Zauberweibs Gewerkel

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Sonntag, 21 Dezember, 2014

Ein Kommen und Gehen

Eigentlich müsste es genau andersrum heißen: Ein Gehen und Kommen. Unser geliebter Kater hat uns nämlich verlassen. Er war so voller Güte und unendlicher Geduld. Als damals die Luna zu uns kam, hat er sich ihr gegenüber wie der perfekte Gentleman benommen, obwohl sie schon ganz schön zickig zu ihm war. Er hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Hat ihr immer wieder gezeigt, dass sie willkommen ist.

Kater und Luna  

Das Bild ist von November - vorne unser Kater, dahinter die Luna. Sie haben sich während der letzten drei Jahre gut zusammengefunden und wenn es um das Fensterbrettkissen - direkt über der Heizung - ging, waren sie plötzlich ein Herz und eine Seele und hatten beide darauf Platz. :)

Als der Kater krank wurde, hat er diesen Platz für sich beansprucht und die Luna hat ihn gelassen. Sie hat sehr wohl gemerkt, dass da irgendwas nicht richtig war. Die letzten Wochen waren für uns alle sehr anstrengend. Letztlich war des Katers Zeit dann leider doch gekommen - wie gerne hätten wir ihn noch einige gesunde, gute Jahre bei uns gehabt. Es sollte halt nicht sein. Danke, liebster Kater, für die zwölf schönen Jahre, die wir miteinander verbringen durften.

Wie gesagt, für die Luna war das ziemlich stressig. Dann plötzlich alleine zu sein - daran hätte sie sich wohl schon gewöhnen können. Deshalb haben wir uns rasch entschlossen, den "freien Platz" wieder zu besetzen. Wie damals bei der Motze ja auch. Nur ist die Luna eben schon ein bisschen... eigenwillig. Ihr einen ausgewachsenen Kater vor die Nase zu setzen, wäre sicher keine gute Idee gewesen. Lieber etwas Jüngeres, so dass beiden von Anfang an klar sein wird, dass sie die Chefin ist. Auch das ist eine Umstellung für unseren kleinen Knopf. Sie ist zwar schon über sechs Jahre alt, aber von der Statur her klein und zierlich - und war bis jetzt halt die "Lehrlingskatze", der der Kater alles gezeigt und erklärt hat.

Und jetzt ist sie die Große, die Ausbilderin - oder eher: die Gouvernante. Denn im Tierheim fanden wir einen etwa sechsmonatigen kleinen Kater, der bei uns relativ schnell den Namen Schroeder gefunden hat. Schmusekater würde allerdings auch passen. Der Artikel hier wäre normalerweise längst fertig, aber wenn da so ein kleiner Schmuseschroeder seine Knüscheleinheiten fordert - was willst da machen?

Schroeder

Bei der Namensfindung sind wir etliche Möglichkeiten durchgegangen - Nepomuk hätte mir z.B. auch gut gefallen. Aber wir sind in Franken und "Nebbomugg" klingt irgendwie nicht mehr so super... :) Als dann irgendwoher der Name Schroeder kam, waren wir uns sofort einig, mein Mann und ich: Ja, das ist ein Schroeder. Das passt! Auch wenn wir kein Klavier haben :)

Nun geht der Stress für Luna erst einmal weiter. Unsere Rechnung ist aufgegangen, "kleine Kinder" verprügelt sie nicht. Sie geht ihm einfach aus dem Weg - was sich zuweilen schwierig gestaltet. Weil Schroeder findets super, dass hier nicht nur so olle Dosenöffner sind, sondern auch noch eine Katze zum Spielen. Also springt er ihr entgegen, wo immer sie auftaucht und wenn sie dann die Flucht ergreift, stürzt er hinterher: Super, Fangen spielen!

Es ist also wieder richtig Leben in der Bude. So traurig es auch ist, dass uns unser Kater schon verlassen musste, so kann ich mir doch gut vorstellen, dass der kleine Schroeder jetzt einen Schutzengel hat. Ich wüsste nicht, wer für diesen Job besser geeignet wäre, als unser Kater.

Zauberweib am Sonntag, 21 Dezember, 2014 * Kategorien: Schnurgels
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