Samstag, Oktober 09, 2010
Medizinrad-Erdrad-Decke
Schon einige Jahre hab ich die Idee im Hinterkopf, mir irgendwie mal ein Medizinrad - oder: Erdrad - zu "basteln". Genau das war immer das Problem. Der Garten ist zu klein, um dort eins anzulegen. Und für die Wand? Malen? Oder aus verschiedenen Materialien basteln? Die richtige Inspiration hat einfach noch gefehlt.
Bis jetzt :)
Klar, ans Nähen hatte ich schon gedacht, aber das Rundnähen war mir nicht so geheuer. Bis ich die passende Methode gefunden habe: Einfach die zwei Lagen zusammennähen, den Deckenstoff ausscheiden und die Ränder innen und außen festsäumen. Eine etwas ausführlichere Beschreibung gibts beim Magischen Basteln.
Mein Erdrad besteht aus drei konzentrischen Kreisen und den vier Richtungen. Die hab ich in den jeweiligen Richtungs-Farben appliziert (kleine Stofffitzelchen). Für die Kreise habe ich kieselsteingrau-gemusterten Stoff genommen.
Der innere Kreis hat vier Markierungspunkte für die vier Elemente, vier Richtungen: Osten-Luft (gelb), Süden-Feuer (rot), Westen-Wasser (blau), Norden-Erde (grün). Zusammen mit den Pfaden/Richtungen ergibt sich hieraus auch das Erd-Zeichen.
Der mittlere Kreis besteht aus acht Markierungspunkten für die Jahresfeste: Ostara (orange), Beltane (rosa), SSW (rot), Lammas (lila), Mabon (blau), Samhain (türkis), WSW (grün), Imbolc (gelb). Zusammen mit dem inneren Kreis ergibt sich hieraus auch das Sonnen-Zeichen.
Im äußeren Kreis sind zwölf Punkte analog zu den Tierkreiszeichen angeordnet. Ich hab mich zwar einige Zeit mit dem Indianischen Horoskop beschäftigt, hab aber festgestellt, dass mir unsere Astrologie einfach doch näher steht. Allerdings geht die Runde hier natürlich andersrum: Auf der Erde liegt der Osten (Widder) rechts und Westen (Waage) links. Für die Farbverteilung hab ich mich von sehr persönlichen Verbindungen zu den jeweiligen Zeichen und zugehörigen Planeten leiten lassen - und natürlich von dem, was an Auswahl vorhanden war :)
Die fertige Decke hat einen Durchmesser von ca. 150 cm, die bunten Kreispunkte ca. 10 cm. Nun wurde ich schon gefragt, wie denn damit gearbeitet werden kann? Die Frage hat mich erst einmal überrascht, weil das Erdrad an sich schon eine Menge zum "Bearbeiten" enthält. Der Vergleich mit dem Lebensbaum - sei es der jüdische (Kabbala) oder der nordische Weltenbaum Yggdrasil bietet sich an.
Auch hier gibt es verschiedene "Welten" (4, 8 und 12) auf drei Ebenen verteilt. Jede einzelne der Welten bzw. Punkte/Steine - eben die bunten Kreise - hat eine eigene Bedeutung, die wiederum mit den anderen auch über die Ebenen hinweg in Beziehung stehen. In der Astrologie ist außerdem jedem Tierkreis ein bestimmter Planet zugeteilt. Ok, da sind einige doppelt, aber ich habe meine eigene Zuordnung gefunden:
Widder-Mars, Stier-Venus, Zwilling-Merkur, Krebs-Mond, Löwe-Lilith, Jungfrau-Chiron, Waage-Mondknoten, Skorpion-Pluto, Schütze-Jupiter, Steinbock-Saturn, Wassermann-Uranus und Fische-Neptun. Die Sonne bleibt dabei unzugeordnet, sie liegt in der Mitte. Zu den Planeten werde ich in einem anderen Beitrag mehr schreiben. Die hier abgebildeten Kärtchen zeigen Mandalas aus den astrologischen Planeten-Symbolen - mit Ausnahme der Sonne. Ein Kreis lässt sich nicht perfektionieren :)
Schon bei der Arbeit an der Decke ist mir aufgefallen, dass es sich ausgerechnet um 24 Punkte handelt. Runen! Mit entsprechend großen Runen"Steinen" ist das also auch eine gute Orakelvorlage. Da dürfen Runen mal wirklich geworfen werden! *g* Die Bedeutung ergibt sich anhand der Richtungen/Elemente. Also in Bezug auf Geist (Osten: Imbolc-Beltane), Kraft/Energie (Süden: Beltane-Lammas), Emotionen (Westen: Lammas-Samhain) und Körper/Materie (Norden: Samhain-Imbolc). Je weiter die Runen zur Mitte liegen, desto wichtiger ist die Bedeutung. Wenn welche außerhalb zu liegen kommen, kann das auf etwas hindeuten, das noch auf dich zu kommt, was bisher noch nicht berücksichtigt ist. Kommt eine Rune direkt auf einem Punkt zu liegen, kommt dessen "Wert" besondere Gewichtung zuteil.
Auf dem Bild natürlich dekoriert, nicht geworfen :) Ausreichend groß sind meine "Runen-Kekse" (nicht wirklich Kekse, mein Bruder hat sie mir aus Holz geschnitzt). Allerdings wird bei denen eine neutrale Vorauswahl sehr schwierig und auch der Aspekt des "Aufdeckens" - nämlich wenn ein Runenstein mit der Rückseite nach oben, also verdeckt, zu liegen kommt - fällt hier weg. Aber es macht Spaß, damit zu werfen :)
Aktuell hat die Decke allerdings erst mal nur einen dekorativen Zweck (auch wenn das Foto nicht so klasse ist):
nach oben ~ Permalink ~ Comments