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Sonntag, Januar 27, 2008

Zauberspruch

Hier erzähle ich ein bisschen was übers Sprüche-klopfen bzw. - wenn dieser Ausdruck besser gefällt - Reime-schmieden. Das Erstellen von Zaubersprüchen ist echte Handwerkskunst, da wie bei einer Perlenkette jeder Buchstabe mühsam einzeln aufgereiht und ins richtige Muster gesetzt werden muss. Dass im Englischen "to spell" also Buchstabieren, "spell" hingegen Zauberspruch heißt, ist demzufolge kein Zufall, sondern logische Absicht.

Es gibt verschiedene Arten von Zaubersprüchen, die offensichtlichste Unterscheidung ist die in verständliche und unverständliche Sprüche. Aus verständlichen Gründen will ich hier mehr auf die verständlichen Sprüche eingehen und die unverständlichen außen vor lassen.

Zaubersprüche zu verschlüsseln macht zuweilen Sinn, wenn eine einen Zauber wirken möchte, aber nicht will, dass jede sofort erkennt, dass es sich hierbei um einen Zauber handelt. Wie eine einen fertigen (lesbaren) Spruch im nachhinein codiert, darauf gehe ich später noch etwas ein. Doch zunächst mal die Frage:

Was ist ein Zauberspruch?

Ein Zauberspruch ist eine Aneinanderreihung von Lauten mit dem Willen, die in diesen Lauten enthaltene Absicht zu verwirklichen. Gehört der Satz "Ich will ein Eis!" dann auch schon zu den Zaubersprüchen? Nein, behaupte ich. Ganz einfach deshalb, da diese Worte in aller Regel an eine bestimmte Person gerichtet werden, von der eine "weiß" (oder doch wenigstens vermutet) dass sie einer diesen Wunsch erfüllen kann. Eis gibts im Sommer praktisch an jeder Straßenecke zu kaufen, hierzu Magie aufzuwenden wäre mehr als töricht - Magie lässt sich nämlich nicht verar...lbern. Da ein Eis also etwas ist, das in aller Regel schnell und einfach zu bekommen ist, braucht hierfür keine Magie angewandt werden. Anders sieht es z.B. beim Parkplatzzauber aus. Denn Parkplätze sind normalerweise nie da, wenn eine mal wirklich einen braucht. Also nicht nur die bloße Faulheit es eine hoffen lässt, einen Parklatz direkt vor der Ladentür zu bekommen, sondern wenn eine z.B. etwas Schweres zu tragen hat. In diesem Fall ist es durchaus gerechtfertigt, einen Zauberspruch anzuwenden. zum Beispiel:

Einen Parkplatz nur für mich
wünsch ich mir - drum find ich dich!

Probiers ruhig aus, du wirst sehen, es funktioniert. An diesem Beispiel sieht eine schon eine Eigenschaft, die ein Zauberspruch normalerweise hat: er reimt sich. Es ist keine Bedingung dafür, dass er auch funktioniert - ein guter Spruch funktioniert auch ungereimt, keine Frage! Dennoch prägt sich etwas Gereimtes doch besser ein als Ungereimtes und auch des besseren Rhythmus wegen ist die Reimform doch der freien Form vorzuziehen. Dass es keine geistig hochtrabenden, noch nicht mal besonders tiefsinnige Sprüche sein müssen, zeigt das Beispiel übrigens auch sehr deutlich.

Der Spruch muss auf jeden Fall die Absicht enthalten, das Ziel, das eine damit eben erreichen / bezwecken will. Dabei ist es wichtig, sehr konkret zu sein. Den Spruch "Sei vorsichtig mit deinen Wünschen - sie könnten in Erfüllung gehen!" möchte ich hier jeder dringendst ans Herz legen. Wenn du eine absolut nicht leiden kannst, ist es ethisch nicht korrekt, dieser Person irgendwelche Krankheiten anzuzaubern. Diese Person in Urlaub nach Indien zu schicken, muss aber auch nicht sein - genau das kann jedoch passieren, wenn du eine dorthin wünschst, wo der Pfeffer wächst. Das alles hört sich vielleicht recht lustig an, doch es ist wirklich ernst. Zu beachten ist, dass Emotionen als Verstärker wirken. Du kannst eine regelrecht verfluchen, wenn du in einem emotionalen Ausnahmezustand einen entsprechenden "Fluch" gegen diese Person ausstößt.

Als Faustregel gilt: Soviel wie nötig - sowenig wie möglich. Dies entspricht dem Gesetz der Effizienz, einem der 4 Grundgesetze indianischer Naturreligion.
Im Falle des Parkplatzzaubers ist das noch sehr einfach, da eine ja genau weiß, was sie will. Nur allzuoft neigen wir Menschen jedoch dazu, zu wissen, was wir nicht wollen. Und hieraus ergibt sich dann ein Problem: denn das Wörtchen "nicht" existiert nicht. Es existiert in der sogenannten "Realität", doch kein Naturgesetz (egal ob wissenschaftlich oder okkult) kennt das Wörtchen "nicht". Sich zu wünschen, nicht durchzufallen ist also gleichbedeutend mit dem Wunsch, die Prüfung wiederholen zu wollen. Falsche Bescheidenheit ist hier wirklich nicht angebracht. Wenn dann sollte der Wunsch korrekterweise also lauten "die (morgige) Prüfung zu bestehen" - Zeit- bzw. Datumsangaben sind sehr nützlich, denn Zaubersprüche beruhen auf der Macht des Wortes, das heißt, sie werden von der Einen Kraft wörtlich genommen. Wenn die "Bestellung" also ankommt und es ist dort nur was von "ich will die Prüfung schaffen" angegeben, dann kanns passieren (muss nicht, aber kann), dass der Wunsch erst mal nach hinten gelegt wird, da keine Prioritätsstufe enthalten ist.

Ich schaff die Prüfung, hört die Kunde,
morgen in der ersten Stunde

So könnte ein korrekter Prüfungsbestehungszauberspruch aussehen. Es gibt hierbei keine vorgefertigten Sprüche, die nur so und nicht anders wirken. Natürlich kannst du "fremde" Sprüche 1:1 übernehmen, wenn sie dir so richtig und passend erscheinen. Warum das Rad neu erfinden? Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Zauberspruch umso besser wirkt, je mehr Energie eine hineinlegt. Und schon beim Erstellen eines Spruches wird viel von dieser Energie in diesen Spruch mit hineinverwoben. Es ist wie beim Stricken; die Socken, die meine Mam strickt, sind die wärmsten, denn wenn sie strickt, glühen die Nadeln (nein, sie glühen nicht wirklich, aber sie werden sehr, sehr warm, um nicht zu sagen: heiß) - und diese Wärme strickt sie da irgendwie mit rein. Ähnlich verhält es sich mit den Zaubersprüchen (und eigentlich jeder magischen Arbeit). Ein Spruch, den du selber erstellst, hört sich vermutlich auch ganz anders an, als einer, den ich erstelle. Jede hat so ihre eigenen Sprachgewohnheiten, Rhythmen, die natürlich in den Spruch ebenfalls mit einfließen. Durch die Arbeit an und mit dem Spruch wird er ein Teil von dir. Indem du ihn dann ("naggich" oder in ein kleines Ritual eingebunden) entsendest, gibt du damit auch einen kleinen Teil von dir mit ab. Das ist deine Gegenleistung, dein "Geben" dafür, dass du durch den Spruch ja etwas "nehmen" also bekommen, willst.

Fassen wir nochmal kurz zusammen:

  • Der Spruch sollte kurz und einfach sein,
  • einen Rhythmus (Reim) haben,
  • eine klare Absicht/Bitte/Wunsch enthalten,
  • welche positiv formuliert sein sollte!
  • Emotionen verstärken die Macht der Worte.

Von Vorteil ist es, den Spruch auswendig zu können, insbesondere wenn er in ein Ritual eingebunden werden soll.

Da es in hier ja eher um Worte geht, betrachten wir das Problem der Reimform nochmals etwas näher. Zunächst mal muss es keine akkurate Reimform sein, es reicht, wenn die Worte gleichlauten. So zählt z.B. "Wille" durchaus als Reim auf "fühle", ungeachtet dessen, dass sich der einen oder anderen Deutschlehrerin dabei die Zehennägel hochrollen. Ob sich die Zeilen 1-2 3-4 oder 1-3 2-4 reimen, bleibt deiner Fantasie überlassen. Alles was irgendwie einen guten Rhythmus hat und einigermaßen gleich klingt, gilt für unsere Zwecke als Reim. Schließlich will eine mit einem Zauberspruch ja etwas Konkretes bewirken, eine willentliche Beeinflussung der Realität durchführen - und keinen Literaturpreis gewinnen!

Was aber, wenn dir auf Biegen und Brechen kein Reim einfällt? (Außer vielleicht "im Liegen verrecken" - aber wer will das schon?)
Nein, im Ernst, es gibt da einen einfachen, wirkungsvollen und legitimen Trick. Wie gesagt, sollen (können/dürfen) Zaubersprüche ja sehr einfach sein. Das bedeutet, in den meisten Fällen reicht ein einfacher Zweizeiler vollkommen aus. Die eine Zeile mit dem Wunsch/Anliegen hat eine ja vermutlich schnell parat, doch woher kriegt eine einen Reim? Das wird manchmal dann doch zum Problem. Des Rätsels Lösung: Das Pferd von hinten aufzäumen.
Drehen wir also den Spieß einfach um und nehmen uns eine Zeile als Basis her, auf der wir dann den Spruch aufbauen. Eine Zeile, die geläufig und einprägsam und im Idealfall durch Permutation auch noch wandelbar ist. Da der Reim an sich nicht zwingend Sinn machen muss (solange er das Anliegen selber nicht verfälscht), ist es eigentlich naheliegend, das zu verwenden, was eine eh schon parat hat.
Wie wäre es also mit:

Feuer, Wasser, Erde, Luft

Süden, Westen, Norden, Osten.

Stäbe, Kelche, Münzen, Schwerter

Diese Begriffe sind jeweils Synonyme, das bedeutet, welche sich die vier Himmelsrichtungen merken kann, weiß automatisch auch die 4 Elemente und die 4 Sätze der kleinen Arkana. Somit hat eine durch das eine "Werkzeug" - z.B. die Elemente - eigentlich gleich 3 bei der Hand. Die Elemente haben den Vorteil, dass sie unterschiedliche Endungen haben, was bedeutet, dass durch diese eine Zeile durch Permutation bereits 4 Möglichkeiten für Reime offenstehen, also z.B. Feuer-teuer ; Wasser-Aufpasser ; Erde-werde ; Luft-musst.

Die Himmelsrichtungen sind zwar zunächst gleichendend, jedoch kann eine das "-en" am Ende ja durchaus weglassen, bzw. den Gebrauch dieser "-en"s variieren, wodurch auch der Rhythmus viel flexibler wird. Und in dieser verkürzten Form sind es dann auch wieder unterschiedliche Endungen. Beispiele: Süd-lieb ; West-Rest ; Nord-fort ; Osten-kosten.

Bei den Sätzen der Arkana kann eine durch Mehr- bzw. Einzahl wiederum variieren und natürlich wieder durch Permutation. Beispiele: Stäbe-gäbe ; Kelch-Held ; Münze-Linse (oder: Scheibe-bleibe) ; Schwert-begehrt.
Somit stehen auf einen Schlag eine Vielzahl von Möglichkeiten offen. Das "Werkzeug" ist selbst der blutigsten Anfängerin sehr schnell geläufig, so dass sich das Auswendiglernen von Zaupersprüchen schon bald erledigt haben wird. Denn mit ein bisschen Übung wird eine sehr bald in der Lage sein, sie aus dem Ärmel zu schütteln.

Zum Abschluss noch ein paar Anregungen:

Norden, Süden, Westen, Osten
ich will warmen Frühling kosten

Stab und Münze, Kelch und Schwert
ich bin heute sehr begehrt

Wasser, Erde, Luft und Feuer
ich verkauf mein Auto teuer

Westen, Osten, Norden, Süden
sprich zu mir nur frei von Lügen

Kelch und Münze, Schwert und Stab
mit Streit und Zank solls gehn bergab

Erde, Feuer, Wasser, Luft
Liebe füllt die tiefste Kluft

Geschrieben von Zauberweib am Sonntag, Januar 27, 2008 ~ Schublade: SpiriKram
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Samstag, Januar 26, 2008

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Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Januar 26, 2008 ~ Schublade: x_Impressum
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Mein Steckbrief

Name
Zauberweib, bürgerlich Ulrike Engelhardt
Sternzeichen
Jungfrau, ac. Steinbock, Mond im Wassermann. Indianisch: Braunbär, Chinesisch: (Wasser)Ratte
Wohnort
Ein von unbeugsamen Galliern besetztes Dorf im von Bayern besetzten Franken
Baujahr
1972 - ein Jahrgang, der Klassiker hervorbrachte
Beziehungsweise
mit meinen Lieben zusammenlebend: Kater, Motze und natürlich dem besten Mann auf der ganzen Welt :)
Beruf
meine Brötchen verdien ich mit dem, was ich gelernt habe: Bibliotheksassistentin. Und ja, das kann man lernen, und nein, das bedeutet nicht den ganzen Tag Bücher-lesen
Hobbies
Motorradfahren, Internet-surfen, Basteln, Lesen, Patchworken, Spinnen, Handarbeiten allgemein, uvm.
mein Weg
nun ja, eben dieser: mein. Anfangs hab ich mich als freifliegende Hexe bezeichnet, dann als Chaosmagierin, keltische Priesterin, Freistilmagierin, Pandea. Die Schublade, in die ich am besten passe, ist wohl die Gruschelkiste
seit wann
Auf die Frage, seit wann ich diesen Weg gehe, muss ich strenggenommen antworten: schon immer. Ein Weg setzt sich aus unendlich vielen Schritten zusammen - jeder davon einzigartig. Und alle vorangegangenen Schritte, Namen und Bezeichnungen sind am Ende nur Puzzlestücke des Mosaiks, das meinen Weg pflastert und darstellt.
Herausforderungen
schwierige Frage. Erst mal ist jedes größere Hindernis eine Herausforderung. Wenn eine es dann aber geschafft hat, daran gewachsen ist, verblasst vieles mit der Zeit. Was gar nicht so schlecht ist, weil es eigentlich nichts anderes bedeutet, als dass alte Wunden heilen. Sich dem Leben zu stellen, für sich einzustehen - eigentlich ist das die größte Herausforderung
für mich "magische" Tiere
Katzen, Spinnen, Bären, Raben, Mäusebussard - und natürlich Drachen. Doch eigentlich können wir von jedem Tier etwas lernen
Lieblingsfarben
rosa-rot-orange-gelb-grün-tükis-blau-lila-schwarz-silber-weiß-gold - in beliebiger Reihenfolge
Lieblingsjahreszeit
der Herbst wegen seiner bunten Farben und wohl auch, weil ich da geboren bin. Doch ich finde alle Jahreszeiten schön, eine jede hat ihren besonderen Reiz
Lieblingspflanzen
Eigentlich alle. Besonders natürlich heimische Pflanzen und am liebsten in der freien Natur. Ich steh nicht so auf gebündelte Pflanzenleichen im Glas
Lieblingsbäume
siehe Pflanzen. Besonders mag ich Weide, Birke, Eiche, Holunder und Haselstrauch. Und Apfelbäume wegen ihres schnörkeligen Wuchses. Aber eigentlich alle
Lieblingssteine
Bergkristall, Rosenquarz, Amethyst. Das sind meine "Hauptsteine". Dann sind da noch Lapislazuli und Tigerauge. Einen Bernstein-Anhänger trage ich ständig um den Hals; außerdem mag ich Türkis gern als Schmuck. Und je nach Bedarf, was ich eben gerade brauche um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, hab ich noch einige Armbänder und Steine. Achja, das Steinewasser nicht zu vergessen, das ich nur noch trinke. Pur oder als Cappucchino oder Tee :) Einfach gewünschte, unbehandelte Steine in eine Glaskaraffe legen, mit Wasser auffüllen, wenigstens 10 Minuten warten, fertig ist das Kristallwasser.
Lieblingszahl
9, 11, 19, und alles was irgendwie "aufgeht"... Zahlen faszinieren mich generell ziemlich :)
Lieblingsdüfte
Frühling! Die frische Luft nach einem Sommergewitter. Räucherungen (s.u.). Und sonst: Kokos, Vanille, Honig, als Ausgleich dazu: herbe Männerparfums.
Lieblingsräucherung
Salbei, Rosmarin, Lavendel. Ich finde, mit den dreien ist ziemlich alles abgedeckt; auch zusammen ergeben sie eine gute Mischung. Außerdem passen sie wunderbar zu Bergkristall, Rosenquarz und Amethyst
Lieblingsbücher
immer das, was ich gerade lese. Frag einfach nach, wenns dich intressiert. Meine Leidenschaft sind aktuell Krimis, noch besser: Regionalkrimis
LieblingsautorInnen
Luisa Francia, Vicky Gabriel, Kenneth Meadows, Angelika Aliti
Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Januar 26, 2008 ~ Schublade: x_Impressum
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Göttinnen - handverlesen

Meine Spiritualität hat sich immer mehr in Richtung Göttinnenspiritualität entwickelt. Dem will ich auch hier Rechnung tragen und die Annäherungen an verschiedene Göttinnen auf meine Art hier darstellen.
Es gibt bereits eine ganze Reihe wunderbarer Göttinnenseiten im Web - eine kleine Auswahl davon gleich mal vorweg:

Artedea.net ist eine wundervolle Sammlung über viele Göttinnen - darunter auch eher unbekannte v.a. aus dem irischen sowie südamerikanischen Raum. Sehr viele Infos, sowie zauberhafte Bilder!

Auf dem Kulturserver Hessen erfährst du etwas über Diana, Inanna und Ceres.

Über die Insignien antiker Göttinen berichtet diese Page, und zwar zu: Inanna, Hera, Aphrodite, Freyja.

Auf den Seiten zu Ehren der Göttin hat jana schon eine Menge zusammengesammelt: Gedichte, Texte, Gebete, Bilder ... Außerdem gibts dort auch noch ein Forum und eine Mailingliste.

Dann will es natürlich keinesfalls versäumen, auch hier noch einmal Werbung für den Schlangengesang zu machen: Ein Rundbrief zur Göttinnenspiritualität, in dem alle zwei Monate Göttinnen, Feiertage, Rituale, Bücher und mehr vorgestellt werden.

Noch was Englisches, dafür sehr ausführlich und übersichtlich gemacht. Für jede Menge Göttinnen, nach Kulturen bzw. Länder geordnet (gibt auch ne Suchfunktion) gibts hier Anrufungen und Texte. Roibin hat hier viel Zeit und Liebe investiert, so dass der Inhalt über die lästigen Werbefensterchens hinwegtröstet :)

Frauenwissen.at: Tja, der Name sagt hier eigentlich schon alles. Ne sehr informative Plattform, wo es u.a. Infos gibt zu: Baba Jaga Baubo & Sheela-na-Gig Bethen Brigid Demeter Freyja Isis Noreia Maria Ostara Percht Salige Frauen Sedna Sjofn. Einfach mal vorbeischauen!

Gynozentrisches Knistern

Also, DER link darf ja wohl nicht fehlen :) Da tut sich immer wieder was und es wird mythologisches und symbolisches mal ein bisschen anders beleuchtet. Außerdem so ganz nebenbei gehts von hier aus auch weiter zum Magischen Netz.

Und dann hab ich da noch ein, zwei Bücher zu empfehlen: (Links verweisen wie immer auf amazon.de - gewerbliches Angebot)

Marashinsky, Amy S.: Göttinnengeflüster - Die Deutsche Version des o.g. Link als Buch+52Karten-Set. Erzählt etwas über die Mytholgie und hat zu jeder Karte/Göttin eine kleine Reise.

Winter, Gayan S.: Orakel der Göttin - Ähnliches Set wie oben, jedoch mit 33 Karten/Göttinnen. Außerdem ist im Buch die Sortierung nach Herkunft der Göttinnen. Es gibt vereinzelt Überschneidungen, lohnen tun sich beide Sets dennoch.

Blair, Nancy: Göttinnen für jede Jahreszeit - In diesem schmalen Bändchen ist je eine Doppelseite einer Göttin gewidmet, jeweils mit sw-Bild. Für jede Woche gibts eine Göttin, jedoch "nur" nach Jahreszeiten sortiert. Gut als Ergänzung zu den beiden Sets, zumal auch hier noch neue "Göttinnen" genannt werden.

Husain, Shahrukh: Die Göttin Das Matriarchat ; Mythen und Archetypen; Schöpfung, Fruchtbarkeit und Überfluss - Hier wird die Göttin unter ihren diversen Aspekten vorgestellt und beleuchtet. Sehr lesenswert, weil viele Infos quer durch Zeit und Raum.

Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Januar 26, 2008 ~ Schublade: Goettinnen, QuerGelesen, SpiriKram
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über Runen

Literaturtipps: (Links verweisen auf amazon.de - gewerbliches Angebot)

Engelhardt, Ulrike: Kleines Runenhandbuch : Einführung in praktische Runenarbeit - die Ausführungen dieser Seiten und viel weiteres Wissenswertes rund um Runen habe ich in diesem Buch zusammengefasst.

Gardenstone: Germanische Magie - bereits in der 2. Auflage. Trotz des Preises ein Standardwerk aus traditionellmagischer Sicht.

Meadows, Kenneth: Runen, die magische Kraft - untersucht und beleuchtet die Runen aus schamanischer Sicht. Nicht unbedingt als Einstieg zu empfehlen (es sei denn ma kommt aus der schamanischen Richtung) aber weiterführend auf jeden Fall lesenswert!

Aswynn, Freya: Die Blätter von Yggdrasil - Die Frau geht ihren eigenen Weg zu den Runen und zeigt ihn hier auf. Es zeigt sich, dass sie schon viel Erfahrung und Praxiswissen über die Runen verfügt und nimmt die Leserin bei der Hand. Sie hat mir viele neue Anregungen gegeben, wenn ich auch mit vielen ihrer Zuordnungen nicht einverstanden bin. Aber das muss schließlich jedeR für sich selber herausfinden :)

Warneck, Igor: Runen-Welten - Ein wirklich tolles Buch für Anfänger und Einsteiger. Man merkt, dass der Autor 100% hinter jeden Wort steht, das er schreibt, dass hierin sein Herzblut liegt. Leider trifft dies auf seine anderen Runenbücher nicht unbedingt zu; der Verlag war wohl so vom Erfolg dieses Werkes angetan, dass Igor noch weitere Bücher abgepresst wurden. In entsprechend magerer Qualität. Für Intressierte und Neulinge ist aber dieses Buch das Beste, das ich kenne.

Inanna: Runenbuch für Frauen - Noch ein Buch eher für Anfängerinnen, mit einem wundervoll intuitivem Ansatz. Es gibt den Mut, die Bedeutungen in einer selber zu finden.

Runen - eine kurze Vorstellung

pdf, 12 Seiten

Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Januar 26, 2008 ~ Schublade: QuerGelesen, SpiriKram
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Fraa Holln

Es woramol a Fraa, dey hod zwaa Madli ghobd. Eichndli blous aans, des annere woa vo iam zweidn Moo, oba der issara aa gschdorm, woscheinli, walls imma su biesgurad woa. Jednfalls hods im hald vaschbrochn, dass af sei glanne aa mid obachdbassd, sunsd hädda eh ka rou ned gehm.

Ez woa des domols ja alles ned su afach wey ba uns heid, wousd afs sozialamd geysd, dou wennsd nix ghobd hosd nou hosd hald nix ghobd. Weysd zrechdkumma bisd - mei, dou hasd di hald umschaua meyn.

Aa wenn ez dey Fraa mid ihre zwaa madli nix ghobd hod, houdsasis doch gmeydli gmachd su goud weys ganga is. Es Madla vom Moo hods a weng rumschigganiad, und ia eichene, des Louda, hod des nadiali glei herassn ghobd, dass di Mudda imma zu ira häld, und di anda imma di bleyde is. Wey da Herr, su es Gscherr...

Des Madla vom Moo hod imma alls afbuggld greychd, obba es hods imma alls gmachd. Im Summa woas amol drassn ghoggd und had gschbunna - naa, as wolln an foodn gmachd, nadiali - dou hodsasi vua lauda schiggdiloumiaamid gschniedn, und alls af den scheena neichn foodn draffbloud. Mei, hodsasi dengd, dou werds widda bleygn, dou schaui gscheida, dassi des im Brunna dou owaschn ko. Ez woa ja da Brunna aa ned bis omahi vull, dou hodsasi scho a weng noobeing meyn, und wallsasi hald scho a weng gschdelld hod, issara di Schbindl in Brunna noogflung. A sua woa. Des brauchds da Beissn goa ned soong, dass di Schbindl valuan hod. Alsu wos sollsn machn, es arme Madla: Is hindahea gschbrunga, ins kalde Wassa nei. Nou issara öschd schwaz wonn vua di Aung, und weys widda afgwachd is, woas af annara Wiesn gleng, Sunna had gschiena - grod schey woas.

Wou binni nou eza hikumma, hodsasi gfroochd, is afgschdanna und hodsi öschd amol aweng umgschaud.
"A ge her, Madla, wennsd scho dou bisd, mogsd mi ned aweng huddsn? Sixdas, meini Ebfl sin scho dodal reif und meyn roo - mogstmas ned rooschiddln?" Es Madla hod si umgschaud - dou hod echd a Abflbaam middara gred. Obba der woa wergli gscheid vulla Ebfl, su richdi schey roud woans scho, wey assm Bildabouch. Drum is hie und hodnan gschiddld, und die Ebfl sin blous a su rookullerd. Nou hodsas alle aweng afananda gschlichd, da Baam hod nu dangschey gsachd und ira a boa ebfl in di daschn gschdeggd, und nou is es Madla weidaganga.

"Mei Broud vabrennd. Gey Madla, doumas doch bidde raus, des is ja nemma zum aushaldn!" Ez hodsasi scho goanemma gwundad, dass dou a Bagguufm middn im Weech schdeyd und dass der aa mid ira redd. Des hod abba goud grochn des Broud. A Scheyba woa aa daneem gschdanna, nou hods hald des broud assm Uufm raus und hods danem afd Wiesn zum ooküln glechd. Da Uufm hod dangschey gschachd, im Madla a Laibla ind Hend driggd und nou is weida ganga.

Zmol kummd a Heisla, goa ned mol su glaa, schaud dou a olds Middala raus, rechd greisli hods ausgschaud, obba noch am Bagguufm und am Baam, dey wou redn denna, hods des aa nemma daschreggd.

"Na Madla, iech hob da weng zougschaud. Schdellsd di goaned bleyd oo, su anne wey diech kenndi braung. Bin ja aa nemma di jingsd, kennsd ma weng helfn im Heisla - mogsd ned?" Hods gsachd, di Ald, weys rausgschaud hod. Nojo, dengd si es Madla, warum ner ned, wos annerschd hobbi eh ned vua - wassi jo nedamal woui dou bin.
Di alde Fraa woa di Fraa Holle. Und is Madla hodara gholfn, wous ner ganga is. Dafia hodara die Ald aa a weng wos beibrachd, hodara erklärt, wos alles fia Greida gidd und zu wos mas hernemma ko, wey ma in bestn Hollerkoung baggd und lauda su a woa em. Di zwaa ham an haffn Erbad, obba aa an gscheidn Schbass middananda ghobd. Im Winda woas es schensde fia es Madla, wenns die Beddn asgschiddld hod. Wall nou hods ja afda Erdn gschnia.

Obba su schey wey des alles aa woa, erchadwenn hods hald scho widda hamgwolld, es Madla. Aa wennsara ba da Aldn Fraa hundadmol bessa ganga is als wey bada Schdiefmudda und ira Drudschn, Derham is hald doch derham. Und wall die Fraa Holle ja aa ned afda Brennsubbn dahergschwumma is, hods des aa ball gmergd, wos middm Madla lous is.
"Mogsd ham, hä? Ge her, i bring di widda noo. Woa schey, dass dou woasd und hamma a scheene Zeid ghobd. Dengsd hald amol aweng an miech." Nou homsasi nummal gscheid driggd und afamol woa es Madla unda am Dirla gschdanna. Weys durch is, hod des Gold roogrengd, wos ganga is, alle Daschn homs sie audomadisch vullgfilld und a su is nou hamkumma. Sugoa di Schbindl hods mid hambrachd.

Di Biesguan und ir Glanne sin nadiali ausgflibbd weys des gseng hom, und bis ins glennsde hods des alles derzöln meyn, wey des a su kumma is. Und woa ja gloa, dass des glaa Louda des aa a su homwolld. Also is aa in Brunna neighubfd, is dann aa af dera Wiesn widda afgwachd, und is lousgrennd, zum Heisla vo da Holle hie. In Abflbaam und in Bagguufm hods lings lieng loun, "fia suwos hobbi ka Zeid, kenndami ja an Schpiess neirenna odda die Finga vabrenna, dou meisda eich scho a andere Dumme soung, iech mou zunda Holle!"

Und weys bam Heisla ookumma is, is dann aa widda es Sprichla vo da Holle kumme, und in dem Momend hods es Louda gwies aa nu wergli gmaand, weys gsachd hod, dass der Aldn helfn mooch. Hod am öschd Dooch aa subba glabbd. Ned su goud wey mim andan Madla, obba sen hald aa ned alle gleich. Am zweidn Dooch woas scho nemma so goud und am driddn is vur elfa scho goa ned öschd afgschdanna. Des hod si di Holle nu a boa Dooch ogschaud, nou hods gmand "Wassd Madla, eichndli hasd ma scho gnouch gholfm, mogsd ned widda ham? Ge her, i bring di noo!" Na subba, freid sie es Louda, des geyd ja nu bessa als weyi gmaand hob, und schdeyd aa schon undam Dirla. Und weys drunda durchgeyd und si scho affn Goldreng freid - alles vulla Beech. Des babbade Zeich. Und nix mim Gold. Und nix is wechganga. Es ganze Dorf is zammkumma und hods ausglachd, weys a su hamkumma is und ia Mudda hodsi gschemd bis sunsdwouhie. Mey, des Louda is wergli zu bleyd fia alles. Blous goud, dass i nu es Madla vo meim Moo hob...
Und wenns ned gschdorm sin, nou lems heid nu. Die aa vuller Gold. Die anda vuller Beech.

Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Januar 26, 2008 ~ Schublade: Goettinnen, SelbstGemacht
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Literaturlinks

Eine kleine Sammlung von Buchtiteln, die in meiner Bibliothek stehen. Sämtliche Links verweisen auf amazon.de - gewerbliches Angebot.

Aspektarbeit:

Aliti, Angelika: das Maß aller Dinge - warum wir so sind, wie wir sind, und was da alles mitzureden hat - oder auch nicht - liest sich hier in wunderbarer Weise.

Aliti, Angelika: der Kreis in der Wüste - das Arbeitsbuch dazu, sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt. Damit du dir gleich beide besorgen kannst :)

Ganzheitlichkeit:

Krämer, Claus: Keltische Heilkunst - Vom Titel nicht täuschen lassen - denn keltische Heilkunst versteht sich ganzheitlich ;-)

SchreibLust:

Altemöller, Eva-Maria: Schreiben ist Gold Wie Sie zu den Geschichten finden, die Sie schon immer schreiben wollten - mehr ist dem Untertitel eigentlich nicht hinzuzufügen, außer, dass es auch ein wunderschönes "Bilderbuch" zum einfach-drin-Schmökern ist. Wer da nicht Lust aufs Schreiben kriegt...

Klassiker:

Saint-Exupery, Antoine de: der kleine Prinz

Fynn: Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna - zwei Klassiker, die man einfach gelesen haben muss.

LaVey, Anton S.: Die satanische Bibel ein Buch, das mE besser ist als sein Ruf bzw. der seines Verfassers. Es enthält eine Menge Wahrheiten, die jedoch so unbequem sind, dass man sie sich oft selber nicht eingestehen mag. Was man aus diese Erkenntnissen dann macht, muss allerdings jeder für sich selber entscheiden.

Goethe, Johann W.: Faust Kennen die meisten wohl noch aus der Schule - daher lohnt sich ein nochmaliges Lesen.

Sheldrake, Rupert: Das schöpferische Universum. Die Theorie des morphogenetischen Feldes

Wie gesagt:

Schlüter, Barbara: Rhetorik für Frauen - Die Autorin zeigt nicht nur die Stolperfallen in der Sprache an, sondern auch, wo wir Frauen Männern den Vortritt lassen. Das Schöne an diesem Buch ist, dass du es nicht von vorne bis hinten durchlesen musst, sondern an jeder beliebigen Stelle aufschlagen und dich festlesen kannst. Das ausführliche Inhaltsverzeichnis macht es überdies zu einem guten Nachschlagewerk.

Hertlein, Margit: Frauen reden anders - selbes Thema, hier aber eher auf die Gewichtung des "wie": sagen wir wirklich immer das was wir meinen? Sprache ist ein mächtiges Werkzeug. Diese beiden Bücher können helfen, den Gebrauch zu schulen.

Magisches Gewerkel:

Morin, Alexander: Die geheimen Kräfte unseres Lebens Astrologie, Talsmane, Runen, Kabbala

Pajeon, Kala und Ketz: Talismanmagie vom praktischen Umgang mit Symbolen, Farben und Elementen

Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Januar 26, 2008 ~ Schublade: GruschKiste, QuerGelesen
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Rotaro

Vor einigen Jahren schon habe ich ein Orakeldeck entwickelt, das ich lange Zeit auf meiner alten Homepage zur Verfügung gestellt hatte. Daran will ich nichts ändern - nur an der Art:

Rotaro - Anleitung mit Bildern (pdf, 1,3 MB)

Rotaro-Bilder (zip, 1,1 MB)

Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Januar 26, 2008 ~ Schublade: SelbstGemacht, SpiriKram
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Symbolik

Die Welt ist voller Symbole. Wir sind so sehr von ihnen umgeben, dass wir sie vielfach gar nicht mehr als solche wahrnehmen: Verkehrszeichen sind Symbole. Länder- und Familienwappen sind Symbole. Kreuz, Mond, Daivdsstern, Pentagramm sind Symbole, Firmenlogos sind Symbole.

Symbole sind dazu da, Wissen zu schützen UND weiterzugeben, über Raum und Zeit hinweg. Suche dir ruhig deine eigenen Symbole aus und arbeite damit.

Symbole lassen sich dazu verwenden, zu kommunizieren. Ich habe keine Ahnung, was Mond auf Balinesisch heißt, doch die Mondsichel wird eine Balinesin erkennen.

Symbole müssen also entschlüsselt werden. Ein sehr gut erforschter Teilbereich davon ist die Traumdeutung. Im Traum "spricht" unser Unterbewusstes zu uns, und es bedient sich der Bildersprache. Dabei sind grob zwei Traumarten zu unterscheiden: welche, die das aktuelle Tagesgeschehen verarbeiten, und solche, die tiefer gehen. Oft alte Wunden oder Sehnsüchte ansprechen.

Ein anderer, inzwischen weit verbreiteter Ansatz, ist die Märchensymbolik. Denn Märchen sind unsere Geschichtsbücher. Herstory statt History. Viele der Symbole sind uns heute nicht mehr direkt zugänglich, doch gerade in einer Gruppe von Frauen kann freies Assoziieren helfen, diese tiefen Schichten wieder offenzulegen. Zusammenhänge wieder zu entdecken.

Diesen Ansatz macht sich u.a. auch das Reclaiming zunutze. Darunter verstehe ich (auch hier in diesem Zusammenhang) das Wiederentdecken unserer Symbole, Mythen und Weisheiten. Rüttner-Cova hat das in ihrem Buch wundervoll aufgezeigt, was alles drin steckt, was frau demnach alles hervorbringen kann. Es ist eine völlig andere als die "übliche" Herangehensweise an etwas und kann mE durchaus in andere Lebensbereiche übertragen werden. Für alle, die ich jetzt neugierig gemacht habe und/oder mehr dazu wissen möchten, gibt es unten einige Links und Buchtipps.

Wie du an Symbole herangehst, ob du das überhaupt tust, musst du selber herausfinden. Gut ist es, dir erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Weiter ist wichtig, dass du herausfindest, was ein Symbol dir bedeutet, was es dir zu sagen hat. Dazu ist es gut, wenn du auf deinen Bauch hörst, aber auch auf alle seltsamen Zufälle achtest, die dir begegnet. Das alles kann dir helfen, deinen Zugang zur Symbolik zu finden und zu deuten.

Ganz wichtig finde ich aber auch den kreativen Austausch mit anderen Frauen. Gerade im Gespräch ergeben sich oft neue Ansätze, Ideen, Verknüpfungen. Und nebenbei wird damit direkt an Weiberkraft gewoben :)

Literaturtipps: (Links verweisen auf amazon.de - gewerbliches Angebot)

Starhawk: die 12 wilden Schwäne Eine Reise ins Reich der Magie. Rituale, Übungen, Anrufungen - wohl das bekannteste Werk zum Thema Reclaiming, nicht zuletzt wegen der berühmten Autorin. Am Beispiel des Märchens "die 12 wilden Schwäne" wird auf verschiedenen Wegen die Symbolik beleuchtet. Es ist ein praktisches Arbeitsbuch, anhand dessen jede gleich einsteigen kann.

Rüttner-Cova, Sonja: die gestürzte Göttin Spuren des Matriarchats in Märchen und Mythen - hier geht es direkter ums Entschlüsseln und Umsetzen, was das für die einzelne Frau und die Frau in ihrer Gesamtheit bedeutet. Die Idee ist dieselbe, der Ansatz noch viel einfacher als beim Obengenannten.

Linktipp:

reclaiming.org die englischsprachige Homepage, die alles Wissenswerte zum Thema enthält. Ja, auch Reclaiming kommt aus Amiland. Immerhin ein Beispiel dafür, dass nicht alles schlecht ist, was von dort rüberschwappt ;-)

Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Januar 26, 2008 ~ Schublade: SpiriKram
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Der rote Faden - eine Geschichte

Weißt du, eigentlich war alles ganz anders. Kein Wunder, dass wir in der Geschichtsschreibung fehlen. Weil etwas aufzuschreiben die männliche Art des Denkens ist. Wir erzählen lieber. Und wenn sich eine Geschichte dabei im Lauf der Jahrhunderte verändert - welche kümmert es. Hauptsache ist doch, dass wir die Geschichten verstehen. Und aus diesem Verständnis heraus weitererzählen können. Was intressiert es da schon, ob eine Geschichte mit historischen Fakten übereinstimmt?

Das Dumme an der Geschichte ist - dass wir totgeschwiegen wurden. Das hatten wir wohl nicht so recht bedacht. Und uns in mancherlei Hinsicht unterkriegen lassen. Vordergründig. Wir haben verlernt zu erzählen. Und wir haben verlernt zuzuhören. So haben wir uns verloren: uns selber und einander. Doch da alles im Leben zyklisch aufgebaut ist, ist es nur logisch, dass unsere Zeit wieder gekommen ist. Dennoch ging eine Menge verloren. Aber das macht nichts, nicht wirklich, denn im Erfinden waren wir schon immer brilliant.
Und im modifizieren.
Deshalb kannst du diese Geschichte hier auch lesen - und bekommst sie nicht, wie eigentlich üblich, erzählt. Du musst sie nur verstehen. Ob sie durch deine Augen oder durch deine Ohren in dein Herz gedrungen ist, ist dabei weniger von Bedeutung. Und du darfst es dir nicht so leicht machen, sie einfach zu kopieren.
Die Mühe des Erzählens müssen wir uns schon machen. Wie will eine Geschichte sonst lebendig bleiben? Sei kreativ, es muss ja nicht nur ein Nacherzählen sein: du kannst die Geschichte auch weiterspinnen. Mach es einfach, wie es dir richtig erscheint. Dann ist es auch richtig.

So und jetzt komm ein bisschen näher an der Kreis, setz dich auf deinen Blutstein und höre die Geschichte dieser Höhle, die auch die Geschichte der Weiber ist. Und auch deine, denn nun bist du mittendrin.

Diese Höhle hier gibt es schon seit Anbeginn der Zeiten... aus ihr wurde der gähnende Abgrund des Nichts geboren, aus dem alles entstanden ist. Und seit es uns Frauen gibt, kommen wir hierher, alle heilige Zeit und erzählen und lachen und machen verrückte Erfindungen und lassen unser Blut zusammen fließen. Jede, die hierher kommt, kriegt ihren eigenen Platz, ihren Blutstein. Dort wird sie fortan immer sitzen, wenn sie blutet; in dünnen oder breiten Rinnsalen läuft es zur Mitte in den Kreis.
Über die Jahrtausende hat sich ein bleibendes Muster der Blutwege gebildet, manches verblasst, neues kommt hinzu. Es ist ein unendliches Netz des Lebens, der Leidenschaft, der Liebe und der Kraft.
In der Mitte rinnt alles durch ein kleines Loch - siehst du es? Doch das Blut verschwindet nicht einfach darunter, sondern es läuft weiter, es reinigt sich selbst und lädt sich auf. Gibt Nährstoffe ab und sammelt andere auf. Durchdringt die Erde, das Wasser und erfüllt Pflanzen und Bäume bis es an der Luft verdunstet und wir es wieder einatmen. Stell es dir vor, welche Wege das Blut nimmt, wo es überall hinkommt - und wie wir dadurch wirklich und wahrhaftig alle miteinander und mit allem verbunden sind.

Doch denke nicht, dass nur wir unser Blut an die Erde zurück geben, auch die Männer tun dies. Allerdings eher auf Schlachtfeldern. Im Streit und im Hass. In Neid und Gier. Auch dies ist nötig, versteh mich bitte nicht falsch. Aber wir sind aus dem Gleichgewicht gekommen. Es ist ein guter Weg zu versuchen, dass die Männer freundlicher zu einander werden und es weniger Blutvergießen gibt. Unbedingt erforderlich ist es aber, dass vor allem wir selber wieder unser Blut der Erde schenken, es der Großen Göttin zu Ehren opfern.
Aus welchen Gründen auch immer - und mögen die Ausreden noch so gut sein - bedenke bitte immer dies: WIR haben aufgehört, zusammen zu bluten und zu weben. Deshalb können auch nur wir selber an der Situation etwas ändern.

Spürst du die Stärke? Fühlst du die Verbundenheit? Schau dir genau das Muster an, das unsere Blutfäden weben. Du bist dabei, du bist ein Teil davon, webst dieses Muster mit, bindest deine Leidenschaft mit ein.
Es geht nicht darum, immer stark zu sein - was bedeutet das schon? Deine Grenzen zu erkennen und um Hilfe zu bitten, ist schließlich auch eine Stärke. Denke daran, dass alles was du wahrnimmst, ein Teil deiner Kraft ist. Sie beschreibt, sie bewirkt und sie verändert. Deine Wahrnehmung nährt dein Blut. Und durch dein Blut bist du mit allem verbunden. Mit allem, was war, ist, und sein wird.

Hier in dieser Höhle wurde der erste Funke geschlagen. Hier haben wir das Feuer entfacht. Es brannte lange lange Zeit nur hier drinnen. Kannst du dir das vorstellen? Dieses Gefühl, gleich einem Blitz, gleich dem Vulkan, Feuer hervorbringen zu können? Diese Freude, dass es immer und immer wieder funktionierte. Welchen Spaß wir hatten, als wir uns gegenseitig verschiedene Techniken beibrachten. Stein auf Stein. Holz auf Holz. Trockenes Gras und altes Fell. Wir froren und wir wollten Licht. Die Göttin schenkte uns die Fähigkeit des Feuermachens. Für dieses große Geschenk waren wir mehr als dankbar. Wir schufen die Göttin des Feuers, um die Göttin auf diese Art ganz besonders zu Ehren. Und wir achten auf die Flamme. Das Feuer, das dort hinten brennt, ist hundertausend Jahre alt. Es hat alle Generationen von Frauen gesehen. In ihm haben wir das erste Fleisch gebraten. Und der Göttin zu Ehren verspeist.

Es war diese Höhle, in der wir die erste Spindel schufen. Und gleich danach den Webstuhl. Wir sind auf die Idee des Mahlens gekommen. Haben den Mühlstein erschaffen und das erste Brot gebacken. Auch wenn dies noch verbrannt war, wussten wir damit doch wenigstens, dass wir einen Ofen brauchten. Also bauten wir einen Ofen.
Die Männer staunen noch immer - selbst heute noch - mit welchen Ideen wir aus der Höhle zurück kommen. Ideen, die sie durch Niederschrift an sich gerissen haben. Sich zu eigen gemacht haben. Oder hast du dich noch nie gefragt, weshalb sie immer "Beweise" fordern? Sie verlangen nach einer schriftlichen Bestätigung. Wohl wissend, dass die Schriften ihnen Recht geben werden. Da sie sie geschrieben haben. Um uns zu entmachten.

Doch wir können uns rückbesinnen, uns wiederfinden. Zusammen finden, erinnern. Bruchstücke neu erzählen und zusammenweben. Mythen neu erschaffen. Unserer Kraft Ausdruck verleihen. Was kümmert es uns, wenn die Männer ihre Beweise fordern und uns belächeln, weil wir sie nicht bringen können? Wir wollen sie gar nicht bringen, denn unsere Geschichten sind wahr - würden sie sonst existieren? Lassen wir uns nicht länger beirren und weben unser Netz. Flicken wir die losen Enden wieder aneinander. Und weben neue Fäden ein, wo alte unwiederbringlich ausgerissen und verbrannt sind. Es liegt in unserer Hand. In deiner und meiner. Wir sind die Schöpfung, wir sind die Göttin in ihrer irdischen Erscheinung. Wir haben alle Kraft die wir brauchen.

Wenn du für dieses Mal aufhörst zu bluten, hol dir dort hinten einen dieser roten Steine aus dem Felsen. Such dir den aus, der dir am besten gefällt. Und mach dir keine Gedanken, ob der nun zu groß oder zu klein oder zu sonstwas ist. Nimm einfach den, der dir passt. Ja, das sind Rubine. Eine regelrechte Ader. Und du musst dir wirklich keine Sorgen machen, dass diese irgendwann versiegen würde. Denn erstens ist diese Höhle für Männer tabu. Und zweitens wird es Rubine geben, solange es blutende Frauen gibt. Das Blut unserer Ahninnen hat sich darin verewigt. Siehst du die Funken, den Schimmer, die Leidenschaft die dieser Stein ausstrahlt? All das ist auch in dir. Denn dieser Stein ist ein Teil von dir. Von uns.

Es ist noch längst nicht alles gesagt, es gibt noch so viel zu erzählen über die Höhle und über uns Frauen. Doch für heute bin ich müde, jede Geschichte muss ihr Ende haben. Diese hat ihr Ende in einem neuen Anfang. Ich gebe die Fackel der Ahnin weiter an dich - führe du die Geschichte fort...

Literaturtipps: (Links verweisen auf amazon.de - gewerbliches Angebot)

Gray, Miranda: Roter Mond Von der Kraft des weiblichen Zyklus - meine allerwärmste Empfehlung zu diesem Thema!

Blume, Judy: Die Regel eine herbeigeredete Krankheit - obwohl schon von 1985 (und derzeit leider nicht lieferbar) hat es doch bis heute volle Gültigkeit. Frau erfährt allerlei Wissenswertes und Wunderliches über die Regel und deren (auch gesellschaftlichen) Begleiterscheinungen. Ganz toll find ich hier den meditativen Zugang. Wenn dir das Buch also zufällig mal über den Weg läuft: zugreifen.

Northrup, Christiane: Frauenkörper, Frauenweisheit Wie Frauen ihre ursprüngliche Fähigkeit zur Selbstheilung wiederentdecken können - nicht ganz billig, dafür aber ein wiklich umfassendes Nachschlagewerk. Tipp: vielleicht gibt es das ja in deiner Bücherei zum Ausleihen.

Voss, Jutta: Das Schwarzmond-Tabu Die kulturelle Bedeutung des weiblichen Zyklus - hier wirds historisch und mythologisch (was ja nicht wirklich trennbar ist. Nicht in einem weiblichen Universum). Die Autorin hat eine Unmenge zur Schweinegöttin zusammengetragen und dem damit im Zusammenhang stehenden Zyklus.

Linktipps:

Weil wir grad bei der Schweinegöttin sind: im gynozentrischen Knistern gibts eine wundervolle Abteilung wilde Säue.

rotermond.de darf an dieser Stelle natürlich keinesfalls fehlen. Neben Infos und Geschichten ist hier auch das bereits oben genannte Blutmond-Forum beheimatet.

Geschrieben von Zauberweib am Samstag, Januar 26, 2008 ~ Schublade: GruschKiste, SelbstGemacht, SpiriKram
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