatz bei fairtrade-Produkten um 26% gestiegen. Wir sind also schon mal auf dem Weg...
Zum Abschluss hab ich noch diesen Link gefunden, der zeigt, dass auch die Öko-Welle Dinge hervorbringt, die die Welt eigentlich nicht wirklich braucht :)
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Montag, Februar 15, 2010
Kochen für Shermin: Keksäääää!
Dieser von Distel hervorgerufenen Aktion, Shermins Magischen Kessel zu unterstützen, mag ich mich gerne anschließen.
Was so manche vielleicht erst einmal verwundert, denn mit Kochen werd ich eher weniger in Verbindung gebracht. Aber ich liebe es zu backen! Und am allerliebsten back ich Kekse!
Tatsächlich können Kekse ganzjährig gebacken und gegessen werden. Es gibt jedoch einen sehr starken Anstieg an Verbrauch, Variationen und Angebot von Keksen etwa in der Zeit zwischen November und Januar. Während dieser Hoch-Saison lässt sich ein weiterer Anstieg bis zur Wintersonnwende beobachten, der danach abflaut, um spätestens Ende Januar wieder auf dem (Rest-Jahres-)Stand von Anfang November angelangt zu sein.
Kekse werden also in der Zeit von Samhain bis Imbolc besonders verehrt - oder geopfert, hier sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig. Jedoch lassen der schon fast explosionsartig ansteigende Verbrauch, das ins Unermessliche wachsende Angebot, - selbst in Haushalten, wo sonst nicht gebacken wird, wird plötzlich Teig geknetet, gerollt, ausgestochen, in Form gebracht - keinen anderen Schluss zu, als dass den Keksen im Winter-Quartal besondere Achtung entgegengebracht wird. Dass dies kultischem Ursprung zuzuschreiben sein muss, wird vor allem auch darauf begründet, dass sie während dieser Hoch-Zeit einen besonderen Namen tragen. In der dunkelsten Jahreszeit werden Kekse "Plätzchen" genannt.
Zwischen Imbolc und Samhain allerdings führen die Kekse ein Schattendasein, sie sind in Bäckereien kaum bis gar nicht und in Supermärkten auch nur bei genauem Hinsehen zu finden, so dass sie da selbst gemacht werden müssen. Dass das sehr einfach ist, Spaß macht und am Ende sehr lecker schmeckt - ja, probiert's am besten selber aus :)
Das einfachste Rezept, das ich kenne, ist:
- 100 g Zucker
- 200 g Butter
- 300 g Mehl
Die Butter sollte nicht frisch ausm Kühlschrank kommen, dann geht das Verkneten leichter. Damit lassen sich Kekse ausstechen, -radeln oder -pressen, ganz nach Belieben.
Noch einfacher sind Löffelkekse. Dazu wird ein weicherer Teig zubereitet, also notfalls einen Schuß (Soja-)Milch zufügen. Der Teig sollte etwas rupfig sein, da lassen sich mit dem Teelöffel schöne Häufchen abstechen.
Ebenfalls sehr gut sind Schnecken-Kekse. Teig ausrollen, Füllung draufstreichen, einrollen. Ggf. im Kühlschrank (oder um diese Jahreszeit: auf der Terrasse) noch etwas kaltstellen, dann lassen sich leichter Scheiben abschneiden. So in dem Dreh von 0,5-1cm Dicke - wobei die insgesamt aber ziemlich einheitlich sein sollte, wg. der Backzeit.
Füllung für die Schnecken-Kekse ist simpel: Marmelade mit gemahlenen Nüssen/Mandeln und/oder Haferflocken vermischen, so dass eine streichfähige Masse ensteht. Gibt weniger Sauerei als mit nur-Marmeladen-Füllung und die Füllung selber bleibt auch voluminöser.
Kekse mit dem Herz aus Marmelade lassen sich auf die altbewährte Art herstellen: Teig ausrollen, kleine Marmeladenkleckse in regelmäßigem Abstand auf die eine Hälfte klecksen, die andere Teighälfte drüberziehen, Ränder festdrücken, ausradeln. Oder auf die wohl einfachere Art durch Verwendung von Maultaschen-Formen.
Das Rezept lässt sich schier unendlich abwandeln:
- * "Gewürze" zugeben (Zimt, Vanille, Lebkuchen-Gewürz, Anis, Kardamon, Zitrone, Orange, Cappucchino-Pulver, Brösel-Kaffee, ...)
- * Der einen Hälfte des Teiges ordentlich Kakao-Pulver zugeben, schon ist alles bereit für kreative Schwarz-Weiß-Muster
- * Zuckermenge variieren. Ggf. Gewürzzucker zugeben (Auch ne Idee von Shermin, hab ich von ihr adaptiert)
- * Buttermenge halbieren, dafür ein Ei zugeben
- * Verschiedene Mehl-Sorten und -Arten verwenden (Dinkel-Vollkorn-Mehl mag ich total gern!)
- * Mehlmenge reduzieren, dafür Mandeln/Nüsse (gemahlen, gehobelt, gestückelt), Haferflocken, Trockenobst (ggf. vorher noch etwas zerkleinern), Schokostücke, ... zufügen
- * Doppelkekse: je zwei fertiggebackene Kekse mit Schokocreme oder Marmelade zusammenkleben. Die mit Marmelade bekommen ein Puderzuckerkleid, die mit Schokocreme bissl Schokoguss drübergeträufelt: Alle eng zusammenrücken und mit dem Löffel drübertropfen lassen
Wers lieber herzhaft mag: Zucker weglassen (dafür etwas mehr Mehl), Butter zur Hälfte durch Ei ersetzen und ne Prise Salz zufügen. Relish nach Wahl (Zucchini, Paprika, ...) etwa 1:1 mit Reibekäse vermischen, Füllung aufstreichen, rollen, schneiden, backen, legga!
Gebacken werden die Kekse bei 180-200 Grad - zur Backzeit... tja, damit steh ich auf Kriegsfuß. Also nach 10 Min. mal nachsehen, kann grad bei eher dünnen (ausgestochenen) Keksen nicht schaden. Schnecken dauern auch mal 25 Minuten - aber lieber öfter mal nachsehen!
Die 1-2-3-Kekse sind mein absolutes Lieblings-Gebäck. Die Grundzutaten sind eigentlich immer im Haus - also schau ich einfach, was sonst noch grad so da ist und lass der Kreativität freien Lauf. Backen für die Seele... ;)
Bei der Kochen-für-Shermin-Aktion kannst du übrigens auch mitmachen, schau einfach nochmal bei Distels Aktions-Start-Beitrag nach. (bissl scrollen zu den "Regeln")
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Sonntag, Dezember 20, 2009
CO2-neutrales Blog
Die Idee dahinter is recht einfach und gut. Dennoch muss ich zugeben, ein bisschen Skepsis bleibt. Einzig und allein wegen der Briefkasten-Aufkleber: Bitte keine Werbung! hab ich mich nun doch zum Mitmachen entschlossen.
Die hab ich mir im Sommer bereits schicken lassen und seitdem kleben sie am Briefkasten. War es Anfang des Jahres noch so, dass die Papiertonne zur Leerung wenigstens zu drei Vierteln, meist aber ganz voll war, isses uns neulich passiert, dass wir den Rausstelltermin übersehen hatten. Was aber seltsamerweise gar nicht weiter tragisch war, denn dank des wunderbaren Aufklebers war die Tonne nach acht Wochen noch immer nicht voll, es hätte noch einiges hineingepasst. Und das find ich einerseits ein wirklich phänomenales Ergebnis - andererseits isses auch sehr erschreckend, wieviel Müll Tag für Tag produziert wird.
Es ist mir unheimlich, wenn mich eine Seite mit den Angeboten aus meinem Ort/näheren Umgebung "begrüßt". Datenschutz verkommt immer mehr zu einem Märchen aus grauer Vorzeit... Btw. besuche ich keine Blogs mehr, die dieses aus-welchem-Ort-besuchen-mich-die-Leute-auf-meinem-Blog-Gadget eingebaut haben. Meine Art des stillen Protests, auch wenns vermutlich noch eh niemandem aufgefallen ist. :)
Gerade wenns um Werbung geht, bin ich vielleicht noch ein bisschen paraonider als sonst *g*, daher meine Skepsis, was die Blog-Aktion angeht. Allerdings erspare ich mir durch die Aufkleber dermaßen viel Papiermüll, dass ich auf diese Weise vermutlich wirklich den CO2-Ausstoß meines Blogs eingespart habe. Wenn auch nur rein rechnerisch.
Und vermutlich wird durch solche Aktionen am Ende doch mehr bewirkt als die Damen und Herren Machthabenden in Kopenhagen zustande gebracht haben... Shame on you!
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Samstag, August 09, 2008
"Depression, die verkannte Krankheit"
Ursula Nuber *), die Redakteurin der Zeitschrift "Psychologie Heute", beschreibt in diesem Buch eine Krankheit, die nur allzuhäufig verkannt wird. Verkannt von den Betroffenen selbst, aber auch von Angehörigen und/oder (Haus)ärzten, falls eine den Weg dorthin doch einmal wagt.
In der Einleitung geht es um die Frage, warum Depressionen zunehmen.
Der Hauptteil befasst sich mit:
I - Depression, was ist das eigentlich?
Es wird klar gemacht, dass Depression eine Krankheit ist, die viele Ursachen, Auswirkungen und Zusammenwirken verschiedenster Faktoren hat. "Die" Depression gibt es nicht, eine Diagnose kann praktisch nur durch Einkreisen verschiedenster Symptome gestellt werden - eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen ist hier absolute Voraussetzung!
II - Depression, gibt es überhaupt Hilfe?
Ja, die gibt es; sämtliche bis heute (ich rede hier von der Neuauflage 2006) bekannten Medikamente und Therapieformen werden vorgestellt und erläutert. Und es wird klar gemacht, dass es kaum eine vollständige "Heilung" geben wird, wie z.B. bei einem Schnupfen. Wenn wir ehrlich sind: so ein Schnupfen kommt doch auch immer wieder. Was wir jedoch tun können, ist, unser Immunsystem zu stärken...
III - Depression, der Kranke und die anderen
Ein wichtiger Punkt, der - nicht zuletzt - dieses Buch auch gerade für Angehörige so wertvoll macht. Es wird klar gemacht, dass ein "Reiß dich halt mal ein bisschen zusammen" alles andere als hilfreich ist, sondern dass es u.a. wichtig ist zu verstehen - oder dies zumindest zu versuchen. Auch auf die gegenseitigen Abhängigkeiten wird eingegangen, sowie dem Thema Selbstmord Raum gegeben. Fast jede Depressive denkt während des Krankheitsverlaufs mal an Selbstmord, viele versuchen es, und einige sind damit auch erfolgreich.
Den Abschluss bildet ein kurzer Ausblick auf die "positiven" Seiten der Depression. Klingt erst mal komisch, ist aber so. Denn im "Idealfall" merkt mensch, dass es spätestens jetzt not-wendig ist, ein paar Dinge im Leben grundsätzlich zu ändern. Ansichten über sich, über andere, über Möglichkeiten, Chancen, alle Lebensbereiche betreffend. Und das setzt ein Auseinandersetzen mit sich selber, den eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Ängsten voraus. Oder, wie wir Heidnischen das gern nennen: Schattenarbeit betreiben.
Ein wirklich sehr gut gelungenes Buch, das einfach einmal aufklärt. Jene, die befürchten, depressiv zu sein, können sich und ihre Gedankenmuster hierin wiederfinden und darüber hinaus erfahren, dass es eben keine "Schande" ist, kein "Versagen" ist, sondern schlicht und einfach die Seele hartnäckig um Hilfe ruft und Beachtung einfordert. Es klärt auf über die Behandlungsformen und enthält im Anhang nützliche Adressen und ein umfangreiches Literatur- und Quellenverzeichnis.
Auch Angehörige profitieren von diesem Buch und sollten es meiner Meinung nach unbedingt lesen. Um zu erfahren, was in einer Depressiven abläuft, um besser verstehen zu können.
Auf unverständliche Fachsprache verzichtet die Autorin - sie informiert. Und das gründlich.
Wer konkrete Hilfe zur Selbsthilfe sucht (die auf jedem Fall erforderlich ist - die Bereitschaft, sich selber zu helfen), der kann ich Lucinda Bassetts "Angstfrei leben" *) sehr empfehlen.
*) Buchlinks verweisen wie immer auf Amazon, einem gewerblichen Angebot.
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"Die Schuld, eine Frau zu sein"
Mukhtar Mai *) beschreibt ihre eigene Geschichte. Die Muslima lebt in einem pakistanischen Dorf, das von Männern und den Traditionen beherrscht wird. Wie die meisten Frauen in ihrem Land, kann sie weder lesen noch schreiben.
Eines Tages soll sie einen höheren Clan um Vergebung bitten, weil ihr Bruder angeblich etwas mit einer Frau aus diesem Clan hatte. Unter diesem Vorwand und vor versammelter Dorfgemeinschaft wurde sie von vier Männern des fremden Clans vergewaltigt. Es gehört zur "Tradition", dass Frauen büßen müssen, egal, wer was getan hat.
"Üblich" wäre nun Selbstmord, doch sie kommt aus ihrer Lethargie heraus und beginnt zu kämpfen. Ein langer, beschwerlicher Weg beginnt für sie; zu ihrem Glück bekommt die Presse Wind von dem Vorfall. Schon bald erweckt ihre Geschichte internationales Intresse, Menschenrechtsorganisationen u.a. bieten ihr Hilfe an.
Im Zuge alldessen gründet sie eine Schule für Mädchen (später nimmt sie noch eine Jungen-Klasse dazu). So dass ihre Geschichte bewirkt, dass die Frauen nach ihr bessere Chancen haben. Nur eine, die lesen kann, kann sich auch über ihre Rechte informieren und auch einfordern.
Das Buch ist spannend geschrieben; sie beschreibt ihre Zweifel, die sie immer wieder überrollen, und wie ihre Freundin Naseem dann regelmäßig den Kopf wäscht. Sie schreibt aber auch, dass sie und ihre Geschichte keine Ausnahme ist. Immer wieder erzählt sie von anderen Frauenschicksalen, denen es ähnlich erging wie ihr.
Die Geschichte einer bewundernswerten starken Frau, die Ausdauer und Beharrlichkeit zum Ziel geführt haben. Und Mut!
Mehr zu ihrer Geschichte z.B. bei suedasien.net.
*) Buchlink verweist wie immer auf Amazon, einem gewerblichen Angebot.
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Sonntag, März 02, 2008
Heilung an und für sich
Das Buch, das mich in den letzten Monaten am meisten inspiriert hat, ist das heilende Bewusstsein von Joachim Faulstich.*) Er beschreibt Heilung als einen ganzheitlichen Prozess, der sich auf allen Ebenen des Seins abspielt und in logischer Konsequenz auch auf allen Ebenen angegangen werden kann. Er unterteilt folgende Bereiche:
1. Reparatur-Ebene (OP)
2. Ebene der Körperchemie (Medis)
3.
Bewusstseins-Ebene ("Placebo-Effekt")
4. energetische Ebene
(Handauflegen)
5. Quanten-Ebene (Fern-Reiki; vgl. a. morph. Felder)
6.
Spiri-Ebene (Hilfe von Engeln, Geistern, Göttern)
Auf all diese Ebenen geht er ausführlich ein, unterlegt mit etlichen Beispielen. Dabei versucht er stets, das Thema vom "wissenschaftlichen Standpunkt" aus zu beleuchten, fernab von Eso-Spiri-Lichti-Blah. Ein wie ich finde gelungener Versuch, den eher "esoterisch" angehauchten Bereichen den Platz zuzuweisen, der ihnen zusteht. Schließlich gibt es inzwischen eine Vielzahl an Untersuchungen, die die Wirksamkeit von Reiki, Handauflegen, Engeln usw. belegen. Kritiker, die bei einer Erfolgsquote von vielleicht "nur" 70 % auf bloßen Zufall hinweisen, vergessen dabei gern, dass Medikamententests oft auch nicht wesentlich bessere Ergebnisse bringen - und dennoch zugelassen werden.
Besonders beeindruckt hat mich der Test mit den "Schein-OPs". Da wurden Patienten zur Knie-OP gebracht - aber nur ein Teil von ihnen wurde wirklich "repariert". Bei den anderen gab es nur Einstiche, damit alles so aussah, als ob. Und tatsächlich war die Heilungsquote der Nichtoperierten nur um weniges geringer als die der Operierten! (Die Probanten wussten natürlich im Voraus, auf was sie sich einließen.)
Faulstich betont, dass es keinen Allheilsweg gibt, sondern viele verschiedene Möglichkeiten zur Heilung. Die Kunst besteht darin, den für die Patientin besten Weg herauszufinden. Und so ist es letztlich auch ein Plädoyer für die Wichtigkeit des Vertrauensverhältnisses Arzt-Patient.
Nicht zuletzt aus diesem Grund also durchaus auch für Weißkittel lesenswert. Und vielleicht wird ja die eine oder andere dadurch angeregt, ihr Fachgebiet in Richtung "alternativer Heilmethoden" zu ergänzen bzw. das eigene Netzwerk um diese Bereiche zu erweitern.
Es ist kein Praxisbuch - wer sich konkrete Hilfe erhofft, wird hier nicht fündig. Aber es regt sehr zum Nachdenken an, den Begriff "Heilung" einmal völlig auseinander zu nehmen und neu aufzubauen. Ein Schritt in Richtung Heilungs- und damit auch Selbstverständnis.
*) Der Link geht zu Amazon, einem gewerblichen Angebot.
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Samstag, Januar 26, 2008
Göttinnen - handverlesen
Meine Spiritualität hat sich immer mehr in Richtung
Göttinnenspiritualität entwickelt. Dem will ich auch hier Rechnung
tragen und die Annäherungen an verschiedene Göttinnen auf meine Art hier
darstellen.
Es gibt bereits eine ganze Reihe wunderbarer
Göttinnenseiten im Web - eine kleine Auswahl davon gleich mal vorweg:
Artedea.net ist eine wundervolle Sammlung über viele Göttinnen - darunter auch eher unbekannte v.a. aus dem irischen sowie südamerikanischen Raum. Sehr viele Infos, sowie zauberhafte Bilder!
Auf dem Kulturserver Hessen erfährst du etwas über Diana, Inanna und Ceres.
Über die Insignien antiker Göttinen berichtet diese Page, und zwar zu: Inanna, Hera, Aphrodite, Freyja.
Auf den Seiten zu Ehren der Göttin hat jana schon eine Menge zusammengesammelt: Gedichte, Texte, Gebete, Bilder ... Außerdem gibts dort auch noch ein Forum und eine Mailingliste.
Dann will es natürlich keinesfalls versäumen, auch hier noch einmal Werbung für den Schlangengesang zu machen: Ein Rundbrief zur Göttinnenspiritualität, in dem alle zwei Monate Göttinnen, Feiertage, Rituale, Bücher und mehr vorgestellt werden.
Noch was Englisches, dafür sehr ausführlich und übersichtlich gemacht.
Für jede Menge Göttinnen, nach Kulturen bzw. Länder geordnet (gibt auch
ne Suchfunktion) gibts hier Anrufungen und Texte. Roibin hat hier viel
Zeit und Liebe investiert, so dass der Inhalt über die lästigen
Werbefensterchens hinwegtröstet :)
Frauenwissen.at: Tja, der Name sagt hier eigentlich schon alles. Ne sehr informative Plattform, wo es u.a. Infos gibt zu: Baba Jaga Baubo & Sheela-na-Gig Bethen Brigid Demeter Freyja Isis Noreia Maria Ostara Percht Salige Frauen Sedna Sjofn. Einfach mal vorbeischauen!
Also, DER link darf ja wohl nicht fehlen :) Da tut sich immer wieder was
und es wird mythologisches und symbolisches mal ein bisschen anders
beleuchtet. Außerdem so ganz nebenbei gehts von hier aus auch weiter zum Magischen
Netz.
Und dann hab ich da noch ein, zwei Bücher zu empfehlen: (Links verweisen wie immer auf amazon.de - gewerbliches Angebot)
Marashinsky, Amy S.: Göttinnengeflüster - Die Deutsche Version des o.g. Link als Buch+52Karten-Set. Erzählt etwas über die Mytholgie und hat zu jeder Karte/Göttin eine kleine Reise.
Winter, Gayan S.: Orakel der Göttin - Ähnliches Set wie oben, jedoch mit 33 Karten/Göttinnen. Außerdem ist im Buch die Sortierung nach Herkunft der Göttinnen. Es gibt vereinzelt Überschneidungen, lohnen tun sich beide Sets dennoch.
Blair, Nancy: Göttinnen für jede Jahreszeit - In diesem schmalen Bändchen ist je eine Doppelseite einer Göttin gewidmet, jeweils mit sw-Bild. Für jede Woche gibts eine Göttin, jedoch "nur" nach Jahreszeiten sortiert. Gut als Ergänzung zu den beiden Sets, zumal auch hier noch neue "Göttinnen" genannt werden.
Husain, Shahrukh: Die Göttin Das Matriarchat ; Mythen und Archetypen; Schöpfung, Fruchtbarkeit und Überfluss - Hier wird die Göttin unter ihren diversen Aspekten vorgestellt und beleuchtet. Sehr lesenswert, weil viele Infos quer durch Zeit und Raum.
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über Runen
Literaturtipps: (Links verweisen auf amazon.de - gewerbliches Angebot)
Engelhardt, Ulrike: Kleines Runenhandbuch : Einführung in praktische Runenarbeit - die Ausführungen dieser Seiten und viel weiteres Wissenswertes rund um Runen habe ich in diesem Buch zusammengefasst.
Gardenstone: Germanische Magie - bereits in der 2. Auflage. Trotz des Preises ein Standardwerk aus traditionellmagischer Sicht.
Meadows, Kenneth: Runen, die magische Kraft - untersucht und beleuchtet die Runen aus schamanischer Sicht. Nicht unbedingt als Einstieg zu empfehlen (es sei denn ma kommt aus der schamanischen Richtung) aber weiterführend auf jeden Fall lesenswert!
Aswynn, Freya: Die Blätter von Yggdrasil - Die Frau geht ihren eigenen Weg zu den Runen und zeigt ihn hier auf. Es zeigt sich, dass sie schon viel Erfahrung und Praxiswissen über die Runen verfügt und nimmt die Leserin bei der Hand. Sie hat mir viele neue Anregungen gegeben, wenn ich auch mit vielen ihrer Zuordnungen nicht einverstanden bin. Aber das muss schließlich jedeR für sich selber herausfinden :)
Warneck, Igor: Runen-Welten - Ein wirklich tolles Buch für Anfänger und Einsteiger. Man merkt, dass der Autor 100% hinter jeden Wort steht, das er schreibt, dass hierin sein Herzblut liegt. Leider trifft dies auf seine anderen Runenbücher nicht unbedingt zu; der Verlag war wohl so vom Erfolg dieses Werkes angetan, dass Igor noch weitere Bücher abgepresst wurden. In entsprechend magerer Qualität. Für Intressierte und Neulinge ist aber dieses Buch das Beste, das ich kenne.
Inanna: Runenbuch für Frauen - Noch ein Buch eher für Anfängerinnen, mit einem wundervoll intuitivem Ansatz. Es gibt den Mut, die Bedeutungen in einer selber zu finden.
Runen - eine kurze Vorstellung
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Literaturlinks
Eine kleine Sammlung von Buchtiteln, die in meiner Bibliothek stehen. Sämtliche Links verweisen auf amazon.de - gewerbliches Angebot.
Aspektarbeit:
Aliti, Angelika: das Maß aller Dinge - warum wir so sind, wie wir sind, und was da alles mitzureden hat - oder auch nicht - liest sich hier in wunderbarer Weise.
Aliti, Angelika: der Kreis in der Wüste - das Arbeitsbuch dazu, sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt. Damit du dir gleich beide besorgen kannst :)
Ganzheitlichkeit:
Krämer, Claus: Keltische Heilkunst - Vom Titel nicht täuschen lassen - denn keltische Heilkunst versteht sich ganzheitlich ;-)
SchreibLust:
Altemöller, Eva-Maria: Schreiben ist Gold Wie Sie zu den Geschichten finden, die Sie schon immer schreiben wollten - mehr ist dem Untertitel eigentlich nicht hinzuzufügen, außer, dass es auch ein wunderschönes "Bilderbuch" zum einfach-drin-Schmökern ist. Wer da nicht Lust aufs Schreiben kriegt...
Klassiker:
Saint-Exupery, Antoine de: der kleine Prinz
Fynn: Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna - zwei Klassiker, die man einfach gelesen haben muss.
LaVey, Anton S.: Die satanische Bibel ein Buch, das mE besser ist als sein Ruf bzw. der seines Verfassers. Es enthält eine Menge Wahrheiten, die jedoch so unbequem sind, dass man sie sich oft selber nicht eingestehen mag. Was man aus diese Erkenntnissen dann macht, muss allerdings jeder für sich selber entscheiden.
Goethe, Johann W.: Faust Kennen die meisten wohl noch aus der Schule - daher lohnt sich ein nochmaliges Lesen.
Sheldrake, Rupert: Das schöpferische Universum. Die Theorie des morphogenetischen Feldes
Wie gesagt:
Schlüter, Barbara: Rhetorik für Frauen - Die Autorin zeigt nicht nur die Stolperfallen in der Sprache an, sondern auch, wo wir Frauen Männern den Vortritt lassen. Das Schöne an diesem Buch ist, dass du es nicht von vorne bis hinten durchlesen musst, sondern an jeder beliebigen Stelle aufschlagen und dich festlesen kannst. Das ausführliche Inhaltsverzeichnis macht es überdies zu einem guten Nachschlagewerk.
Hertlein, Margit: Frauen reden anders - selbes Thema, hier aber eher auf die Gewichtung des "wie": sagen wir wirklich immer das was wir meinen? Sprache ist ein mächtiges Werkzeug. Diese beiden Bücher können helfen, den Gebrauch zu schulen.
Magisches Gewerkel:
Morin, Alexander: Die geheimen Kräfte unseres Lebens Astrologie, Talsmane, Runen, Kabbala
Pajeon, Kala und Ketz: Talismanmagie vom praktischen Umgang mit Symbolen, Farben und Elementen
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