Zauberweibs Gewerkel

Gewerkeltes, Vorgestelltes, Spirituelles, Schnurgeliges :)

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Montag, 01 Februar, 2016

Was es Neues gibt...

Schlafanzug

Schon lange habe ich nichts Gewerkeltes mehr gezeigt. Gab es, ehrlich gesagt, während der letzten Monate auch nicht soo viel.

Ich hab Winterschlaf gehalten (wenn ich nicht auf Arbeit war) und mir -immerhin- zu diesem Zweck einen Schlafanzug genäht. Dafür durfte ein alter Biber-Bettbezug herhalten, den ich schon länger mal eingefärbt hatte. Die schöne weiche Kuschelseite hab ich als Innenseite genommen, so dass die eigentliche Rückseite außen liegt.

Für die Umschläge und die Verzierung auf dem Oberteil habe ich meinen alten Lieblingsschlafanzug "zerlegt". Der ist so dermaßen in die Jahre gekommen, dass er bei einmal scharf hinguggen schon zerrissen ist. Auf die Art kann er zumindest teilweise weiterleben :)

Letzten November schon habe ich mich durchgerungen, ein Lochtuch wieder aufzutrennen, weil es ein bisschen zu groß geraten war. Ich habe die Wolle gleich wieder verstrickt; neues Lochtuch, anderes Muster und alles eine Nummer kleiner - aber immer noch groß genug:

Regenbogenlochtuch

Ringelsoggn

Stellvertretend für die ... dreivier Paar Socken, die ich gestrickt habe, hier nur eins mit Bild. Am liebsten mag ich die Ringelsocken. Da lassen sich gut Wollreste verarbeiten, es geht einfach, weil kein Muster, auf das aufgepasst werden muss, und sie sind schön bunt.

Eine neue alte Leidenschaft, die wieder voll entflammt ist, ist das Malen/Zeichnen. Ich hab die "islamic geometric patterns" entdeckt und bin einfach nur begeistert. Sucht mal auf Youtube danach und merkt euch Lex Wilson oder Dearing Wang. Denen zuzusehen, ist sehr faszinierend. Natürlich musste ich das auch probieren. So hab ich in den letzten Wochen und Monaten ein wildes Sammelsurium an Geomustern ("islamic" und ganz einfache Kreismuster), Zendalas und Zentangles fabriziert - hier eine kleine (!) Auswahl:

Geomuster-Collage

Was es sonst noch Neues gibt, ist ausnahmweise mal nicht selbst gemacht, sondern selbst gekauft. Nachdem unser Fernsehgerät nach weniger als zehn Jahren das Zeitliche gesegnet hat, haben wir uns so ein tolles neues Riesenteil zugelegt. Und ich weiß jetzt auch, warum die Dinger heutzutage einerseits so gigantisch groß und andererseits so dermaßen flach sein müssen - damit die Katze noch gut ins Bild passt:

Luna-TV

Apropos Schnurgels: Die verbringen wirklich die meiste Zeit mit Rumschnurgeln und sie vertragen sich immer besser. Luna ist mittlerweile nicht mehr genervt von des Schroeders "ich will spielen"-Angriffen und sie nähern sich auch lokal immer weiter an:

Schnurgels

Noch mehr Schnurgelfotos gibts übrigens in der Schnurgelsgalerie auf meinem Drittwohnsitz bei bplaced.net. Ich hab das Flatfile-CMS Yellow getestet (bzw. bin immer noch dabei) und mir dort ein Yellow-Blog mit meiner eigenen deutscher Anleitung gebastelt. Wer also daran interessiert ist, einfach guggen.

Damit bin ich auch schon wieder durch und es bleibt mir nur noch, euch ein schönes Imbolc zu wünschen. :)

Zauberweib am Montag, 01 Februar, 2016 * Kategorien: Gewerkel, Schnurgels
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Donnerstag, 19 November, 2015

Es ist wieder soweit!

Nachdem ich letztes Jahr ein bisschen weniger gebacken hatte als sonst, hat der Baggwahn heuer wieder voll zugeschlagen. Ich habe viele neue Rezepte ausprobiert, dafür einige altbewährte weggelassen. (Die Nussecken gabs dann aber doch...)

Blezzli 2015  

Hinten links mit der Mulde (mit Stachelbeermarmelade gefüllt) sind Nusskugeln. Rechts davor Walnuss-Nougat-Taler. Das war ne ziemliche Sauerei, weil die Walnüsse drauf karamellisiert werden. Beides neue Rezepte. Dahinter sind Nuss-Haffli. Das sind die klassischen alles-muss-weg-Plätzchen, die ganz am Schluss verbacken wurden. Das Schokohäufchen daneben ist ebenfalls Rest, nämlich von der Nougat-Füllung, mit Nüssen "gebunden". Schon fast Tradition haben die beschwippsten Katzen. Restteig, mit Glühweinglasur.

Rechts der Doppelstern hat dieselbe Füllung wie das Schwein, Himbeer-Brombeer-Marmelade. Der Stern ist einfacher 1-2-3-Teig, bei den Schweinen war noch irgendein Restteig dabei. Am Ende eines Baggwerks bleibt immer irgendwo ein Rest über: in der Plätzchenpresse, vom Rand des Backblechs, etc. Deshalb gibts am Ende des Tages halt Extra-Reste-Plätzchen :) Der Stern, auf dem die Katze steht, ist ein Nussstern mit Johannisbeer-Kirsch-Marmelade. Der Stern zwischen Katze und Schwein ebenfalls Rest.

Der kleine Haufen darunter ist ein Orangeat-Nuss-Haffli, das dunkle daneben Walnusshaffli und ganz rechts sind Haferflockentaler. Die hätten eigentlich zu Talern zerlaufen sollen, sind sie aber nicht. Deshalb sinds eher Kugeln geworden. Da sind übrigens auch Cashewkerne drin. Sehr legga!

Wieder oben links unter denen mit Loch die traditionellen Vanillekipferl, links daneben das kleine sind Vanille-Sandplätzchen. Diese sind ebenso wie die Nussspiralen (die mit der Schokoglasur oben drauf) ein neues Rezept. Im Gegensatz zu den (weißen) Mandeldreiecken sehr gut geworden; letztere haben ein bisschen an meiner Ehre gekratzt - das Rezept reicht nie und nimmer für ein ganzes Blech! Ok, das weiß ich fürs nächste Mal. Dieses Mal hab ich den Liebsten zum Einkaufen geschickt, damit ich noch Nussecken machen kann.

Neben den Mandeldreiecken sind Linzer Stangen, die diesmal sehr mürbe (aber sooo legga!) geworden sind, daneben Haselnusswürfel (die ihren Aufwand sowas von Wert sind!) und rechts die Nougatbissen, ein Klassiker.

Inzwischen sind die Plätzchen gut verpackt (einige im Bauch meines Liebsten... naja und in meinem natürlich auch *gg*). Was noch ansteht, ist ein Küchengroßputz, aber heute ist einfach mal Ausruhen angesagt!

Habt ihr schon gebacken? Eure Lieblingsrezepte? Das Rezept für die Haselnusswürfel gibts auf meinem Zaubsie-Wordpress-Blog.

Zauberweib am Donnerstag, 19 November, 2015 * Kategorien: Gewerkel
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Sonntag, 04 Oktober, 2015

Neues & Gewerkeltes

Den Sommer haben wir auf der Terrasse gründlich genossen und mein Ausmist-Projekt schreitet weiter gut voran. Genauer gesagt, liege ich damit sogar in den letzten Zügen: Im Näh- und Bastelstübchen sind noch ein paar wenige Kisten auszusortieren und es gibt noch ein paar Papierstapel, die sortiert werden möchten - schöne Arbeit für den Winter.

Im Sommer haben wir ein bissschen renoviert bzw. renovieren lassen. Drei Türen wurden aufgehübscht und im Schlafzimmer gabs Parkett:

Badtür vorher-nachher  

Stellvertretend hier die Badtüre: vorher - nachher

Schnurgels  

Links oben Königin Luna. Die fand die Störungen durch die Handwerker nicht so schön, ließ sich jedoch mit diesem wundervollen Thron besänftigen. Rechts oben Baumkater Schroeder. Der hat sich in den Haselstrauch des Nachbarn verliebt. Seit der Aufnahme (August) ist er schon wieder gefühlt ums Doppelte gewachsen. Das zeigt sich auch rechts unten im Bild - die große Ausnahme, dass beide gemeinsam in der Küche fressen! - hier sind sie etwa gleich groß (Luna vorne, Schroeder hinten), inzwischen hat er sie überholt. Er ist auch ungefähr doppelt so schwer wie sie.

Links unten der neue Parkettboden im Schlafzimmer samt gehäkeltem Vorleger. Viel gewerkelt hab ich im Sommer nicht, stattdessen umso mehr gelesen. Auch die Ausbeute an Marmelade war heuer nicht so üppig wie sonst, aber ich denke, wir werden durch den Winter kommen:

Gewerkeltes im Sommer 2015  

Hier nur eine Auswahl von dem, was so nebenbei dann doch entstanden ist: Noch ein gehäkelter Vorleger aus alten Tshirts (oben links - einer von mehreren weiteren). Unverkennbar die Vorratskammer mit der Marmelade im großen Bild. Rechts unten ein neuer Bügelbrettbezug - ein Ratzfatz-Projekt, bei dem nicht wirklich was schiefgehen kann. (Wer kauft sowas, echt jetzt?!) Und den ersten Winterpulli hab ich auch schon gestrickt.

Heute ist wunderbares Glühweinwetter. Die Schnurgeltiere sind etwas unausgelastet, aber zum Glück gibts ja Bollerli, mit denen der Schroeder gut bespaßt werden kann, was automatisch auch Ruhe für Luna bedeutet. Somit sind alle zufrieden.

Habt eine schöne Zeit - egal ob Sonne oder Regen. :)

Zauberweib am Sonntag, 04 Oktober, 2015 * Kategorien: Gewerkel, Schnurgels
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Samstag, 01 August, 2015

Lammas-Runen-Mandala

Irgendwie hat es sich dieses Jahr ergeben, dass ich zu jedem Jahreskreisfest ein Bild gestalte. Angedacht war da zunächst eine Bilderserie gleich großer, runder Bilder, die jeweils die Farbe und das Thema entsprechend zeigen. Das hat sich schnell relativiert, als mir zu Beltane die Ojo de Dios dazwischen gekommen sind. Somit war ich also wieder "frei" in meiner Gestaltung, so dass ich z.B. zur Sommersonnwende ein bereits vorhandenes Sonnenmandala in 3D-Aufbau verwenden konnte.

Für Lammas habe ich lange überlegt, ganz langsam ist die Idee gewachsen, hat Formen angenommen und bis sich die Einzelteile dann zu einem Ganzen gefügt haben, hats auch noch mal gedauert.

Lammas-Runen-Mandala  

Ocker als Hintergrund- bzw. Hauptfarbe musste einfach sein, obwohl die zugehörige Farbe eigentlich Lila ist. Und ich hatte so die Vorstellung von Höhlenmalerei - was liegt da dann näher als Runen?

Gemalt hab ich auf Pappe, für die Grundierung einfache Abtönfarbe mit einem ausrangierten Spülschwamm aufgetupft, was die leicht strukturierte Oberfläche ergibt. Nach dem Trocknen wollte ich erst mit Wachsmalkreide draufmalen, habe aber festgestellt, dass der Buntstift kräftiger malt. Also hab ich den genommen.

Auf Schmierpapier hab ich in Originalgröße das Mandala vorgemalt, mit Hilfskreisen und -Linien drin. Auf der grundierten Pappe hab ich an den vier Himmelsrichtungen kleine Punkte aufgemalt, die Vorzeichnung ein bisschen kleiner ausgeschnitten, so dass ich es gut mittig anlegen konnte. Dann hab ich den inneren Kreis ausgeschnitten und hatte so eine genaue Fläche vorgegeben, auf der der innere Teil (Jera und Naudiz) Platz haben sollten.

Anschließend den mittleren Ring aus der Vorlage ausgeschnitten, so dass nur noch der äußere auf dem Bild abgedeckt war. Hier war jetzt der Platz für Sowilo, Ehwaz und Gebo vorgegeben. Beim äußeren Ring habe ich die Himmelsrichtungen noch ergänzt auf insgesamt zwölf Punkte, die die Fehus positioniert haben, dazwischen nochmal Jera gemalt.

Am Schluss alles kräftig nachgezeichnet, fertig. Es ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Von weiter weg fällt die Zeichnung zwar nicht mehr so sehr auf, aber ein Edding o.ä. würde dann nicht mehr nach Höhlenmalerei ausschauen, sondern vermutlich eher nach "gwollt und net könnt" :)

Zauberweib am Samstag, 01 August, 2015 * Kategorien: Gewerkel, Spirikram
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Samstag, 16 Mai, 2015

Ojo de Dios

Ein bisschen verspätet ein Foto von meinem Beltane-Altar:

Beltane-Altar  

Sehr viel verändert sich der eigentlich nicht, ich setze nur mehr ein paar wenige Akzente zu den Jahreszeiten bzw. Jahresfesten. So wird z.B. der Platz zwischen den beiden Trommeln immer wieder mal neu belegt. Ich habe mir überlegt, jeweils passend zu den Jahresfesten ein Bild zu gestalten.

Bis mir - wieder mal via Pinterest - die Ojo de Dios über den Weg gehüpft sind. Und ich u.a. auf der wundervollen Seite von Jay Mohler gelandet bin - ein dermaßen begnadeter Künstler, wow!

Mein erster Ojo-Versuch mit Schaschlikstäbchen war noch nicht soo überzeugend; was hauptsächlich daran lag, dass die Stäbchen sich gebogen haben und somit die Fäden in der Mitte immer mehr an Spannung verloren. Das Ganze sah am Ende ein bisschen aus wie eins von den Regenschirmchen, die es aufs Eis gibt... oder zumindest früher immer gab. Gibts die noch?

Auf jeden Fall war ich angefixt und ich hab mir bei nächster Gelegenheit 8-mm-Holzstäbe im Bastelladen besorgt. Dann hab ich bei zwei Stäben in der Mitte eine Kuhle rausgeschmirgelt, indem ich grobes Schmirgelpapier über einen Stab gelegt und im 90-Grad-Winkel losgeschmirgelt hab (Fliesenfugen auf der Terrasse sind ein super Maßstab!):

Vorbereitung der Stäbe  

Die Kuhlen sind auf dem ersten und dritten Stab gut zu erkennen. Bei den anderen beiden Stäben habe ich in der Mitte lediglich ein bisschen abgeflacht, so dass die Kreuzfläche nicht doppelt, sondern nur noch etwa 1,5-fach "aufträgt". Mehr als jeweils ca. 1/3 hab ich mich nicht abschmirgeln getraut. Aber ein bisschen wäre wohl schon noch gegangen. Die abgeflachte Seite liegt beim Kreuz jeweils nach außen.

Für die Fertigung werden zunächst zwei Kreuze gebildet und diese dann miteinander verbunden. Und das ist wirklich eine blöde Pfriemelarbeit. Ein Video, das die Anfertigung gut zeigt, hab ich z.B. hier gefunden.

Beltane ist für mich im Jahreskreis eindeutig rosa gefärbt, also muss die vorherrschende Farbe entsprechend Rosa sein. Rot in der Mitte steht für die Kraft, die überall zum Ausdruck kommt, im Blühen und Sprießen und Wachsen überall in der Natur. Deswegen auch das frische Grün und ein bisschen Weiß, stellvertretend für all die Blüten überall. Obwohl es am Ende doch nicht so richtig rund geworden ist, bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich hab die Fäden immer zweimal um die Stäbe gewickelt, damit sie nicht gar zu dicht aufeinander liegen. Außerdem ist es nützlich, die Stäbe ein bisschen aufzurauhen, damit die Fäden nicht so leicht zusammenrutschen. Allerdings dabei eben aufpassen, dass gleich anständig gewickelt wird, weil "nachrutschen" eben auch schwierieg wird.

Ojo de Dios

Mein Beltane-Ojo ist zwar meilenweit von der Kunstfertigkeit eines Jay Mohler entfernt, aber ich finds wirklich sehr schön gelungen, genau passend zur Beltane-Zeit. :)

Zauberweib am Samstag, 16 Mai, 2015 * Kategorien: Gewerkel, Spirikram
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Sonntag, 22 März, 2015

Mal wieder Gewerkeltes

Lange habe ich nichts mehr Gewerkeltes gezeigt. Das liegt nicht daran, dass es nichts zu zeigen gibt. Deshalb will das jetzt endlich nachholen:

Collage Gewerkeltes erstes Quartal 2015  

Ein neues Katzentier im Haus braucht natürlich auch eine neue Decke. Oben links sind beide zu sehen, die Häkeldecke mit Schroeder, der sich sogleich in sie verliebt hat. Eine Nahaufnahme der Decke gibt es nochmal in der zweiten Reihe, drittes Bild. Ebenfalls gehäkelt sind der Stifteköcher (links von der Nahaufnahme) und die Untersetzerle (Reihe drei ganz rechts und schräg darunter) - das sind nur zwei von vielen, die ich angefertigt habe. Und über die ebenfalls gehäkelten Seifenschalen habe ich ja bereits berichtet.

Gestrickt ist das Platzdeckchen oben rechts (davor die Nahaufnahme), gesponnen ist die Wolle ganz links in Reihe drei. Und genäht sind die Brotbeutel direkt darüber.

Gebastelt habe ich jede Menge Minibücher (die passen ja auch gut an den Osterstrauß), ein Notizbüchlein und eine Schachtel. Letztere habe ich eigentlich nur bemalt, "fertig" war sie ja schon. Die Bilder dazu finden sich in Reihe zwei ganz rechts, links darunter und nochmals links darunter. Direkt über der Schachtel eins (von mehreren) Zentangles. Auch gemalt :)

Es bleibt noch das Brot (zweites Bild von links ganz oben) und ein Schoggisperiment unten rechts. Leider finde ich den Link zum Brotrezept nicht mehr. Es wird mit Trockenhefe gebacken, wobei der Teig sofort nach dem Zusammenrühren (ohne Gehzeit) in den kalten Backofen gestellt und gebacken wird. Ich weiß noch, dass 450 ml Wasser dazu kommen, die ich beim nächsten Mal auf 400 reduzieren werde, weil es trotz verlängerter Backzeit noch etwas feucht war. Dafür ist es aber super aufgegangen und es hat hervorragend geschmeckt!

Das Schoggisperiment ist einfach Blockschokolade mit etwas Sahne und ein wenig (!) Vanillezucker geschmolzen, Nüsse rein, fest werden lassen. In Würfelchen schneiden und mit Kuvertüre überziehen. Sehr lecker!

Natürlich ist auch die Keks-Saison längst wieder eröffnet; nach wie vor sind mir die Streuselkekse am Liebsten: Einfachen Mürbteig ausrollen, ne ordentliche Portion Marmelade drauf verteilen, Streusel drüberwerfen und ab in den Backofen. In handliche Kekse schneiden bzw. rollen und genießen. Ein richtiges Rezept hab ich dafür allerdings nicht. Ich mach das immer aus dem Handgelenk und wenn z.B. noch Nüsse da sind, die "weg müssen", werden die ebenfalls mit verarbeitet.

Vielleicht ist ja die eine oder andere Inspiration für euch mit dabei. :)

Zauberweib am Sonntag, 22 März, 2015 * Kategorien: Gewerkel
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Montag, 09 Februar, 2015

Fortschrittsbericht

Mein Ausmist-Projekt geht gut voran. Bis jetzt hab ich mich an meine eigenen Vorgaben gehalten, mindestens einmal wöchentlich etwas auszumisten. Mein Ausmist-Plan leistet mir dabei sehr gute Dienste und es macht immer wieder Spaß, nach getaner Arbeit einen Posten durchstreichen zu können. Einen Besuch im Diakonie-Laden habe ich bereits hinter mir, der beim Recyclinghof steht nächste Woche an.

Gerade heute hatte ich das erste große Erfolgserlebnis, gleich eine ganze Überschrift durchstreichen zu können - der TV-Schrank ist komplett ausgemistet, entmüllt, gesäubert und neu sortiert! :)

Im Wohnzimmer habe ich inzwischen über die Hälfte geschafft und in einem der anderen Zimmer habe ich bereits mit Ausmisten begonnen. Wie viel ich jeweils schaffe, ist sehr unterschiedlich - für die Schublade mit der "Papierablage" habe ich drei Stunden gebraucht! Klar, weil da sammeln sich alle überwiesenen Rechnungen, Schriftverkehr, Gehaltszettel etc. das ganze Jahr über an. Bis das dann alles aussortiert und abgeheftet ist und in den Ordnern entsprechend auch durchgeguggt und ausgemistet - das dauert eben! :) Ich war richtig schockiert, als ich nach getaner Arbeit vor einer beinahe leeren Schublade stand! Zum Glück kamen inzwischen schon wieder Rechnungen, so dass es jetzt nicht mehr ganz so leer aussieht. :)

Dafür gibt es in Sachen Gewerkelungen kaum Neues zu berichten. Ein paar Untersetzerchen, ein paar Zentangles. Über meine Seifenschalen hab ich im Zaubsie-wp-Blog schon berichtet. Gerade arbeite ich an einer gehäkelten Reste-Decke. Was sich mit einem Schrätt im Haus recht schwierig gestaltet. Weil so ein kleiner Kater Wollknäuel total liebt! Und wie schnell der die wegstibitzt hat! Gerade bei einer Reste-Decke gibt es da naturgemäß halt auch immer mehr als einzwei, die rumliegen. Ein Traum für den kleinen Schroeder. Albtraum für die Katzenglugge. :)

Ansonsten lese ich derzeit auch viel, am liebsten und vorzugsweise Krimis, aktuell aber etwas Mystisches: Der verbotene Fluss von Sussanne Goga. Spielt in England um 1890 und geht um ein Mädchen, dessen Mutter kürzlich verstorben ist, das aber eine wie auch immer geartete Verbindung zur Mutter unterhält. Stichwort Spiritismus. Sehr schön erzählt, die ganze Epoche richtig lebendig dargestellt. Ein Buch zum Reinkuscheln, gerade bei diesem Wetter!

Zauberweib am Montag, 09 Februar, 2015 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Dienstag, 06 Januar, 2015

Projekt Ausmisten

Wie ich auf meinem Zaubsie-wp-Blog schon bekannt gegeben habe, steht 2015 für mich im Zeichen des Ausmistens. Während der letzten Jahre habe ich allerlei wundersame Bücher rund um das Thema gelesen bzw. angelesen, einzwei davon haben mich auch wirklich angesprochen. Doch bis zur ernsthaften Umsetzung hat es trotzdem noch gedauert.

Und mal ganz ehrlich: Braucht es echt eine Anleitung zum Ausmisten? Es ist doch ganz einfach:

Wichtig ist, den Schrank wirklich komplett leerzuräumen. Auch wenn am Ende wieder alles eingeräumt wird (Geschirrschrank z.B.) - im schlimmsten Fall also nur der Schrank gesäubert wurde. :) Das Schwierigste an dem ganzen Unterfangen ist nur eines: Anfangen!

Ich hab mir eine ganz simple Liste erstellt, also z.B.:

Wohnzimmer:

Und so geht es durch alle Zimmer, alle Schränke, Bänke, Fächer - Keller und Dachboden nicht zu unterschlagen! Mir hilft die genaue Auflistung schon deshalb, weil ich damit schöne kleine Häppchen habe und ich nach jeder Aktion immer was durchstreichen kann. Durchstreichen motiviert!

Wer mag und diesbezüglich begabt ist, kann sich eine MindMap erstellen. Bietet sich rein von der Struktur her ja geradezu an. Gut sichtbar aufhängen, dicken Edding gleich dazu, so bleibt der Fortschritt immer im Blick.

Man könnte natürlich auch Vorher-Fotos auf einer Pinnwand oder MindMap anbringen - vielleicht in Schwarz-Weiß - und diese nach getaner Arbeit durch (farbige) Nachher-Fotos ersetzen.

Was habt ihr an Tipps und Ideen, die beim Dranbleiben helfen können? Ich finde, was hilft, ist auch gerechtfertigt. Nur sollt es natürlich nicht umkippen, dass du erst noch die Liste machen willst und erst noch die MindMap und erst noch die Fotos ... und danach irgendwann mal anfangen willst. Dann haben die Hilfsmittel ihr Ziel verfehlt. :)

In diesem Sinne hab ich auch nicht vor, zu jedem entrümpelten Schrankfach einen Blogbeitrag zu schreiben. In der Zeit nehme ich mir lieber das nächste Fach vor. :) Aber ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Es ist ja (m)ein Jahresprojekt, so dass ich die Sache ganz entspannt und ohne jeglichen - selbstauferlegten - Druck angehen kann.

*) Zur Definition von "brauch ich noch" hilft die Überlegung, ob du dieses Teil innerhalb des letzten Jahres gebraucht/benutzt hast oder nicht. Wenn nicht, kann es im Normalfall getrost entsorgt werden. Ausnahme ist vielleicht das kleine Schwarze. Die Laufschuhe dürfen dann bleiben, wenn du sie gut sichtbar im Flur platzierst ;)

Zauberweib am Dienstag, 06 Januar, 2015 * Kategorien: Angedachtes, Gewerkel
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Montag, 10 November, 2014

Das Wichtigste am Projekt

... ist das Projekt - so heißt es zumindest in der Werbung eines bekannten Heimwerkermarktes. Ich sag es ja nicht gern, aber ausnahmsweise hat die Werbung mal recht. Bei einem Projekt geht es nicht darum, so schnell wie möglich zu einem Ergebnis zu kommen. Sondern darum, etwas zu tun, zu machen. Ein Projekt ist ein Prozess des Wachsens und Werdens. Ein schöpferischer Vorgang, wenn eine so will.

 

An meinem Mantel-Projekt habe ich etwa ein Dreivierteljahr gewerkelt. Es hat gedauert, bis ich mich für einen bestimmten Schnitt entscheiden konnte. Dann ging es an die Stoffwahl. Warm soll der Mantel natürlich sein. Und wetterfest. Und wenn möglich, bitte ohne Chemie und ohne Plastik! (Reißverschluss aus Metall) Ich habe mir einige verschiedene Stoffmuster schicken lassen und mich dann für einen bordeauxfarbenen Wollstoff für innen und anthrazitfarbenen Lodenstoff für die Außenseite entschieden. Beides von handgestreichelten Schafen der Schäfereigenossenschaft Finkhof. Nein, ich bekomme von denen nix für die Werbung. Ich find deren Arbeit einfach nur super! Die haben ihren Sitz in der Gegend von Augsburg und es haben sich mehrere Betriebe/Höfe zusammengeschlossen, was ihnen ein umfassendes Angebot ermöglicht. (Die Biber-Spannbettlaken aus kbA-Baumwolle kann ich ebenfalls wärmstens empfehlen!)

Nachdem Schnitt und Stoff also klar waren, musste ich den Schnitt natürlich noch erstellen. Wie für alles, habe ich mir auch dafür Zeit gelassen. Immer nur dann, wenn ich Lust drauf hatte. Und immer nur so lange ich Lust dazu hatte. Beim Anzeichnen und Zuschneiden war es ebenso - und beim Nähen natürlich erst recht. Da ich ja immerhin noch einen Mantel hatte, wäre ich im Fall des Falles nicht erfroren; stand somit nicht unter dem Zeitdruck, dass der Mantel zu einem bestimmten Termin fertig sein musste.

Ich hab mir bei jedem (Teil-)Schritt viel Zeit gelassen, mir genau überlegt, was wo wie passen muss, und wie ich demzufolge was nähen muss. Gut, dass ich mir im Sommer ein Mini-Mäntelchen zur Veranschaulichung genäht hatte. Sonst wäre ich beim Reißverschlussnähen mit innen-oben und außen-unten vollkommen durcheinander gekommen! So konnte ich immer an dem Testteil abschauen, wie ich es da gemacht hatte :)

Bei den Taschen habe ich zunächst die beiden Teile einzeln an das jeweilige Seitenteil angenäht. Dann die Seitenteile zusammengenäht, die Eingriffe nochmals abgesteppt und erst danach die Taschenteile zusammengenäht. Auf die Art hatte ich maximale Bewegungsfreiheit und das Gepfriemel und Gebollere am Übergang vom Rand zur Tasche hielt sich in Grenzen.

Richtig viel Arbeit hat der Kragen gemacht. Den hab ich endlose Male angesteckt, zwischendurch komplett neu genäht, dann doch festgestellt, dass die ursprünglichen Maße korrekt waren. Und wieder gesteckt und nochmal neu und nochmal und nochmal und nochmal - bis es endlich gepasst hat. Ich glaub, alleine nur fürs Kragenannähen habe ich so lange gebraucht wie für das komplette Ober-Teil - incl. Taschen! :)

Es gab immer wieder längere Ruhephasen. Aber schließlich hab ich es am Wochenende zu einem guten Ende gebracht. Der Mantel ist fertig und er ist richtig richtig schön geworden. Er passt wie angegossen, ist wunderbar warm - ok, ein bisschen schwer vielleicht, aber für einen Mantel noch völlig im Rahmen. Dafür ist er ja warm :)

Klar hatte ich das eine oder andere Mal den Impuls, das Stück, das ich gerade in der Hand hielt, an die Wand zu pfeffern. Früher hätte ich das auch gemacht, keine Frage! Inzwischen (bin ich alt und weise *chchchch*) weiß ich, dass die Kraft in der Ruhe liegt. Also nochmal die Teile sauber aneinander legen. Prüfen, wo der Fehler liegt. Und diesen korrigieren. Und wenn das bedeutet, dass eine lange, lange Doppelnaht aufgetrennt werden muss - naja, dann wird die eben aufgetrennt. Es hilft ja nix.

Von mir aus kann der Winter nun kommen. Ich bin auf jeden Fall gerüstet. Hier ist der Mantel auch nochmal von innen zu sehen:

Mantel  

Zauberweib am Montag, 10 November, 2014 * Kategorien: Gewerkel
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Freitag, 19 September, 2014

Gewerkeltes im August

So sehr viel rumgewerkelt hab ich, seit ich wieder auf Arbeit bin, ja nicht. Es sei denn, ich zähle das jahreszeitenübliche Einkochen mit. Da gibt es Himbeer-, Brombeer-, Zwetschgen-, HimBirnmarmelade und natürlich Zucchini-Relish.

Gewerkeltes im August

Häkelpuschen (aka: Baddschgerle) kann man ja immer mal machen, die sind schnell gehäkelt. Gleich darunter ein Häkeluntersetzer, z.B. für die Cappu-Tasse. Ebenfalls ein Ruckzuck-Zwischendurchprojekt.

Ganz unten links ein gestricktes Lochtuch nach eigenem Muster - Detailaufnahmen zweite Reihe Mitte und dritte Reihe rechts. Unten rechts ein weiteres Tuch in bestrickend einfachem "Muster": Wollreste nehmen, alle zehn Reihen eine Reihe Lochmuster (*Umschlag, 2Mre zus.*), ansonsten glatt re.

Aus der Küche nur paar Beispiele: Oben links eine kleine Portion Zucchini-Relish. In der Mitte Himbeermarmelade.

Gebastelt hab ich mir ein "Powerbook" :) und eine Friedenstaube, außerdem ein paar Bleistifte "angezogen". (Gute Verwertungsmöglichkeit für Geschenkpapier-Reste).

Oben in der Mitte ein Gesundverschnurgelkater in seinem Katzenminzen-Wellness-Bereich. Mit Schrot auf Katzen (oder überhaupt irgendwelche Tiere) zu schießen ist nicht spaßig. Zum Glück ist inzwischen alles wieder fast vollständig verheilt. Und weil der Kater in dem Winzbild kaum erkennbar ist, hier nochmal in groß:

Wellness-Kater

Zauberweib am Freitag, 19 September, 2014 * Kategorien: Gewerkel, Schnurgels
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Sonntag, 10 August, 2014

Zum Abschluss

Leider geht der Urlaub wieder zur Neige und um das Wochenende noch ein bisschen kreativ zu gestalten, habe ich ein weiteres Klamotten-Upcycling-Projekt mal so eingeworfen. Das Vorher-Bild des Ursprungskleides hab ich vergessen, das sah in Größe und Form dem vom letzten Mal allerdings sehr ähnlich. Bis auf die Farbe eben.

Den Schnitt habe ich mir von meinem absoluten Lieblings-Sommerkleid abgemacht (noch schnell, bevor es vollends zerfällt *g*) und auf die "Vorlage" (das blautürkise Kleid) übertragen. Nachdem ich die Seitennähte abgesteppt hatte, erstmal anprobieren: Aha, Oberweite darf ein bisschen mehr sein (Jersey trägt sich halt doch anders als leichter Sommerstoff), dafür in der Taille ein bisschen weniger. Nochmal umgeändert, dann noch die Ärmel abschneiden und umnähen, ebenso den Saum. Fertig ist ein wunderschönes Sommerkleidchen mit durchgehender Knopfleiste - die war ja schon da, ebenso der ganze Kragen/Ausschnitt. Also das, was meist ein bisschen schwieriger ist. :)

Klamotten-Upcycling  Klamotten-Upcycling  Klamotten-Upcycling  

Wie besonders auf dem letzten Bild gut zu sehen ist, habe ich im Urlaub eins meiner - ja fast schon - Langzeitprojekte ebenfalls zum Abschluss gebracht: Das Häkellochtuch, an dem ich alles in allem ziemlich genau ein Vierteljahr gearbeitet habe. Passt zwar farblich nicht soo optimal zu dem Kleid, aber ich wollts halt gleich auf einmal zeigen :)

Was mich gefreut hat: Dass auch beim Gehäkel das Spannen tatsächlich noch einiges an Größe bringt. Kein Vergleich zu gestrickten Lace-Tüchern, aber mit wirklich messbarem Unterschied. Luna gefällts übrigens auch sehr gut. Das Tuch:

Luna  

Zauberweib am Sonntag, 10 August, 2014 * Kategorien: Gewerkel, Schnurgels
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Freitag, 25 Juli, 2014

Von Schokolade und Elefanten

Mit Schokolade hat es ja eher indirekt zu tun - was viel wichtiger ist: Ich hab's endlich geschafft! Mein Jahrhundertprojekt ist vollendet. Naja, ok, ganz so lang hat es nicht gedauert, aber es waren immerhin über zwei Jahre, in denen ich soo viel Schokolade essen musste...

Milka-Tasche   Milka-Tasche 

Es dürfte erkennbar sein, welches meine/unsere Lieblingsschokomarke ist. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an meine lieben KollegInnen - ohne euch hätt ich es wohl nicht so schnell geschafft! :) Ein paar von den quadratischen Schoggis sind auch dabei - da habe ich vor allem Nougat für mich entdeckt, in meiner lieber-keine-Nüsse-Phase, als ich die Implantate gesetzt bekommen habe. (Inzwischen sind da Kronen drauf und ich kann wieder rumdrum strahlen :) )

Schweife ich ab? Ja, ich schweife ab. Also: Da die Verpackung relativ dick ist, habe ich die Teile in den Maßen 6x13 (statt 6x12) cm zugeschnitten. Längs in der Mitte falten, die Außenkanten zur Mitte bringen; quer in der Mitte falten und die Außenseiten nach innen bringen. Das ergibt kleine ... Dingsies, die ineinander gehakt werden können, daraus ergeben sich lange (Zickzack-)Schlangen, die wiederum zum Kreis geschlossen werden (was für eine Fummelarbeit!).

Viele solcher Kreise werden dann in viel Fleißarbeit zusammengenäht, ein Boden noch mit dran - noch mehr Gefummel. (Wer's nicht so mit der Geduld hat, sollte am besten gar nicht erst dran denken, so 'ne Tasche zu basteln, ehrlich!) Ein bisschen schummeln, damit es schön ausschaut :) Dann noch aus Paketschnur ein Henkelband gehäkelt und drangenäht. Fertig ist die Tasche!

Falls meine Kurzanleitung nicht verständlich genug war (wenn ihr mal so ganz tieeef im Hirnkastl rumkramt, kennt ihr das vielleicht noch von der Schulzeit mit Kaugummipapierchen, die hatten genau das richtige Format), findet ihr hier noch eine etwas ausführlichere Erklärung, mit Bildern.

Tja. und dann war da noch der Elefant in der Werbung und mein Liebster, der mir erklärt, er will einen Elefanten. Und da ich meinem Angetrauten selbstverständlich immer alle Wünsche erfülle *chchchch* und es sich grad so ergeben hatte, dass ich ein bisschen Nähzeit und Nählust hatte - kam dann das dabei raus:

Elefant  

Den hab ich sogar selber gemalt (also die Vorlage), incl. Ohren und Stoßzähne. Die sind übrigens auch genäht, gewendet und befüllt (mit Fitzelresten) - das war dann gleich die nächste Fummelarbeit. Der Liebste ist überglücklich mit seinem Elefanten *gg* und ich kann mich weiter meinem Häkeltuch widmen. Da läuft eine Reihe mittlerweile über geschätzte tausend Maschen (hauptsächlich Stäbchen) und es geht nicht so wirklich schnell voran. Das nächste Lochtuch werde ich definitiv wieder stricken - da dauern auch die langen Reihen nicht soo lange.

Auch wenn ich neulich geschrieben habe, dass es beim Handarbeiten ja ums Tun und nicht um das Endprodukt geht. Ab einer Reihenlänge von tausend Maschen (ich werd sie nicht nachzählen, weil sowas zu den Dingen gehört, die ich gar nicht so genau wissen will) relativiert sich das dann doch ein bisschen...

Habt eine schöne Zeit, genießt den Sommer und lasst euch überraschen - oder überrascht andere :)

Zauberweib am Freitag, 25 Juli, 2014 * Kategorien: Gewerkel
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Montag, 23 Juni, 2014

Klamotten-Upcycling

Kleid vorher

Genauer gesagt, geht es hier um ein Kleid, und zwar um das da:

Das habe ich für meine Stoffsammlung "zum Ausschlachten" geschenkt bekommen. Als ich die Idee hatte, mir ein Sommerkleid zu nähen, ist es mir wieder in die Finger gefallen - ob ich da nicht was davon verwenden kann? Refashionista kam mir in den Sinn. Das kann ich auch...

Ich hatte einen Schnitt für ein Top (von einem Tshirt abgemalt und etwas modifiziert) und einen für einen Rock (sechs keilförmige Teile, selbstgemalt), es konnte also losgehen. Und ich wollte wirklich das Kleid einfach so auseinander nehmen? Ja, weil so konnte ich es nicht anziehen, und außerdem habe ich es ja ausdrücklich "zum Auseinandernehmen" vermacht bekommen. Also los jetzt!

Meine erste Planung musste ich ziemlich schnell aufgeben, weil im Rockteil befanden sich einige Flecken und im Oberteil an der Knopfleiste ein Riss. Modifizieren Sie! - Den klugen Rat hab ich mal in einem Buch gelesen und ich finde, der passt immer :) Ersatz-Stoff war schnell gefunden (den hatte ich eh schon im Auge gehabt) und nach dem langwierigen Auftrennen der Einzelteile war das Zuschneiden schnell geschehen.

Ich habe mehrere Tage daran gearbeitet; es geht ja nicht ums produzieren, fertig werden, sondern ums Tun an sich :) Und ich hab viel dabei gelernt. Immer CambraSkades Weisheit im Hinterkopf: Versauen befreit! Bzw. in diesem Fall: Ich kann nix versauen! Entweder es wird ein Kleid, oder ich verwurschtels im nächsten Patch-Projekt :)

Ich habe gelernt, dass Oberteile lieber ein bisschen zu kurz als zu lang bemessen werden sollten (im rechten Bild unten ist gut zu sehen, dass es sogar noch etwas kürzer hätte sein dürfen). Ärmel sind prima Taschen! Die allerdings viel viel viel weiter oben eingepasst werden müsssen, als man meinen könnte :) Und ich hab mich vom Perfektionismus getrennt. Bei einem Upcycling-Sommerkleid muss nicht jede Naht akkurat gerade sein!

Die Näherei hat mir richtig viel Spaß gemacht, ich bin jeden Schritt in Ruhe angegangen und wenn ich gemerkt habe, dass etwas nicht so passt, wie es sein sollte, hab ichs eben nochmal anders gemacht. Und heraus gekommen ist dieses schöne Sommerkleid:

Kleid nacher   Kleid nacher  

Von mir aus darf der Sommer jetzt endlich kommen und bitte noch laaaaaange bleiben! :)

Zauberweib am Montag, 23 Juni, 2014 * Kategorien: Gewerkel
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Sonntag, 18 Mai, 2014

Gewerkeltes im April

Gewerkeltes im April  

Höchste Zeit, mal wieder ein bisschen Gewerkeltes vorzustellen. Nach wie vor bin ich im Zentangle®-Fieber - die zwei Tiles im Bild sollen aber nur als Beispiel dienen :)

Ein längerfristiges Strick-Projekt "Restedecke" habe ich erfolgreich vollendet, wie oben in der Mitte zu sehen ist. Dazu ging einiges an Restwolle weg - auch kleinste Reste konnte ich da prima verarbeiten. Gestrickt habe ich mit einem Nadelspiel von der Mitte nach außen: je zwei Maschen/Nadel anschlagen, in jeder 2. Runde auf jeweils nach der ersten und vor der letzten Masche einen Umschlag, der in der Folgerunde verschränkt gestrickt wird. So entstehen flächige Quadrate. Die habe ich - nachdem ich genügend davon gestrickt hatte - auf gleiche Größe gespannt, zusammengenäht und noch einen Rand drumrumgehäkelt. Die Beule unter der Decke heißt Luna, welche die Decke bereits adoptiert hat :)

Schon seit längerem habe ich nach Nähspirationen für einen kleinen Geldbeutel gesucht. Ich hab diverse Anleitungen gefunden, ausprobiert und gelernt, aber es war nicht so das Richtige für mich dabei. Er sollte so klein und handlich wie möglich werden; die Größe durch den KfZ-Schein vorgegeben, der auf jeden Fall reinpassen sollte. Unten in der Mitte ist nun zu sehen, was bei meiner Eigenkreation rausgekommen ist - incl. Reißverschluss- und Kartenfach. Links unten im geschlossenen Zustand zu sehen und links oben mit dem noch ergänzten ZaubiSign.

Direkt im Bild darunter die erste Kräuterernte in diesem Jahr. Salbei, Thymian, Lavendel und Melisse sind so dermaßen am Wuchern, dass mir nichts anderes übrig blieb, als schon mal zu ernten. Dafür duftet die Küche jetzt auch wunderbar!

Rechts oben eine Inspiration aus dem Netz. Leider weiß ich nicht mehr, in welchem Blog ich darauf zuerst gestoßen bin - irgendwo hab ich aber mal eine Anleitung auf Facebook dazu gefunden. Die Häkelschrift ist zwar etwas klein gedruckt, aber da das Muster wirklich sehr einfach ist, lassen sich die Stäbchen an zehn Fingern abzählen. :) Das Häkeltuch ist noch in Arbeit, deshalb auf dem Bild auch nur ein Ausschnitt.

Noch ne Netspiration ist das Lochjäckchen. Die stammt vom Bastelschaf und ja - irgendwie ist mein Jäckchen doch ganz anders als ihre Chloe geworden. Aber so ist das eben mit Inspirationen. Gleich geblieben sind die rechteckige Grundform, die angestrickten Bündchen und der Schalkragen. In Muster und Art des Zusammennähens - und der Größe - unterscheiden sich die beiden allerdings... minimal :)

Und weil ich immer so viele Anregungen im Netz finde, die ich auch "mal schnell" teilen möchte, habe ich meinen "Zweitblog" reanimiert. Kurznotizen und was mir so über den Weg hüpft, wird nun also (auch) über zaubsie.wordpress.com verbreitet.

Zauberweib am Sonntag, 18 Mai, 2014 * Kategorien: Gewerkel
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Sonntag, 06 April, 2014

kleines Update

Da mich zwischenzeitlich die nächste Erkältung voll erwischt hatte, hat sich in Sachen Gewerkelungen in diesem Jahr allgemein noch nicht wirklich viel getan. Natürlich bin ich weiter im Zentangle-Fieber:

Zentangle: Balance  

Gemalte Wörter, geschriebene Bilder - oder auch Symbole, Zeichen - das finde ich momentan recht faszinierend daran.

Zentangle: Vision  

Leider kommen die Farben nicht so gut raus. Aber ich denke, erkennbar sind die Bilder dennoch :)

Ein ganz anderes Projekt war die recht spontane Idee eines Rucksacks und dessen Umsetzung. Wundersamerweise hatte ich sogar einigermaßen passende Reißverschlüsse in meinem Fundus, so dass ich wirklich auf der Stelle loslegen konnte. Schnitt hatte ich keinen, nur einen alten Rucksack. Als Maßband habe ich ein gutes Daumen x Pi genommen und herausgekommen ist dann das hier:

Rucksack  

Einfach eine geräumige Tasche mit einer kleineren Tasche an der Vorderseite. Die Henkel auf der Rückseite sind hier im Bild nicht sichtbar. Und damit sich die Reißverschlüsse besser greifen lassen - besonders der von der kleinen Tasche ist ja ziemlich versteckt - gab es noch Bollerli dran:

Rucksackbollerli  

Wasserdicht ist er natürlich nicht, allerdings gab es auch noch keinen Härtetest. Von daher läuft er noch als "Testrucksack"... beta-Version, sozusagen. Er wird jetzt auf Herz und Nieren geprüft und falls er sich tatsächlich nicht dauerhaft alltagstauglich erweisen sollte, gibt es eben die Version 2.0 aus Wachstuch-Oberfläche. Auch wenn ich keinen Schnitt in dem Sinn hatte, so hab ich mir in weiser Voraussicht natürlich Notizen gemacht. Es kann sich ja immer mal ergeben, dass eine sowas nochmal brauchen kann... :)

Zauberweib am Sonntag, 06 April, 2014 * Kategorien: Gewerkel
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Montag, 17 Februar, 2014

Chakrenspirale & noch mehr Zentangles

Viel Gewerkeltes gibt es nicht zu zeigen, was vor allem daran liegt, dass mit laufender Nase und tränenden Augen handarbeitstechnisch nicht wirklich viel zu bewerkstelligen ist. Ich hatte noch nie ne Erkältung, die mich volle zwei Wochen fest im Griff hatte! Dass ich damit nicht allein war, wenn ich mich so umhöre, erleichtert dann doch etwas :)

Von der Erkältung bin ich genesen, das Zentangle-Fieber hält allerdings immer noch an. Und natürlich war es eine der ersten Aufgaben, für meine neuerworbenen Feinmaler auch ein ordentliches Behältnis zu gestalten:

Stiftetui

Man nehme eine Papprolle (z.B. von Küchentüchern. Oder zwei Klorollen mit Zeitungspapier und Kleister zusammenkleben), bemesse sie auf etwas kürzer als die Stifte lang sind. Und die Stifte müssen natürlich in der Rolle auch alle Platz haben. Aus Pappkarton einen Boden fertigen, ebenfalls festkleben. Muss nicht schön aussehen, ist ja nur fürs Innenleben zur Stabilität.

Nun einen Kreis häkeln in der Größe des Bodens/Umfangs der Papprolle; anschließend in Runden gerade nach oben. Ich hab halbe Stäbchen gehäkelt bis zur Stifthöhe. Dann eine Runde ganze Stäbchen, zum Abschluss ne Runde Mäusezähnchen. Zwei Kordeln gedreht, durch die Ganze-Stäbchen-Reihe durchgezogen - fertig!

Das geht natürlich auch ohne Papprollenkern, aber ich wollte es ein bisschen stabiler haben, nicht so schlampermäppchenmäßig. Wenn die Spitze der Stifte nach oben zeigt, immer liegend aufbewahren, weil sich sonst die Farbe im Stift auf der falschen Seite sammelt und so schneller austrocknet.

Bunte Stöcke

Warum nicht mal die "Linien" als Dekoelement nutzen?

Zentangle mit Runen

Auch mit Runen lässt sich sehr gut malen :)

Zentangle-Rahmen

Hier hab ich mal paar Rahmen aufeinander gelegt.

Zentangle: magisches Quadrat

Ein Magisches Quadrat ala Zentangle: Einen Bogen Karton auf 27x27 cm zuschneiden. Rahmen malen, Flächenaufteilung malen. Dann das Blatt in neun Teile zerlegen und jedes einzeln bemalen. Nicht schummeln! Erst am Ende guggen, was dabei rausgekommen ist. :) Farblich hab ich mich an den Jahresfesten/Elementen orientiert.

Chakrenspirale

Hier nun endlich die im Titel angekündigte Chakrenspirale. Farblich demzufolge an den Chakren orientiert, habe ich versucht, auch die Muster thematisch jeweils anzupassen. Ich finde, das ist mir recht gut gelungen. :) Der Kreis hat einen Durchmesser von 34 cm. Das Bild ist auf der Rückseite eines großformatigen Kalenderblattes entstanden (super geeignet für Feinmaler!) und weil das Blatt ja noch immer am Kalender hängt, hängt dieses Bild nun in unserer Küche. Ein paar Blätter hat der Kalender noch, wenn mich also wieder ne großformatige Inspiration überkommt, hab ich doch gleich was zum Wechseln - ganz ohne Rahmen :)

Zauberweib am Montag, 17 Februar, 2014 * Kategorien: Gewerkel
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Dienstag, 14 Januar, 2014

Zentangle - Vorsicht, Suchtgefahr! :)

Kennt Ihr Zentangle®? Im Prinzip ist das nix anderes als "Telefongekritzel". Man nehme eine Karte von 9x9 cm (oder Postkartengröße oder größer - eigentlich total egal), male einen unregelmäßigen Rand und teile die Fläche darin in kleinere Flächen auf. Diese werden dann mit Mustern befüllt.

Das geht z.B. ganz einfach mit Bleistift. Mein Tipp: Das fertige Bild mit einer dünnen Schicht Tapetenkleister überziehen, trocknen lassen und über Nacht pressen - dann verwischt nix mehr!

"Klassisch" wäre mit Feinmaler oder ganz stilecht mit Tusche. Bei letzterem hab ich allerdings zu viel Angst, dass ich verkleckern könnte. Feinmaler dagegen gibt's in allen Farben - und so können die Zentangles durchaus auch farbig werden:

Bei mir hat sich das Ganze mittlerweile schon fast zur Sucht entwickelt :) Also überlegts euch gut, ob ihr damit anfangen wollt. Infiziert hat mich übrigens Caroona. Zuerst hab ich mich ja wieder mal richtig schön aufregen können über die Amis, die echt jeden Mist zur Wissenschaft erheben, wenn dabei aber schöne Websites mit Mustersammlungen rauskommen zum Anfixen... äh, für die Erstinspiration (z.B. tanglepatterns.com) und dann das Erlebnis, sich für ne Stunde oder so (je nach Größe) völlig in die Musterwelt vertiefen zu können... doch, also das hat dann schon was! Eine gewisse meditative Wirkung ist dem "Telefongekritzel" wirklich nicht abzusprechen. Daher: empfehlenswert!

Zauberweib am Dienstag, 14 Januar, 2014 * Kategorien: Gewerkel
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Montag, 30 Dezember, 2013

Synchronschnurgeln

Mitten in den Rau(h)nächten will ich mich nochmal melden - auch wenn es an sich nicht viel von meiner Seite zu vermelden gibt. Mein Liebster und ich haben noch Urlaub, mal die Tage zwischen den Jahren genießen, ausruhen, auftanken. Und da haben wir ja wunderbare LehrmeisterInnen:

Synchronschnurgeln  

Wenn wir Glück haben (oder zumindest Leberwurst *g*), machen sie uns sogar Platz... :) Ich habe in den letzten Tagen mehr Bücher begonnen zu lesen als beendet. So richtig gefesselt hat mich keins. Aktuell hab ich Michael Gerwiens Mordswiesn neben mir liegen. Die sagt mir jetzt doch einigermaßen zu.

Und sonst? Ich hab gefühlte 78 Socken gestrickt, was zum Teil daran liegt, dass mir das Stricken derzeit nicht so recht von der Hand gehen mag. Um ein Paar Socken fertigzustellen, stricke ich drei bis fünf Socken. Halb fertig. Auftrennen. Wieder zur Hälfte. Wieder auftrennen. Dann passt die Ferse doch nicht so recht. Und eigentlich vielleicht doch noch mal lieber ganz neu? So geht das in diesem Winter laufend.

Zu einem anderen Teil liegt es daran, dass ich wieder mal einen Schwung Minisocken gestrickt hab. Die gehen schon besser von der Hand, weil es erstens weniger zu stricken ist und zweitens ich eine genaue und einfache Anleitung habe. Für ein Paar Socken also auch wirklich nur zwei Stück stricken muss. :)

Dezember-Gewerkel  

Die linke Seite hier also als Beispiel für etliche weitere gestrickte (und wieder aufgetrennte) Socken. Rechts unten eins von ebenfalls mehreren Teststrickereien. Einfach mal ein bisschen Muster ausprobiert.

Und oben rechts - also dafür wurde es ja längst Zeit! Sein ein paar Jahren schon haben wir diese Heizungshängematte. Die hat uns Oskar freundlicherweise überlassen. Er ist nämlich ein harter Kater und braucht solch Weichei-Tand nicht. Sagt er. Unsere beiden - Kater und inzwischen auch Luna - finden einen schnurgelweichen Knüschelplatz direkt an der Heizung allerdings super!

Wie gesagt, das Teil haben wir schon etwas länger. Den Bezug im Sommer waschen ist kein Problem, gleich wieder trocken. Aber kann das angehen, dass ich dafür nur einen Bezug habe? Nee, also dem musste ja wohl dringend abgeholfen werden. Und das hab ich in den letzten Wochen immerhin zustande gebracht. Und dabei auch meinen Restebestand an Stoff und Vlies ein wenig dezimieren können.

Fürs neue Jahr wüsch ich mir, dass mich die Kreativitätsmuse ein bisschen öfter küsst als im gerade vergehenden Jahr. Was in 2013 gut war, soll's bitte auch in 2014 bleiben und alles Neue möge sich gut entwickeln, entfalten.

Euch und uns allen wünsche ich Gesundheit, Glück und Liebe - die wir am besten mit anderen teilen können.

Zauberweib am Montag, 30 Dezember, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Schnurgels
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Samstag, 30 November, 2013

Kreativ-Anfälle von Karin

Bin grad bei meiner Blogrunde und da bin ich über Karins DIY-Blog gestolpert. Begeistert hat mich ihr upgecycelter Spülschwamm, den sie bei 30 Tage, 30 Dinge vorgestellt hat.

Ich hab noch ein bisschen rumgestöbert und bin auf die megageile Lebkuchenherz-Tasche gestoßen! Auch sehr schön: Das Upcycling von Plastikflaschen.

Und alle, die Kinder haben, finden vielleicht die Anregung mit der Papprolle zum Transportieren von Zeichnungen interessant? (Allerdings hätte ich hier einen längeren Bändel gemacht und den am unteren Ende der Rolle befestigt, so dass die Rolle umgehängt werden kann).

Was mit Papprollen funktionert, geht natürlich auch bei Plastikflaschen. Wobei mein grünes Herz nicht umhin kann, darauf hinzuweisen, dass keine Plastikflasche natürlich noch besser ist, als eine upgecycelte. :)

Sehr schade finde ich, dass es offenbar keine rss/feed/Abo-Möglichkeit gibt - vielleicht lässt sich das ja nachrüsten? Auf jeden Fall hab ich vonkarin.blog.de in meine Linkliste aufgenommen :)

Ganz super finde ich, dass das Blog auch via rss/Atom abonniert werden kann! Danke für die prompte Reaktion! :)

Zauberweib am Samstag, 30 November, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Sonntag, 17 November, 2013

Gewerkeltes

Hab ja schon lange nichts mehr geschrieben, aber inzwischen hat sich doch ein bisschen was Vorzeigbares wieder angesammelt:

Gewerktels Okt-Nov 2013  

Was vielleicht gleich ins Auge springt, sind die Unmengen Bücher oben rechts. Aber was machen denn die Schnüre dabei? Des Rätsels Lösung ist recht einfach: Es handelt sich um Mini-Bücher, ca. 2,5 x 3 cm "groß" - als Anhänger für den Weihnachtsbaum gedacht. Und wegen der doch eher Neutralität der Objekte durchaus auch fürn Osterstrauß verwendbar :) Die Anleitung bzw. Inspiration dafür hab ich aus "Kunst aus Büchern" von Jason Thompson. Darin sind jede Mege guter Ideen zum Buchrecycling! (buecher.de)

Oben links ein kleines Zwischendurch-Projekt: Der Mini-Clubschal war in weniger als einer Stunde fertig. Hab ich schon mal erwähnt, dass meine Heimat Franggn ist? :)

Daneben eine beklebte Schachtel - mit einem vorher getrocknetem und gepressten Ahornblatt. Die wurde später zur Wohnstätte der Minibücher. Im übernächsten Bild darunter gibts nochmal einen kleinen Einblick, wie viele das tatsächlich geworden sind: über sechzig! Wohlgemerkt alle aus einem alten Taschenbuch!

Eine weitere Schachtel mit Weihnachtspapier beklebt ist rechts unten zu sehen. Wer genau hinsieht, bekommt eine Ahnung, dass die "Füllung" dieser Schachtel womöglich mit den Bildern ganz unten links und unter der Blatt-Schachtel im Zusammenhang stehen könnte?

Genau, da war doch was... Es ist wieder Baggwahn-Zeit! Diesmal ein bisschen weniger ausufernd als sonst, hat heuer leider nicht alles so mit den Terminen geklappt wie sonst. Aber ich hoffe, sie werden reichen, die Nussecken, Vanillekipferl, Mandelplätzchen, Nusssterne, Nougatbissen, Restehaffli, Resteplätzchen, Lebkuchen und Walnusshaffli.

Nach der technischen Zwangspause im letzten Jahr endlich auch wieder mit der richtigen musikalischen Untermalung. *gg* Wirklich, es ist nichts leichter als LPs zu digitalisieren. Man braucht nur ein Kabel für einen einstelligen Euro-Betrag im örtlichen Fachhandel kaufen, welches Verstärker und Notebook verbindet, Audacity starten - und einschalten. Ich hab immer mehrere Lieder durchlaufen lassen und die hinterher wieder "vereinzelt". Als *.wav-Dateien exportieren und (z.B. via MediaPlayer) auf CD brennen. Fertig. Unser Verstärker hat gute 25 Jahre aufm Buckel und die Qualität war so gut, dass ich nichts - gar nichts! - nachbearbeiten musste!

Bleiben noch drei Bilder übrig - ein gestricktes Winterset: Mütze, Handschuhe und Schal. Letzterer schaffts auf ne Länge von 1,75 m. Genau richtig! :) Von mir aus kann der Winter also kommen, ich bin gut gerüstet.

Zauberweib am Sonntag, 17 November, 2013 * Kategorien: Gewerkel
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Mittwoch, 02 Oktober, 2013

Nachschlag zum kreativen September

Kreativer September  

Nun hab ich es gerade nicht mehr im September geschafft - was allerdings einen guten Grund hat. Das Projekt, das ich dazu auserkoren hatte, war nämlich ein Geburtstagsgeschenk, welches ich erst gestern übergeben konnte. Und da war der September nun leider schon vorbei. Aber ich denke, das gilt heute auch noch :)

Wobei ich speziell an diesem Projekt beinahe ein Jahr gearbeitet habe. Dazu brauchts zunächst einmal Plastiktüten - so ist es auch entstanden. Also eher umgekehrt: Ich hatte jede Menge Plastiktüten und wusste nicht, wohin damit. Natürlich vermeide ich die Dinger, wo es nur geht - umso mehr verwundert es mich, wie die sich offenbar vermehren. Hauptsächlich handelt es sich um die eher kleinformatigeren (Knister-)Tüten, die es beim Metzger gibt, oder die noch kleineren aus der Apotheke. Tüten für die Altkleidersammlung sind ebenfalls geeignet (wobei die natürlich auch hervorragend als Mülltüten taugen, nur mal so am Rande erwähnt). Anfang September hatte ich dann die Befürchtung, dass ich nicht mehr genügend Tüten bis zum Termin zusammenkriege, deshalb hat sogar ein Gelber Sack Einzug gehalten. Die eignen sich aber nicht so gut zum Verarbeiten.

Die Tüten zusammenrollen bzw. -falten, von links nach rechts. Der untere Rand wird abgeschnitten, so ca zwei Zentimeter. Und dann weiter Scheibchen abschneiden, immer so ca. 1,5 cm. Das Ergebnis sind Ringe (das obere Ende mit den Henkeln weglassen), die ineinander geschlungen werden. Eine gute Anleitung dazu habe ich auf YouTube gefunden, auch wenn ich die Streifen maximal halb so breit geschnitten habe.

Dann hab ich einfach losgehäkelt (halbe Stäbchen - sind etwas stabiler als nur fM), erst mal im Kreis (also 8M/R zunehmen), dann mehr nach oben gehend (6M/R+), weiter mit 4M/R+, dann seitlich alle zwei Runden zwei M zusammen (links und rechts), bis die Reihen wieder waagerecht wurden. Noch ein paar Reihen gerade hoch und fertig ist die große Einkauftütentasche:

gehäkelte Plastiktütentasche  

Gut, ganz fertig war sie damit noch nicht, weil ja noch Henkel dran mussten. Dafür habe ich - um im "Recycling-Look" zu bleiben - Paketschnur verhäkelt. Und zwar richtige Paketschnur (aus Hanf/Flachs, Naturfaser halt). Die blöderweise in irgendetwas "getunkt" war, wohl damit sie mehr Stabilität erreicht. Also hab ich die Knäuel über Nacht in Spüliwasser eingeweicht, dann nochmal in Soda, gut ausgewaschen, auf Stränge gewickelt und getrocknet. Zum Glück war das Wetter Anfang September noch soweit gut, dass ich das auf der Terrasse erledigen konnte. War 'ne ziemliche Sauerei :)

Gehäkelt hab ich hier vier (oder fünf?) fM in Reihen, zweimal ca. 160 cm. Und diese dann mit Paketschnur festgenäht.

Plastiktütentasche: Nahaufnahme  

Und was bei so einem edlen Designerstück natürlich keinesfalls fehlen darf, ist das zugehörige Label:

Plastitktütentasche mit Label

Na klar - das muss von ZaubiSign :)

Zauberweib am Mittwoch, 02 Oktober, 2013 * Kategorien: Gewerkel
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Samstag, 07 September, 2013

Kreativer September

Die Netzwirkerin hat zum Kreativen September eingeladen:

... Und das ist das Anliegen des kreativen Septembers: blogge über Dein kreatives Hobby oder über ein kreatives Experiment (oder auch über mehrere^^) und stell es uns vor. Zeig uns Dein fertiges Werk, setzte es in Szene – oder laß uns am Entstehungsprozeß teilhaben, so daß vielleicht noch andere Lust darauf bekommen, ...

Einfach den Link anklicken und mehr erfahren. Es können noch immer alle mitmachen. Mich juckt es total in den Fingern, allerdings weiß ich nicht, wie ich dazu kommen werde - zumal ich noch nicht einmal ein Projekt im Sinn habe. Aber noch ist ja Zeit und ich hoffe, es ergibt sich noch was. Wer schon mal linsen bzw. sich Anregungen holen will: hier entlang.

Zauberweib am Samstag, 07 September, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Freitag, 09 August, 2013

Unter der Haube

Soeben fertiggestellt: meine Nähmaschinenhaube:

Nähmaschinenhaube vorne  

Nähmaschinenhaube Rückseite  

Da die Seitentaschen auf den Bildern schon befüllt sind, sieht sie ein bisschen unförmig aus. In echt ist dem aber nicht so. Sie ist fast genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nur das mit dem Rand-nach-außen-einfassen hat nicht so ein schönes Ergebnis gebracht wie erhofft. (Vorderseite). Allerdings die doch recht dichte Naht wieder auftrennen und nochmal neu machen wollte ich auch nicht. Deshalb hab ich auf der Rückseite eine normale Naht gemacht, die auch in den Ecken gut gelungen ist. War ja Unterstoff-Vlies-Oberstoff (mit Nähten) und das Ganze mal zwei zum Zusammennähen! Eine solche Haube darf ruhig unterschiedliche Nähte haben. Hab ich so beschlossen. :)

Für die Seitentaschen habe ich einfach den Unterseitenstoff des Mittelteils länger gemacht und breiter werdend. Dadurch habe ich ein bisschen Stoff für zusätzliches Taschenvolumen erhalten. Stoffband reingezogen, seitlich mit festgenäht. Und schon haben Fußantrieb, Stromkabel, Bedienungsanleitung, Schneiderschere ihren Platz. Praktisch zum Transportieren.

Bis auf das "Zaubisign" auf der Rückseite ist diesmal alles maschinengenäht. Weil - um nun endlich auf das zu kommen, was unter der Haube ist - ich habe mich nun doch schweren Herzens entschlossen, mich von meiner alten Ideal-Nähmaschine zu trennen. Über fünfzig Jahre hatte sie meiner Mam und später mir treue Dienste geleistet. Bis nun immer öfter die Fadenspannung gesponnen hat, Stiche ausgesetzt haben. Wenn jede dritte Naht wieder aufgetrennt und nochmal neu gemacht werden muss, macht das Nähen einfach keinen Spaß mehr. Und nach fünfzig Jahren hat sie ja eigentlich auch ihre Ruhe verdient.

Die neue ist die W6 N 3300 exklusive. Überzeugt hat mich da vor allem die Zehn-Jahres-Garantie. Zubehör ist umfangreich und in die Knopflochschiene hab ich mich schon verliebt! *straaahl* Endlich saubere Knopflöcher, die auch noch passen! :) Außerdem ist sie sehr leise, ein weiterer Pluspunkt.

W6 N 3300 exklusive Nähmaschine  

Das ist das gute Stück an ihrem neuen Platz. Ich bin - soweit ich das nach zwei Wochen beurteilen kann - sehr zufrieden. Sie näht sehr schön, hat wahnsinnig viele Stiche im Programm. Der Overlock-Fuß is total genial, wie der so am Stoffrand entlangläuft. Und natürlich die Knopflochschine! Hinten den Knopf reinlegen, Nähprogramm auswählen und Gas geben. Ein dezentes, aber hörbares "Pi-i-iep" gibt bekannt, wenn das Knopfloch fertig ist. :)

Die Auflagefläche ist hier wesentlich kleiner als bei der alten Nähmaschine - da war auch ein extragroßer Anschiebetisch aus Holz dabei. Da dachte ich erst, dass ich wohl noch aufrüsten muss. Aber mittlerweile hab ich sie schon ganz gut genutzt und konnte feststellen, dass die Auflagefläche völlig ausreichend ist. Das vordere Teil ist abnehmbar für Ärmel und Hosenbeine zu nähen. In dem abnehmbaren Teil ist das Zubehör versteckt.

Hach, und hab ich den integrierten Einfädler schon erwähnt? He-xen-werk! Genial! *gg* Super auch die Übersicht am Ende des Anleitungsheftchens, wo Stichprogramme und benötigter Nähfuß nochmals aufgelistet sind. Bei dem Heftchen selber haben sich ein paar Fehler eingeschlichen, ich vermute durch die Übersetzung. (Bildnummerierung stimmt mit Beschreibung nicht überein.)

Unter der Haube sind jetzt übrigens auch Auto, Mobbed und Fahrräder. Unsere Garage ist endlich - seit ein paar Wochen schon - fertig:

neue Garage  

Das ist der Blick vom Haus aus und hier noch die andere Seite (Gartentürle designed by Liebstling):

Garagentor  

Ich bin total froh und glücklich, dass dieses Großprojekt erfolgreich abgeschlossen ist und ich nun im Winter nicht mehr kratzen muss! Luxus pur! :)

Zauberweib am Freitag, 09 August, 2013 * Kategorien: Gewerkel
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Samstag, 20 April, 2013

Dienstagsfrage: Dicke Dinger?

Es ist zur Zeit große Mode mit superdicken Nadeln zu stricken. Für mich sind das Besenstiele. Mit welcher Nadelstärke strickt ihr am liebsten? Gefällt euch dickes oder feines Gestrick besser?

Vielen Dank an Irmgard für die heutige Frage!

Die 16. Dienstagsfrage des Jahres vom Wollschaf. (warum steht im Link eigentlich die 15...?) Ich lese die Antworten und lerne. Lerne, dass es offenbar sehr ungemütlich ist, mit sooo dicken Nadeln (also ich sag mal alles, was über 8 ist) zu stricken. Dass das Gestrickte bei der Größe dafür umso schneller fertig ist, macht's anscheinend auch nicht wieder wett. Schade eigentlich.

Ich hab keine Stricknadeln, über 8 hinaus gehen. Was daran liegt, dass mich die Riesenmaschenmode nicht wirklich vom Hocker reißt. Ok, der eine Schal oder auch mal ne Mütze schauen nicht schlecht aus. Aber: wie sollen die denn wärmen???? Ich glaub, mir fehlt da einfach das Mode-Gen: Wozu 'nen Schal stricken, der zwar super aussieht, aber kein bisschen warm hält? (Hab ich schon mal erwähnt, dass ich ziemlich verfroren bin?)

Am meisten (und liebsten) stricke ich in der Gegend um 2,5 bis 4. Dünner geht schon auch noch, nur wird dann aus dem entsprechenden Strickteil ein "Projekt". Weil dünne Nadeln = dünnes Garn = viele Maschen = viele Reihen = dauert lange, bis das Teil fertig ist. Und weil ich somit eben nur langsam voran komme, macht es auch nicht soooo viel Spaß. Socken gehen halt schneller :) Was aber wirklich stört dabei ist, dass sich das dünne Garn so in den Finger schneidet. Wenn da eine einen guten Trick kennt: her damit!

Dickere Nadeln bis 8 nehm ich für Lace-Tücher oder für richtig dicke Socken. Da lassen sich gut Reste verstricken, doppelt oder dreifach nehmen und schöne Verläufe bzw. Angleichungen gestalten.

Zauberweib am Samstag, 20 April, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Samstag, 30 März, 2013

kleine Pause

Von mir gibt es derzeit nicht viel Neues zu berichten. Den ganzen langen Winter über - der erste Schnee kam bereits im Oktober, wir erinnern uns! - habe ich es geschafft, nicht mal einen kleinen Schnupfen zu haben. Und jetzt, pünktlich zum langen Osterwochenende, hat es mich doch noch erwischt. Eine schöne dicke Erkältung mit allem drum und dran - das hätt's jetzt ja auch nicht mehr gebraucht!

Ich habe nicht viel Vorzeigbares geschafft, allerdings ein Projekt in der Warteschleife. Das einzig Produktive, das ich in den letzten Wochen zustande gebracht habe, waren Unmengen an Papierperlen. So wie diese hier:

Papierperlen  

Ansonsten halte ich gerade in den letzten Tagen mit den Schnurgels, die den Winter, die Kälte so dermaßen satt haben wie ich:

Schnurgels  

Hach, bei diesem Anblick strahlt mein Katzengluggenherz! :)

Zauberweib am Samstag, 30 März, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Schnurgels
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Montag, 04 März, 2013

Genähtes

 

Mal wieder ein bisschen was genäht. Als erstes einen Pyjama. Den Schnitt habe ich - wie immer - von einem anderen Schlafanzug abgemalt. Das erste Mal, dass ich einen Kragen und Innenverblendungen irgendwie zusammengepfriemelt kriegen musste. Das Ergebnis ist funktional, vielleicht nicht in alle Details (besonders beim Kragen) perfekt. Aber war eben auch das erste Mal. Insgesamt wirken die Farben fast ein bisschen wie eine Arbeitskleidung, aber ich fühl mich sauwohl drin :)

Mein Altar wollte auch mal wieder ein neues Deckchen haben, also habe ich mir eine Jahresfeste-Decke ausgedacht. Acht Quadrate in den Farben Gelb (Imbolc), Orange (Ostara), Rosa (Beltaine), Rot (SSW), Lila (Lammas), Blau (Mabon), Türkis (Samhain) und Grün (WSW). Jedes Quadrat besteht aus neun Quadraten (10x10 cm) unterschiedlicher Stoffe in der jeweiligen Farbe. Wobei ein Feld jeweils für die vorige bzw. folgende Farbe reserviert ist.

Angeordnet in einem Quadrat 3x3 braucht es noch eine Mitte. Dort habe ich einfach alle Farben strahlenförmig vereint. Beim Zusammennähen habe ich überlegt, was schöner aussieht: Die Quadrate zu umrahmen, also z.B. mit schwarz voneinander abzusetzen (Was die Decke auch noch etwas größer machen würde) oder einfach nur die einzelnen Teile aneinander nähen, so dass es wirklich ein fließender Übergang wird? Genau das wollte ich ja - deshalb auch jeweils die zwei fremdfarbigen Teile in jedem Quadrat! Somit wurde eine Decke von 90x90 cm daraus - einen Rand außenrum drannähen wollte ich dann auch nicht mehr. Wenn schon ohne, dann ganz ohne!

Das Bild ist hier und da etwas zipfelig, was daran liegt, dass ich es verzerrt habe, damit es gerade wird. Und leider werden auch die Farben nicht wirklichkeitsgetreu dargestellt. Oben in der Mitte z.B. ist dunkelgrüner Filz und unten rechts, die weißen Felder sind eigentlich rosa, sogar unterschiedliche Schattierungen.

 

Ich habe aber nicht nur genäht, sondern auch viel gesponnen und gestrickt. Neben 843 (oder so) Paar Socken nochmal ein Ashton-Tuch. Nur in viel größer diesmal: (Hierfür war auch die Wolle gesponnen)

 

Die Anleitung für das Tuch gibt es kostenlos bei Ravelry. Ist zwar "nur" auf englisch, aber ich hab das auch kapiert. Strickschrift, supereinfache Erklärungen, sogar mit Anleitung fürs Spannen. Nur den 2. Rapport öfter als die vorgegebenen 5x stricken. Das wird einfach viel zu klein. Außer für ein Kopftuch, das würde reichen. :)

Zauberweib am Montag, 04 März, 2013 * Kategorien: Gewerkel
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Mittwoch, 23 Januar, 2013

verstrickte Dienstagsfrage

Ich freu mich wahnsinnig, dass mein Vorschlag für die verstrickte Dienstagsfrage angenommen wurde:

Wo kauft ihr eure Wolle (lieber) ein? Wo macht das Aussuchen mehr Spaß und Sinn? Im Laden am Ort, wo ihr die Wolle sehen und anfassen könnt? Gemütlich einen Katalog mit Bildern und allen Infos zu Nadelstärke, Faserzusammensetzung, Waschhinweise usw. auf einem Blick? Oder wisst ihr ganz genau, was ihr wollt und kauft im Online-Shop, der das Gesuchte gerade am günstigsten anbietet? Oder ganz was anderes? Was ist euch wichtig beim Auswählen, worauf achtet ihr? Bin gespannt auf die Antworten.
Vielen Dank an Ulrike für die heutige Frage!

Dabei ist die Antwort gar nicht so einfach. Ich blättere wahnsinnig gern im Katalog meines Lieblingsversandes. Alle anderen Kataloge, die immer wieder mal ins Haus flattern, bestelle ich sofort wieder ab - landet eh nur im Müll! Der Handarbeitskatalog ist die Ausnahme. Und natürlich finde ich auch immer wieder mal was, was mir gefällt. Worauf ich achte ist, dass der Poly-Anteil nur gering bis gar nicht vorhanden ist.

Natürlich bin ich immer wieder auf der Suche nach Bio-Wolle bzw. Bio-Baumwolle. Bisher habe ich da nur von LanaGrossa etwas gefunden. Ich hoffe, dass sich hier der Marktanteil noch etwas erhöht. Auch in Bezug auf die Tierhaltung, die Art der Färbung und die Arbeitsbedingungen wird zuwenig Information auf den Banderolen angegeben. Das kann besser werden.

Dass ich ein ganz bestimmtes Garn suche, kommt bei mir eher selten vor. Was dagegen öfter passiert: dass ich eine Idee im Kopf habe, ungefähr welches Garn ich dafür verwenden möchte, und plötzlich stolpere ich irgendwo beim Einkaufen über genau dieses Garn. Da muss ich dann natürlich zuschlagen!

Was seltsamerweise eher selten der Fall ist, dass ich im Wolleladen ein Garn finde, das ich unbedingt haben muss. Für den "einfach so"-Einkauf kommt da dann doch eher der Katolog infrage. :)

Zauberweib am Mittwoch, 23 Januar, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Samstag, 12 Januar, 2013

Nicht nur Socken - ein Update

Es gab schon länger keine Gewerkelungen hier mehr zu sehen, was auch daran liegt, dass ich hauptsächlich Socken stricke:

Socken

Ich habe das Toe-up-Stricken gelernt - mit ordentlicher Ferse und mittlerweile sogar ohne Löcher zwischen den Nadeln nach der Ferse. Beim Abketten probiere ich noch aus, das "Abnähen" gefällt mir aktuell am Besten.

Schon länger fertig ist diese Weste - gestrickt nach eigenem Entwurf und mit Häkelrand:

Weste

Ebenfalls schon vor längerer Zeit (Göddin, bin ganz schön im Rückstand hier!) habe ich das Strickfilzen probiert. Das kam, weil ein Paar Socken nach dem zweiten Mal Waschen absolut zu klein und zu verfilzt zum Auftrennen war. Von der Wolle hatte ich noch reichlich über und probieren wollte ich das eh schon mal, also habe ich Handschuhe gestrickt:

Handschuhe im Größenvergleich

Rechts ein Handschuh in Normalgröße zum Vergleich. Der rote Rand ist einmal rumgehäkelt in Polyester-"Wolle". Meine Idee war, diese nach dem Verfilzen wieder rauzulösen und so die Löcher für die Maschenaufnahme fürs Bündchen zu haben. Das sollte nämlich nicht verfilzt sein. Und das hat auch so geklappt, wie gewünscht:

Filzhandschuhe

Sie sind schon noch ein bisschen geräumig, aber ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Und sie sind superwarm!

Als letztes möchte ich euch meine Erfindung zeigen. :) Von meinem USB-Stick hatte sich die Kappe gelockert und ich musste befürchten, sie zu verlieren. Da ich damals gerade die Tischbeinsocken gehäkelt habe, stand die Idee schon mal im Raum. Also ein Kleid für Stick und Kappe und beides irgendwie verbinden, aber so, dass sich der Stick natürlich noch öffnen lässt:

USB-Stick-Häkelverkleidung

Ich habe eine Kordel durch das Kappen-Kleid gezogen und weitergeführt durch das vom Stick. Kappe draufgesetzt, Kordel straff gezogen. Auf Höhe des anderen Endes des Sticks beide Stränge verknotet und einzeln durch das Ende gezogen. Die beiden Kordelenden haben ich gegengleich verknotet, so dass die Länge variabel ist. Damit kann ich mir den Stick sogar um den Hals hängen. Da ich die Kordel am hinteren Ende nochmals durchgezogen habe, kippt er dabei nicht um. Der Knoten in der Mitte sorgt dafür, dass gerade genügend Spiel zum Öffnen der Kappe bleibt. Das Bild ist etwas kleiner als die anderen Bilder, weil es so etwa die Originalgröße zeigt.

Zauberweib am Samstag, 12 Januar, 2013 * Kategorien: Gewerkel
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Sonntag, 06 Januar, 2013

gestrickte Venus :)

Ich bin gerade dabei, meiner Homepage wieder einmal ein neues Design zu verpassen und dabei gleich ein bisschen auf HTML5 zu achten. Im Zuge dessen miste ich gründlich aus: Ist es für die Nachwelt wirklich erhaltenswert, welche Socken ich vor fünf Jahren gestrickt habe? Eher nicht :)

Keine Sorge, die wichtigen Artikel - z.B. über die Göttinnen (s. Menü rechts) - behalte ich natürlich. Allerdings bedeutet das leider auch, dass Links ggf. aktualsiert werden müssen. Die gute Nachricht ist dafür, dass die Dateinamen jetzt nicht mehr durchnumeriert werden, sondern aus dem Titel generiert. Also leichter zu merken bzw. überhaupt aussagekräftiger sind.

Was ich aber nicht löschen konnte, war meine erste Venus - als das Fieber damals im Sommer 2011 ausbrach:

gestrickte Venus/Freya  

Ihr sind noch etlich andere gefolgt, aktueller Stand meiner Sammlung:

Göttinnen-Sammlung  

Ok, da sind auch diverse Kuscheltiere dabei :) Rechts, gleich die erste Figur nach der Kuh, ist übrigens keine Venus sondern ein Venusserich. Mein Liebster hat darauf bestanden, dass wenigstens ein Quotenmann dabei sein muss. Also wurde es der Grüne Mann.

Zauberweib am Sonntag, 06 Januar, 2013 * Kategorien: Gewerkel
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Mittwoch, 02 Januar, 2013

Strick- und Häkelnadeln: aus welchem Material?

Ich mach mal bei der verstrickten Dienstagsfrage mit (via Annkaris Blog) - auch wenn heute schon Samstag ist :)

Welche Erfahrungen habt Ihr mit verschiedenen Strick- und Häkelnadel-Materialien gemacht? Also Alu, Plastik, Bambus, Holz (KnitPro), Edelholz (wie Rosenholz, Veilchenholz oder Ebenholz), Bein (antik natürlich).
Welche würdet Ihr empfehlen, welche nicht und warum?

Gleich vorweg: die ultimativen Superduper-Stricknadeln habe ich noch nicht gefunden. Plastik-Stricknadeln kenn ich in ganz dick, Strickstangen, für Jacken z.B. Das war soweit ok, nur dass es auf den Stangen generell reichlich eng wird. Aber ein Kabel bei so dicken Nadeln? Hm, geht wohl eher schwierig.

Am meisten und längsten habe ich bislang mit Metall-Stricknadeln gearbeitet. Geht super bei allem, was dicker als 3,5 ist. Ansonsten verbiegen sie sich mit der Zeit und liegen daher dann nicht mehr so gut in der Hand. Verwende ich bei Nadelspielen. Früher auch als Strickstangen.

Bambus-Stricknadeln habe ich ebenfalls als Nadelspiel. Die sind zwar wirklich robust - da splittert nix und die brechen auch nicht! - nur leider verbiegen die sich auch! Daher: s. Metall-Nadeln. Großer Vorteil, gerade beim Nadelspiel: Sie rutschen nicht raus, was mir bei Metallnadeln schon mal passiert.

Holz-Stricknadeln - da habe ich mir vor drei (?) Jahren das KnitPro-Set geleistet (die schönen bunten), also mal richtig Geld für gutes Werkzeug ausgegeben. Dachte ich. Damit hatte ich verschiedene Nadelgrößen, die auf unterschiedlich lange Kabel aufgeschraubt werden können. Schlaues Konzept, sowas mag ich. Lässt sich klasse mit stricken, die Maschen laufen glatt und das System als solches ist einfach nur genial. Generell sollten die Nadelteile etwas länger sein, damit sie besser in den Händen liegen (das sage ich jetzt mit meinen eher kleinen Händen!), das gilt umso mehr bei den dickeren Nadeln (so ab 5,5 aufwärts). Da ist auch der Winkel der Spitzen arg steil, könnte ein bisschen flacher sein. Was ich richtig blöd finde, dass die Kabel jetzt schon aus den Gewinde-Enden rausfliegen. Ich hab es nochmal geklebt und hoffe, das hält. Nur: Qualität ist anders. Sowas ärgert mich wirklich. Wie gesagt, das war kein Billigkauf, sondern schon eine gezielte Anschaffung "für's Leben". Dachte ich. Dass eine Nadel zerbrochen ist, da kann KnitPro allerdings nix dafür, dass ich da draufgestiegen bin. (Lag auf der Couch, weicher Untergrund. Da ist es passiert) :)

Bei Häkelnadeln kenne ich Ganz-Metall, die sind doof, weil die, die ich hatte, in der Mitte abgeflacht sind. Und das abgeflachte liegt im Verhältnis zum Haken immer falsch in der Hand. Mit denen lässt sich blöd arbeiten, zumindest über längere Zeit. Kann bei Ganz-Metall-Häkelnadeln, die in der Mitte nicht abgeflacht sind, anders sein - falls es die gibt.

Ansonsten habe ich die Versionen mit Hakenteil aus Metall und einem Plastikgriff dran. Die sind ok, blöd finde ich nur, dass die Größenbezeichnung nach kürzester Zeit abgewetzt ist. Ich kann meine vorhandenen Größen nur noch schätzen, welche das jeweils ungefähr sein könnte. Bei einer Häkelnadel geht der Plastikgriff immer mal ab. Den werde ich bei nächster Gelegenheit aber auch festkleben und hoffen, dass das hält.

Meine Empfehlung: Wer sehr fest strickt, sollte zu möglichst dicken Nadeln greifen. :) Ab 4 aufwärts - dann ist es egal, ob Bambus, Metall oder Plastik. Empfehlen würde ich aber Bambus. Wer eher locker strickt, empfehle ich auf jeden Fall Bambus, weil da die Nadeln nicht so leicht rausrutschen wie z.B. bei Metall.

Bei Häkelnadeln darauf achten, dass sie gut in der Hand liegen, abgeflachte Mitte geht gar nicht!

Um die Kabel-Variante bei Stricknadeln bin ich lange rumgeschlichen, bis ich die ausprobiert habe. War anfangs ungewohnt, weil ich vorher nur die Strickstangen kannte, aber ich habe sie schnell lieben gelernt! Endlich Platz, kein Maschengedrängel und das Gewicht verteilt sich viel angenehmer! Bei Strickstangen gibt es welche, die im hinteren (längeren) Bereich dünner sind, da rutschen die Maschen leichter nach hinten; darauf würde ich beim Kauf achten. Aber wie gesagt: Mein Favorit ist hier eindeutig die Kabel-Variante.

Zauberweib am Mittwoch, 02 Januar, 2013 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Donnerstag, 20 Januar, 2011

Meine Nähmaschine

Als meine Mutter zu meinem älteren Bruder schwanger war, hat sie sich für mehrere hundert Mark eine Nähmaschine geleistet. Eine "Ideal Automatik" von Quelle. 1962 war das ein Batzen Geld - und es war sinnvoll angelegt. Dass sie die Ausstattung der Wiege damit genäht hat, weiß ich nur aus ihren Erzählungen, doch ich kann mich gut daran erinnern, dass sie schon immer sehr viel genäht hat.

Irgendwann haben wir im Handarbeitsunterricht nähen mit der Maschine gelernt und meine Mutter hat mich in ihre Maschine ebenfalls eingewiesen. Ab da hab ich selber immer wieder damit genäht. Sie begleitet mich tatsächlich bereits mein ganzes Leben.

Viel später - ich war bereits von Zuhause ausgezogen - hat sich meine Mutter eine neue Maschine gekauft und mir die alte vermacht. Damals bin praktisch jedes Jahr umgezogen und ich hatte nie Platz genug. Für einzelne Projekte habe ich sie mir hin und wieder in die jeweilige Wohnung geholt und später wieder in mein Elternhaus zurückgebracht. Bis ich mit meinem jetzigen Mann zusammen gezogen bin. Er hatte eine Dreizimmerwohnung und ich konnte meine Nähmaschine endlich "nach Hause" holen.

Ich habe sie erst einmal zum Überholen gebracht: reinigen, ölen, einstellen. Sie lief wieder wie am Schnürchen. Kein Klackern, keine Aussetzer, nichts. Als mein Vater erfahren hat, wie begeistert ich von der Nähmaschine war und sie somit in Ehren halten würde, hat er es sich nicht nehmen lassen, die Kosten für die Überholung zu übernehmen. ("Das hat sie von mir!" *g*) Wow, da war ich gleich doppelt beschenkt!

Mittlerweile sind wir in unser Häuschen gezogen, in dem es ein kleines Nähzimmerchen gibt. Meine Maschine hat einen festen Platz, muss nicht jedes Mal her- und wieder weggeräumt werden. Und ich habe das Patchworken entdeckt. Da nähe ich zwar größtenteils mit der Hand, das Zusammennähen mach ich aber doch lieber mit der Maschine. Auch diverse Kleidungsstücke hab ich in den letzten Jahren genäht. Sie ist also ständig in Gebrauch.

Kein Wunder, dass es nun wieder zu Aussetzern kam, sie war schwergängig, es klackerte. Die Botschaft war klar: Schick mich zur Inspektion! Mein erster Gedanke: Die hab ich doch erst beim Reinigen gehabt? Der zweite Gedanke: *nachrechne* 1999 - Oh... das ist wohl doch schon etwas her...

Da ich mit dem letzten Service-Ergebnis sehr zufrieden war, habe ich sie wieder dort hin gebracht. Beim Abgeben sind mir die vielen Nähmaschinen aufgefallen, die dort ebenfalls zur Reparatur-Abholung warteten. Sicher waren da auch paar modernere Modelle dabei, aber das meiste waren solche Goldschätze wie meine - wenn nicht sogar noch älter! Nähmaschinen sind ganz offensichtlich eine Anschaffung fürs Leben, für mehrere Generationen sogar. Sie werden gepflegt und in Ehren gehalten - und genutzt! Sie sind halt was Besonderes. Dass mich so ein Anblick zum Strahlen bringt, zeigt deutlich, dass ich die Tochter einer Handwerkerfamilie bin: Werkzeug muss eben pfleglich behandelt werden. :)

Heute habe ich meine Nähmaschine wieder an ihren Platz gestellt, den ich bei der Gelegenheit auch gleich ordentlich sauber gemacht habe. Und wie es der Zufall wollte, hatte ich ein ausgefranstes Handtuch und einen eingerissenen Kissenbezug zu reparieren. Eine gute Gelegenheit, das Maschinchen willkommen zu heißen.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie verblüfft ich war, als ich loslegte. Ein sanftes Schnurren, butterweicher Gang, perfekte Stiche... meilenweit dem voraus, was ich mir überhaupt hätte vorstellen können. Klar bin ich davon ausgegangen, dass sie keine Aussetzer mehr haben wird. Dass es nicht mehr klackert. Und dass sie etwas leichter läuft. Aber was ich bekommen habe, ist besser als neu! Ehrlich: ich bin verliebt in meine Nähmaschine! *gg* Da trifft es sich hervorragend, dass ich demnächst Urlaub habe und mir schon das eine oder andere Projekt im Kopf rumschwirrt. :)

meine Nähmaschine

Danke, dass du mich schon mein ganzes Leben begleitest. Ich werde dich gut behandeln, damit das auch weiterhin so bleibt und wir noch viele bezaubernde Stunden miteinander verbringen werden. :)

gepostet November 2011

Zauberweib am Donnerstag, 20 Januar, 2011 * Kategorien: Angedachtes, Gewerkel
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Regenbogenlochtuch: Anleitung

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen gibt es die Anleitung für das Regenbogenlochtuch: pdf, 900kb.

Das war für dieses Teil hier:

Regenbogenlochtuch

Viel Spaß beim Nachstricken! Falls in der Anleitung etwas unklar oder verwirrend ist, bitte Bescheid sagen, damit ichs verbessern kann.

Zauberweib am Donnerstag, 20 Januar, 2011 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Was hyperbolische Geometrie und Korallenriffs mit Häkeln zu tun haben

Zugegeben, das klingt erstmal komisch und nicht wenige werden sich jetzt wohl die Frage stellen: Was zur Hölle ist hyperbolische Geometrie? Ich muss zugeben, bis heute Vormittag hatte ich den Begriff selber noch nie gehört und die Wikipedia-Erklärung erleuchtet mich auch nicht so recht.

Meine völlig unwissende Definition wäre: Das ist, wenns nach oben hin immer mehr wird. Und das sieht dann ungefähr so aus, wie Korallen aussehen. Wie ich überhaupt darauf kommen? Ich hab die Natur + Kosmos vom März 2011 in die Finger gekriegt. Und da war ein Artikel*) drin. Über eine Mathematikerin, die eigentlich durch Zufall entdeckt hat, wie sie 3D-Modelle zur hyperbolischen Geometrie herstellen kann - und das noch dazu sehr einfach und äußerst kostengüstig.

Ich selber hab letztes Jahr ein solches 3D-Modell hergestellt - ohne dass ich es wusste *g*:

Gehäkelte Koralle

Dabei war das längst nicht mein erstes. Als ich meine ersten Häkelversuche unternommen hab - noch bevor wir das in der Schule lernten - hatte ich eine kleine Puppe, der ich eine Art .... gekräuseltes Ballettröckchen gehäkelt habe. Das war auch eine hyperbolische Koralle :) Was ich damit sagen will: es ist echt stinkeinfach!

Wie kam jetzt nochmal die Koralle ins Spiel? Achja, die Mathematikerin. Die ist auch Netzwerkerin und kam mit anderen Fachfrauen ins Gespräch (so ganz genau hab ich den Hergang jetzt nicht mehr im Kopf) und jedenfalls haben sie angefangen, Korallenriffe zu häkeln, um damit auf das Korallensterben aufmerksam zu machen. Es gab ein bisschen Aufmerksamkeit in der Presse, was zu Anfragen u.a. vom Warhol-Museum führte und so hat das Hyperbolic crochet coral reef inzwischen doch einiges an Berühmtheit erlangt. Leider noch nicht so wirklich im deutschsprachigen Raum, was ich hiermit versuche, zu ändern :)

Ich finde die Idee einfach genial - zumal die Dinger genial einfach zu häkeln sind :) Wie oben schon gesagt: In jeder (jeder 2. oder 3.) Runde die Maschen doppelt oder dreifach häkeln. Das ist alles.

Und weil ich grad übers Häkeln schreib und über Dinge, die damit so gar nix zu tun haben - rein theoretisch - und ich außerdem grad auf Blogrunde war, hab ich hier gleich noch einen Link zum Thema Granny Squares - nur dass die hier ausnahmsweise mal gar nix mit häkeln zu tun haben. Alles klar? :)

*) Falls der Link nicht funktionieren sollte: auf natur.de den Suchbegriff "Häkelriffe" eingeben.

Zauberweib am Donnerstag, 20 Januar, 2011 * Kategorien: Angedachtes, Gewerkel
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Häkelpuschen mit Anleitung

Haekelpuschen

An sich sind solche Puschen schnell und einfach gehäkelt: Von der Spitze ausgehend in jeder Runde zwei Maschen gleichmäßig zunehmen, bis die Fußbreite erreicht ist. Gerade hochhäkeln für die Fußlänge. Die Sohle wird spitz zulaufend bis kurz vor der Ferse gehäkelt. Dann die seitlichen Maschen aufnehmen, hinten gleichmäßig Maschen zusammenhäkeln, so dass sich die Ferse formt. Am Schluss eine Abschlussrunde einmal rundrum, fertig.

Da ich aber jedes Mal für jedes Paar mindestens drei Socken häkel, bis ich wieder weiß, wie es ging, hab ich mir endlich mal meine Notizen ins Reine geschrieben, so dass ichs auch in drei Wochen noch lesen kann. Und stell diese Anleitung (pdf, 2 MB) hiermit zur Verfügung. Viel Spaß beim Nachhäkeln.

Haekelpuschen Detail  

Zauberweib am Donnerstag, 20 Januar, 2011 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Kochen für Shermin: Keksäää :)

Dieser von Distel hervorgerufenen Aktion, Shermins Magischen Kessel zu unterstützen, mag ich mich gerne anschließen.

Kochen für Shermin

Was so manche vielleicht erst einmal verwundert, denn mit Kochen werd ich eher weniger in Verbindung gebracht. Aber ich liebe es zu backen! Und am allerliebsten back ich Kekse!

Tatsächlich können Kekse ganzjährig gebacken und gegessen werden. Es gibt jedoch einen sehr starken Anstieg an Verbrauch, Variationen und Angebot von Keksen etwa in der Zeit zwischen November und Januar. Während dieser Hoch-Saison lässt sich ein weiterer Anstieg bis zur Wintersonnwende beobachten, der danach abflaut, um spätestens Ende Januar wieder auf dem (Rest-Jahres-)Stand von Anfang November angelangt zu sein.

Kekse werden also in der Zeit von Samhain bis Imbolc besonders verehrt - oder geopfert, hier sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig. Jedoch lassen der schon fast explosionsartig ansteigende Verbrauch, das ins Unermessliche wachsende Angebot, - selbst in Haushalten, wo sonst nicht gebacken wird, wird plötzlich Teig geknetet, gerollt, ausgestochen, in Form gebracht - keinen anderen Schluss zu, als dass den Keksen im Winter-Quartal besondere Achtung entgegengebracht wird. Dass dies kultischem Ursprung zuzuschreiben sein muss, wird vor allem auch darauf begründet, dass sie während dieser Hoch-Zeit einen besonderen Namen tragen. In der dunkelsten Jahreszeit werden Kekse "Plätzchen" genannt.

Zwischen Imbolc und Samhain allerdings führen die Kekse ein Schattendasein, sie sind in Bäckereien kaum bis gar nicht und in Supermärkten auch nur bei genauem Hinsehen zu finden, so dass sie da selbst gemacht werden müssen. Dass das sehr einfach ist, Spaß macht und am Ende sehr lecker schmeckt - ja, probiert's am besten selber aus :)

Das einfachste Rezept, das ich kenne, ist:

Die Butter sollte nicht frisch ausm Kühlschrank kommen, dann geht das Verkneten leichter. Damit lassen sich Kekse ausstechen, -radeln oder -pressen, ganz nach Belieben.

Noch einfacher sind Löffelkekse. Dazu wird ein weicherer Teig zubereitet, also notfalls einen Schuß (Soja-)Milch zufügen. Der Teig sollte etwas rupfig sein, da lassen sich mit dem Teelöffel schöne Häufchen abstechen.

Ebenfalls sehr gut sind Schnecken-Kekse. Teig ausrollen, Füllung draufstreichen, einrollen. Ggf. im Kühlschrank (oder um diese Jahreszeit: auf der Terrasse) noch etwas kaltstellen, dann lassen sich leichter Scheiben abschneiden. So in dem Dreh von 0,5-1cm Dicke - wobei die insgesamt aber ziemlich einheitlich sein sollte, wg. der Backzeit.

Füllung für die Schnecken-Kekse ist simpel: Marmelade mit gemahlenen Nüssen/Mandeln und/oder Haferflocken vermischen, so dass eine streichfähige Masse ensteht. Gibt weniger Sauerei als mit nur-Marmeladen-Füllung und die Füllung selber bleibt auch voluminöser.

Kekse mit dem Herz aus Marmelade lassen sich auf die altbewährte Art herstellen: Teig ausrollen, kleine Marmeladenkleckse in regelmäßigem Abstand auf die eine Hälfte klecksen, die andere Teighälfte drüberziehen, Ränder festdrücken, ausradeln. Oder auf die wohl einfachere Art durch Verwendung von Maultaschen-Formen.

Das Rezept lässt sich schier unendlich abwandeln:

Wers lieber herzhaft mag: Zucker weglassen (dafür etwas mehr Mehl), Butter zur Hälfte durch Ei ersetzen und ne Prise Salz zufügen. Relish nach Wahl (Zucchini, Paprika, ...) etwa 1:1 mit Reibekäse vermischen, Füllung aufstreichen, rollen, schneiden, backen, legga!

Gebacken werden die Kekse bei 180-200 Grad - zur Backzeit... tja, damit steh ich auf Kriegsfuß. Also nach 10 Min. mal nachsehen, kann grad bei eher dünnen (ausgestochenen) Keksen nicht schaden. Schnecken dauern auch mal 25 Minuten - aber lieber öfter mal nachsehen!

Die 1-2-3-Kekse sind mein absolutes Lieblings-Gebäck. Die Grundzutaten sind eigentlich immer im Haus - also schau ich einfach, was sonst noch grad so da ist und lass der Kreativität freien Lauf. Backen für die Seele... ;)

Bei der Kochen-für-Shermin-Aktion kannst du übrigens auch mitmachen, schau einfach nochmal bei Distels Aktions-Start-Beitrag nach. (bissl scrollen zu den "Regeln")

Zauberweib am Mittwoch, 20 Januar, 2010 * Kategorien: Gewerkel, Vorgestelltes
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Handarbeit - Kunst - Magie

Handarbeiten hat mir schon immer großen Spaß gemacht. Ich habe meine Mutter genötigt, mir Stricken und Häkeln beizubringen, lange bevor wir dies in der Schule lernen sollten. Als Teenie habe ich mir Röcke, Kleider, Jacken, Overalls genäht - anfangs noch mit Hilfe und unter Anleitung meiner Mutter, bald dann selbstständig. Ich hab schon oft und viel beim Handarbeiten geflucht und geheult und das jeweilige Arbeitsstück ins nächste Eck gefeuert. Aber früher oder später hab ich alles zu Ende gebracht - oder wenigstens wieder aufgetrennt :)

Neben meiner Mutter hat mir in der Schule meine Lehrerin Frau H. das Handarbeiten weiter vermittelt. Ich hab neue Techniken gelernt und immer mehr Spaß daran bekommen. Das konnte mir nicht mal meine spätere Lehrerin V. auf der weiterführenden Schule vermiesen - auch wenn sie nah dran war! Für die V. war "Textiles Gestalten" Unterricht wie jeder andere auch. Wurde geschwätzt, hagelte es Strafseiten. Anders bei Fr. H. Sie vertrat die Meinung, dass Handarbeiten schon was anderes ist als "normaler" Unterricht. Und solange sich die Unterhaltungen im Rahmen hielten und nebenbei tatsächlich gearbeitet wurde, fand sie es völlig ok und richtig. Fr. H. hätte ich gern weiter als Lehrerin behalten.

Heute fällt mir auf, dass das ja damals schon Frauen- bzw. Mädchenkreise waren. Fr. H. hat viel dazu beigetragen, auch diesen "Kreis" zu vermitteln. So hat sie z.B. bei der Auswahl von Farbe, Muster und Schnitt beim Pullistricken geholfen. Jeder einzelnen stand sie mit Rat und Tat zur Seite. Die V. hingegen ging auf unsere Fragen nicht mal sachlich richtig ein - und sozial schon gar nicht...

So betrachtet haben sich die alten Handarbeits-Stuben (auch "Rocken-Stuben") in die Neuzeit gerettet. Ich wünsche mir, dass es noch viele Lehrerinnen wie Fr. H. gibt (und weniger welche der Sorte V.). Denn auch durch sie wird diese Art der "Tradition" weitergegeben, lebendig erhalten.

Und ist das Internet nicht auch nur eine weitere Variation der alten Stuben? Sind wir nicht alle irgendwie durch Blogrolls, Feeds und Mailinglisten in virtuellen Stuben verbunden? Ich meine: immerhin liest du das hier... ;) Ich finde schon, dass sich das vergleichen lässt, eine Adaption darstellt.

Nach der Schule ist der ganze Handarbeits-Kram dann über immer längere Abschnitte in immer tiefere Tiefen versunken. Mal Socken stricken, wenn mir zwischendurch gar zu langweilig war (was höchst selten vorkam), oder hier und da mal bisschen was rumgebastelt. Aber all die schönen Dinge, die Spaß machen, spart eine ja als erstes ein, wenn ihr der Alltag über den Kopf wächst. Umso wichtiger wurde es irgendwann auch, die alten Künste neu aufleben zu lassen - mit Erfolg. Die Freude an der Sache war sofort wieder da und meine Kreativität wuchs mit jedem Stück. Inzwischen habe ich auch ganz neue Techniken dazugelernt, allem voran Patchwork, Spinnen und Brettchen-Weben. Das Spinnrad hat mir mein Liebster einfach so von sich aus geschenkt, via Internet-Auktion sogar äußerst preisgünstig. Als Zimmerers-Tochter sollte ich vermutlich nicht erwähnen, dass ich es mittels Heißkleber repariert habe. Aber der war eben vorhanden und es hält bis heute!

Das Hand-Arbeiten (in diesem Zusammenhang also auch Basteln) hat sich auch in meinem magischen Bereich schnell etabliert: Runensteine herstellen samt passendem Beutelchen. Rasseln aus den unterschiedlichsten Materialen basteln. Den Rahmen meiner Trommel mit dem Brennstab verzieren. Eine Nana-Göttin töpfern. Altardecken patchen und sticken - um nur das zu nennen, was mir ganz spontan einfällt.

Magie ist etwas sehr Persönliches, Intimes. Und so ergibt es sich zwangsläufig, dass ich meine "magischen Gerätschaften" (im weitesten Sinne) am liebsten selber mache. Weil da beim Herstellen selber schon viel an meiner eigenen Magie einfließt und das Ergebnis auch eindeutig meine Handschrift trägt. Im Zuge dessen ist die Web-Präsenz magisches Basteln entstanden.

Auch wenn mein erster Trommelschlegel - aus altrosa Wolle gehäkelt - schon etwas bieder und altbacken aussah, hab ich Handarbeiten nie so empfunden. Im Gegenteil: durch die Verknüpfung zur Spiritualität, zur Magie wurde sie mir nur noch umso wertvoller.

Am kraftvollsten werden die Dinge, die ich wirklich mit Hingabe erarbeite. Wo ich nach Beenden eines Prozesses nicht sagen kann, ob ich nun zehn Minuten oder drei Stunden dran gesessen habe. Wo ich während des Arbeitens einfach "drin" bin.
Auch trägt es sehr zum Gelingen eines Projektes bei, wenn ich mich im Fluss treiben lasse. Meine Nähmaschine hilft mir dabei sehr. Z.B. wenn mir mein Kopf sagt, dass ich ja jetzt "noch schnell" diesen und jenen Arbeitsgang erledigen könnte, obwohl ich eigentlich gar keine richtige Lust mehr habe. Dann reißt nicht _mein_ Geduldsfaden, sondern der Ober- oder Unterfaden der Maschine. Oder er ist zu Ende.
Inzwischen weiß ich die Zeichen zu deuten und höre in solchen Fällen auch wirklich auf. Es soll ja Spaß machen beim Tun, und nicht einfach nur so schnell wie möglich irgendwie fertig werden.

Auch wenn der kreative Fluss im Stocken ist, versuche ich nicht (mehr) mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Dann bleibt das Projekt eben eine Zeit lang liegen - bis irgendwann der Moment kommt, wo es *pling* macht, und ich genau _die_ Idee habe, das letzte besondere Etwas, das noch gefehlt hatte. Und _dass_ dieser Moment kommt, darauf kann ich mich verlassen. So geschieht es immer wieder, dass am Ende etwas anderes heraus kommt, als ich eigentlich geplant hatte. Schon noch in etwa das, was ich wollte - aber in der Ausführung halt oft ganz anders.

Ich glaube, in dem Moment, wo bei der Anfertigung die Magie mit rein fließt, kommt am Ende auch wirklich Kunst dabei raus. Dies zu beurteilen ist allerdings müßig, da Kunst nun mal im Auge der Betrachterin liegt. Ein Paar handgestrickter Socken - Kunst? Hm, kommt auf das verarbeitete Muster an. - Magie? Wenn meine Mam die gestrickt hat, auf jeden Fall. Weil die strickt die Wärme direkt mit rein! :)

Picasso ist ein bis heute anerkannter Künstler - ich persönlich empfinde seine Bilder nicht gerade als Kunstwerke. Seine Kunst lag mE eher darin, sich selbst bestmöglichst zu vermarkten. Und das ist ihm ja wirklich gut gelungen.

Vor einigen Jahren habe ich in Nürnberg eine lebende Statue gesehen. Eine Frau als Baum verkleidet und dekoriert. Sie stand still - es hat echt gedauert, bis zu merken war, dass diese Statue lebt. Spätestens dann, wenn sie allzu neugierige Passanten durch eine plötzliche Bewegung erschreckt hat. _Das_ nenn ich Kunst!

Einen Knopf annähen, eine aufgerissene Naht wieder schließen - sehe ich als profanes Reparieren. Wenn jedoch der Knopf an der Jacke des Kindes bei einer Prügelei abgerissen wurde, kann das durchaus der Anlass für magisch-künstlerische Betätigung sein. Indem ein besonderer, extra angefertigter Knopf mit der Intention angenäht wird, dass dieser Knopf das Kind fortan vor Schlägereien schützen soll.

Das Beispiel zeigt gut, wie magischer Alltag sein kann, wie einfach aus dem nötigen Tun das not-wendige Wirken wird. Es ist doch eigentlich überall wie bei den Plätzchen: die selbstgebackenen sind nun mal die besten! Wichtig dabei ist mE das Tun an sich. Ob eine "mal schnell noch" etwas macht, oder sich in Ruhe Zeit nimmt, um etwas anzufertigen, herzustellen. Dann entsteht der magische Zeit-Raum, vom Rest der Welt abgetrennt, in dem plötzlich alles möglich wird.

Für mich ist es wichtig, Rohstoffe zu verwenden, die vorhanden sind. Zum Patchworken also am liebsten ausgediente Bettwäsche oder gesammelte Stoffreste aus dem näheren Umfeld. Passendes Garn zu finden war für mich noch nie ein Problem: Meine Oma hatte mir vor vielen Jahren ihren Nähkorb vermacht, dessen Inhalt sich erst jetzt langsam zum Ende neigt. Und zu bunt passen alle Farben - bis auf schwarz und weiß vielleicht...

Womit ich auch gerne arbeite, ist Pappmache. Dank der wöchentlichen Anzeige-Blättchen wird mir der Rohstoff dafür regelmäßig kostenlos frei Haus geliefert. Tapentenkleister ist nicht wirklich teuer, lässt sich auch in kleinen Mengen anrühren und ich verwende ihn für nahezu alle (Papier-)Klebearbeiten.

Die Kalenderblätter vom Vorjahr lassen sich rückseitig bemalen und/oder zu Papierperlen weiterverarbeiten. Zum Bemalen nehme ich vorzugsweise Abtönfarbe ausm Baumarkt. Vergleichsweise preisgünstig, deckend, vielseitig einsetzbar (notfalls sogar für die Wand *g*).

Alte Tshirts werden nicht weggeworfen, sondern in feine Fäden geschnitten und zu Badvorlegern o.ä. verstrickt und verhäkelt. Es wandert auch nicht jeder Rock, nicht jede Hose, die "noch gut" ist, in die Kleidersammlung. Wenn der Stoff gefällt, kommts in meine Stoffsammlung, Knöpfe und Reißverschlüsse - so noch vorhanden/funktionstüchtig - als Nebenprodukt in meinen Fundus.

Überhaupt mein Fundus. Grundsätzlich kann ich ja alles noch irgendwie brauchen. Und so kommt es, dass ich - egal nach was ich suche - in den allermeisten Fällen direkt fündig werde. Oder ich finde etwas anderes, das sich entsprechend abwandeln lässt. Nur selten muss ich etwas kaufen; wenn, dann ist es hauptsächlich Werkzeug im weiteren Sinne. Wie neulich erst die Filznadeln. Und da sich wegen so einem kleinen Betrag eine Bestellung ja kaum lohnt, kommt dann halt noch das eine oder andere Wollknäul dazu, Bügelvlies hatte ich auch keins mehr - so ergibt es sich also ganz von selbst, dass sich meine Vorräte praktisch nie aufbrauchen.

Natürlich ist da auch die Gefahr gegeben, mich zuzumüllen. Aber da ich ein sehr kleines Bastelzimmer habe, muss ich von Zeit zu Zeit aufräumen. Und ich hab es inzwischen gelernt, loszulassen. Wenn ich seit einem Jahr reihenweise Salatbecherchen sammle, weil die doch so hübsch handlich sind, ich die seither aber noch nicht wirklich gebraucht habe, kann ich die heute loslassen. Zumal wir ja immer mal wieder Salat essen. Der Nachschub für den Fall des Falles also gesichert ist.

Aus Altem etwas Neues, etwas völlig Anderes erschaffen, ist Handarbeit, ist Kunst und durchaus auch Magie.

Aus dem, was vorhanden ist, das Beste zu machen, ist Kunst, ist Magie und meistens Hand-Arbeit. Denn erst wenn die drei - Kunst, Magie, Hand-Arbeit, zusammen treffen, kommt auch wirklich das Beste bei raus. Dass der Prozess des Rumwerkelns dann auch noch Seelenbalsam ist, ist ja fast schon nur noch Nebenwirkung...

Zauberweib am Sonntag, 20 Januar, 2008 * Kategorien: Angedachtes, Gewerkel, Spirikram
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