Zauberweibs Gewerkel

Gewerkeltes, Vorgestelltes, Spirituelles, Schnurgeliges :)

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Montag, 09 Februar, 2015

Fortschrittsbericht

Mein Ausmist-Projekt geht gut voran. Bis jetzt hab ich mich an meine eigenen Vorgaben gehalten, mindestens einmal wöchentlich etwas auszumisten. Mein Ausmist-Plan leistet mir dabei sehr gute Dienste und es macht immer wieder Spaß, nach getaner Arbeit einen Posten durchstreichen zu können. Einen Besuch im Diakonie-Laden habe ich bereits hinter mir, der beim Recyclinghof steht nächste Woche an.

Gerade heute hatte ich das erste große Erfolgserlebnis, gleich eine ganze Überschrift durchstreichen zu können - der TV-Schrank ist komplett ausgemistet, entmüllt, gesäubert und neu sortiert! :)

Im Wohnzimmer habe ich inzwischen über die Hälfte geschafft und in einem der anderen Zimmer habe ich bereits mit Ausmisten begonnen. Wie viel ich jeweils schaffe, ist sehr unterschiedlich - für die Schublade mit der "Papierablage" habe ich drei Stunden gebraucht! Klar, weil da sammeln sich alle überwiesenen Rechnungen, Schriftverkehr, Gehaltszettel etc. das ganze Jahr über an. Bis das dann alles aussortiert und abgeheftet ist und in den Ordnern entsprechend auch durchgeguggt und ausgemistet - das dauert eben! :) Ich war richtig schockiert, als ich nach getaner Arbeit vor einer beinahe leeren Schublade stand! Zum Glück kamen inzwischen schon wieder Rechnungen, so dass es jetzt nicht mehr ganz so leer aussieht. :)

Dafür gibt es in Sachen Gewerkelungen kaum Neues zu berichten. Ein paar Untersetzerchen, ein paar Zentangles. Über meine Seifenschalen hab ich im Zaubsie-wp-Blog schon berichtet. Gerade arbeite ich an einer gehäkelten Reste-Decke. Was sich mit einem Schrätt im Haus recht schwierig gestaltet. Weil so ein kleiner Kater Wollknäuel total liebt! Und wie schnell der die wegstibitzt hat! Gerade bei einer Reste-Decke gibt es da naturgemäß halt auch immer mehr als einzwei, die rumliegen. Ein Traum für den kleinen Schroeder. Albtraum für die Katzenglugge. :)

Ansonsten lese ich derzeit auch viel, am liebsten und vorzugsweise Krimis, aktuell aber etwas Mystisches: Der verbotene Fluss von Sussanne Goga. Spielt in England um 1890 und geht um ein Mädchen, dessen Mutter kürzlich verstorben ist, das aber eine wie auch immer geartete Verbindung zur Mutter unterhält. Stichwort Spiritismus. Sehr schön erzählt, die ganze Epoche richtig lebendig dargestellt. Ein Buch zum Reinkuscheln, gerade bei diesem Wetter!

Zauberweib am Montag, 09 Februar, 2015 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Montag, 13 Oktober, 2014

EVA-Projekt: Orakelset

Ich habe das Set (Buch mit 36 Karten) von Marlies & Klaus Holitzka schon seit einem Jahr. Und fast genau so lange überlege ich, ob ich dazu was schreiben will oder nicht. Mich stören einfach die viele Rechtschreib- und/oder Tippfehler im Buch. Und so mancher Satz hört völlig anders auf, als er angefangen hat. Da stellt sich die Frage: Haben die nicht einmal Korrektur gelesen? Ich meine, an so einem Werk hängt immer ein bisschen Herzblut - dann soll es doch auch gut aussehen, wenn es vollendet ist. Und nicht "irgendwie hingerotzt" wirken.

Liebe Holitzkas, falls ihr eine Neuauflage des EVA-Projekts plant, dann bittebitte, lest es vorher gründlich und aufmerksam durch. Schaltet die Rechtschreibprüfung im Textverarbeitungsprogramm ein. Ich finde wirklich, dass ein ordentliches Lektorat einen riesengroßen Unterschied macht!

Das also der Grund, weshalb ich das Orakelset bislang nicht empfehlen wollte. Weil das zugehörige Buch eine grottige Rechtschreibung hat. Der Grund, warum ich jetzt doch darüber schreibe: Die Karten und die Idee dahinter sind einfach genial!

Es werden 36 weibliche Archetypen vorgestellt. Die meisten - wenn nicht gar alle - kann jede von uns mehr oder weniger in sich wiederfinden. Ja, es ist eine Art Orakelset, es geht aber auch ein bisschen in Richtung psycholgische Selbsterkenntnis. Dass die Grenzen hier fließend sind, zeigt sich an diesem Set wirklich deutlich.

Die Karten sind relativ schlicht gehalten (also nicht überfrachtet), ein Mix aus Fotografie und Malerei. Doch gerade wegen dieser Schlichtheit sind sie klar "lesbar" - also genau richtig, wie sie sind.

Jeder Karte sind drei Begriffe zugeordnet. z.B.

Damit wird der jeweilige Archetyp gut umrissen und es fällt leichter, sich darin wieder zu erkennen.

Wie geht das nun?

Am einfachsten schaust du dir die Karten an und wählst die aus, die dir "am nächsten" sind, die dich am besten beschreiben - auch die unangenehmen! Dabei werden vermutlich so ca. fünf bis zwölf Karten rauskommen. Der Clou ist es nun, die Karten aufzustellen. Ganz ähnlich wie beim "Familienstellen". Also die Karten (ca. Postkartenformat) etwas wölben, so dass sie stehen bleiben.

Suche dir irgend ein Symbol, das dich selbst darstellen soll (das kann auch was ganz simples wie eine Kaffeetasse sein). Positioniere nun die gewählten Karten um dieses Symbol und zwar so, wie dir die Positionierung am stimmigsten erscheint. Gibt es Aspekte, die dir näher stehen oder nur am Rand eine Bedeutung haben? Tauchen manche Aspekte gerne zusammen mit anderen auf? Dann stelle diese auch nebeneinander. Nimm dir für diese Positionierung viel Zeit, bis du das Gefühl hast, dass alles passt. Meistens bekommst du dadurch schon eine Menge Einblick in dich selber. Besonders in konkreten Problem-Situationen kannst du mit dieser Methode einen Lösungsweg finden.

Gut ist es, wenn du die Aufstellung einige Zeit (über Nacht, oder zumindest einige Stunden) so belassen kannst und dich während dessen mit etwas anderem beschäftigst. Schau dir dein Gebilde mit einigem zeitlichen Abstand nochmals an - ich bin mir sicher, dass du weitere, andere Zusammenhänge finden wirst. Auch interessant kann es sein, das Werk von verschiedenen Seiten und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten - also ganz konkret! :)

Bei der Auswahl der Karten fallen dir vielleicht auch einige auf, die du sofort ganz weit von dir weisen willst/kannst. Diesem Stapel kannst du dich in einer weiteren Sitzung ebenfalls widmen. Sind diese Aspekte wirklich alle so weit von dir weg? Wenn ja: Warum? Gibt es konkrete Anlässe dafür? Ist es gut für dich, dass diese Aspekte nicht zu dir gehören oder wäre es schöner, wenn der eine oder andere doch zu deinem "Team" gehören würde? Wie kannst du das ändern?

Dieses Ändern können ist ein wichtiger Punkt im EVA-Projekt. Such dir unter all den Karten, die noch übrig sind, jene aus, die deinem bestehenden "Team" helfen können, die es ergänzen können. Egal, ob du damit an einzelnen Aspekten deines Wesens arbeiten willst (z.B. kann das "Gesunde Selbst" der "Zweiflerin" helfen, unbegründete Eifersucht zu heilen) oder in einer konkreten Situation Hilfe brauchst.

Natürlich kannst du auch - wie bei jedem Kartendeck - eine Tages-, Wochen- oder Monatskarte ziehen und dich über einen bestimmten Zeitraum mit diesem einen Aspekt näher befassen. Und du kannst die Karten für ganz normale Legemuster verwenden. Samhain steht vor der Tür - da bietet sich ein Orakel ja direkt an. :)

Vielleicht hört sich das alles ein bisschen abstrakt an. Mein Vorschlag ist: Probier es einfach aus! Wobei sich die Idee mit dem Aufstellen z.B. auch aufs Tarot übertragen lässt.

Die Idee hinter dem EVA-Projekt ist absolut faszinierend, die Karten sehr schön und passend gestaltet, die Texte dazu (inhaltlich) aussagekräftig und verständlich - wenn man von den Rechtschreib- und Tippfehlern absieht!

Im Untertitel heißt es: Meine vielen Gesichter - Entdecke und lebe deine Vielfalt! Genau darum geht es hier. Um diesem Ziel näher zu kommen, haben Marlies & Klaus Holitzka ein passendes Werkzeug erschaffen. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieses Set auch in einer ganz normalen psychotherapeutischen Praxis/Klinik Anwendung findet.

Zauberweib am Montag, 13 Oktober, 2014 * Kategorien: Spirikram, Vorgestelltes
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Freitag, 25 April, 2014

Ich und mein Monster

Als ich meinen Mobbed*)schein noch recht frisch hatte (damals, vor langer, langer Zeit, in einem anderen Jahrtausend) und mit der typischen Einstiegsdroge, ner Suzi ER 500, die Gegend unsicher machte, war ich mit meinem Liebsten auf einer Motorrad-Ausstellungs-Messe-irgendwas. Und ich erinnere mich noch ganz genau, wie da auf einmal mein Mobbed vor mir stand. Es war Liebe auf den ersten Blick - mir war sofort klar, dass ich das haben wollte - haben würde! -, sobald die Probezeit rum sein würde. Und so legte ich mir etwa ein Jahr später die Ducati Monster Dark 600 zu. Klein, leicht, tief (!) - genau richtig für meine Zwergenmaße :) Happy End - und sie fuhren glücklich und zufrieden ... :)

So weit, so gut. Irgendwann musste natürlich ne neue her und zweimal das gleich Mobbed geht ja nicht, auch klar. Viel Auswahl hab ich größenbedingt zwar nicht, aber die Cagiva Raptor 650 hat gepasst. Ok, sie war gut zwanzig Kilo schwerer, was eine ganz neue Technik des "Aufsitzens" erforderlich machte - davon abgesehen kamen wir bestens miteinander klar. Und sie hat es mir auch nie verübelt, dass sie nach unserem Umzug die Saison über im Freien stand!

Auch hier sind inzwischen wieder einige Jahre ins Land gezogen und es wurde so langsam mal wieder Zeit für ne neue Maschine. Die Auswahl ist mittlerweile nicht größer geworden - ne MV Augusta Brutale hatte ich mal im Auge. Die hat mir echt gut gefallen - bis ich mit ihr gefahren bin. Nee, das hat irgendwie alles nicht gepasst. Gut, die Füße hatten Bodenkontakt, aber ansonsten ... die Sitzbank total unbequem und .... nee, war einfach nicht richtig.

Der Dealer meines Vertrauens hatte noch ne kleine Monster im Angebot - wobei "klein" heutzutage auch schon 696 heißt, zumindest bei Ducati. 600er sterben gerade aus.

Naja, ne Monster hatt ich ja schon, aber gut, probier ich die halt auch noch mal spaßeshalber. Wie gesagt - Sitzhöhe XS ist nicht so weit verbreitet.

Tja und was soll ich sagen? Ich und mein Monster! *g* Da war sie wieder, die alte Liebe, neu entflammt. Und da ist sie nun, die neue Liebe:

Monster II

Monster II

Eigentlich bin ich gar nicht so der Fan von roten Fahrzeugen (egal ob Auto oder Mobbed) - hatte/n ich/wir allerdings auch beides schon. Monster hatte ich auch schon, aber halt noch keine rote. So gesehen also doch was anderes. Und mal ehrlich: Wer kann diesem Anblick widerstehen ....? :)

Nette Randbemerkung: Als mir damals, vor unglaublich langer, langer Zeit, ein Zahn zerbrochen ist und ich fortan ne Zahnlücke hatte, war ich so am Boden zerstört, dass ich das nur überstanden habe, weil ich mir damals die Monster gegönnt habe. (Dass ich die zum Saisonstart haben wollte, war ja eh klar, nur habe ich sie halt dann schon im Dezember bestellt.) Jetzt (tausend Jahre später) habe ich mich endlich dazu durchringen können, die Zahnlücke mittels Implantat wieder schließen zu lassen. Was nicht wirklich ein Sonntagsspaziergang ist. (Gesundlings- und Heilewünsche sind an dieser Stelle gern willkommen) Also wie lässt sich eine solche Heldinnentat angemessen würdigen, wenn nicht durch eine Monster? ;) So schließt sich der Kreis - und sowas mag ich :)

In diesem Sinne: Allen Bikerinnen und Bikern eine wundervolle Saison und unfallfreie Fahrt!

*) Mobbed = fränk.: Motorrad

Zauberweib am Freitag, 25 April, 2014 * Kategorien: Vorgestelltes
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Freitag, 24 Januar, 2014

ibrauchnix - Projekt & Blog

Auf meiner Blogrunde bin ich heute bei der Sammlerins Blogroll über den schönen Namen ibrauchnix gestolpert. Das klingt nach Konsumverweigerung und sowieso in sich sehr schön, also mal hingeklickt. Tatsächlich ist der Name Programm; es geht aber nicht direkt um Verzicht aus ökologo/nomischen Gründen, sondern eher ganz profan aus Platzgründen :)

Frau Ibrauchnix hat erkannt/beschlossen, dass sie von allem, was sie braucht/brauchen könnte, bereits mehr als genug gehortet hat, so dass schlicht keine Notwendigkeit besteht, in 2014 auch nur irgendwas zu kaufen (von Lebensmitteln mal abgesehen, klar). Hier hat mich vor allem das Bild mit den ungefähr 8454862847562474 Rollen Nähgarn beeindruckt! Und ich dachte, ich hätt davon viel! :)

Einfach das Zeug wegschmeißen kann und will sie nicht:

Hallo!? Da ist so viel Kapital gebunden, da werde ich einen Teufel tun, das einfach so weg zu werfen, zumal die Ökobilanz ja dann ganz zum selbigen geht: erst Kohle unter Aufwendung von CO², Schweiß, Hirnschmalz und Arbeit mehr oder weniger schwer verdienen, dann ebenfalls unter Aufwendung von CO², Schweiß, wenig Hirnschmalz (von 100 auf 0 bei NEON) und kaum Arbeit ganz leicht wieder ausgeben….UND JETZT EINFACH WEGWERFEN!?!? Damit das Ganze wieder unter Aufwendung von …… die Müllberge vergrössert? Neeee, bestimmt nicht, ich kann rechnen!

Liebe Ibrauchnix, du hast damit sowas von Recht, dass ich das einfach mal in epischer Breite hier zitieren muss - ich hoff, das ist ok so. Außerdem zeigt das schon mal einen Vorgeschmack auf deine Schreibe - und ich hab mich heute Nachmittag wirklich festgelesen. Da verzeih ich sogar den einen oder anderen winzigen Schreibfehler - was schon mal als Auszeichnung gelten kann! :)

Ich bin noch nicht ganz durch mit allen Beiträgen, aber das ist wirklich mal was richtig Schönes, Spannendes zu lesen. Da will ich natürlich von Anfang an dabei gewesen sein und bin jetzt schon neugierig auf die weiteren Beiträge, die da hoffentlich das Jahr über auch wirklich noch kommen werden!

Also liebe Ibrauchnix, bitte durchhalten und vor allem: Uns weiter auf dem Laufenden halten. Und so ganz nebenbei - es ist ja nicht nur schön zu lesen, sondern eben auch eine kluge und nachahmenswerte Idee, die sich gern weiterverbreiten darf!

Zauberweib am Freitag, 24 Januar, 2014 * Kategorien: Vorgestelltes
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Samstag, 30 November, 2013

Kreativ-Anfälle von Karin

Bin grad bei meiner Blogrunde und da bin ich über Karins DIY-Blog gestolpert. Begeistert hat mich ihr upgecycelter Spülschwamm, den sie bei 30 Tage, 30 Dinge vorgestellt hat.

Ich hab noch ein bisschen rumgestöbert und bin auf die megageile Lebkuchenherz-Tasche gestoßen! Auch sehr schön: Das Upcycling von Plastikflaschen.

Und alle, die Kinder haben, finden vielleicht die Anregung mit der Papprolle zum Transportieren von Zeichnungen interessant? (Allerdings hätte ich hier einen längeren Bändel gemacht und den am unteren Ende der Rolle befestigt, so dass die Rolle umgehängt werden kann).

Was mit Papprollen funktionert, geht natürlich auch bei Plastikflaschen. Wobei mein grünes Herz nicht umhin kann, darauf hinzuweisen, dass keine Plastikflasche natürlich noch besser ist, als eine upgecycelte. :)

Sehr schade finde ich, dass es offenbar keine rss/feed/Abo-Möglichkeit gibt - vielleicht lässt sich das ja nachrüsten? Auf jeden Fall hab ich vonkarin.blog.de in meine Linkliste aufgenommen :)

Ganz super finde ich, dass das Blog auch via rss/Atom abonniert werden kann! Danke für die prompte Reaktion! :)

Zauberweib am Samstag, 30 November, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Samstag, 07 September, 2013

Kreativer September

Die Netzwirkerin hat zum Kreativen September eingeladen:

... Und das ist das Anliegen des kreativen Septembers: blogge über Dein kreatives Hobby oder über ein kreatives Experiment (oder auch über mehrere^^) und stell es uns vor. Zeig uns Dein fertiges Werk, setzte es in Szene – oder laß uns am Entstehungsprozeß teilhaben, so daß vielleicht noch andere Lust darauf bekommen, ...

Einfach den Link anklicken und mehr erfahren. Es können noch immer alle mitmachen. Mich juckt es total in den Fingern, allerdings weiß ich nicht, wie ich dazu kommen werde - zumal ich noch nicht einmal ein Projekt im Sinn habe. Aber noch ist ja Zeit und ich hoffe, es ergibt sich noch was. Wer schon mal linsen bzw. sich Anregungen holen will: hier entlang.

Zauberweib am Samstag, 07 September, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Montag, 13 Mai, 2013

Garagenprojekt

Damit der Mai ganz sprichwörtlich alles neu machen kann, muss vorher das Alte weg. Also nochmal einen Blick auf unsere (die linke Hälfte gehört uns, die rechte der Nachbarin) Schipf geworfen:

Schipf  

Und hier der Blick ins Freie. Man beachte am linken Bildrand das hochwichtigerweise nach wie vor geschlossene Gartentürle! :)

Schipf weg  

Dies hat im April stattgefunden, so dass alles für das Neue bereit ist. Neu heißt: Eine Garage soll es werden, groß genug für Auto, Mobbed, Fahrräder. Und im Winter dürfen im Dachgeschoss die Terrassenmöbel wohnen. Wir sind total begeistert, dass alles zügig voran geht. Aktuell sieht unsere Baustelle so aus:

Garagenbau  

Wer genau hinschaut, erkennt sogar das Richtbäumchen. Einen Richtspruch gab es leider nicht - aber wenigstens ein Bäumchen :)

Zauberweib am Montag, 13 Mai, 2013 * Kategorien: Vorgestelltes
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Samstag, 20 April, 2013

Dienstagsfrage: Dicke Dinger?

Es ist zur Zeit große Mode mit superdicken Nadeln zu stricken. Für mich sind das Besenstiele. Mit welcher Nadelstärke strickt ihr am liebsten? Gefällt euch dickes oder feines Gestrick besser?

Vielen Dank an Irmgard für die heutige Frage!

Die 16. Dienstagsfrage des Jahres vom Wollschaf. (warum steht im Link eigentlich die 15...?) Ich lese die Antworten und lerne. Lerne, dass es offenbar sehr ungemütlich ist, mit sooo dicken Nadeln (also ich sag mal alles, was über 8 ist) zu stricken. Dass das Gestrickte bei der Größe dafür umso schneller fertig ist, macht's anscheinend auch nicht wieder wett. Schade eigentlich.

Ich hab keine Stricknadeln, über 8 hinaus gehen. Was daran liegt, dass mich die Riesenmaschenmode nicht wirklich vom Hocker reißt. Ok, der eine Schal oder auch mal ne Mütze schauen nicht schlecht aus. Aber: wie sollen die denn wärmen???? Ich glaub, mir fehlt da einfach das Mode-Gen: Wozu 'nen Schal stricken, der zwar super aussieht, aber kein bisschen warm hält? (Hab ich schon mal erwähnt, dass ich ziemlich verfroren bin?)

Am meisten (und liebsten) stricke ich in der Gegend um 2,5 bis 4. Dünner geht schon auch noch, nur wird dann aus dem entsprechenden Strickteil ein "Projekt". Weil dünne Nadeln = dünnes Garn = viele Maschen = viele Reihen = dauert lange, bis das Teil fertig ist. Und weil ich somit eben nur langsam voran komme, macht es auch nicht soooo viel Spaß. Socken gehen halt schneller :) Was aber wirklich stört dabei ist, dass sich das dünne Garn so in den Finger schneidet. Wenn da eine einen guten Trick kennt: her damit!

Dickere Nadeln bis 8 nehm ich für Lace-Tücher oder für richtig dicke Socken. Da lassen sich gut Reste verstricken, doppelt oder dreifach nehmen und schöne Verläufe bzw. Angleichungen gestalten.

Zauberweib am Samstag, 20 April, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Mittwoch, 23 Januar, 2013

verstrickte Dienstagsfrage

Ich freu mich wahnsinnig, dass mein Vorschlag für die verstrickte Dienstagsfrage angenommen wurde:

Wo kauft ihr eure Wolle (lieber) ein? Wo macht das Aussuchen mehr Spaß und Sinn? Im Laden am Ort, wo ihr die Wolle sehen und anfassen könnt? Gemütlich einen Katalog mit Bildern und allen Infos zu Nadelstärke, Faserzusammensetzung, Waschhinweise usw. auf einem Blick? Oder wisst ihr ganz genau, was ihr wollt und kauft im Online-Shop, der das Gesuchte gerade am günstigsten anbietet? Oder ganz was anderes? Was ist euch wichtig beim Auswählen, worauf achtet ihr? Bin gespannt auf die Antworten.
Vielen Dank an Ulrike für die heutige Frage!

Dabei ist die Antwort gar nicht so einfach. Ich blättere wahnsinnig gern im Katalog meines Lieblingsversandes. Alle anderen Kataloge, die immer wieder mal ins Haus flattern, bestelle ich sofort wieder ab - landet eh nur im Müll! Der Handarbeitskatalog ist die Ausnahme. Und natürlich finde ich auch immer wieder mal was, was mir gefällt. Worauf ich achte ist, dass der Poly-Anteil nur gering bis gar nicht vorhanden ist.

Natürlich bin ich immer wieder auf der Suche nach Bio-Wolle bzw. Bio-Baumwolle. Bisher habe ich da nur von LanaGrossa etwas gefunden. Ich hoffe, dass sich hier der Marktanteil noch etwas erhöht. Auch in Bezug auf die Tierhaltung, die Art der Färbung und die Arbeitsbedingungen wird zuwenig Information auf den Banderolen angegeben. Das kann besser werden.

Dass ich ein ganz bestimmtes Garn suche, kommt bei mir eher selten vor. Was dagegen öfter passiert: dass ich eine Idee im Kopf habe, ungefähr welches Garn ich dafür verwenden möchte, und plötzlich stolpere ich irgendwo beim Einkaufen über genau dieses Garn. Da muss ich dann natürlich zuschlagen!

Was seltsamerweise eher selten der Fall ist, dass ich im Wolleladen ein Garn finde, das ich unbedingt haben muss. Für den "einfach so"-Einkauf kommt da dann doch eher der Katolog infrage. :)

Zauberweib am Mittwoch, 23 Januar, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Dienstag, 22 Januar, 2013

Danke, liebes Thingamablog!

Auch hier nochmal ein ganz dicke Dankeschön und großes Lob an all jene Menschen, die in der Vergangenheit so fleißig an Thingamablog gearbeitet haben. Ich behaupte, dass ich mittlerweile das ganze (!) Internet (zumindest alles mit lesbarem Zeichensatz) nach einer Software durchforstet habe, die ich lokal installieren kann, die mir völlige Freiheit bei der Template-Gestaltung lässt, die ordentlichen Code generiert und die Seiten via ftp hochlädt: Mein Server muss dabei weder php können noch über irgendwelche Datenbanken verfügen.

Thingamablog kann das und ist darüber hinaus sogar noch kostenlos. Leider wird es seit einigen Jahren nicht mehr weiterentwickelt, doch ich hoffe, dass es irgendwann eine Version 2.0 geben wird. Thingamablog ist ziemlich einzigartig, wie ich feststellen konntedurftemusste, so dass ich auch bereit wäre, dafür zu bezahlen.

Tatsächlich bin ich genau auf zwei Programme gestoßen, die zumindest theoretisch einigermaßen vergleichbar wären:

Ich verwende Thingamablog seit 2008/09. Auf die "neue" Version 1.5.1 bin ich jetzt erst umgestiegen und habe mich nun auch nochmal eingehender mit den Möglichkeiten des Programms befasst. Es hat wirklich alles, was das Herz begehrt. Ok, eine Wortwolke fänd ich ganz nett, aber das soll kein ausschlaggebendes Kriterium sein.

Unter Thingamablog können mehrere Profile angelegt werden. So kann es von mehreren Benutzern auf dem selben Computer verwendet werden. (Allerdings nicht passwortgeschützt). Und es können mehrere Weblogs angelegt werden. Die müssen auch nicht im Internet hochgeladen werden, sondern können auf ein lokales Verzeichnis verweisen. So gestalte ich seit 2009 mein Tagebuch mit Thingamablog, was den großen Vorteil hat, dass ich auch dort Bilder und Links einfach einfügen kann.

Da der Webspace weder über php noch sql verfügen muss (was bei mir eben der Fall ist), ist es nicht möglich, eine eigene Such- und Kommentarfunktion einzubinden. Dank Anbietern wie Google und Disqus ist dies aber dennoch machbar. Über ein eigens xml-Feed verfügt es allerdings, was ich als großen Pluspunkt werte. Das ginge jedoch auch über externe Anbieter.

Bei der Gestaltung des Blogs bin ich völlig frei. Mitgeliefert werden etliche Templates, die fix und fertig verwendet werden können, aber es ist auch möglich, eigene Templates zu erstellen und diese für die weitere Verwendung in anderen Blogs zu speichern.

Vorgegeben sind folgende Seiten:

Was hier auf den ersten Blick vielleicht fehlt, ist eine Möglichkeit, feste Seiten einzubinden. Dank der Labels, die es in der Version 1.5.1 gibt, lässt sich das aber einfach bewerkstelligen. Ich habe z.B. ein Label "kleingedrucktes" vergeben und u.a. das Impressum damit markiert. Im Menu habe ich definiert, dass alle Beiträge mit dem Label "kleingedrucktes" an dieser Stelle aufgelistet werden sollen und schon habe ich meine festen Seiten eingebaut.

Auf dieselbe Art habe ich die Rubrik "Göttinnen" eingebunden - hierfür hätte ich auch einfach eine zusätzliche Kategorie vergeben können. Übrigens kann ein Beitrag mehreren Kategorien zugeordnet werden - ebenfalls ein Pluspunkt.

Neu in 1.5.1 ist auch die Möglichkeit, gelöschte Beiträge vom Server zu löschen. Bei der Vorgängerversion musste dies im Fall des Falles per Hand gemacht werden, nun geht das automatisch. Allerdings ist das auch mit Vorsicht zu genießen - einmal der Titel geändert und schon führt der ursprüngliche Link ins Leere.

Ich hatte die Homepage zunächst auf meiner Festplatte gespeichert. Bei der Übernahme der alten Beiträge habe ich das Jahr entsprechend zurückgestellt, aber nicht das komplette Datum. So bleibt die Archivliste momentan noch etwas übersichtlicher, weil es pro Jahr nur eine Zeile gibt. Zum Veröffentlichen habe ich später die Pfade angepasst und hochgeladen. Das hat leider nicht so gut geklappt, weil Thingama zunächst alle Beiträge auf der Festplatte löschen wollte. Zum Glück - warum auch immer - hat das nicht funktioniert. Denn meine lokale Sicherung wollte ich ja behalten. Das Hochladen hat leider auch nicht vollständig geklappt. Ich habe später "passive Mode" angehakt, da ging es dann.

Leider wurden dabei nicht die jetzt veränderten Links zu den Bildern und pdfs angepasst. Das musste ich per Hand verbessern. Zum Glück habe ich ja ausgemistet, der Aufwand hielt sich also in Grenzen. Hier wäre auf jeden Fall ein Punkt für die Version 2.0 zum Nachbessern. :)

Für die 1.5.1er Version gibt es keine deutsche Übersetzung, was aber nicht wirklich schlimm ist. Das Programm ist sehr einfach und schlüssig aufgebaut und mit ein bisschen rumprobieren klappt am Ende dann doch alles.

Liebe Programm-Entwickler: Bitte bastelt doch weiter an Thingamablog. Eben weil Wordpress, Joomla und wie sie alle heißen, das www überschwemmen, gibt es keine Alternativen für jene wie mich, die ohne php und sql auskommen müssen. Und eigentlich auch wollen. :) Das Programm ist sehr ausgereift, bietet einige extra-Gimmicks, die ich noch gar nicht alle getestet habe und ist mit seinen wenigen, aber gut durchdachten Möglichkeiten so flexibel, dass es allen Anforderungen genügt. Und bleibt dabei einfach und übersichtlich.

Es läuft plattformunabhängig, was auch bedeutet, dass ein JRE installiert sein muss. Aber das sollte heutzutage eh auf jedem Rechner drauf sein. Soll hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein.

Wenn also irgendwer da draußen noch nach einer Blogsoftware gesucht hat: nehmt Thingamablog! Lasst den Download-Server heiß laufen, so dass die Leute dort aufmerken und sich entschließen, Thingamablog doch wieder weiterzuentwickeln. Thingamablog darf nicht sterben! :)

Zauberweib am Dienstag, 22 Januar, 2013 * Kategorien: Vorgestelltes
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Montag, 21 Januar, 2013

Großputz

Nachdem das alte Design schon zwei oder drei Jahre alt war, wurde es Zeit, meiner Homepage ein neues Design zu verschaffen. Das ist dieses Mal komplett und vollständig von mir selber gebastelt, also nicht "nur" von mir angepasst.

Ich habe dabei darauf geachtet, dass es HTML-5-konform wird. Das ist mir sogar trotz Einbindung eines Google-Suchfeldes und der Disqus-Kommentarfunktion gelungen. Letztere hat bei seiner css-Datei irgendwelche nicht-konforme Bezeichnungen drin; das liegt aber nicht in meiner Hand.

Dass die Suche auch funktioniert (also fündig wird), wird wohl noch ein bisschen dauern. Noch werden Verweise auf die alte Homepage angezeigt, die nun ins Leere führen.

Auch diesmal gibt es - leider - wieder neue Einzellinks. Dafür sind diese jetzt aussagekräftiger. Vorher hieß es z.B. entry_13.html, jetzt freya.html - wird also aus dem Beitrags-Titel generiert.

An dieser Stelle ein ganz dicke Dankeschön und großes Lob an all jene Bastler, die in der Vergangenheit so fleißig an Thingamablog gearbeitet haben. (Dazu noch ein eigener Beitrag)

Die Disqus-Kommentare sind natürlich verloren. Allerdings habe ich mir erlaubt, bei den Beiträgen, die es weiterhin gibt, die alten Kommentare per Hand einzufügen. Eine Export-Import-Funktion habe ich nicht gefunden, also habe ich die Kommentare selber geschrieben mit einem vorangestellten "Kommentar von ..." - das Datum stimmt halt nicht mehr.

Viele Beiträge habe ich gelöscht - die Socken, die ich vor drei Jahren gestrickt habe, sind sicher nicht soo wichtig. Ich miste halt gern aus - das gilt für meine Homepage genauso.

Ein paar Kleinigkeiten muss ich hier und da noch prüfen und anpassen, aber im Großen und Ganzen sollte alles laufen. Ich hatte es mir ja ursprünglich vorgenommen, eine "seriöse" Homepage zu basteln. Also mit weißem Hintergrund, wie es dank Wordpress & Co jetzt eben in ist. Wie ihr seht, hat das nicht geklappt. Ich bin halt mal nicht nur das Zauberweib, sondern auch die Bunte Schwester. Einfach nur weiß im Grad-in-Design... nee, das bin ich einfach nicht. :)

Bei der ganzen Bastelei konnte ich feststellen, dass das offenbar so ziemlich das Einzige ist, was bei mir noch geht, wenn sonst gar nichts mehr geht. Und es ist produktiver als einfach nur Freecell zu spielen. :)

Zauberweib am Montag, 21 Januar, 2013 * Kategorien: Vorgestelltes
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Rundgang

Damit du dich ein bisschen besser zurechtfindest, hier ein paar Wegweiser:

Inhaltlich handelt es sich hier um ein Handarbeitsblog. Ab und zu stelle ich Bücher oder Websites vor und ich mache mir Gedanken über die Umwelt und wie wir mit ihr umgehen. Über Spirikram wie Runen, Göttinnen oder Orakel habe ich ebenfalls ein bisschen was zu sagen. Was natürlich auf keinen Fall fehlen darf, sind die Schnurgels - der Cat-Content :)

In der rechten Spalte sind unter "Schubladen" die Links zu den einzelnen Kategorien zu finden. Dort werden die kompletten Beiträge aufgelistet - also u.U. etwas längere Ladezeiten. Deshalb gibt es darunter den "Schubladen-Index" Hier werden die Beiträge ebenfalls nach Kategorien sortiert, aber nur verkürzt angezeigt. Für den schnellen Überblick.

Die "Göttinnen" sind im Spirikram einsortiert, hier aber nochmals extra angezeigt mit Direktlink zum Beitrag. Genau so habe ich die "Rezensionen" aus der Vorgestelltes-Kategorie herausgefiltert.

Analog zu den "Schubladen" werden im "Archiv" alle Beiträge komplett je Monat aufgelistet. Hier wundert es vielleicht, dass es so viele Beiträge jeweils im Januar gibt. Ich habe beim Redesign die Beiträge alle neu erstellt, wollte dabei aber das alte Datum erhalten. Schließlich gibt es zauberweib.de schon seit 2002, das sollte wenigstens ein bisschen am Archiv erkennbar sein. Da ich andererseits aber riesenlange Archiv-Einträge nicht mag, habe ich pro Jahr alles auf dasselbe Monat gesetzt.

Im "Kleingedruckten" die üblichen Verdächtigen: Impressum, Steckbrief und dieser Rundgang. Darunter der Werbelink für Thingamablog, die allerbeste Blogsoftware auf der ganzen Welt :) und der Hinweis auf die hervorragende Designerin dieser Website :)

Ganz oben rechts übrigens der xml-Link - damit lassen sich neue Beiträge per Feed abonnieren. Ich nutze das selber für meine Blogrunde und finde es eine große Hilfe, ein Tool wie z.B. die Firefox-Erweiterung Sage alle Blogs für mich abklappern zu lassen und die Ergebnisse auf dem goldenen Tellerchen serviert zu bekommen. :) Übrigens ist mein xml-Link kein Bild sondern css - ebenfalls selbstgebastelt :)

Darunter der Google-Suchschlitz. Das soll dir helfen, innerhalb von zauberweib.de nach etwas gezielt zu suchen. Aktuell werden da noch die alten Inhalte gelistet; dieses Problem wird die Zeit von selber lösen. Die Suchfunktion habe ich nur auf der Startseite eingebaut; auf allen anderen Seiten steht an dieser Stelle der Link zur Startseite.

Die mittlere Spalte beginnt mit dem Kalender (nicht auf den Einzelbeitrags-Seiten): Tage mit Einträgen können angeklickt werden. Auf den Archiv-Seiten wird dabei der gerade aufgerufene Monat angezeigt, ansonsten der aktuelle.

Darunter meine Blogroll, unterteilt in "Schwesternblogs" und "Vernetztes". Falls du dein Blog hier vermisst, sage mir bitte Bescheid, damit ich es ergänzen kann. Geordnet habe ich sie einfach alphabetisch. Allerdings bin ich gerade bei den Blogs etwas pingelig bei den Aufnahmekriterien: Es sollte einigermaßen regelmäßig neue Beiträge geben, das Headerbild nicht den ganzen Bildschirm ausfüllen, die Ladezeiten sollten sich in Grenzen halten und ich möchte nicht auf dem Blog zu sehen bekommen, wo ich mich gerade befinde.

Im großen Content-Bereich erscheint überall das Menü zum Vor- und Zurückblättern, sobald es was zu blättern gibt. Bei den Beiträgen im Fußbereich ist jeweils das Datum mit dem Einzellink verlinkt, auch die Kategorien ("Schubladen") lassen sich anklicken. Es gibt einen Link zum Beitrags-Anfang und ganz nach oben. Außerdem die Möglichkeit, Kommentare einzutragen. Dies geschieht wiederum auf den Einzelseiten - leider geht das nicht werbefrei. Dafür ist es ein kostenloses Angebot und zumindest im Firefox erscheint die Werbung unterhalb der Kommentare. IE-Benutzer sehen zuerst die Werbung.

Ich hoffe, du findest dich hier zurecht. Falls irgendwas fehlt oder du einen Fehler entdeckst, sag einfach Bescheid. :)

Zauberweib am Montag, 21 Januar, 2013 * Kategorien: Vorgestelltes
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Montag, 07 Januar, 2013

Mein Steckbrief

Name
Zauberweib, bürgerlich Ulrike Engelhardt
Sternzeichen
Jungfrau, ac. Steinbock, Mond im Wassermann. Indianisch: Braunbär, Chinesisch: (Wasser)Ratte
Wohnort
Ein von unbeugsamen Galliern besetztes Dorf im von Bayern besetzten Franken
Baujahr
1972 - ein Jahrgang, der Klassiker hervorbrachte
Beziehungsweise
mit meinen Lieben zusammenlebend: Luna, Schroeder und natürlich dem besten Mann auf der ganzen Welt :)
Beruf
meine Brötchen verdien ich mit dem, was ich gelernt habe: Bibliotheksassistentin. Und ja, das kann man lernen, und nein, das bedeutet nicht den ganzen Tag Bücher-lesen
Hobbies
Motorradfahren, Internet-surfen, Basteln, Lesen, Patchworken, Spinnen, Handarbeiten allgemein, uvm.
mein Weg
nun ja, eben dieser: meiner. Anfangs hab ich mich als freifliegende Hexe bezeichnet, dann als Chaosmagierin, keltische Priesterin, Freistilmagierin, Pandea. Die Schublade, in die ich am besten passe, ist wohl die Gruschelkiste
seit wann
Auf die Frage, seit wann ich diesen Weg gehe, muss ich strenggenommen antworten: schon immer. Ein Weg setzt sich aus unendlich vielen Schritten zusammen - jeder davon einzigartig. Und alle vorangegangenen Schritte, Namen und Bezeichnungen sind am Ende nur Puzzlestücke des Mosaiks, das meinen Weg pflastert und darstellt.
Herausforderungen
schwierige Frage. Erst mal ist jedes größere Hindernis eine Herausforderung. Wenn eine es dann aber geschafft hat, daran gewachsen ist, verblasst vieles mit der Zeit. Was gar nicht so schlecht ist, weil es eigentlich nichts anderes bedeutet, als dass alte Wunden heilen. Sich dem Leben zu stellen, für sich einzustehen - eigentlich ist das die größte Herausforderung
für mich "magische" Tiere
Katzen, Spinnen, Bären, Raben, Falken - und natürlich Drachen. Doch eigentlich können wir von jedem Tier etwas lernen
Lieblingsfarben
rosa-rot-orange-gelb-grün-tükis-blau-lila-schwarz-silber-weiß-gold - in beliebiger Reihenfolge
Lieblingsjahreszeit
der Herbst wegen seiner bunten Farben und wohl auch, weil ich da geboren bin. Doch ich finde alle Jahreszeiten schön, eine jede hat ihren besonderen Reiz. Und Sommer fängt bei mir ab 30 Grad an :)
Lieblingspflanzen
Eigentlich alle. Besonders natürlich heimische Pflanzen und am liebsten in der freien Natur. Ich steh nicht so auf gebündelte Pflanzenleichen im Glas
Lieblingsbäume
siehe Pflanzen. Besonders mag ich Weide, Birke, Eiche, Holunder und Haselstrauch. Und Apfelbäume wegen ihres schnörkeligen Wuchses. Aber eigentlich alle
Lieblingssteine
Bergkristall, Rosenquarz, Amethyst. Das sind meine "Hauptsteine". Dann sind da noch Lapislazuli und Tigerauge. Einen Bernstein-Anhänger trage ich ständig um den Hals; außerdem mag ich Türkis gern als Schmuck. Und je nach Bedarf, was ich eben gerade brauche um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, hab ich noch einige Armbänder und Steine. Achja, das Steinewasser nicht zu vergessen, das ich nur noch trinke. Pur oder als Cappucchino oder Tee :) Einfach gewünschte, unbehandelte Steine in eine Glaskaraffe legen, mit Wasser auffüllen, wenigstens 10 Minuten warten, fertig ist das Kristallwasser.
Lieblingszahl
9, 11, 19, und alles was irgendwie "aufgeht"... Zahlen faszinieren mich generell ziemlich :)
Lieblingsdüfte
Frühling! Die frische Luft nach einem Sommergewitter. Räucherungen (s.u.). Und sonst: Kokos, Vanille, Honig, als Ausgleich dazu: herbe Männerparfums.
Lieblingsräucherung
Salbei, Rosmarin, Lavendel. Ich finde, mit den dreien ist ziemlich alles abgedeckt; auch zusammen ergeben sie eine gute Mischung. Außerdem passen sie wunderbar zu Bergkristall, Rosenquarz und Amethyst
Lieblingsbücher
immer das, was ich gerade lese. Frag einfach nach, wenns dich intressiert. Meine Leidenschaft sind aktuell Krimis, noch besser: Regionalkrimis
LieblingsautorInnen
Luisa Francia, Vicky Gabriel, Kenneth Meadows, Angelika Aliti, Rita Falk

Zauberweib am Montag, 07 Januar, 2013 * Kategorien: Vorgestelltes
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Mittwoch, 02 Januar, 2013

Strick- und Häkelnadeln: aus welchem Material?

Ich mach mal bei der verstrickten Dienstagsfrage mit (via Annkaris Blog) - auch wenn heute schon Samstag ist :)

Welche Erfahrungen habt Ihr mit verschiedenen Strick- und Häkelnadel-Materialien gemacht? Also Alu, Plastik, Bambus, Holz (KnitPro), Edelholz (wie Rosenholz, Veilchenholz oder Ebenholz), Bein (antik natürlich).
Welche würdet Ihr empfehlen, welche nicht und warum?

Gleich vorweg: die ultimativen Superduper-Stricknadeln habe ich noch nicht gefunden. Plastik-Stricknadeln kenn ich in ganz dick, Strickstangen, für Jacken z.B. Das war soweit ok, nur dass es auf den Stangen generell reichlich eng wird. Aber ein Kabel bei so dicken Nadeln? Hm, geht wohl eher schwierig.

Am meisten und längsten habe ich bislang mit Metall-Stricknadeln gearbeitet. Geht super bei allem, was dicker als 3,5 ist. Ansonsten verbiegen sie sich mit der Zeit und liegen daher dann nicht mehr so gut in der Hand. Verwende ich bei Nadelspielen. Früher auch als Strickstangen.

Bambus-Stricknadeln habe ich ebenfalls als Nadelspiel. Die sind zwar wirklich robust - da splittert nix und die brechen auch nicht! - nur leider verbiegen die sich auch! Daher: s. Metall-Nadeln. Großer Vorteil, gerade beim Nadelspiel: Sie rutschen nicht raus, was mir bei Metallnadeln schon mal passiert.

Holz-Stricknadeln - da habe ich mir vor drei (?) Jahren das KnitPro-Set geleistet (die schönen bunten), also mal richtig Geld für gutes Werkzeug ausgegeben. Dachte ich. Damit hatte ich verschiedene Nadelgrößen, die auf unterschiedlich lange Kabel aufgeschraubt werden können. Schlaues Konzept, sowas mag ich. Lässt sich klasse mit stricken, die Maschen laufen glatt und das System als solches ist einfach nur genial. Generell sollten die Nadelteile etwas länger sein, damit sie besser in den Händen liegen (das sage ich jetzt mit meinen eher kleinen Händen!), das gilt umso mehr bei den dickeren Nadeln (so ab 5,5 aufwärts). Da ist auch der Winkel der Spitzen arg steil, könnte ein bisschen flacher sein. Was ich richtig blöd finde, dass die Kabel jetzt schon aus den Gewinde-Enden rausfliegen. Ich hab es nochmal geklebt und hoffe, das hält. Nur: Qualität ist anders. Sowas ärgert mich wirklich. Wie gesagt, das war kein Billigkauf, sondern schon eine gezielte Anschaffung "für's Leben". Dachte ich. Dass eine Nadel zerbrochen ist, da kann KnitPro allerdings nix dafür, dass ich da draufgestiegen bin. (Lag auf der Couch, weicher Untergrund. Da ist es passiert) :)

Bei Häkelnadeln kenne ich Ganz-Metall, die sind doof, weil die, die ich hatte, in der Mitte abgeflacht sind. Und das abgeflachte liegt im Verhältnis zum Haken immer falsch in der Hand. Mit denen lässt sich blöd arbeiten, zumindest über längere Zeit. Kann bei Ganz-Metall-Häkelnadeln, die in der Mitte nicht abgeflacht sind, anders sein - falls es die gibt.

Ansonsten habe ich die Versionen mit Hakenteil aus Metall und einem Plastikgriff dran. Die sind ok, blöd finde ich nur, dass die Größenbezeichnung nach kürzester Zeit abgewetzt ist. Ich kann meine vorhandenen Größen nur noch schätzen, welche das jeweils ungefähr sein könnte. Bei einer Häkelnadel geht der Plastikgriff immer mal ab. Den werde ich bei nächster Gelegenheit aber auch festkleben und hoffen, dass das hält.

Meine Empfehlung: Wer sehr fest strickt, sollte zu möglichst dicken Nadeln greifen. :) Ab 4 aufwärts - dann ist es egal, ob Bambus, Metall oder Plastik. Empfehlen würde ich aber Bambus. Wer eher locker strickt, empfehle ich auf jeden Fall Bambus, weil da die Nadeln nicht so leicht rausrutschen wie z.B. bei Metall.

Bei Häkelnadeln darauf achten, dass sie gut in der Hand liegen, abgeflachte Mitte geht gar nicht!

Um die Kabel-Variante bei Stricknadeln bin ich lange rumgeschlichen, bis ich die ausprobiert habe. War anfangs ungewohnt, weil ich vorher nur die Strickstangen kannte, aber ich habe sie schnell lieben gelernt! Endlich Platz, kein Maschengedrängel und das Gewicht verteilt sich viel angenehmer! Bei Strickstangen gibt es welche, die im hinteren (längeren) Bereich dünner sind, da rutschen die Maschen leichter nach hinten; darauf würde ich beim Kauf achten. Aber wie gesagt: Mein Favorit ist hier eindeutig die Kabel-Variante.

Zauberweib am Mittwoch, 02 Januar, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Dienstag, 01 Januar, 2013

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Zauberweib am Dienstag, 01 Januar, 2013 * Kategorien: Vorgestelltes
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Freitag, 20 Januar, 2012

Jahresorakel mit Runen

Samhain naht - und damit die traditionelle Zeit des Orakelns. Einige wissen sicher, dass ich gerne ein Jahresorakel mache und eins davon möchte ich hier vorstellen. Du brauchst dazu ein Blatt Papier, um die Vorlage aufzumalen und deine Runen.

Orakelvorlage  

Du siehst, es ist gar nicht schwierig: Ein großer Kreis in zwölf Stücke geteilt, außen die Beschriftung von I bis XII und in der Mitte ein kleiner Kreis. Fertig. Die Sektoren beziehen sich dabei nicht auf die Monate (das wäre ja einfach), sondern auf bestimmte Aspekte:

Die Auswahl habe ich aus der Astrologie entlehnt und etwas abgewandelt - fühl' dich frei, einzelne Bereiche für dein Orakel ebenfalls passend abzuwandeln/umzubenennen! (Natürlich, bevor du orakelst!) I und II dürfte klar sein, III bezieht sich darauf, wie du mit der Welt in Kontakt trittst, auf was hörst du, wie und was nimmst du wahr, usw. IV meint alles, was du "von Geburt an" mitbringst, hier sind u.a. Traditionen und Glaubenssätze versteckt. V könnte man im weitesten Sinne auch mit Hobbies, Begabungen, Fähigkeiten betiteln. VI Körper/Gesundheit dürfte klar sein. VII meint generell alle Beziehungen, kann aber auch als Partnerschaftsbereich betitelt sein. VIII beinhaltet alles, was nicht sofort offensichtlich ist und ist somit oft der erhellendste Bereich im Orakel. :) IX Welche Lebenseinstellung hast du? Welche Vorstellungen? Was treibt dich an, bringt dich weiter? X kann durchaus als konkrete Aufgabe für dieses Jahr gesehen werden. XI zeigt an, woher überall Hilfe zu erwarten ist, damit kann auch ein gut ausgebautes Netzwerk gemeint sein. XII Das Spirituelle bezeichnet den gesamten spirituellen Hintergrund, im Gegensatz zu VIII, wo es um Dich als Individuum geht.

Wenn du in der Astrologie bewandert bist, kannst du dich auch direkt nach den Häusern orientieren.

Male dir die Vorlage auf ein ausreichend großes Blatt (hängt von der Größe deiner Runensteine ab). Konzentriere dich auf das kommende Jahr, darauf, was es dir wohl alles (Gutes! ;) ) bringen mag und wirf die Runen. Nimm dazu ruhig alle und lass nur die gelten, die auch auf der Vorlage (also innerhalb des äußeren Kreises) zu liegen kommen. Alle anderen kommen wieder in den Beutel.

Jede Rune hat eine Bedeutung für den Sektor, in dem sie liegt. Runen, die so nahe zusammen liegen, dass sie sich berühren, sollten auch zusammen betrachtet werden. Wenn eine Rune auf der Linie zwischen zwei Bereichen liegt, hat sie für beide eine Bedeutung. Eine Rune, die im inneren Kreis zu liegen kommt, ist von zentraler Bedeutung. Du kannst sie als Jahresrune betrachten. Runen, die mit "dem Gesicht nach unten" liegen, müssen buchstäblich (ich liebe das Wort im Zusammenhang mit Runen *g*) erst noch aufgedeckt werden. Eine verdeckte Fehu in II lässt auf einen Lottogewinn hoffen. Oder doch zumindest eine Gehaltserhöhung. :)

Ein Jahresorakel muss nicht zwingend für zwölf Monate gelten. Ich sehe es eher als eine Art "Wanderkarte". Wenn du alle "Sehenswürdigkeiten" entdeckt und erkundest hast, hat es seine Aufgabe erfüllt. Auch wenn das Jahr noch nicht abgelaufen ist.

Du kannst die Vorlage auf ein größeres Blatt Papier aufmalen, orakeln und dann die Runen, wie sie gefallen sind, direkt darauf einzeichnen. Verdeckt liegende kennzeichne ich mit einem Kreis, offen liegende bekommen keinen. So hast du deine "Wanderkarte" immer zur Hand, kannst dir am Rand - außerhalb des Kreises - Notizen machen, die einzelnen Bereiche vielleicht noch künstlerisch gestalten, so dass du gerne damit arbeitest und oft einen Blick drauf wirfst.

Mir haben Jahresorakel immer sehr hilfreiche Dienste erwiesen - vor allem auch dann, wenn es mal weniger schöne Zeiten gab. Ein Orakel zeigt dir Tendenzen auf. Es wird dir weder sagen, dass dein Traumprinz endlich in dein Leben kommt, noch wird es dir schlimme Krankheiten prophezeihen. Es zeigt dir lediglich, worauf du dein Augenmerk lenken solltest. Jera in II weist auf eine gute Ernte hin. Dafür ist es natürlich notwendig, zunächst zu säen!

Eine kurze Einführung zu den Runen findest du hier (pdf).

Als Jahresorakel kannst du natürlich auch die "klassische" Variante mit der Einteilung nach Monaten nehmen. Du kannst für jedes Monat eine Rune ziehen. Und/oder eine Tarotkarte. Eine Zigeunerkarte. Eine Lenormandkarte. Du kannst dein Tarotdeck in zwei Häufchen teilen: Trümpfe und kleine Arkana. Und für jedes Monat eine Karte aus jedem Stapel ziehen. Der Trumpf zeigt das Thema, die kleine Arkana den Aspekt dazu an.

Ein bisschen Zeit ist noch bis Samhain zur Vorbereitung. Ich wünsch dir viel Spaß beim (Er-)Finden deines persönlichen Jahresorakels und - guten Wurf! :)

09/2012

Zauberweib am Freitag, 20 Januar, 2012 * Kategorien: Spirikram, Vorgestelltes
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Bruttosozialglück

Wir steigern das Bruttosozialglück: Von Menschen, die anders wirtschaften und besser leben (buecher.de-Link)

Das Buch von Annette Jensen habe ich gerade fertiggelesen. Der Begriff "Bruttosozialglück" ist von dem kleinen Staat Bhutan abgeschaut, dessen Regierung es sich seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht hat, des Volkes Wohl (anstelle des Profits einiger weniger) in den Fokus des Handelns zu rücken. Ein revolutionärer Ansatz, der ausgerechnet vom Monarchen kommt! (wikipedia-Link)

Dieses Buch erzählt eine Menge Geschichten von Menschen aus dem deutschsprachigen Raum, die es einfach gemacht haben. Es gibt z.B. bereits heute mindestens eine Gemeinde in Deutschland, die zu 100% ihren Bedarf an Strom und Wärme selber herstellt und das ganz ohne Atom oder Kohle. Es berichtet über erfolgreiche Zusammenschlüsse von Herstellern, Zulieferern und Verbrauchern, die bewusst auf lange Transportwege verzichten. Auch dass es bei der Produktion bereits kleine und große Erfolge zu vermelden gibt, weg von der Chemie, vom Erdöl, von Ausbeutung hin zu neuen und/oder wiederentdeckten Methoden und Möglichkeiten (z.B. Auro). Weitere Beispiele im Bereich der Landwirtschaft und Banken/Finanzwesen folgen. Hier finde ich besonders die Geschichten und Berichte über Regionalgeld sehr spannend.

All diesen Geschichten ist eines gemein: Es sind immer Menschen wie du und ich, die "es eines Tages plötzlich satt hatten" - ein Banker, der kündigte, als sein Chef die Parole "Wir beraten nicht, wir verkaufen!" ausgab. Eine Hausfrau, die zur Geschäftsführerin der lokalen Energiegenossenschaft wurde. Weil sie und andere nach Tschernobyl einfach etwas tun wollten, tun mussten - und es einfach getan haben. Dabei machen diese Menschen keineswegs den Eindruck, dass sie abgehobene Idealisten wären. Ganz im Gegenteil: Es sind Menschen mit gesundem Menschenverstand, die nicht länger wegschauen konnten.

Diese Geschichten machen Mut und verbreiten Optimismus - etwas, das wir unbedingt brauchen. Wie sonst sollten Vision umgesetzt werden können? Und es zeigt, dass an allen möglichen Ecken und Enden längst begonnen worden ist, unser System zu unterwandern, anzuknabbern. Sicher, es sind immer nur eher kleine Unterwanderungen, nichts was einen der Machthabenden auf den jeweiligen Sektoren auch nur irgendwie berühren würde. Aber: Es sind viele! Und ich hoffe, dass viele dieses Buch lesen werden, sich durch die zahlreichen Links und Literaturhinweise durchklicken und -lesen werden - und damit den Mut und die Hilfe finden werden, ihre eigenen Ideen ebenfalls umzusetzen.

Natürlich verschließt Jensen nicht die Augen vor dem, was leider immer noch "Standard" ist. Patente auf Pflanzen und Tiere, Riester-Renten, mittels derer arglose Gutbürger plötzlich zu Förderern von Rüstungskonzernen werden. Und wie die Großkotzigen immer und immer wieder auf den Erhalt ihrer Macht bestehen. Am besten, indem sie Ängste schüren. "Wir können auf AKWs als Brückentechnologie nicht verzichten", wollen die uns weismachen. Dass gerade AKWs wegen ihrer langen Hoch- und Runterfahrzeiten gerade als "Brückentechnologie" absolut schlechtenst geeignet sind, zeigt die Autorin auf.

Die Beispiele sind regional - so manches könnte durchaus Ziel für den nächsten Sonntagsausflug werden. Die Aktualität lässt sich hier gerade gut daran messen, dass Fukushima ebenfalls behandelt wird. Es gibt ein umfangreiches Literaturverzeichnis, das die sehr gute Recherchearbeit dokumentiert. Und es ist gut verständlich geschrieben; durch die vielen vielen Einzelgeschichten auch unterhaltsam. Es macht Lust auf mehr, Lust, selber etwas anzupacken, etwas zu verändern.

Selbst wenn nach der Lektüre des Buches ein achtsamerer Umgang mit Wasser und Strom und beim Einkaufen auf mehr Regionalität zu achten alles ist, was am Ende davon umgesetzt wird - haben wir alle damit bereits gewonnen. Und wie gesagt, es werden viele Hilfen aufgezeigt, sei es, um sich einen Betrieb, eine Genossenschaft, etc. einfach mal anzusehen, oder Links zu Aufbaunetzwerken, die konkrete Hilfen leisten, z.B. die energiegenossenschaften-gruenden.de, fairpla.net. Oder ganz praktisch: bauanleitung.org und offene-werkstaetten.org - um nur einige Beispiele zu nennen.

In den Kapiteln werden die Themen Energie, Verkehr, Produktion, Landwirtschaft und Banken behandelt und vorgestellt, am Ende steht der Ausblick, dass viele Wege in die Zukunft führen. Vielfalt statt Einfalt.

Ein kurzes Zitat will ich noch anfügen:

Statt dauernd etwas in die Welt zu setzen, das die Natur überwindet, wäre es deutlich sicherer, sich an der Natur und ihrer Wirtschaftsweise zu orientieren. Innerhalb von 3,5 Milliarden Jahren hat sie aus demselben Material immer mehr und immer Vielfältigeres hergestellt. Die Atmosphäre, die Existenz fruchtbaren Bodens, eine unübersehbare Vielfalt an Lebewesen - all das sind Folgen dieses Entwicklungsprozesses. Niemand kann bestreiten, dass die Natur extrem produktiv ist. Zudem ist sie hocheffizient: Müll gibt es nicht, alles wird zu etwas Neuem umgebaut.

Zauberweib am Freitag, 20 Januar, 2012 * Kategorien: Vorgestelltes
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Regenbogenlochtuch: Anleitung

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen gibt es die Anleitung für das Regenbogenlochtuch: pdf, 900kb.

Das war für dieses Teil hier:

Regenbogenlochtuch

Viel Spaß beim Nachstricken! Falls in der Anleitung etwas unklar oder verwirrend ist, bitte Bescheid sagen, damit ichs verbessern kann.

Zauberweib am Donnerstag, 20 Januar, 2011 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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The Story of Stuff

The Story of Stuff : Wie wir unsere Erde zumüllen / Annie Leonard (buecher.de-Link)

Im Titel ist schon sehr genau benannt, um was es hier geht. Es ist das Buch zum Film auf thestoryofstuff.de, den anzusehen es sich auf jeden Fall lohnt. Keine Angst, der dauert keine halbe Stunde. Und wer es dann genauer wissen will, dem sei dieses Buch dringendst empfohlen.

Annie geht der Frage nach: Woher kommen unsere Dinge? Wie - auf welche Art, unter welchen Umständen - werden sie erzeugt, gewonnen, hergestellt? Wie kommen die Dinge zu uns? Warum kaufen wir all die Sachen? Und vor allem: Was machen wir, wenn wir sie nicht mehr benötigen?

Im ersten Kapitel befasst sie sich mit der Rohstoffgewinnung. Also Holz, Wasser, Gestein, usw. Es geht weiter mit der Produktion: wie werden aus den Rohstoffen die Dinge, die wir schließlich kaufen? Als drittes widmet sie sich der Distribution, also dem Handel und Vertrieb. Im vierten Kapitel sind wir VerbraucherInnen angesprochen: Konsum und Werbung. Bis es im letzten Kapitel schließlich um die Entsorgung geht: Ab wann werden aus den Dingen Müll? Und ist Recycling wirklich immer gut?

Im Epilog lässt uns die Verfasserin an ihrer Zukunftvision teilhaben, gefolgt von Anhängen zu dem, was die Politik tut, um uns auf einen besseren Weg zu bringen und was wir selber tun können.

Zugegeben, ein Buch zum Themengebiet Umweltschutz von einer amerikanischen Autorin empfinde ich zunächst etwa so, als würde ein Metzger über die Vorzüge veganer Ernährung referieren. Ich hatte arge Bedenken! Aber ich wurde positiv überrascht. Frau Leonard hat wirklich etwas zu berichten, weil sie viele Jahre rund um den Erdball unterwegs war in Sachen Müll. Sie hat sich alles ganz genau angeschaut, hat nachgefragt, nachgebohrt und ist so manchen Herren Wichtig auf die Füße getreten :)

Und vielleicht gerade weil in der breiten amerikanischen Öffentlichkeit das Thema Umwelt (noch) nicht so präsent ist, wie bei uns (was aber auch noch besser werden kann!), erklärt sie mit einer Engelsgeduld, so dass wirklich jeder es begreifen kann. Beim Lesen - ich hatte mir vorher den Film angeschaut - hatte ich immer die deutsche synchron-Stimme im Kopf, die mir erzählt.

Sie bringt es auf den Punkt. Dass (Wirtschafts-)Wachstum nicht ewig weiter gehen kann. Dass irgendwann einmal die Grenze erreicht ist, wo nichts mehr geht. Und dass bei der Konzentration auf die Quantität die Qualität immer mehr leidet. Klar spricht sie hauptsächlich von Amerika und den dortigen Umständen. Doch für die deutsche Ausgabe hat sie vieles ergänzt, Statistiken und Links zugefügt. Beispiele aus dem deutschsprachigen oder zumindest europäischen Raum bemüht. Und was das "westliche" angeht - da sind wir in vielen Dingen nicht um so vieles besser als die Amerikaner. Leider.

The Story of Stuff lässt sich im Grund auf einen ganz einfachen Nenner bringen: "Wo vorne Gift rein kommt, kommt am Ende auch Gift raus." Wenn bei der Rohstoffgewinnung und bei der Produktion giftige Chemikalien zur Anwendung kommen, ist dieses Gift in dem jeweiligen Ding auch drin, wenn wir es kaufen und nach Hause bringen: In der Kleidung, in der Verpackung. In Möbeln und Teppichen. In Kinderspielzeug. In Elekrogeräten. Überall!

Und irgendwann werfen wir alle diese Dinge wieder weg. Oft genug werfen wir sogar völlig funktionstüchtige Sachen weg. Paradebeispiel: Handys! Wo es doch so praktisch ist, spätestens alle zwei Jahre für billiges Geld ein neues zu bekommen, nur weil man den Vertrag verlängert. Also landet das "alte" erst mal in einer Schachtel, dann im Keller - und irgendwann schließlich im Müll. Hierzulande hoffentlich wenigstens auf dem Recyclinghof oder sogar wieder beim Händler.

Recycelt wird dennoch nur ein geringer Prozentsatz. Wobei das Verfeuern von Plastikmüll "zur Energiegewinnung" nach meinem Verständnis nicht wirklich als "recycling" bezeichnet werden dürfte. Ok, wir haben hierzulande - gehen wir mal davon aus - sehr gute Filter in den Müllverbrennungsanlagen. Doch das bedeutet nur, dass die giftigen Partikel nicht gleich in die Luft kommen, sondern sich als mikrofeine Asche sammeln. Und sammeln. Und sammeln. Und dann? Wohin mit der hoch(!!)giftigen Asche? Da beschreibt sie die "super Idee", diese Asche in Dünger unterzumischen und nach Haiti zu schicken. So funktioniert Globalisierung im Kapitalismus.

Begrüßenswert (nicht das Gelbe vom Ei, aber doch die richtige Richtung) fand sie unser "duales System" - der Grüne Punkt. Ein guter Ansatz! Weniger lustig fand sie dann, dass sie unsere Grünen Punkte auf afrikanischen Müllhalden wiederfand. Klar, wenn wir schon das wenige kostbare Ackerland in Kenia in Beschlag nehmen, um darauf Schnittblumen zu pflanzen, sollen die armen Afrikaner wenigstens unseren Plastikmüll bekommen. Immer schön fair bleiben... /sarkasmusoff

Nein, ich will keinen falschen Eindruck erwecken: sie erzählt klar und deutlich, was alles läuft - und vor allem: wie schief! - aber sie versprüht auch jede Menge Zuversicht. Zeigt immer wieder Möglichkeiten und Geschichten auf, die Hoffnung machen. Es ist noch nicht zu spät. Aber allerhöchste Eisenbahn!

Was wirklich schlimm ist, dass die Umweltzerstörung gewollt ist. So muss man es benennen, wenn man sich darüber klar wird, dass die Industrie Boden, Wasser und Luft verseuchen darf, ohne in irgend einer Art und Weise dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Warum werden unsere Tshirts in Bangladesch produziert? Doch nicht, weil die Einwohner dort für ihre hervorragenden Nähkünste bekannt sind (wobei ich diese jetzt aber auch nicht abwerten will!). Sondern weil es dort praktisch keinerlei Gesetze zum Umweltschutz gibt. Die giftigen Chromsuppen werden einfach auf die Straße gekippt. Landen im Trinkwasser, im Boden, auf den Feldern, in der Nahrung. Arbeiterschutz gibt es auch nicht. Die Menschen dort stehen barfuß im Giftcocktail, ohne Atemschutz, nichts. [Der Vergleich zur Hühnerhaltung in Legebatterien drängt sich hier irgendwie auf...]. Kinderarbeit, Hungerlöhne, ellenlange Arbeitszeiten. Anders ist der Ladenpreis von 5,- für ein Tshirt aber nicht machbar: nur auf Kosten der Natur: Boden. Wasser. Luft. Leben.

Recht abenteuerlich findet sie die Ideen, was man alles mit dem Kohlendioxid machen könnte. Zum Beispiel unter Hochdruck in der Erde lagern. Sie stellt die simple Frage: Wie wäre es mit Schutz und Aufforsten von Wäldern? (Wald - keine Holzplantagen!) Bäume sind die besten CO2-Wandler, die es gibt. Schon deshalb, weil das "Austauschprodukt" am Ende Sauerstoff ist. Den wir ja doch auch recht gut brauchen können. So hin und wieder mal...

Was mir neu war, dass die WTO praktisch jedes Gesetz einfach so vom Tisch fegen kann, indem sie es einfach als "Handelsbarriere" deklariert. Umweltschutz muss draußen bleiben, wenn er dem Profit im Wege steht.

Sie sagt auch ganz deutlich, dass sie nichts gegen Handel hat. Nur was bei uns im Zuge der Globalisierung passiert ist, ist eine bloße Konsumierung. Wir sind keine Verbraucher mehr sondern Konsumenten. Es geht nicht mehr darum, eine neue Schüssel zu kaufen, weil die alte kaputt gegangen ist, sondern uns wird eingetrichtert, dass wir erstens sowieso drei, vier, fünf Schüsseln brauchen, schon mal grundsätzlich. Auf dem Esstisch machen die sich in Porzellan recht gut, für Sonntag brauchen wir natürlich einen extra-Satz Glasschüsseln. Ja, und für draußen, Grillen, Picknick, nochmal einen weiteren Satz Plastikschüsseln. Und dann gibts ja immer noch die Sonderangebote - drei Schüsseln für nur vier Euro - wer da nicht zugreift, ist doch blöd, oder?

Und ich bin wieder bei der Frage: Wenn ich Kleidung brauche, besuche ich einen Klamottenladen. Brauche ich ein Notebook, geh ich ins Elektronik-Geschäft. Aber was sollte mich dazu bewegen, einen Ein-Euro-Laden aufzusuchen? Wer steht morgens auf und stellt fest: Göddin, ich hab ja gar keine Ein-Euro-Sachen mehr?

Am Ende wirft sie einen schönen Begriff in den Raum: Zero Waste. Null Müll. Klingt komisch, gell? Aber mal ganz im Ernst: genau das müssen wir anstreben! Zum Glück gibt es schon einige findige Köpfe, die das erkannt haben und vereinzelt Lösungen gefunden haben. Wirklich "null" ist es dabei meist auch nicht. Aber wenn wir das Unmögliche anstreben, können wir alles Mögliche erreichen!

Es ist doch wirklich so: Alles, was wir kaufen, ist Müll. Nicht sofort zu dem Zeitpunkt, wo wir es kaufen. Aber irgendwann. Und gehts nach den Produktionsfirmen: so bald wie möglich. Dass auch tatsächlich die meisten Dinge, die wir kaufen, bereits im Laden (Gift-)Müll sind, macht Annie Leonard deutlich.

Für mich gehört dieses informative, ausführliche, verständliche und vor allen Dingen: ehrliche Buch auf die Liste der Pflichtlektüre für Schulen. Schon um alleine der allgegenwärtigen Werbung etwas entgegensetzen zu können. Durch den Zusatz "Das Kultbuch der Öko-Szene" wird es leider in die Birkenstock-&-Müsli-Ecke gedrängt, wo es eben gerade nicht hingehört. (Schon weil Birkenstock auf langlebige Produkte setzt!)

Kauft es und gebt es an FreundInnen und KollegInnen weiter. Leiht es euch aus der Bücherei. Lasst es euch schenken und schenkt es weiter. Sorgt dafür, dass es so viele Menschen wie möglich lesen!

Zauberweib am Donnerstag, 20 Januar, 2011 * Kategorien: Vorgestelltes
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Häkelpuschen mit Anleitung

Haekelpuschen

An sich sind solche Puschen schnell und einfach gehäkelt: Von der Spitze ausgehend in jeder Runde zwei Maschen gleichmäßig zunehmen, bis die Fußbreite erreicht ist. Gerade hochhäkeln für die Fußlänge. Die Sohle wird spitz zulaufend bis kurz vor der Ferse gehäkelt. Dann die seitlichen Maschen aufnehmen, hinten gleichmäßig Maschen zusammenhäkeln, so dass sich die Ferse formt. Am Schluss eine Abschlussrunde einmal rundrum, fertig.

Da ich aber jedes Mal für jedes Paar mindestens drei Socken häkel, bis ich wieder weiß, wie es ging, hab ich mir endlich mal meine Notizen ins Reine geschrieben, so dass ichs auch in drei Wochen noch lesen kann. Und stell diese Anleitung (pdf, 2 MB) hiermit zur Verfügung. Viel Spaß beim Nachhäkeln.

Haekelpuschen Detail  

Zauberweib am Donnerstag, 20 Januar, 2011 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Die Seele des Raumes berühren

Die Seele des Raumes berühren : Den eigenen Lebensraum neu erfahren, gestalten, reinigen und energetisieren von Stephan Andreas Kordick (buecher.de-Link)

Ein Buch zum Verlieben - in die eigenen vier Wände. Im ersten Teil lädt der Autor ein, die Wohnung/das Haus mit allen Sinnen zu erfahren, im Wortsinn wahr-zu-nehmen. Er erklärt, welcher Teil (Zimmer, Dachboden, Keller, Garage, Wasser- und Stromleitungen) welche Aufgabe hat bzw. welche Entsprechung im menschlichen Körper. Man fühlt sich dabei beim Lesen liebevoll an die Hand genommen von einem, der weiß, was er erzählt, weil er es schon viele tausend mal selber erlebt und erzählt hat.

Im zweiten Teil geht es um die Reinigung des Lebens-Raumes. Zuvor wird der Ablauf eines ganzes Rituals aufgezeigt, durch einige Praxisbeispiele bereichert. Im Folgenden wird jeder Teil des Rituales von der Vorbereitung bis zum abschließenden Aufräumen und Aufbewahren der Utensilien genau beschrieben. Jedes Detail wird dabei konkret erklärt, doch immer wieder auch der Hinweis: Machen Sie es so, wie es sich stimmig anfühlt!

Stephan Kordick verändert den Blickwinkel auf den eigenen Lebens-Raum unweigerlich. Er redet mit einer solchen Selbstverständlichkeit von der Seele des Raumes, von seinen Kleidern und den Energien, dass einem gar nicht anderes übrig bleibt, als selber durch das Haus zu gehen, die Räumen (neu) zu betrachten und (den Frühjahrsputz zu planen *g*) wahr-zu-nehmen, mit allen Sinnen zu erfassen.

Dieses Buch ist sehr liebevoll geschrieben, von jemanden, der weiß, wovon er redet, der nix künstlich aufbauscht, kein Hokuspokus, sondern schlicht und einfach: Handwerk. Ein Blick auf seine Homepage hat mir den sympathischen Eindruck, den ich schon vom Lesen gewonnen habe, bestätigt.

Wirklich gute (Sach-)Bücher lassen sich nach meiner Auffassung auch daran messen, ob man sie einmal liest und dann ins Regal stellt, oder immer wieder gerne zur Hand nimmt, darin blättert, sich hier und da festliest und jedes Mal was Neues entdeckt. "Die Seele des Raumes berühren" gehört nach dieser Definition auf jeden Fall zu den wirklich guten. Daher satte fünf Punkte - dass die alte Rechtschreibung verwendet wird, hat mich anfangs schon etwas irritiert, aber der Inhalt machts mehr als wett :)

Übrigens: Um gute Energien im Raum (Haus/Wohnung) dauerhaft einzuladen, gibt es einen wunderbar einfachen "Trick". Man lege sich einfach zwei bis drei Katzen zu, bei größeren Anwesen gerne auch mehr. Bessere Schnurgelenergieverteiler gibt es einfach nicht. Was sicher DosenöffnerInnen auf der ganzen Welt bestätigen können. ;)

Zauberweib am Donnerstag, 20 Januar, 2011 * Kategorien: Vorgestelltes
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Was in Klamotten alles drinsteckt

Ein Themen-Abend auf Arte war Anlass für diesen Artikel. (s.a. TAZ-Bericht). Klamotten sind für mich schon lang kein großes Thema mehr. Jeans, Pulli oder Tshirt. Im Sommer ein Kleid - damit ist frau angezogen. Und solange die Teile sauber und in Ordnung sind (also keine Löcher, Risse, etc., die nicht repariert werden können), können sie getragen werden, bis sie auseinanderfallen.

Gut, bei jüngeren Menschen mag das noch wichtig(er) sein, ständig neue Klamotten zu haben. Aber auch da ließe sich doch was machen. Gute Freundinnen teilen und tauschen doch eh desöfteren. Warum also nicht regelmäßige Tauschparties veranstalten? Das hat nur Vorteile:

Geringerer Spaßfaktor, aber gleicher Nutzen wäre das Aufsuchen eines Second-Hand-Ladens. Auch dort können die "alten" Kleidungsstücke überlassen und "neue" gekauft werden. Übrigens hat diese Ware einen weiteren großen Vorteil: da sie ja schon häufiger gewaschen worden ist, sind kaum noch Schadstoffe drin. SecondHand ist also wesentlich hautfreundlicher und gesünder als die Sondermüll-Produkte, die frisch über die Ladentheke gehen.

Ja, Sondermüll... anders lässt sich die herkömmliche Art der Kleidungsherstellung nicht nennen. Dass in Ländern wie Bangladesch produziert wird, liegt nämlich nicht nur an den wesentlich billigeren Löhnen als z.B. in Deutschland, sondern vor allem auch an fehlenden Gesetzen für Umwelt- und Arbeitsschutz. Da stehen die Arbeiter mit nackten Füßen in der Chlorbrühe! Die hinterher einfach auf die Straße oder in den nächsten Fluss gekippt wird...

Der ultrageile used-look bei Jeans wird durch Sandstrahlen erzeugt. Dabei geraten winzigste Staubteilchen in die Lungen, die sich über die Monate bei den Arbeitern ansammeln und dann ersticken sie. Aber hey, geile Jeans... :(

Doch ohne Sarkasmus: Was dort in den Fabriken abgeht, ist menschenverachtend und umweltzerstörend. Anders lässt sicht ein Tshirt für 3,- Verkaufspreis einfach nicht herstellen! Schlimm ist die Unwissenheit: Die der ArbeiterInnen in den Fabriken, die keine Ahnung haben, welchen Gefahren sie sich täglich aussetzen, die (noch) keinerlei Bewusstsein dafür entwickelt haben, was durch die Chemikalien der Natur angetan wird - was ja letztendlich auch wieder Folgen für uns Menschen hat, um mal ganz egoistisch zu bleiben.

Und die Unwissenheit der (westlichen) Konsumenten, die sich über das "tolle Schnäppchen" freuen. Da gibt es eine Ladenkette, die sogar noch Werbung damit macht, dass ihre tolle "Qualität" einzig dadurch zustande kommt, dass die am Herstellungsprozess Beteiligten gequält werden. Naja, ganz so wörtlich drücken sie es nicht aus, aber ich denke, ihr wisst, was gemeint ist :)

Jedenfalls sinds solche Aktionen, die bei mir inzwischen Übelkeit verursachen, wenn ich nur das Wort "billig" höre! Was wir hier "billig" konsumieren können, geht immer auf Kosten anderer und zu Lasten unserer Umwelt! Anders funktioniert "billig" nicht!

Und wirklich günstig - von obigen Einschränkungen mal sowieso abgesehen - ist "billig" in den allerwenigsten Fällen. Weil "billig" von vorneherein darauf ausgelegt ist, eher kurzlebig zu sein. Schließlich wollen die Billig-Verkäufer nächstes Jahr auch wieder was verkaufen! Qualität und billig schließen einander definitiv aus!

Sicher ist es nicht einfach, die richtige Wahl beim Einkaufen zu treffen. Wie im Film auch angeklungen ist, werden mehr "bio"-Klamotten verkauft, als bio angebaut wird. Einfach nur dem bio-Aufdruck der Firma zu glauben wäre zu blauäugig. Doch es gibt auch hier Standards und Labels, denen Vertrauen geschenkt werden darf. z.B. das ÖkoTex-Label, GOTS und natürlich fairtrade.

Als unbedingte Pflichtlektüre für jeden Menschen, der schon irgendwann einmal im Leben Kleidung gekauft oder auch nur vor hat, irgendwann einmal welche zu tragen, will ich Kirsten Broddes "Saubere Sachen" empfehlen. (buecher.de) Dort gibt es all die appetitlichen Fakten zum Thema Kleidung schwarz auf weiß zum Nachlesen, außerdem werden etliche echte Öko(fair)-Läden genannt, in denen guten Gewissens eingekauft werden kann. Doch auch dann gilt: Weniger ist mehr!

Das Thema ökobiofaire Kleidung ist beleibe nicht neu: Der Vorreiter Hess-Natur wurde bereits 1976 gegründet. Und seit einiger Zeit wirbt auch Trigema für völlig schadstofffreie Kleidung - die überdies noch einheimische Arbeitsplätze unterhält. Geht doch!

Zauberweib am Mittwoch, 20 Januar, 2010 * Kategorien: Angedachtes, Vorgestelltes
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Kochen für Shermin: Keksäää :)

Dieser von Distel hervorgerufenen Aktion, Shermins Magischen Kessel zu unterstützen, mag ich mich gerne anschließen.

Kochen für Shermin

Was so manche vielleicht erst einmal verwundert, denn mit Kochen werd ich eher weniger in Verbindung gebracht. Aber ich liebe es zu backen! Und am allerliebsten back ich Kekse!

Tatsächlich können Kekse ganzjährig gebacken und gegessen werden. Es gibt jedoch einen sehr starken Anstieg an Verbrauch, Variationen und Angebot von Keksen etwa in der Zeit zwischen November und Januar. Während dieser Hoch-Saison lässt sich ein weiterer Anstieg bis zur Wintersonnwende beobachten, der danach abflaut, um spätestens Ende Januar wieder auf dem (Rest-Jahres-)Stand von Anfang November angelangt zu sein.

Kekse werden also in der Zeit von Samhain bis Imbolc besonders verehrt - oder geopfert, hier sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig. Jedoch lassen der schon fast explosionsartig ansteigende Verbrauch, das ins Unermessliche wachsende Angebot, - selbst in Haushalten, wo sonst nicht gebacken wird, wird plötzlich Teig geknetet, gerollt, ausgestochen, in Form gebracht - keinen anderen Schluss zu, als dass den Keksen im Winter-Quartal besondere Achtung entgegengebracht wird. Dass dies kultischem Ursprung zuzuschreiben sein muss, wird vor allem auch darauf begründet, dass sie während dieser Hoch-Zeit einen besonderen Namen tragen. In der dunkelsten Jahreszeit werden Kekse "Plätzchen" genannt.

Zwischen Imbolc und Samhain allerdings führen die Kekse ein Schattendasein, sie sind in Bäckereien kaum bis gar nicht und in Supermärkten auch nur bei genauem Hinsehen zu finden, so dass sie da selbst gemacht werden müssen. Dass das sehr einfach ist, Spaß macht und am Ende sehr lecker schmeckt - ja, probiert's am besten selber aus :)

Das einfachste Rezept, das ich kenne, ist:

Die Butter sollte nicht frisch ausm Kühlschrank kommen, dann geht das Verkneten leichter. Damit lassen sich Kekse ausstechen, -radeln oder -pressen, ganz nach Belieben.

Noch einfacher sind Löffelkekse. Dazu wird ein weicherer Teig zubereitet, also notfalls einen Schuß (Soja-)Milch zufügen. Der Teig sollte etwas rupfig sein, da lassen sich mit dem Teelöffel schöne Häufchen abstechen.

Ebenfalls sehr gut sind Schnecken-Kekse. Teig ausrollen, Füllung draufstreichen, einrollen. Ggf. im Kühlschrank (oder um diese Jahreszeit: auf der Terrasse) noch etwas kaltstellen, dann lassen sich leichter Scheiben abschneiden. So in dem Dreh von 0,5-1cm Dicke - wobei die insgesamt aber ziemlich einheitlich sein sollte, wg. der Backzeit.

Füllung für die Schnecken-Kekse ist simpel: Marmelade mit gemahlenen Nüssen/Mandeln und/oder Haferflocken vermischen, so dass eine streichfähige Masse ensteht. Gibt weniger Sauerei als mit nur-Marmeladen-Füllung und die Füllung selber bleibt auch voluminöser.

Kekse mit dem Herz aus Marmelade lassen sich auf die altbewährte Art herstellen: Teig ausrollen, kleine Marmeladenkleckse in regelmäßigem Abstand auf die eine Hälfte klecksen, die andere Teighälfte drüberziehen, Ränder festdrücken, ausradeln. Oder auf die wohl einfachere Art durch Verwendung von Maultaschen-Formen.

Das Rezept lässt sich schier unendlich abwandeln:

Wers lieber herzhaft mag: Zucker weglassen (dafür etwas mehr Mehl), Butter zur Hälfte durch Ei ersetzen und ne Prise Salz zufügen. Relish nach Wahl (Zucchini, Paprika, ...) etwa 1:1 mit Reibekäse vermischen, Füllung aufstreichen, rollen, schneiden, backen, legga!

Gebacken werden die Kekse bei 180-200 Grad - zur Backzeit... tja, damit steh ich auf Kriegsfuß. Also nach 10 Min. mal nachsehen, kann grad bei eher dünnen (ausgestochenen) Keksen nicht schaden. Schnecken dauern auch mal 25 Minuten - aber lieber öfter mal nachsehen!

Die 1-2-3-Kekse sind mein absolutes Lieblings-Gebäck. Die Grundzutaten sind eigentlich immer im Haus - also schau ich einfach, was sonst noch grad so da ist und lass der Kreativität freien Lauf. Backen für die Seele... ;)

Bei der Kochen-für-Shermin-Aktion kannst du übrigens auch mitmachen, schau einfach nochmal bei Distels Aktions-Start-Beitrag nach. (bissl scrollen zu den "Regeln")

Zauberweib am Mittwoch, 20 Januar, 2010 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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CO2-neutrales Blog

Die Idee dahinter is recht einfach und gut. Dennoch muss ich zugeben, ein bisschen Skepsis bleibt. Einzig und allein wegen der Briefkasten-Aufkleber: Bitte keine Werbung! hab ich mich nun doch zum Mitmachen entschlossen.

Die hab ich mir im Sommer bereits schicken lassen und seitdem kleben sie am Briefkasten. War es Anfang des Jahres noch so, dass die Papiertonne zur Leerung wenigstens zu drei Vierteln, meist aber ganz voll war, isses uns neulich passiert, dass wir den Rausstelltermin übersehen hatten. Was aber seltsamerweise gar nicht weiter tragisch war, denn dank des wunderbaren Aufklebers war die Tonne nach acht Wochen noch immer nicht voll, es hätte noch einiges hineingepasst. Und das find ich einerseits ein wirklich phänomenales Ergebnis - andererseits isses auch sehr erschreckend, wieviel Müll Tag für Tag produziert wird.

Es ist mir unheimlich, wenn mich eine Seite mit den Angeboten aus meinem Ort/näheren Umgebung "begrüßt". Datenschutz verkommt immer mehr zu einem Märchen aus grauer Vorzeit... Btw. besuche ich keine Blogs mehr, die dieses aus-welchem-Ort-besuchen-mich-die-Leute-auf-meinem-Blog-Gadget eingebaut haben. Meine Art des stillen Protests, auch wenns vermutlich noch eh niemandem aufgefallen ist. :)

Gerade wenns um Werbung geht, bin ich vielleicht noch ein bisschen paraonider als sonst *g*, daher meine Skepsis, was die Blog-Aktion angeht. Allerdings erspare ich mir durch die Aufkleber dermaßen viel Papiermüll, dass ich auf diese Weise vermutlich wirklich den CO2-Ausstoß meines Blogs eingespart habe. Wenn auch nur rein rechnerisch.

Und vermutlich wird durch solche Aktionen am Ende doch mehr bewirkt als die Damen und Herren Machthabenden in Kopenhagen zustande gebracht haben... Shame on you!

Zauberweib am Mittwoch, 20 Januar, 2010 * Kategorien: Angedachtes, Vorgestelltes
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Heilung an und für sich

Das Buch, das mich in den letzten Monaten am meisten inspiriert hat, ist das heilende Bewusstsein von Joachim Faulstich.*) Er beschreibt Heilung als einen ganzheitlichen Prozess, der sich auf allen Ebenen des Seins abspielt und in logischer Konsequenz auch auf allen Ebenen angegangen werden kann. Er unterteilt folgende Bereiche:

1. Reparatur-Ebene (OP)
2. Ebene der Körperchemie (Medis)
3. Bewusstseins-Ebene ("Placebo-Effekt")
4. energetische Ebene (Handauflegen)
5. Quanten-Ebene (Fern-Reiki; vgl. a. morph. Felder)
6. Spiri-Ebene (Hilfe von Engeln, Geistern, Göttern)

Auf all diese Ebenen geht er ausführlich ein, unterlegt mit etlichen Beispielen. Dabei versucht er stets, das Thema vom "wissenschaftlichen Standpunkt" aus zu beleuchten, fernab von Eso-Spiri-Lichti-Blah. Ein wie ich finde gelungener Versuch, den eher "esoterisch" angehauchten Bereichen den Platz zuzuweisen, der ihnen zusteht. Schließlich gibt es inzwischen eine Vielzahl an Untersuchungen, die die Wirksamkeit von Reiki, Handauflegen, Engeln usw. belegen. Kritiker, die bei einer Erfolgsquote von vielleicht "nur" 70 % auf bloßen Zufall hinweisen, vergessen dabei gern, dass Medikamententests oft auch nicht wesentlich bessere Ergebnisse bringen - und dennoch zugelassen werden.

Besonders beeindruckt hat mich der Test mit den "Schein-OPs". Da wurden Patienten zur Knie-OP gebracht - aber nur ein Teil von ihnen wurde wirklich "repariert". Bei den anderen gab es nur Einstiche, damit alles so aussah, als ob. Und tatsächlich war die Heilungsquote der Nichtoperierten nur um weniges geringer als die der Operierten! (Die Probanten wussten natürlich im Voraus, auf was sie sich einließen.)

Faulstich betont, dass es keinen Allheilsweg gibt, sondern viele verschiedene Möglichkeiten zur Heilung. Die Kunst besteht darin, den für die Patientin besten Weg herauszufinden. Und so ist es letztlich auch ein Plädoyer für die Wichtigkeit des Vertrauensverhältnisses Arzt-Patient.

Nicht zuletzt aus diesem Grund also durchaus auch für Weißkittel lesenswert. Und vielleicht wird ja die eine oder andere dadurch angeregt, ihr Fachgebiet in Richtung "alternativer Heilmethoden" zu ergänzen bzw. das eigene Netzwerk um diese Bereiche zu erweitern.

Es ist kein Praxisbuch - wer sich konkrete Hilfe erhofft, wird hier nicht fündig. Aber es regt sehr zum Nachdenken an, den Begriff "Heilung" einmal völlig auseinander zu nehmen und neu aufzubauen. Ein Schritt in Richtung Heilungs- und damit auch Selbstverständnis.

*) Der Link geht zu buecher.de, einem gewerblichen Angebot.

Zauberweib am Sonntag, 20 Januar, 2008 * Kategorien: Vorgestelltes
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Symbolik

Die Welt ist voller Symbole. Wir sind so sehr von ihnen umgeben, dass wir sie vielfach gar nicht mehr als solche wahrnehmen: Verkehrszeichen sind Symbole. Länder- und Familienwappen sind Symbole. Kreuz, Mond, Daivdsstern, Pentagramm sind Symbole, Firmenlogos sind Symbole.

Symbole sind dazu da, Wissen zu schützen UND weiterzugeben, über Raum und Zeit hinweg. Suche dir ruhig deine eigenen Symbole aus und arbeite damit.

Symbole lassen sich dazu verwenden, zu kommunizieren. Ich habe keine Ahnung, was Mond auf Balinesisch heißt, doch die Mondsichel wird eine Balinesin erkennen.

Symbole müssen also entschlüsselt werden. Ein sehr gut erforschter Teilbereich davon ist die Traumdeutung. Im Traum "spricht" unser Unterbewusstes zu uns, und es bedient sich der Bildersprache. Dabei sind grob zwei Traumarten zu unterscheiden: welche, die das aktuelle Tagesgeschehen verarbeiten, und solche, die tiefer gehen. Oft alte Wunden oder Sehnsüchte ansprechen.

Ein anderer, inzwischen weit verbreiteter Ansatz, ist die Märchensymbolik. Denn Märchen sind unsere Geschichtsbücher. Herstory statt History. Viele der Symbole sind uns heute nicht mehr direkt zugänglich, doch gerade in einer Gruppe von Frauen kann freies Assoziieren helfen, diese tiefen Schichten wieder offenzulegen. Zusammenhänge wieder zu entdecken.

Diesen Ansatz macht sich u.a. auch das Reclaiming zunutze. Darunter verstehe ich (auch hier in diesem Zusammenhang) das Wiederentdecken unserer Symbole, Mythen und Weisheiten. Rüttner-Cova hat das in ihrem Buch wundervoll aufgezeigt, was alles drin steckt, was frau demnach alles hervorbringen kann. Es ist eine völlig andere als die "übliche" Herangehensweise an etwas und kann mE durchaus in andere Lebensbereiche übertragen werden. Für alle, die ich jetzt neugierig gemacht habe und/oder mehr dazu wissen möchten, gibt es unten Buchtipps und Links.

Wie du an Symbole herangehst, ob du das überhaupt tust, musst du selber herausfinden. Gut ist es, dir erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Weiter ist wichtig, dass du herausfindest, was ein Symbol dir bedeutet, was es dir zu sagen hat. Dazu ist es gut, wenn du auf deinen Bauch hörst, aber auch auf alle seltsamen Zufälle achtest, die dir begegnet. Das alles kann dir helfen, deinen Zugang zur Symbolik zu finden und zu deuten.

Ganz wichtig finde ich aber auch den kreativen Austausch mit anderen Frauen. Gerade im Gespräch ergeben sich oft neue Ansätze, Ideen, Verknüpfungen. Und nebenbei wird damit direkt an Weiberkraft gewoben :)

Literaturtipps:

Starhawk: die 12 wilden Schwäne Eine Reise ins Reich der Magie. Rituale, Übungen, Anrufungen - wohl das bekannteste Werk zum Thema Reclaiming, nicht zuletzt wegen der berühmten Autorin. Am Beispiel des Märchens "die 12 wilden Schwäne" wird auf verschiedenen Wegen die Symbolik beleuchtet. Es ist ein praktisches Arbeitsbuch, anhand dessen jede gleich einsteigen kann.

Rüttner-Cova, Sonja: die gestürzte Göttin Spuren des Matriarchats in Märchen und Mythen - hier geht es direkter ums Entschlüsseln und Umsetzen, was das für die einzelne Frau und die Frau in ihrer Gesamtheit bedeutet. Die Idee ist dieselbe, der Ansatz noch viel einfacher als beim Obengenannten.

Linktipp:

reclaiming.org die englischsprachige Homepage, die alles Wissenswerte zum Thema enthält. Ja, auch Reclaiming kommt aus Amiland. Immerhin ein Beispiel dafür, dass nicht alles schlecht ist, was von dort rüberschwappt ;-)

Zauberweib am Sonntag, 20 Januar, 2008 * Kategorien: Spirikram, Vorgestelltes
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Über Runen

Literaturtipps: (Links verweisen auf buecher.de - gewerbliches Angebot)

Engelhardt, Ulrike: Kleines Runenhandbuch : Einführung in praktische Runenarbeit - die Ausführungen dieser Seiten und viel weiteres Wissenswertes rund um Runen habe ich in diesem Buch zusammengefasst. [Es ist mittlerweile im Buchhandel nicht mehr lieferbar. Bei Interesse verschicke ich gerne einen ungebundenen Manuskript-Ausdruck. Billiger wirds jedoch nicht; für Druck, Porto und Zeit verlange ich 10,-. Bitte über info ätt zauberweib de Kontakt aufnehmen.]

Gardenstone: Germanische Magie - bereits in der 3. Auflage. Trotz des Preises ein Standardwerk aus traditionellmagischer Sicht.

Meadows, Kenneth: Runen, die magische Kraft - untersucht und beleuchtet die Runen aus schamanischer Sicht. Nicht unbedingt als Einstieg zu empfehlen (es sei denn ma kommt aus der schamanischen Richtung) aber weiterführend auf jeden Fall lesenswert!

Aswynn, Freya: Die Blätter von Yggdrasil - Die Frau geht ihren eigenen Weg zu den Runen und zeigt ihn hier auf. Es zeigt sich, dass sie schon viel Erfahrung und Praxiswissen über die Runen verfügt und nimmt die Leserin bei der Hand. Sie hat mir viele neue Anregungen gegeben, wenn ich auch mit vielen ihrer Zuordnungen nicht einverstanden bin. Aber das muss schließlich jedeR für sich selber herausfinden :)

Warneck, Igor: Runen-Welten - Ein wirklich tolles Buch für Anfänger und Einsteiger. Man merkt, dass der Autor 100% hinter jeden Wort steht, das er schreibt, dass hierin sein Herzblut liegt. Leider trifft dies auf seine anderen Runenbücher nicht unbedingt zu; der Verlag war wohl so vom Erfolg dieses Werkes angetan, dass Igor noch weitere Bücher abgepresst wurden. In entsprechend magerer Qualität. Für Intressierte und Neulinge ist aber dieses Buch das Beste, das ich kenne.

Inanna: Runenbuch für Frauen - Noch ein Buch eher für Anfängerinnen, mit einem wundervoll intuitivem Ansatz. Es gibt den Mut, die Bedeutungen in einer selber zu finden.

Runen - eine kurze Vorstellung

pdf, 12 Seiten

Zauberweib am Sonntag, 20 Januar, 2008 * Kategorien: Spirikram, Vorgestelltes
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