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Mittwoch, Juli 13, 2011

Was hyperbolische Geometrie und Korallenriffs mit Häkeln zu tun haben

Zugegeben, das klingt erstmal komisch und nicht wenige werden sich jetzt wohl die Frage stellen: Was zur Hölle ist hyperbolische Geometrie? Ich muss zugeben, bis heute Vormittag hatte ich den Begriff selber noch nie gehört und die Wikipedia-Erklärung erleuchtet mich auch nicht so recht.

Meine völlig unwissende Definition wäre: Das ist, wenns nach oben hin immer mehr wird. Und das sieht dann ungefähr so aus, wie Korallen aussehen. Wie ich überhaupt darauf kommen? Ich hab die Natur + Kosmos vom März 2011 in die Finger gekriegt. Und da war ein Artikel*) drin. Über eine Mathematikerin, die eigentlich durch Zufall entdeckt hat, wie sie 3D-Modelle zur hyperbolischen Geometrie herstellen kann - und das noch dazu sehr einfach und äußerst kostengüstig.

Ich selber hab letztes Jahr ein solches 3D-Modell hergestellt - ohne dass ich es wusste *g*:

gehäkelte hyperbolische Koralle

Dabei war das längst nicht mein erstes. Als ich meine ersten Häkelversuche unternommen hab - noch bevor wir das in der Schule lernten - hatte ich eine kleine Puppe, der ich eine Art .... gekräuseltes Ballettröckchen gehäkelt habe. Das war auch eine hyperbolische Koralle :) Was ich damit sagen will: es ist echt stinkeinfach!

Wie kam jetzt nochmal die Koralle ins Spiel? Achja, die Mathematikerin. Die ist auch Netzwerkerin und kam mit anderen Fachfrauen ins Gespräch (so ganz genau hab ich den Hergang jetzt nicht mehr im Kopf) und jedenfalls haben sie angefangen, Korallenriffe zu häkeln, um damit auf das Korallensterben aufmerksam zu machen. Es gab ein bisschen Aufmerksamkeit in der Presse, was zu Anfragen u.a. vom Warhol-Museum führte und so hat das Hyperbolic crochet coral reef inzwischen doch einiges an Berühmtheit erlangt. Leider noch nicht so wirklich im deutschsprachigen Raum, was ich hiermit versuche, zu ändern :)

Ich finde die Idee einfach genial - zumal die Dinger genial einfach zu häkeln sind :) Wie oben schon gesagt: In jeder (jeder 2. oder 3.) Runde die Maschen doppelt oder dreifach häkeln. Das ist alles.

Und weil ich grad übers Häkeln schreib und über Dinge, die damit so gar nix zu tun haben - rein theoretisch - und ich außerdem grad auf Blogrunde war, hab ich hier gleich noch einen Link zum Thema Granny Squares - nur dass die hier ausnahmsweise mal gar nix mit häkeln zu tun haben. Alles klar? :)

*) Falls der Link nicht funktionieren sollte: auf natur.de den Suchbegriff "Häkelriffe" eingeben.

Geschrieben von Zauberweib am Mittwoch, Juli 13, 2011 ~ Schublade: QuerGelesen, SelbstGemacht
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Freitag, Juli 08, 2011

Kohlendioxid-Endlagerung? Häh??

Wie kommt man bittesehr auf sone bescheuerte Idee, CO2 im Boden einlagern zu wollen? Wie krank ist das denn? Ich spar mir hier sogar das Aufzählen der Gründe, die dagegen sprechen - ey, nee, näh!

Die ganze Idee ist ungefähr so sinnig, wie wenn plötzlich sämtliche Küchen- und Gartenabfälle in dicke Folie vakuumverschweißt, diese in Beton eingegossen und das Ganze dann irgendwo verbuddelt werden würde.

Also nochmal für Dummbatze und all jene, dies wirklich nicht wissen (wobei ich mir aber ziemlich sicher bin, dass dazu auch ne Sendung-mit-der-Maus gibt!)

CO2 = ziemlich giftiges Gas, welches z.B. von Autos "gemacht" wird. Zum Atmen brauchen Mensch und Tier Sauerstoff - O2 - welcher jetzt aber blöderweise an dem Kohlenstoff - C - dranhängt. Je mehr CO2 wir produzieren, desto schneller geht uns die Luft aus. Blöd.

Nun gibts da aber eine supergeniale Technik, die das CO2 auf recht umweltfreundliche Art aufbereitet. Ganz vereinfacht gesagt, wird dabei das CO2 gefressen, wobei das "C" einverleibt wird und der frische, saubere O2-Sauerstoff wieder ausgeschieden wird. Eine Alles-wieder-gut-mach-Maschine sozusagen. Die es tatsächlich schon gibt. Und die gar nicht mal teuer ist. Die nahezu überall einsetzbar ist. Die es in verschiedenen Größen und Designs gibt. Manche haben sogar noch .... Apps. Die können sogar noch andere Rohstoffe liefern. Für Zwetschgenmus. Oder Apfelkuchen. Oder Birnenkompott. Oder Nussecken.

Also nochmal für alle Dummies zum mitschreiben: Was ist das einfachste, beste, günstigste, was wir tun können, um CO2 abzubauen? Genau:

\*/

Pflanzt Bäume!

/*\

Ist das denn wirklich so schwer.... *kopfschüttel* Hier noch paar Links zu Seiten, die das mit der CO2-Einlagerung ebenfalls als kompletten Schwachsinn sehen:

Suchergebnisse CO2 + Endlager 

Geschrieben von Zauberweib am Freitag, Juli 08, 2011 ~ Schublade: KonsumBewusst, QuerGelesen
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Samstag, Juli 02, 2011

Die Mitte der Gesellschaft - Nachtgedanken

Das Thema hab ich mir von der Schlampengöttin ausgeliehen. Gute Idee, die ich mal für mich übersetzen will:

Wenn ich die Mitte der Gesellschaft wäre, dann hätten Motorräder eine Sitzhöhe von 70 bis maximal 75 cm. Aufbocken geht ja immer noch. Die Norm wäre weiblich, unter 1,60. Das heißt, die oberen Regale im Supermarkt wären nicht ganz so weit oben.

In einem durchschnittlichen Haushalt gäbe es mindestens zwei Menschen, die sich lieben und dazu mindestens zwei Katzen, die von den Menschen versorgt und umschnurgelt werden dürfen.

Der überwiegende Teil der Gesellschaft hätte keine Kinder und keine Frau müsste sich deswegen blöde Kommentare anhören oder auf die Beförderung verzichten ("Sie wollen ja doch noch Kinder haben...") oder sich von irgendwelchen Leuten ein schlechtes Gewissen einreden lassen.

Wenn ich außerdem noch was zu sagen hätte...

Dann gäbe es in Deutschland längst nur noch Sonnen-, Wind- und Wasserenergie. Der Grundstein dazu wär vor 25 Jahren gelegt worden, wir hätten aus Tschernobyl Konsequenzen gezogen.

Wenn Europa überhaupt irgendeinen Sinn hätte haben sollen, wäre der vollzogene (!) Umstieg auf grüne Energie Zugangsvoraussetzung für neue Mitgliedsstaaten. Und selbstverständlich wäre diese Grundversorgung in den Händen des Staates - nicht privater Unternehmen.

Hätte ich was zu sagen, wäre der Euro nie eingeführt worden - auf jeden Fall spätestens jetzt würden wir wieder auf die DM umstellen. Fehler kann man ja ruhig machen - man sollte nur (ein)sehen, wenn etwas keinen Sinn mehr hat und entsprechend handeln.

Wenn ich was zu sagen hätte, wäre nach der Finanzkrise der Rooseveltsche "New Deal" in Kraft getreten. Das hätte nicht nur die Kassen wieder gefüllt, noch dazu vorrangig von denen, die die Kassen vorher so kräftig geleert haben, sondern vor allem auch den Graben zwischen Arm und Reich ein gutes Stück zugeschüttet. Da hatten die Amis damals echt ne gute Idee (warum das in der Politik immer so abwegig ist - Geld von denen zu fordern, die am meisten davon haben?), die z.B. auch im Fall Griechenland mehr Sinn machen würde als EU-Kredite. Überhaupt frage ich mich, warum die Suppe nur die Staaten auslöffeln sollen. Was ist mit dem Handel? Internationale Firmen, die an Griechenland auf die eine oder andere Art genauso bzw. sogar mehr beteiligt sind, als irgendwelche Banken, sollten ruhig auch ihr Scherflein beitragen. Ihren Krempel verkaufen wollen sie in Griechenland ja schließlich auch wieder...

Was es definitiv nicht geben würde, wenn ich was zu sagen hätte, wären Klopapier, Küchen- und Taschentücher (wenn man letztere denn schon unbedingt benutzen "muss"), die nicht zu 100% recycelt wären. Und schon gar nicht gebleicht!

Und wo ich schon dabei bin: Mülltüten wären - wenn schon Plastik - selbstverständlich ebenfalls komplett recycelt (100% ist bei Plastik glaub ich gar nicht möglich. Mit komplett mein ich hier also so viel wie nur irgend möglich)

Es gäbe keine Kraftfahrzeuge mehr mit Verbrennungsmotoren. Herkömmliche Tankstellen, wie wir sie heute noch kennen, gäbe es nur ganz vereinzelt auf Sondergenehmigung für Oldtimer-Clubs - und wären mit mega Steuern behaftet.

Und an allererster Stelle wäre das Aus für Verbrennungsmotoren im landwirtschaftlichen Bereich gekommen. Überlegt euch mal, die ganze Auspuffgase landen auf den Kartoffeln, dem Weizen, dem Mais - nicht gerade appetitlich, oder?

Genauso wäre sämtliche Chemie für die Landwirtschaft verboten. Einzelne Stoffe können in Ausnahmefällen nach jahrelanger, kostenintensiven Prüfung auf Herz und Nieren durchaus wieder erlaubt werden. Aber erstmal wäre alles verboten, was nicht natürlich und von selber wächst. Gentechnik gäbe es gar nicht.

Es gäbe auch keine "Bio"-Produkte - weil selbstverständlich jegliche Nahrungsmittel aus natürlicher Herstellung kommen. Was anderes käme gar nicht infrage. Und genauso selbstverständlich bieten wir den Tieren ein glückliches, gesundes, friedliches Leben - das sind wir ihnen schuldig, wenn wir sie schon essen: Dass sie vorher wenigstens ein wunderschönes Leben hatten. Kühe auf der Weide. Scharrende Hühner. Schweine, die sich im Schlamm wälzen. So muss das sein!

Ach, und natürlich gäbe es im Parlament Anwesenheitspflicht. Nichterscheinen ist unentschuldigtes Fernbleiben vom Dienst. Klarer Fall. "Nebenjobs" welcher Art auch immer wären absolut verboten. Als AbgeordneteR sollte mensch doch eigentlich ausgelastet genug sein, oder?

Überdies wäre Schluss mit der Unsitte, dass die sich selber mal eben eine Gehaltserhöhung geben können. Es gäbe auch Mindestlöhne in allen Bereichen, die innerbetrieblich gebunden wären. Heißt, die niedrigste Lohngruppe ist die Grundlage für alle anderen. Also z.B. Reinigungspersonal (es wird nicht geschummelt via "outsourcing"!) bekommt X, Call-Center-Leute bekommen 1,5X, Leitende Angestellte 3X, usw. bis hin zum Oberchef, der von mir aus 100X kriegt - um einfach mal Hausnummern zu nennen. Wenn der Oberchef jetzt beschließt, er genehmigt sich nen Tausender mehr im Monat, ist das prima, weil die Putzkraft dann immerhin auch nen Zehner mehr bekommt. Was für beide vermutlich in etwa gleich viel wert sein dürfte... (kann man jetzt so und so sehen)

Das Recht auf ein würdiges Sterben, wie wir es unseren Haustieren selbstverständlich gestatten, hätten auch wir Menschen. Wir hätten wieder ein gesundes Verständnis fürs Leben und Sterben. Leben retten würde nicht mehr gleichbedeutend sein mit Leiden bzw. Sterben verlängern.

Es gäbe nur sehr wenige, dafür verständlich Gesetze, Steuern und Vorschriften. Die Menschen, die für deren Einhaltung sorgen, wären gefordert, ihren gesunden Menschenverstand einzusetzen. (z.B. ist es doch unsinng, eine Familie zum Umzug zu zwingen, weil deren Wohnung gemäß Hartz-IV-Bestimmung zwei Quadratmeter zu groß ist, oder dass sie ihr Eigenheim verkaufen müssen - die dafür dann zusätzlich anfallende Miete aber wiederum bezahlt bzw. bezuschusst wird).

Soweit mal ein paar zugegebenermaßen unausgegorene, zusammengewürfelte Nachtgedanken von mir.

Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Juli 02, 2011 ~ Schublade: GruschKiste
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