Zauberweibs Gewerkel

Gewerkeltes, Vorgestelltes, Spirituelles, Schnurgeliges :)

« Januar 2013 | Startseite | Januar 2011 »

Donnerstag, 19 Januar, 2012

Erntezeit - Dankbarkeit

Mit Lammas hat Anfang August die Erntezeit begonnen. So ist es auch Zeit, der Erde zu danken für alles, was sie uns schenkt. Für unsere AhnInnen war es noch völlig normal, dem Land mit Achtung und Respekt zu begegnen. Das Land ist heilig. Das galt für die europäischen Kelten ebenso wie für die Ureinwohner Amerikas oder Australiens. Ich glaube, daran hat sich bis heute nichts geändert. Nur wir Menschen haben es vergessen, verdrängt. Die Tatsache an sich aber bleibt.

Deshalb ist die Erntezeit eine gute Gelegenheit, das Land heilig zu sprechen. Der Erde und uns wieder ins Bewusstsein zu rücken, was wir ihr alles zu ver-danken haben. Das geht ganz einfach, indem wir ein Dankesgebet sprechen, für die Ernte, für die Erde, die sie uns geschenkt hat.

Unsere AhnInnen haben sicher auch viel bei ihren Ernte- und Dankesritualen gesungen. Diese Lieder sind heute leider verloren, vergessen. Doch es spricht nichts dagegen, eine bekannte Melodie mit einem neuen Text zu versehen. Dann können wir heute auch wieder der Erde unseren Dank singen. Mir gefällt z.B. "Wandering in the deep of the night". Dazu singe ich nun:

Das Land ist heilig, heilig ist das Land.
Die Erde ist Lebenskraft.
Alles wächst aus Dir, wir ernähren uns von Dir,
Mutter Erde, wir danken Dir dafür.

Ganz einfach, sehr eingängig. Gut geeignet z.B. beim Marmeladerühren. Da muss ich einfach immer singen, das geht gar nicht anders. Oder - auch eine gute Gelegenheit - beim Quilten. Überhaupt eine sehr meditative Tätigkeit, die mich irgendwie mit allen Frauen und Zeiten verbindet - so fühlt es sich zumindest an. Da macht das Singen gleich doppelt Spaß.

Passend zur Erntezeit hat eine Schwester ihre Tochter entbunden. Deshalb bin ich jetzt dabei, die Babydecke zu fertigen. Und da sie im Norden wohnt, halte ich es für eine gute Idee, auch das Meer, das Wasser überhaupt, zu besingen. So habe ich die zweite Strophe gewoben:

Das Meer ist heilig, heilig ist der Fluss.
Das Wasser ist Lebenssaft.
Du bist Lebensraum von der Quelle bis zum Meer,
Regentropfen, wir danken Dir dafür.

All diese und weitere Gesänge fließen nun in die Decke mit ein. Doch die Töne tragen sich auch in die Luft, verbreiten sich weit über das Land. Und das Land hört es gerne, wenn es geehrt und geheiligt wird. Wenn wir der Erde und dem Wasser zu ehren singen, unsere Dankbarkeit und Wertschätzung zeigen.

Noch gibt es laue (Spät-)Sommernächte und sicher noch das eine oder andere Lagerfeuer. Ebenfalls eine gute Gelegenheit zu singen, zu danken. Mutter Erde hört es gerne.

08/2012

Zauberweib am Donnerstag, 19 Januar, 2012 * Kategorien: Spirikram
Artikel-Anfang * nach oben * Kommentare

Freitag, 20 Januar, 2012

Bruttosozialglück

Wir steigern das Bruttosozialglück: Von Menschen, die anders wirtschaften und besser leben (buecher.de-Link)

Das Buch von Annette Jensen habe ich gerade fertiggelesen. Der Begriff "Bruttosozialglück" ist von dem kleinen Staat Bhutan abgeschaut, dessen Regierung es sich seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht hat, des Volkes Wohl (anstelle des Profits einiger weniger) in den Fokus des Handelns zu rücken. Ein revolutionärer Ansatz, der ausgerechnet vom Monarchen kommt! (wikipedia-Link)

Dieses Buch erzählt eine Menge Geschichten von Menschen aus dem deutschsprachigen Raum, die es einfach gemacht haben. Es gibt z.B. bereits heute mindestens eine Gemeinde in Deutschland, die zu 100% ihren Bedarf an Strom und Wärme selber herstellt und das ganz ohne Atom oder Kohle. Es berichtet über erfolgreiche Zusammenschlüsse von Herstellern, Zulieferern und Verbrauchern, die bewusst auf lange Transportwege verzichten. Auch dass es bei der Produktion bereits kleine und große Erfolge zu vermelden gibt, weg von der Chemie, vom Erdöl, von Ausbeutung hin zu neuen und/oder wiederentdeckten Methoden und Möglichkeiten (z.B. Auro). Weitere Beispiele im Bereich der Landwirtschaft und Banken/Finanzwesen folgen. Hier finde ich besonders die Geschichten und Berichte über Regionalgeld sehr spannend.

All diesen Geschichten ist eines gemein: Es sind immer Menschen wie du und ich, die "es eines Tages plötzlich satt hatten" - ein Banker, der kündigte, als sein Chef die Parole "Wir beraten nicht, wir verkaufen!" ausgab. Eine Hausfrau, die zur Geschäftsführerin der lokalen Energiegenossenschaft wurde. Weil sie und andere nach Tschernobyl einfach etwas tun wollten, tun mussten - und es einfach getan haben. Dabei machen diese Menschen keineswegs den Eindruck, dass sie abgehobene Idealisten wären. Ganz im Gegenteil: Es sind Menschen mit gesundem Menschenverstand, die nicht länger wegschauen konnten.

Diese Geschichten machen Mut und verbreiten Optimismus - etwas, das wir unbedingt brauchen. Wie sonst sollten Vision umgesetzt werden können? Und es zeigt, dass an allen möglichen Ecken und Enden längst begonnen worden ist, unser System zu unterwandern, anzuknabbern. Sicher, es sind immer nur eher kleine Unterwanderungen, nichts was einen der Machthabenden auf den jeweiligen Sektoren auch nur irgendwie berühren würde. Aber: Es sind viele! Und ich hoffe, dass viele dieses Buch lesen werden, sich durch die zahlreichen Links und Literaturhinweise durchklicken und -lesen werden - und damit den Mut und die Hilfe finden werden, ihre eigenen Ideen ebenfalls umzusetzen.

Natürlich verschließt Jensen nicht die Augen vor dem, was leider immer noch "Standard" ist. Patente auf Pflanzen und Tiere, Riester-Renten, mittels derer arglose Gutbürger plötzlich zu Förderern von Rüstungskonzernen werden. Und wie die Großkotzigen immer und immer wieder auf den Erhalt ihrer Macht bestehen. Am besten, indem sie Ängste schüren. "Wir können auf AKWs als Brückentechnologie nicht verzichten", wollen die uns weismachen. Dass gerade AKWs wegen ihrer langen Hoch- und Runterfahrzeiten gerade als "Brückentechnologie" absolut schlechtenst geeignet sind, zeigt die Autorin auf.

Die Beispiele sind regional - so manches könnte durchaus Ziel für den nächsten Sonntagsausflug werden. Die Aktualität lässt sich hier gerade gut daran messen, dass Fukushima ebenfalls behandelt wird. Es gibt ein umfangreiches Literaturverzeichnis, das die sehr gute Recherchearbeit dokumentiert. Und es ist gut verständlich geschrieben; durch die vielen vielen Einzelgeschichten auch unterhaltsam. Es macht Lust auf mehr, Lust, selber etwas anzupacken, etwas zu verändern.

Selbst wenn nach der Lektüre des Buches ein achtsamerer Umgang mit Wasser und Strom und beim Einkaufen auf mehr Regionalität zu achten alles ist, was am Ende davon umgesetzt wird - haben wir alle damit bereits gewonnen. Und wie gesagt, es werden viele Hilfen aufgezeigt, sei es, um sich einen Betrieb, eine Genossenschaft, etc. einfach mal anzusehen, oder Links zu Aufbaunetzwerken, die konkrete Hilfen leisten, z.B. die energiegenossenschaften-gruenden.de, fairpla.net. Oder ganz praktisch: bauanleitung.org und offene-werkstaetten.org - um nur einige Beispiele zu nennen.

In den Kapiteln werden die Themen Energie, Verkehr, Produktion, Landwirtschaft und Banken behandelt und vorgestellt, am Ende steht der Ausblick, dass viele Wege in die Zukunft führen. Vielfalt statt Einfalt.

Ein kurzes Zitat will ich noch anfügen:

Statt dauernd etwas in die Welt zu setzen, das die Natur überwindet, wäre es deutlich sicherer, sich an der Natur und ihrer Wirtschaftsweise zu orientieren. Innerhalb von 3,5 Milliarden Jahren hat sie aus demselben Material immer mehr und immer Vielfältigeres hergestellt. Die Atmosphäre, die Existenz fruchtbaren Bodens, eine unübersehbare Vielfalt an Lebewesen - all das sind Folgen dieses Entwicklungsprozesses. Niemand kann bestreiten, dass die Natur extrem produktiv ist. Zudem ist sie hocheffizient: Müll gibt es nicht, alles wird zu etwas Neuem umgebaut.

Zauberweib am Freitag, 20 Januar, 2012 * Kategorien: Vorgestelltes
Artikel-Anfang * nach oben * Kommentare

"Deutschland's next Rechtschreib Reform"

Ich will mich als Erstes gleich bei allen entschuldigen, denen es beim Lesen der Überschrift sämtliche Zehennägel hochrollt. Es ist mir selber sehr schwer gefallen, das überhaupt zu tippen. :)

Genau darum geht es in diesem Beitrag: um die Verhunzung der Schriftsprache, die völlige Ignoranz der Rechtschreibung. Korrekt muss es natürlich heißen "Deutschlands nächste Rechtschreibreform" - kulanterweise wäre eventuell noch "Rechtschreib-Reform" möglich. Doch seit einiger Zeit bemerke ich eine explosionsartige Vermehrung der völlig zu Recht so genannten "Deppen-Apostrophen" bei gleichzeitigem Aussterben der Bindestriche (sofern nicht sowieso das Zusammenziehen der Begriffe zu einem Wort angebracht wäre).

Die Apostrophen haben wir nicht zuletzt MacDonald's und "Germany's next Topmodel" zu verdanken. Beides kommt ursprünglich aus Amerika (dort heißt es natürlich "America's next Topmodel") und die Amis haben bekanntermaßen ihre eigenen Regeln. In diesem Falle die Rechtschreibung betreffend. Dort gibt es "Joe's Bar", während es bei uns korrekterweise "Hannas Imbiss" oder "Lottes Büdchen" heißt - ohne Apostroph!

Warum sich die Apostrophen gerade im Internet so wahnsinnig vermehren, ist mir ein Rätsel. Ich habe eher das gegenteilige Problem - dass ich sie dort vergesse, wo sie tatsächlich hingehören. Wer macht denn freiwillig Apostrophen - und dann auch noch an Stellen, wo sie gar nicht nötig bzw. schlichtweg falsch sind?

Habe, konnte, wollte, sollte, möchte, gehe, springe, fühle - bei solchen Wörtern wird in der gesprochenen Sprache gerne mal das abschließende "e" verschluckt und das schleift sich sehr schnell auch im Schriftlichen ein. Zum Beispiel: "Ich hab mich gestern mit XY getroffen." Richtig müsste es heißen: "Ich hab' mich gestern mit XY getroffen." (Ganz korrekt wäre natürlich "habe"!) Hier sollte also ein Apostroph (oder ein "e") stehen.

Gibt es, kann es, soll es, wird es, - das wird sprachlich meist zusammengezogen. Schriftlich korrekt heißt es dann: Gibt's, kann's, soll's, wird's, usw. Auch hier: Apostroph! In meinen Texten gibt es bestimmt einige fehlende Apostrophen oder "e"s, egal wie viele ich beim Korrekturlesen auch ergänze. :)

Kein Apostroph steht jedoch bei ums, fürs, ans - also die zusammengezogene Form von "um das", "für das", "an das" - ganz einfach zu merken, eigentlich. Beim Duschen würde auch niemand auf die Idee kommen, "bei'm" zu schreiben, oder? Dasselbe Prinzip: Bei dem gibt's keinen Apostroph.

Nie und nie und niemals nicht wird ein Apostroph beim "Beugungs-S" am Ende eines Namens angehängt geschrieben! Es ist Barbaras Blog, Kathrins Kneipe, Susis Schuppen, Werners Werkstatt - kein Apostroph weit und breit!

Faustregel für die Verwendung von Apostrophen: Im Zweifel lieber weglassen!

Ganz anders sieht es bei den Bindestrichen aus. Die geraten mehr und mehr in Vergessenheit. Gerne würde ich den Suchmaschinen dafür die Schuld zuschieben, weil einzelne Worte eher gesucht (und besser gefunden) werden als Bandwurmwörter. Das Problem hat sich aber schon viel weiter verbreitet. So zeigt ein öffentlich-rechtlicher Regionalsender wöchentlich sein "XYZ Gefecht", das korrekterweise natürlich "XYZ-Gefecht" heißen müsste. Auch das "VIP-Essen" eines Privatsenders wird in den TV-Zeitschriften fälschlicherweise als "VIP Essen" betitelt. Lobenswert tritt hier das ZDF in den Vordergrund, mit der völlig richtigen Ausstrahlung der "Rosenheim-Cops". Mit Bindestrich und ohne Apostroph.

Wie sollen SchülerInnen korrekte Rechtschreibung lernen, wenn die Erwachsenen überhaupt nicht darauf achten? Deswegen auch mein Beitrag hier - unterschwellig nehmen wir alle nämlich die Falschschreibungen wahr. Und fangen folgerichtig selber an, falsch zu schreiben. Die Kleinen lernen es gar nicht erst richtig und die Großen ver-lernen es. Doch nur weil jeder zweite Blog Rosi's oder Pixi's oder Lurchi's heißt, wird es ja nicht richtiger. Es bleibt falsch, auch wenn's alle falsch machen.

Und dann gibt es noch ein paar Menschen, die zumindest den guten Willen zeigen - aber leider keinen Binde-, sondern einen Gedankenstrich. Vor und nach einem Gedankenstrich steht ein Leerschritt - Gedanken brauchen Raum. Der Bindestrich jedoch verbindet zwei Wörter zu einem. Da passt kein Leerschritt mehr dazwischen.

Abgesehen davon, dass das Weglassen des Bindestriches nicht der Rechtschreibung entspricht, erschwert es auch das Lesen. "Neulich beim Privat Fernsehen sah ich eine Bücher Doku, die die Autorin bei der Recherche Arbeit zeigte. Im Anschluss Interview erzählte sie von ihrer Stadt Wohnung." Solche Sätze muss ich mehrmals lesen, bis ich den Sinn verstehe. Gemeint ist natürlich: "Neulich beim Privat-Fernsehen sah ich eine Bücher-Doku, die die Autorin bei der Recherche-Arbeit zeigte. Im Anschluss-Interview erzählte sie von ihrer Stadt-Wohnung."

Faustregel für die Verwendung von Bindestrichen: Es kann gar nicht genug geben! Meistens können bzw. sollten die Wörter sogar als ein Wort zusammengeschrieben werden. (Privatfernsehen, Stadtwohnung)

Ich möchte hiermit alle Bloggerinnen, Blogger und Homepage-BetreiberInnen ermuntern, auf die Rechtschreibung zu achten. Wenn eine sich mal unsicher ist, schafft ein Blick auf duden.de Abhilfe. Ein kleines bisschen Vorbild sein - in diesem Fall ist es wirklich ganz einfach.

Das Internet und seine Möglichkeiten zur Kommunikation hat unsere Schreibkultur auf jeden Fall verändert. Beim Chatten auch nur auf Groß- und Kleinschreibung zu achten, ist angesichts des Tempos meist gar nicht möglich. An Rechtschreibung mag eine da gar nicht mal denken. Auch bei E-Mails oder in Forenbeiträgen wird auf derlei Formalitäten meist nicht so viel Wert gelegt. Das ist ähnlich wie beim Telefonieren mit Freunden: Da redet auch jede, wie ihr der Schnabel gewachsen ist.

Anders sehe ich es bei Blogeinträgen, das sind veröffentlichte Texte, die gerne mit Zeitungsartikeln verglichen werden können. Die werden gelesen, vielleicht auch zitiert, sind langlebiger gedacht als E-Mails oder Forengeplauder. Da sollte schon auf die richtige Schreibweise geachtet werden.

Vielleicht kann ich hiermit die eine oder andere motivieren, in Zukunft ein bisschen mehr auf korrekte Rechtschreibung zu achten. Und wenn die Kinder das nächste Mal in der Deutschprobe eine Fünf schreiben, überlegt euch, ob ihr selber mit gutem Beispiel vorangeht. :)

Zauberweib am Freitag, 20 Januar, 2012 * Kategorien: Angedachtes
Artikel-Anfang * nach oben * Kommentare

Jahresorakel mit Runen

Samhain naht - und damit die traditionelle Zeit des Orakelns. Einige wissen sicher, dass ich gerne ein Jahresorakel mache und eins davon möchte ich hier vorstellen. Du brauchst dazu ein Blatt Papier, um die Vorlage aufzumalen und deine Runen.

Orakelvorlage  

Du siehst, es ist gar nicht schwierig: Ein großer Kreis in zwölf Stücke geteilt, außen die Beschriftung von I bis XII und in der Mitte ein kleiner Kreis. Fertig. Die Sektoren beziehen sich dabei nicht auf die Monate (das wäre ja einfach), sondern auf bestimmte Aspekte:

Die Auswahl habe ich aus der Astrologie entlehnt und etwas abgewandelt - fühl' dich frei, einzelne Bereiche für dein Orakel ebenfalls passend abzuwandeln/umzubenennen! (Natürlich, bevor du orakelst!) I und II dürfte klar sein, III bezieht sich darauf, wie du mit der Welt in Kontakt trittst, auf was hörst du, wie und was nimmst du wahr, usw. IV meint alles, was du "von Geburt an" mitbringst, hier sind u.a. Traditionen und Glaubenssätze versteckt. V könnte man im weitesten Sinne auch mit Hobbies, Begabungen, Fähigkeiten betiteln. VI Körper/Gesundheit dürfte klar sein. VII meint generell alle Beziehungen, kann aber auch als Partnerschaftsbereich betitelt sein. VIII beinhaltet alles, was nicht sofort offensichtlich ist und ist somit oft der erhellendste Bereich im Orakel. :) IX Welche Lebenseinstellung hast du? Welche Vorstellungen? Was treibt dich an, bringt dich weiter? X kann durchaus als konkrete Aufgabe für dieses Jahr gesehen werden. XI zeigt an, woher überall Hilfe zu erwarten ist, damit kann auch ein gut ausgebautes Netzwerk gemeint sein. XII Das Spirituelle bezeichnet den gesamten spirituellen Hintergrund, im Gegensatz zu VIII, wo es um Dich als Individuum geht.

Wenn du in der Astrologie bewandert bist, kannst du dich auch direkt nach den Häusern orientieren.

Male dir die Vorlage auf ein ausreichend großes Blatt (hängt von der Größe deiner Runensteine ab). Konzentriere dich auf das kommende Jahr, darauf, was es dir wohl alles (Gutes! ;) ) bringen mag und wirf die Runen. Nimm dazu ruhig alle und lass nur die gelten, die auch auf der Vorlage (also innerhalb des äußeren Kreises) zu liegen kommen. Alle anderen kommen wieder in den Beutel.

Jede Rune hat eine Bedeutung für den Sektor, in dem sie liegt. Runen, die so nahe zusammen liegen, dass sie sich berühren, sollten auch zusammen betrachtet werden. Wenn eine Rune auf der Linie zwischen zwei Bereichen liegt, hat sie für beide eine Bedeutung. Eine Rune, die im inneren Kreis zu liegen kommt, ist von zentraler Bedeutung. Du kannst sie als Jahresrune betrachten. Runen, die mit "dem Gesicht nach unten" liegen, müssen buchstäblich (ich liebe das Wort im Zusammenhang mit Runen *g*) erst noch aufgedeckt werden. Eine verdeckte Fehu in II lässt auf einen Lottogewinn hoffen. Oder doch zumindest eine Gehaltserhöhung. :)

Ein Jahresorakel muss nicht zwingend für zwölf Monate gelten. Ich sehe es eher als eine Art "Wanderkarte". Wenn du alle "Sehenswürdigkeiten" entdeckt und erkundest hast, hat es seine Aufgabe erfüllt. Auch wenn das Jahr noch nicht abgelaufen ist.

Du kannst die Vorlage auf ein größeres Blatt Papier aufmalen, orakeln und dann die Runen, wie sie gefallen sind, direkt darauf einzeichnen. Verdeckt liegende kennzeichne ich mit einem Kreis, offen liegende bekommen keinen. So hast du deine "Wanderkarte" immer zur Hand, kannst dir am Rand - außerhalb des Kreises - Notizen machen, die einzelnen Bereiche vielleicht noch künstlerisch gestalten, so dass du gerne damit arbeitest und oft einen Blick drauf wirfst.

Mir haben Jahresorakel immer sehr hilfreiche Dienste erwiesen - vor allem auch dann, wenn es mal weniger schöne Zeiten gab. Ein Orakel zeigt dir Tendenzen auf. Es wird dir weder sagen, dass dein Traumprinz endlich in dein Leben kommt, noch wird es dir schlimme Krankheiten prophezeihen. Es zeigt dir lediglich, worauf du dein Augenmerk lenken solltest. Jera in II weist auf eine gute Ernte hin. Dafür ist es natürlich notwendig, zunächst zu säen!

Eine kurze Einführung zu den Runen findest du hier (pdf).

Als Jahresorakel kannst du natürlich auch die "klassische" Variante mit der Einteilung nach Monaten nehmen. Du kannst für jedes Monat eine Rune ziehen. Und/oder eine Tarotkarte. Eine Zigeunerkarte. Eine Lenormandkarte. Du kannst dein Tarotdeck in zwei Häufchen teilen: Trümpfe und kleine Arkana. Und für jedes Monat eine Karte aus jedem Stapel ziehen. Der Trumpf zeigt das Thema, die kleine Arkana den Aspekt dazu an.

Ein bisschen Zeit ist noch bis Samhain zur Vorbereitung. Ich wünsch dir viel Spaß beim (Er-)Finden deines persönlichen Jahresorakels und - guten Wurf! :)

09/2012

Zauberweib am Freitag, 20 Januar, 2012 * Kategorien: Spirikram, Vorgestelltes
Artikel-Anfang * nach oben * Kommentare