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09 August 2008
"Die Schuld, eine Frau zu sein"
Mukhtar Mai *) beschreibt ihre eigene Geschichte. Die Muslima lebt in einem pakistanischen Dorf, das von Männern und den Traditionen beherrscht wird. Wie die meisten Frauen in ihrem Land, kann sie weder lesen noch schreiben.
Eines Tages soll sie einen höheren Clan um Vergebung bitten, weil ihr Bruder angeblich etwas mit einer Frau aus diesem Clan hatte. Unter diesem Vorwand und vor versammelter Dorfgemeinschaft wurde sie von vier Männern des fremden Clans vergewaltigt. Es gehört zur "Tradition", dass Frauen büßen müssen, egal, wer was getan hat.
"Üblich" wäre nun Selbstmord, doch sie kommt aus ihrer Lethargie heraus und beginnt zu kämpfen. Ein langer, beschwerlicher Weg beginnt für sie; zu ihrem Glück bekommt die Presse Wind von dem Vorfall. Schon bald erweckt ihre Geschichte internationales Intresse, Menschenrechtsorganisationen u.a. bieten ihr Hilfe an.
Im Zuge alldessen gründet sie eine Schule für Mädchen (später nimmt sie noch eine Jungen-Klasse dazu). So dass ihre Geschichte bewirkt, dass die Frauen nach ihr bessere Chancen haben. Nur eine, die lesen kann, kann sich auch über ihre Rechte informieren und auch einfordern.
Das Buch ist spannend geschrieben; sie beschreibt ihre Zweifel, die sie immer wieder überrollen, und wie ihre Freundin Naseem dann regelmäßig den Kopf wäscht. Sie schreibt aber auch, dass sie und ihre Geschichte keine Ausnahme ist. Immer wieder erzählt sie von anderen Frauenschicksalen, denen es ähnlich erging wie ihr.
Die Geschichte einer bewundernswerten starken Frau, die Ausdauer und Beharrlichkeit zum Ziel geführt haben. Und Mut!
Mehr zu ihrer Geschichte z.B. bei suedasien.net oder Kulturweltspiegel.
*) Buchlink verweist wie immer auf Amazon, einem gewerblichen Angebot.
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