« November 2009 ~ Startseite ~ Mai 2009 »

Montag, August 17, 2009

Mens-Rum

Vor einigen Jahren hab ich mal immer wieder Mens-Rum gemacht, sehr lecker - nicht nur während Regelbeschwerden :)

Nun wurde ich die Tage angeschrieben und nach dem Rezept gefragt, das nach der Neugestaltung meiner HP nicht mehr hier gelandet ist. Diese Lücke will ich hiermit schließen, auch wenn ich seit zwei Jahren selber gar keinen mehr angesetzt habe:

Mens-Rum

Gegen Regelbeschwerden sind vielerlei Kräuter gewachsen, die hier alle aufzuführen sämtliche Rahmen sprengen würde. Dafür gibts am Ende noch ein paar Linktipps.

Hier will ich ein Rezept vorstellen, das hilft und schmeckt. Allerdings - wie der Name schon sagt - ist Alkohol drin. Und eine Menge Zucker, es ist am Ende also eher so etwas wie Likör, was dabei heraus kommt.

Die Zutaten:

  • Vanille-Aroma
  • 1 EL Hiffenmark-Konfitüre
  • 1 EL Sanddorn-Konfitüre
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Rosmarin
  • 1/2 EL Beifuß
  • 1 EL Thymian
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 EL Frauenmantelkraut
  • 2-3 EL Holunderblüten
  • 1 EL Birkenblätter
  • 400 ml Rum (40%)
  • ---
  • 200 g Zucker
  • 300 ml Wasser

Ich hab hier 40%igen Rum genommen, geht natürlich auch höherdrehender - zumal er ja ca. um die Hälfte verdünnt wird. Bei den Konfitüren handelt es sich um die der Firma "Maintal". Es geht weniger um Werbung, sondern darum, dass es sich um eine eher cremeartige Masse handelt. Also keine "Brocken" drin sind. Das ist wichtig, weil sich ja alles gut auflösen soll.

Alle Zutaten bis incl. des Rums in eine große verschließbare Schüssel geben. Die Kräuter dürfen getrocknet sein, die Zimtstange noch etwas zerbröseln. Statt des Vanille-Aromas kann selbstverständlich auch echte Vanille verwendet werden.

Alles gut durchrühren, bis sich die Konfitüren und der Honig aufgelöst haben. Zwei Wochen verschlossen stehen lassen. Ab und an mal rühren.

Die Brühe durch ein feines Teesieb gießen (Langsam und vorsichtig. Schwappt schneller über als eine denkt). Die nun leere Schüssel ausspülen, nochmal die Siebprozedur zurück. So dass auch wirklich alles abgefangen wird.

Normalerweise ist das Verhältnis Rum:Wasser:Zucker 2:1:2. Da hier aber in der "Gewürzmischung" schon jede Menge Süße drin ist, reichen hier 200 g Zucker. Eben aus demselben Grund kann auch etwas mehr Wasser genommen werden (also die angegebenen 300 ml statt 200 ml).

Zucker und Wasser zu dem Rum geben. Alles auflösen. Probieren! Ggf. noch etwas Wasser oder Zucker zugeben. Die Konsistenz sollte ein bisschen flüssiger als Öl sein. Eben likörartig.

Nun noch weitere ein bis zwei Wochen ziehen lassen. In Flaschen füllen. Und genießen. (Stamperlweise - nicht die ganze Flasche! *g*)

Ich habe ihn bei Neumond angesetzt, zu Vollmond abgeseiht und fertiggemischt. Kurz vor Neumond war er fertig. Rechtzeitig zur nächsten Blutung.

Er macht warm - wegen der Holunderblüten - und locker (entkrampfend). Und schmeckt :)

Welche mag, kann nach einem Probedurchlauf beim nächsten Mal gleich mehrere verschiedene Sorten ansetzen. Dann eben mit halber oder viertel Menge. Das Mischungsverhältnis habe ich oben angegeben, die passenden Kräuter für verschiedene Gelegenheiten oder einfach nach Geschmack darf jede selber mischen. Aber bitte vorher schlau machen, welche Kräuter welche Wirkung haben. Und im Zweifelsfall lieber im Supermarkt, Apotheke oder Teeladen kaufen. Finger weg von Wildkräutern, die dir nicht hundertprozentig geläufig sind!

Geschrieben von Zauberweib am Montag, August 17, 2009 ~ Schublade: SelbstGemacht
nach oben ~ Permalink ~ Comments

Freitag, August 07, 2009

Lochtuch-Fieber

Natürlich hat mich das Lochmuster-Tuch-Fieber ebenfalls längst gepackt. Allerdings hatt ich mit den Revontuli-Laminaria-Anleitungen so meine Schwierigkeiten, also hab ich mir selber Muster ausgedacht. Dabei entstand die Idee, meine Muster mal zu sammeln und hier in loser Reihenfolge immer wieder zu aktualisieren.

Zaubis Strickmuster-Sammlung 1.0 (pdf, 2,5 MB)

Der Anfang ist hiermit gemacht mit den beiden ersten Loch-Mustern. Weitere - einfachere - Muster folgen demnächst.

Beim zweiten Tuch hab ich mir Wolle aus Coburger Schaf und Leinen gesponnen (letzteres in rost, gelb und grün):

Leinen und Schaf versponnen  

Nach dem Stricken sah es so aus:

gestricktes Tuch

Ich hab übrigens Distels Rat befolgt, und die Wolle nach dem Verzwirbeln nicht gehaspelt, weil das Tuch ja nachher eh gespannt wurde:

Tuch gespannt

Gut erkennbar, dass die 180 Grad nicht ganz erreicht wurden. Wenn ich nochmal son Tuch mache, dann setz ich hier und da ne zusätzliche Spitze ein. Insgesamt - incl. Spitze am Anfang - sinds 10 Mustersätze hoch geworden. Die Wolle hat exakt gereicht! 170 g warens. Allerdings hab ich bei aller Mühe doch etwas zu fest abgekettet. Beim nächsten Mal werd ich in der letzten Hinrunde paar Umschläge einfügen (3 re, 1 U - so in der Art), Rückrunde normal links und dann in der nächsten (Hin)Runde abketten. Dann sollte das besser werden.

Hier noch ne Nahaufnahme:

Nahaufnahme Lochmuster II

Und nochmal komplett an der Frau:

Lochmustertuch II - fertig

Lochmustertuch II - fertig

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich voll stolz auf das Tuch und das Garn (Hab ich den Verlauf nicht prima hingekriegt?) und das Muster und überhaupt bin? *gg*

Nachmachen erlaubt und erwünscht, Abwandeln ebenfalls - gern mit Foto ;)

Geschrieben von Zauberweib am Freitag, August 07, 2009 ~ Schublade: SelbstGemacht
nach oben ~ Permalink ~ Comments