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02 Mai 2009
Futhark-Wandbehang
Endlich ist er fertig - seit über einem halben Jahr habe ich daran gewerkelt:
Am Donnerstag abend hab ich die letzten Stiche gesetzt, und heute früh war es die erste gute Tat meines Mannes, ihn zusammen mit mir aufzuhängen:
Angefangen hats bereits im Sommer letztes Jahr. Nachdem ich mir den Bettbezug genäht hatte, hab ich angefangen, kleine Muster zu erfinden, die auf 18x18cm bequem Platz hatten. Bis ich allerdings soweit war, dass ich darüber schreiben wollte, war das Midget-Fieber ausgebrochen - da konnte ich mit meinen geradezu Riesenteilen ja nicht mehr gegen anstinken. *g*
Aber ich hab dennoch weitergemacht - was ich aus all den Teilen, die schon fertig sind, und die, die noch fertig werden wollen, machen will, weiß ich allerdings noch nicht. Zwischendrin wollte ich "was anderes" machen und hab mir überlegt, ob und wie sich Runen paperpatchen lassen. Es ging sehr gut! Ich hab mir Rastervorlagen ausgedruckt und die Teile für die jeweilige Rune per Hand eingezeichnet. Und ich hab auch daran gedacht, dass es bei einigen Runen spiegelverkehrt sein muss.
Irgendwann war die heiße Patch-/Näh-Phase erst mal vorbei und alle Teile wanderten nach oben ins Bastelzimmer. Bis ich um das Jahresende herum unbedingt ein "Projekt brauchte". Ich wollte etwas Gewerkeliges, das sich ruhig über einen längeren Zeitraum erstrecken, in kleine Zwischenhäppchen eingeteilt werden und schön vor sich hinwachsen konnte. Und am Ende sollte halt "irgendwas" dabei rauskommen. Mir fiel die große weiße Wand im Treppenaufgang auf und all die bereits fertiggepatchten Runen- und Muster-Teile ein.
Nach einigem Hin- und Her-Überlegen war die Idee des Futhark-Wandbehangs geboren und ich hatte endlich mein heißersehntes Projekt. *freu*
Dass es jetzt im Wohnzimmer gelandet ist, hab ich meinem Liebsten zu verdanken. Er meinte, am Treppenaufgang sieht mans ja gar nicht (oft). Ins Wohnzimmer passt das doch vieeeeel besser! :)
Es hat irre Spaß gemacht - vor allem deshalb, weil ich wirklich nur nach Lust und Laune daran gearbeitet hab. So hätt ich auch gut vor vier Wochen schon fertig sein können. Aber es sollte halt nicht so sein. Es ging ja nie ums Fertigwerden, sondern ums Tun, genauer gesagt: ums freudige Tun.
Und ich bin irre stolz auf das, was dabei rausgekommen ist :)
Hier noch paar Detailfotos:
